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	<title>DZKF WEBLOG &#187; medikament</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<item>
		<title>Fumars&#228;ure hilft sicher bei Multipler Sklerose&#8230;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/11/07/fumarsaeure-hilft-sicher-bei-multipler-sklerose/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 17:43:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Fumarsäure]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[MS]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Sklerose]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Wirksamer Schutz erkrankter Nerven</h4>
<em>Berlin/Amsterdam</em> – <strong>Der Wirkstoff Fumars&#228;ure kann offenbar die Schubrate bei der Multiplen Sklerose (MS) ann&#228;hernd halbieren und auch die MS-typischen Sch&#228;digungen des Gehirns deutlich reduzieren, so das Ergebnis einer Studie, die auf dem Fachkongress ECTRIMS in Amsterdam f&#252;r gro&#223;es Aufsehen sorgte. "Insbesondere die Kombination aus hoher Wirksamkeit und Sicherheit machen das Medikament zu einer interessanten Behandlungsoption", kommentierte Studienleiter Professor Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik (St. Josef Hospital) in Bochum und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie.</strong>

<strong>Noch ist das erfolgreich getestete Fumars&#228;ure-Pr&#228;parat</strong> "BG-12" nicht f&#252;r die Behandlung der Multiplen Sklerose zugelassen, stellte Gold klar. Das Vorg&#228;ngerprodukt Fumaderm® wird jedoch seit mehreren Jahren in einigen europ&#228;ischen L&#228;ndern zur Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis) eingesetzt, was das Verfahren wom&#246;glich beschleunigen k&#246;nnte. Daf&#252;r spr&#228;chen auch die &#252;berzeugenden Daten zur Vertr&#228;glichkeit und Sicherheit von BG-12, die jetzt mit der DEFINE-Studie (Determination of the Efficacy and safety of oral Fumarate IN rElapsing-remitting MS) vorgestellt werden konnten, so Gold.

<strong>In 28 L&#228;ndern hatten</strong> an dieser Studie 1234 Patienten mit schubf&#246;rmiger MS und leichten bis mittelschweren Behinderungen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren teilgenommen. Nach dem Losverfahren erhielten diese Freiwilligen entweder BG-12 oder ein Scheinmedikament. Nach zwei Jahren hatten Patienten, die BG-12 zweimal t&#228;glich einnahmen, 49 Prozent weniger Sch&#252;be erlitten, und bei dreimaliger Einnahme der Arznei 50 Prozent weniger als mit dem Scheinmedikament. Die Auswertung zeigte auch einen erheblichen Unterschied beim Anteil der Patienten, bei denen ein Schub beobachtet worden war: Unter BG-12 waren es neun Prozent gewesen, mit dem Scheinmedikament dagegen 15 Prozent.

<strong>Nebenwirkungen mild und vor&#252;bergehend</strong>

<strong>Zwar hatten etwa 95 Prozent</strong> der Teilnehmer Nebenwirkungen bemerkt, die waren jedoch mit der Studienarznei &#228;hnlich h&#228;ufig wie dem Scheinmedikament aufgetreten. Im gesamten Studienzeitraum war es weder zu medikamentenbezogenen Todesf&#228;llen oder Krebserkrankungen gekommen, noch wurden ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:192px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/11/prof-dr-ralf-gold.jpg" rel="lightbox[pics3216]" title="Prof. Dr. med. Ralf Gold, Bochum (c) Dietmar Gust, DGN 2010"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/11/prof-dr-ralf-gold.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med. Ralf Gold, Bochum (c) Dietmar Gust, DGN 2010" width="192" height="255" class="attachment wp-att-3217" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. med. Ralf Gold, Bochum (c) Dietmar Gust, DGN 2010</div>
</div>
<h4>Wirksamer Schutz erkrankter Nerven</h4>
<p><em>Berlin/Amsterdam</em> – <strong>Der Wirkstoff Fumars&#228;ure kann offenbar die Schubrate bei der Multiplen Sklerose (MS) ann&#228;hernd halbieren und auch die MS-typischen Sch&#228;digungen des Gehirns deutlich reduzieren, so das Ergebnis einer Studie, die auf dem Fachkongress ECTRIMS in Amsterdam f&#252;r gro&#223;es Aufsehen sorgte. &#0187;Insbesondere die Kombination aus hoher Wirksamkeit und Sicherheit machen das Medikament zu einer interessanten Behandlungsoption&#0171;, kommentierte Studienleiter Professor Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik (St. Josef Hospital) in Bochum und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie.</strong></p>
<p><strong>Noch ist das erfolgreich getestete Fumars&#228;ure-Pr&#228;parat</strong> &#0187;BG-12&#8243; nicht f&#252;r die Behandlung der Multiplen Sklerose zugelassen, stellte Gold klar. Das Vorg&#228;ngerprodukt Fumaderm® wird jedoch seit mehreren Jahren in einigen europ&#228;ischen L&#228;ndern zur Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis) eingesetzt, was das Verfahren wom&#246;glich beschleunigen k&#246;nnte. Daf&#252;r spr&#228;chen auch die &#252;berzeugenden Daten zur Vertr&#228;glichkeit und Sicherheit von BG-12, die jetzt mit der DEFINE-Studie (Determination of the Efficacy and safety of oral Fumarate IN rElapsing-remitting MS) vorgestellt werden konnten, so Gold.</p>
<p><strong>In 28 L&#228;ndern hatten</strong> an dieser Studie 1234 Patienten mit schubf&#246;rmiger MS und leichten bis mittelschweren Behinderungen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren teilgenommen. Nach dem Losverfahren erhielten diese Freiwilligen entweder BG-12 oder ein Scheinmedikament. Nach zwei Jahren hatten Patienten, die BG-12 zweimal t&#228;glich einnahmen, 49 Prozent weniger Sch&#252;be erlitten, und bei dreimaliger Einnahme der Arznei 50 Prozent weniger als mit dem Scheinmedikament. Die Auswertung zeigte auch einen erheblichen Unterschied beim Anteil der Patienten, bei denen ein Schub beobachtet worden war: Unter BG-12 waren es neun Prozent gewesen, mit dem Scheinmedikament dagegen 15 Prozent.</p>
<p><strong>Nebenwirkungen mild und vor&#252;bergehend</strong></p>
<p><strong>Zwar hatten etwa 95 Prozent</strong> der Teilnehmer Nebenwirkungen bemerkt, die waren jedoch mit der Studienarznei &#228;hnlich h&#228;ufig wie dem Scheinmedikament aufgetreten. Im gesamten Studienzeitraum war es weder zu medikamentenbezogenen Todesf&#228;llen oder Krebserkrankungen gekommen, noch wurden vermehrt Infektionen beobachtet, wie dies bei drei anderen neu entwickelten Wirkstoffen gegen MS der Fall war. Lediglich die vergleichsweise milden Nebenwirkungen Hautr&#246;tungen, Durchfall, &#220;belkeit und Magenschmerzen waren mit BG-12 h&#228;ufiger aufgetreten als unter Placebo. Aber auch diese Beschwerden waren vorwiegend in den ersten 30 Behandlungstagen aufgetreten und dann zur&#252;ckgegangen.</p>
<blockquote><p>&#0187;Daraus schlie&#223;en wir, dass BG-12 eine therapeutische Option f&#252;r Patienten mit schubf&#246;rmiger MS sein k&#246;nnte, mit ordentlicher Wirksamkeit, guter Vertr&#228;glichkeit und einem exzellenten Sicherheitsprofil&#0171;, sagt Gold.</p></blockquote>
<p><strong>Der Wirkmechanismus der Arznei</strong> ist noch nicht vollst&#228;ndig aufgekl&#228;rt, jedoch scheint es nicht nur eine d&#228;mpfende Wirkung auf die &#252;berschie&#223;ende Immunreaktion bei MS zu haben, sondern auch Nervenzellen zu sch&#252;tzen. Darauf deuten Ergebnisse der Magnetresonanztomographie (MRT) hin, die im Rahmen der DEFINE-Studie ebenfalls erhoben wurden und die einen starken R&#252;ckgang der MS-typischen L&#228;sionen im Gehirn belegen. Die Zahl neuer L&#228;sionen verringerte sich bei t&#228;glich zweimaliger Gabe von BG-12 um 85 Prozent, die Gesamtzahl sogenannter Gadolinium-verst&#228;rkter L&#228;sionen um bis zu 90 Prozent.</p>
<p><strong>Unmittelbar nach dem ECTRIMS-Kongress</strong> ver&#246;ffentlichte die Herstellerfirma von BG-12 (Biogen Idec) auch die Daten der Studie CONFIRM (Comparator and an Oral Fumarate in RRMS), die der US-Neurologe Robert J. Fox, Direktor am Mellen Center f&#252;r Multiple Sklerose der Cleveland Clinic in Ohio geleitet hat. BG-12 wurde dabei nicht mit einem Scheinmedikament verglichen, sondern mit dem Immunmodulator Glatirameracetat, einem Medikament das zur Behandlung der MS in Europa bereits seit 2001 zugelassen ist. Die Ergebnisse der 1430 Teilnehmer best&#228;tigten laut Fox die Resultate der DEFINE-Studie: &#0187;Wir sahen eine robuste Verringerung der Schubrate und der Krankheitsaktivit&#228;t. Es sieht so aus, als ob BG-12 eine n&#252;tzliche First-Line-Therapie sein k&#246;nnte.&#0171;</p>
<p><strong>Tabletten statt Spritzen</strong></p>
<p><strong>Bei der Behandlung der Multiplen Sklerose</strong> haben sich zwar bestimmte Formen von Interferon ebenso wie Glatirameracetat bew&#228;hrt, weil sie die Schubrate bei der relapsierend-remittierenden Form der Krankheit eindeutig reduzieren k&#246;nnen. Allerdings m&#252;ssen diese Substanzen regelm&#228;&#223;ig gespritzt werden. Experten hoffen schon seit Jahren auf weniger belastende Medikamente, die in Form von Pillen geschluckt werden k&#246;nnten. Mit dem Wirkstoff Fingolimod wurde im April 2011 erstmals eine Kapsel zum Einnehmen zugelassen, doch eignet sich diese Substanz nur f&#252;r Patienten mit schweren Verlaufsformen der MS, erkl&#228;rt Gold. &#0187;Deshalb w&#228;re es ein erheblicher Fortschritt wenn die Wirksamkeit, Sicherheit und Vertr&#228;glichkeit von BG-12 in weiteren Studien best&#228;tigt w&#252;rde und wir unseren Patienten eine Behandlung in Tablettenform anbieten k&#246;nnten, ohne die einfachere Handhabung durch ein h&#246;heres Risiko erkaufen zu m&#252;ssen.&#0171;</p>
<p><strong>Fumars&#228;ure ist eine nat&#252;rliche organisch-chemische Substanz</strong>, die in gr&#246;&#223;eren Mengen in Pflanzen, Pilzen und Flechten vorkommt. Namensgeber ist der Gew&#246;hnlichen Erdrauch (Fumaria officinalis), der gr&#246;&#223;ere Mengen der S&#228;ure enth&#228;lt. Weitere Anwendungsgebiete finden sich in der Lebensmittelindustrie, wo Fumars&#228;ure als S&#228;urungsmittel E 297 zugelassen ist. Auch in der Schweineaufzucht wird Fumars&#228;ure als Futterzusatz f&#252;r Ferkel genutzt um damit den pH-Wert im Darm aufrechtzuerhalten und E. coli-bedingten Infektionen vorzubeugen.</p>
<p><strong>Quellen</strong><br />
Gold R et al. Clinical efficacy of BG-12, an oral therapy, in relapsing-remitting multiple sclerosis: Data from the phase III DEFINE trial<br />
Arnold D. et al. Efficacy on MRI endpoints of BG-12, an oral therapy, in relapsing-remitting multiple sclerosis: Data from the phase III DEFINE trial<br />
Selmaj K et al. Safety and tolerability of BG-12 in the phase III DEFINE trial in patients with relapsing-remitting multiple sclerosis<br />
Kappos L et al.BG-12 effects on patient-reported outcomes in relapsing-remitting multiple sclerosis: results from the DEFINE study<br />
(Vortrag und Poster, pr&#228;sentiert am 21. Oktober 2011 auf dem Joint Triennial Congress of the European and Americas Committees for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS/ACTRIMS), Amsterdam</p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt bei R&#252;ckfragen</strong></p>
<p>Prof. Dr. med. Ralf Gold<br />
Direktor der Neurologischen Klinik an der<br />
Ruhr-Universit&#228;t Bochum<br />
Gudrunstra&#223;e 56<br />
44791 Bochum<br />
Tel.: +49 (0) 234 509-2410<br />
Fax.: +49 (0) 234 509-2414<br />
E-Mail: ralf.gold@rub.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Neue Substanz zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern heute zugelassen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/08/04/neue-substanz-zur-schlaganfallpraevention-bei-patienten-mit-vorhofflimmern-heute-zugelassen/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/08/04/neue-substanz-zur-schlaganfallpraevention-bei-patienten-mit-vorhofflimmern-heute-zugelassen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 16:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>(4. August 2011) Daten aus einer der gr&#246;&#223;ten Studien zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen k&#246;nnen. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass &#228;ltere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer h&#246;heren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federf&#252;hrenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN).</strong>

<strong>"Jeder hundertste Mensch</strong> leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den &#252;ber 80-J&#228;hrigen ist es sogar jeder Zehnte. ", erl&#228;utert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. "Angesichts dieser Zahlen ist es ein gro&#223;er Fortschritt, dass f&#252;r diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganf&#228;llen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur st&#228;ndigen &#220;berwachung der Blutgerinnung zu belasten", so Grond.
Best&#228;rkt wird der Neurologe in dieser Erwartung durch eine neue Auswertung der RE-LY-Studie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(4. August 2011) Daten aus einer der gr&#246;&#223;ten Studien zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen k&#246;nnen. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass &#228;ltere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer h&#246;heren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federf&#252;hrenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN).</strong></p>
<p><strong>&#0187;Jeder hundertste Mensch</strong> leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den &#252;ber 80-J&#228;hrigen ist es sogar jeder Zehnte. &#0171;, erl&#228;utert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. &#0187;Angesichts dieser Zahlen ist es ein gro&#223;er Fortschritt, dass f&#252;r diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganf&#228;llen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur st&#228;ndigen &#220;berwachung der Blutgerinnung zu belasten&#0171;, so Grond.<br />
Best&#228;rkt wird der Neurologe in dieser Erwartung durch eine neue Auswertung der RE-LY-Studie (Randomized Evaluation of Long-Term Anticoagulant Therapy), die k&#252;rzlich in der Fachzeitschrift Circulation ver&#246;ffentlicht wurde. Mehr als 18.000 Patienten, die wegen Vorhofflimmerns ein erh&#246;htes Risiko f&#252;r einen Schlaganfall aufweisen, hatten an dieser Studie in 44 L&#228;ndern teilgenommen. Ein Drittel der Patienten hatte die bislang gebr&#228;uchliche Arznei Warfarin erhalten, f&#252;r die eine engmaschige Kontrolle der Blutgerinnungswerte (INR) erforderlich ist. Warfarin, das nach dem gleichen Prinzip wirkt wie das in Deutschland standardm&#228;&#223;ig verabreichte Medikament Phenprocoumon (Marcumar®), wurde verglichen mit Dabigatran &#8211; dem ersten aus einer Reihe von Medikamenten, die den Patienten die INR-Messungen ersparen k&#246;nnten.</p>
<p><strong>Um heraus zu finden</strong>, wie man das Schlaganfall-Risiko am besten senken kann, ohne daf&#252;r schwere Blutungen als Nebenwirkung in Kauf nehmen zu m&#252;ssen, wurden in der RE-LY-Studie zwei verschiedene Dosierungen von Dabigatran getestet, n&#228;mlich zwei Mal t&#228;glich 110 Milligramm und zwei Mal t&#228;glich 150 Milligramm.</p>
<p><strong>Ergebnisse der RE-LY Studie</strong><br />
Die bereits im Jahr 2009 im New England Journal of Medicine ver&#246;ffentliche erste Auswertung der RE-LY-Studie hatte gezeigt, dass mit der niedrigeren Dosis von Dabigatran das Risiko von Schlaganf&#228;llen und systemischen Embolien ebenso stark gesenkt wurde, wie mit Warfarin und dass schwerwiegende Blutungen als Nebenwirkung mit 110 Milligramm Dabigatran eindeutig seltener waren. Die h&#246;here Dosis von Dagibatran war dagegen eindeutig besser wirksam als Warfarin, Blutungen traten hier vergleichbar h&#228;ufig auf wie mit Warfarin.</p>
<blockquote><p><strong>Zur Verwunderung vieler Experten</strong> hatte die bei Arzneimittelzulassungen h&#228;ufig tonangebende US-Beh&#246;rde FDA Dabigatran dann im Oktober 2010 zwar in der hohen Dosierung von 150 Milligramm zugelassen, nicht aber mit jeweils 110 Milligramm. Stattdessen wurden f&#252;r eine kleine Untergruppe von Patienten mit Nierensch&#228;den eine Dosierung von zwei Mal t&#228;glich 75 Milligramm genehmigt. &#0187;Die Kritik an dieser Entscheidung wird nun durch die neue Auswertung der RE-LY-Daten best&#228;tigt&#0171;, so Professor Hans-Christoph Diener, einer der federf&#252;hrenden Autoren der RE-LY Studie. &#0187;Die Auswertung nach Alter zeigt, dass beide Dosierungen gebraucht werden. F&#252;r Patienten unter 80 Jahren k&#246;nnten demnach 2 Mal 150 Milligramm Dabigatran t&#228;glich den besten Kompromiss aus Wirksamkeit und Sicherheit darstellen, bei den &#228;lteren Patienten mit erh&#246;htem Blutungsrisiko aber sollten die &#196;rzte erw&#228;gen, 2 Mal 110 Milligramm t&#228;glich zu verschreiben, um das Risiko extrakranialer Blutungen zu verringern&#0171;, so der Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik in Essen.</p></blockquote>
<p><strong>Die heute f&#252;r Deutschland ergangene Zulassung erstreckt sich &#252;ber die beiden Dosierungen, so dass beide Altersgruppen optimal behandelt werden k&#246;nnen.</strong></p>
<p><strong>Quellen:</strong><br />
<em>Eikelboom JW et al. Risk of bleeding with 2 doses of dabigatran compared with warfarin in older and younger patients with atrial fibrillation: an analysis of the randomized evaluation of long-term anticoagulant therapy (RE-LY) trial.Circulation. 2011 May 31;123(21):2363-72. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21576658<br />
Connolly SJ, Connolly SJ et al. Dabigatran versus warfarin in patients with atrial fibrillation. N Engl J Med. 2009 Sep 17;361(12):1139-51. Epub 2009 Aug 30 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19717844</em></p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt bei R&#252;ckfragen:</strong><br />
Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener<br />
Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie<br />
Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik Duisburg-Essen<br />
Hufelandstr. 55, 45122 Essen<br />
Tel.: 0201-7232460<br />
E-Mail: hans.diener@uni-duisburg-essen.de</p>
<p>Prof. Dr. med. Martin Grond<br />
Vorstandsmitglied Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und<br />
Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie<br />
Chefarzt der Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Kreisklinikum Siegen<br />
Weidenauer Str. 76, 57076 Siegen<br />
Tel.: 0271-7051800<br />
E-Mail: m.grond@kreisklinikum-siegen.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neuer HTA-Bericht: Bluthochdrucktherapie und Diabetes</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/06/15/neuer-hta-bericht-bluthochdrucktherapie-und-diabetes/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 04:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[diabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Hypertonie]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Unter der Therapie mit bestimmten Medikamenten gegen Bluthochdruck scheint h&#228;ufiger Diabetes aufzutreten. Das verdeutlicht ein jetzt beim DIMDI ver&#246;ffentlichter HTA-Bericht (<em>Health Technology Assessment</em>). Unter Diuretika und Betablockern wurde h&#228;ufiger eine Diabetesentwicklung beobachtet. Wie das zu bewerten ist, ist jedoch unklar. Ob neuere (und teurere) Wirkstoffgruppen deshalb jedoch kosteneffektiver sind, k&#246;nnen die Autoren auf Basis der im Bericht betrachteten Studien nicht abschlie&#223;end beantworten.</strong>

<strong>Viele Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie)</strong> sind gleichzeitig zuckerkrank. Bisher wurde das vor allem auf gemeinsame Risikofaktoren, z.B. &#220;bergewicht, zur&#252;ckgef&#252;hrt. Neuere Studien zeigen, dass auch Medikamente gegen Bluthochdruck die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes beeinflussen k&#246;nnen. Wie ein unter Therapie entstandener Diabetes klinisch zu bewerten ist, konnte anhand der vorliegenden Literatur allerdings nicht ausreichend gekl&#228;rt werden. Daraus kann nicht ohne weiteres ein Schaden f&#252;r die Patienten abgeleitet werden. Wichtige Daten fehlen, z.B. zur ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter der Therapie mit bestimmten Medikamenten gegen Bluthochdruck scheint h&#228;ufiger Diabetes aufzutreten. Das verdeutlicht ein jetzt beim DIMDI ver&#246;ffentlichter HTA-Bericht (<em>Health Technology Assessment</em>). Unter Diuretika und Betablockern wurde h&#228;ufiger eine Diabetesentwicklung beobachtet. Wie das zu bewerten ist, ist jedoch unklar. Ob neuere (und teurere) Wirkstoffgruppen deshalb jedoch kosteneffektiver sind, k&#246;nnen die Autoren auf Basis der im Bericht betrachteten Studien nicht abschlie&#223;end beantworten.</strong></p>
<p><strong>Viele Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie)</strong> sind gleichzeitig zuckerkrank. Bisher wurde das vor allem auf gemeinsame Risikofaktoren, z.B. &#220;bergewicht, zur&#252;ckgef&#252;hrt. Neuere Studien zeigen, dass auch Medikamente gegen Bluthochdruck die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes beeinflussen k&#246;nnen. Wie ein unter Therapie entstandener Diabetes klinisch zu bewerten ist, konnte anhand der vorliegenden Literatur allerdings nicht ausreichend gekl&#228;rt werden. Daraus kann nicht ohne weiteres ein Schaden f&#252;r die Patienten abgeleitet werden. Wichtige Daten fehlen, z.B. zur klinischen Bedeutung eines bereits bestehenden Diabetes verglichen mit einem unter antihypertensiver Therapie entstandenen Diabetes hinsichtlich kardiovaskul&#228;rer Ereignisse.</p>
<p>* <strong>Der Bericht</strong><br />
<strong>Welche Wirkstoffgruppen die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes</strong> m&#246;glicherweise f&#246;rdern, ist die zentrale Frage des HTA-Berichts. Die Autoren analysierten dazu Studien zur medikament&#246;sen Behandlung des Bluthochdrucks aus einer systematischen Literaturrecherche. Das Ergebnis zeigt, dass Diabetes verst&#228;rkt unter Diuretika und/oder Betablockern auftritt. ACE-Hemmer (Angiotensin-Umwandlungsenzym-Hemmer) und Angiotensin-Rezeptorblocker besitzen eine eher pr&#228;ventive Wirkung. Unter ihnen werden die <strong>vergleichsweise geringsten Diabetes-Raten</strong> beobachtet. Kalziumantagonisten wirken neutral.</p>
<p><strong>Obwohl die Arbeiten einen hohen Evidenzlevel</strong> besitzen, sehen die Autoren Einschr&#228;nkungen: So unterscheiden sich beispielsweise Einschlusskriterien und Dauer der untersuchten Studien. <strong>Zudem erfolgte keine der Untersuchungen in Deutschland</strong>, wodurch die Ergebnisse nur schwer auf die hiesige Situation &#252;bertragbar sind. Auch k&#246;nnen erst weitere Forschungen zeigen, ob der unter medikament&#246;ser Therapie entstandene Diabetes nach Absetzen oder Wechsel des Arzneimittels umkehrbar ist oder nicht.</p>
<p><strong>Dennoch empfehlen die Autoren, ihre Ergebnisse bei der Wahl von Medikamenten gegen Bluthochdruck zu ber&#252;cksichtigen</strong>. Zeigt ein Patient Risikofaktoren, die eine Entstehung eines Diabetes beg&#252;nstigen (wie &#220;bergewicht, chronische Herzinsuffizienz, beeintr&#228;chtigte N&#252;chternglucosewerte), sollten ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptorblocker f&#252;r die Therapie erwogen werden.<br />
Bluthochdruck: ein wachsendes Problem</p>
<p>* HTA-Bericht: Diabetesneuentstehung unter antihypertensiver Therapie<br />
<em>Grimm C; K&#246;berlein J; Wiosna W; Kresimon J; Kiencke P; Rychlik R</em></p>
<p>* HTA-Berichte bei DAHTA: Die HTA-Berichte sind in der DAHTA-Datenbank beim DIMDI bzw. im HTA-Journal bei German Medical Science (GMS) kostenfrei als Volltext abrufbar.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
http://portal.dimdi.de/de/hta/hta_berichte/hta258_bericht_de.pdf- HTA-Bericht: Volltext (PDF, 2,6 MB)<br />
http://portal.dimdi.de/de/hta/hta_berichte/hta258_kurzfassung_de.pdf &#8211; HTA-Bericht: Kurzfassung (PDF, 56 kB)<br />
http://www.dimdi.de/dynamic/de/hta/db/index.htm &#8211; HTA-Berichte beim DIMDI suchen<br />
http://www.dimdi.de/static/de/hta/dahta/index.htm &#8211; HTA beim DIMDI<br />
http://www.egms.de/static/de/reports/dahta/index.htm &#8211; HTA-Berichte der DAHTA bei German Medical Science (GMS)</p>]]></content:encoded>
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		<title>Medikament gegen Tropenkrankheit: Hallesche Forscher an Entwicklung beteiligt</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/05/medikament-gegen-tropenkrankheit-hallesche-forscher-an-entwicklung-beteiligt/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 05:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bilharziose]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.jpg" rel="lightbox[pics2023]" title="Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.thumbnail.jpg" alt="Molek&#252;lstrukturen" width="255" height="199" class="attachment wp-att-2024" /></a><div class="imagecaption">Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie</div></div><strong>Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europ&#228;ischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen f&#252;r die Therapie der Tropenkrankheit <em>Bilharziose</em>, die durch den P&#228;rchenegel (Schistosoma) hervorgerufen wird. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Menschen mit dem Parasiten infiziert, was j&#228;hrlich zu 280.000 Todesf&#228;llen f&#252;hrt. Die Europ&#228;ische Union f&#246;rdert das Forschungsprojekt "SEtTReND - Schistosoma Epigenetics - Targets, Regulation, New Drugs" mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Beteiligt ist auch das Institut f&#252;r Pharmazie der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg (MLU).</strong>

<strong>Sieben universit&#228;re und au&#223;eruniversit&#228;re Forschungseinrichtungen</strong> sowie Industrieunternehmen arbeiten in dem Projekt zusammen, das vom Institut "<em>Louis-Pasteur</em>" in Lille ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.jpg" rel="lightbox[pics2023]" title="Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.thumbnail.jpg" alt="Molek&#252;lstrukturen" width="255" height="199" class="attachment wp-att-2024" /></a>
<div class="imagecaption">Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie</div>
</div>
<p><strong>Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europ&#228;ischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen f&#252;r die Therapie der Tropenkrankheit <em>Bilharziose</em>, die durch den P&#228;rchenegel (Schistosoma) hervorgerufen wird. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Menschen mit dem Parasiten infiziert, was j&#228;hrlich zu 280.000 Todesf&#228;llen f&#252;hrt. Die Europ&#228;ische Union f&#246;rdert das Forschungsprojekt &#0187;SEtTReND &#8211; Schistosoma Epigenetics &#8211; Targets, Regulation, New Drugs&#0171; mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Beteiligt ist auch das Institut f&#252;r Pharmazie der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg (MLU).</strong></p>
<p><strong>Sieben universit&#228;re und au&#223;eruniversit&#228;re Forschungseinrichtungen</strong> sowie Industrieunternehmen arbeiten in dem Projekt zusammen, das vom Institut &#0187;<em>Louis-Pasteur</em>&#0171; in Lille (Frankreich) koordiniert wird. </p>
<blockquote><p>&#0187;Die Idee ist, auf der Basis von epigenetischen Regulationsmechanismen des P&#228;rchenegels biologisch wirksame Verbindungen zu entwickeln, die gezielt den Parasiten abt&#246;ten k&#246;nnen&#0171;, erkl&#228;rt MLU-Professor Wolfgang Sippl vom Institutsbereich Pharmazeutische Chemie und Klinische Pharmazie. &#220;ber die n&#228;chsten drei Jahre wird Sippls Arbeitsgruppe Medizinische Chemie aus Mitteln des EU-FP-7 Rahmenprogramms mit 245.000 Euro unterst&#252;tzt. Ziel der beteiligten Wissenschaftler aus den Biowissenschaften und der Wirkstoffforschung ist es, neuartige Angriffskonzepte im parasit&#228;ren Lebenszyklus zu analysieren und gezielt Arzneistoffkandidaten zu entwickeln.</p></blockquote>
<p><strong>Epigenetische Mechansimen spielen</strong> eine wichtige Funktion in der genetischen Regulation und stellen potentielle Arzneistofftargets f&#252;r die Therapie von Tumoren und Infektionskrankheiten dar. Im Rahmen des Projektes sollen chemische und computerbasierte Verfahren mit biologischen Prozessen kombiniert werden, um neuartige Wirkstoffe f&#252;r die Therapie der Bilharziose zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe Medizinische Chemie besch&#228;ftigt sich insbesondere mit der Anwendung von computerbasierten Verfahren f&#252;r die gezielte Suche nach chemischen Leitstrukturen f&#252;r die Wirkstofftestung.</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Prof. Dr. Wolfgang Sippl<br />
Leiter der Abteilung Medizinische Chemie der MLU<br />
Telefon: 0345 55 25040<br />
E-Mail: wolfgang.sippl@pharmazie.uni-halle.de </p>]]></content:encoded>
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		<title>24. M&#228;rz &#8211; Welt-Tuberkulose-Tag</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/03/24/voellig-neuer-wirkstoff-gegen-tuberkulose-entwickelt/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 23:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[TBC]]></category>
		<category><![CDATA[Tuberkulose]]></category>
		<category><![CDATA[Welt-Tuberkulose-Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wir haben nachfolgenden Artikel</strong> zwar schon im Februar als "nurText" gebracht, aber anl&#228;sslich des Welt-Tuberkulose-Tags stellen wir das heut gern noch einmal auf unsere Startseite als Topartikel. Es wird immer viel geredet, in der Politik, und abseits davon, die Politik in .de jedenfalls gibt 3x weniger pro Kopf im Vergleich zur USA f&#252;r die Erforschung dieser Weltkrankheit aus ...
Aber vielleicht wurde ja nun in Deutschland ein entscheidender Schrit f&#252;r neue Tuberkulosemedikamente getan, ja auch mit staatlicher F&#246;rderung., aber lesen Sie selbst:

<h3>V&#246;llig neuer Wirkstoff gegen Tuberkulose entwickelt</h3>
<em>Jena</em> -  <strong>Ein v&#246;llig neuer Wirkstoff gegen Tuberkulose wurde am Leibniz-Institut f&#252;r Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Kn&#246;ll-Institut (HKI) - in Jena entwickelt. Er ist auch bei multiresistenten Erregern der Infektionskrankheit wirksam.</strong>

<strong>Die zur Gruppe</strong> der <em>Benzothiazinone</em> geh&#246;rende Substanz ist in der Lage, den Tuberkulose-Erreger <em>Mycobacterium tuberculosis</em> in Laborversuchen mit hoher Effizienz abzut&#246;ten. An infizierten M&#228;usen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:582px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/03/tbc-7001.jpg" rel="lightbox[pics1336]" title="R&#246;ntgenbild der Lungen bei fortgeschrittener Lungentuberkulose mit beidseitigen Infiltraten (wei&#223;e Dreiecke) und einer Kaverne (schwarze Pfeile) im rechten Oberlappen (Hintergrundbild), Robert Koch, Entdecker des Erregers, Weltkarte mit 80 % der weltweit auftretenden Tbc-F&#228;lle nach L&#228;ndern (Alle Bilder wikipedia.de | Montage: dzkf-onlineredaktion)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/03/tbc-7001.thumbnail.jpg" alt="Tuberkulose" width="582" height="450" class="attachment wp-att-1386" /></a>
<div class="imagecaption">R&#246;ntgenbild der Lungen bei fortgeschrittener Lungentuberkulose mit beidseitigen Infiltraten (wei&#223;e Dreiecke) und einer Kaverne (schwarze Pfeile) im rechten Oberlappen (Hintergrundbild), Robert Koch, Entdecker des Erregers, Weltkarte mit 80 % der weltweit auftretenden Tbc-F&#228;lle nach L&#228;ndern (Alle Bilder wikipedia.de | Montage: dzkf-onlineredaktion)</div>
</div>
<p><strong>Wir haben nachfolgenden Artikel</strong> zwar schon im Februar als &#0187;nurText&#0171; gebracht, aber anl&#228;sslich des Welt-Tuberkulose-Tags stellen wir das heut gern noch einmal auf unsere Startseite als Topartikel. Es wird immer viel geredet, in der Politik, und abseits davon, die Politik in .de jedenfalls gibt 3x weniger pro Kopf im Vergleich zur USA f&#252;r die Erforschung dieser Weltkrankheit aus &#8230;<br />
Aber vielleicht wurde ja nun in Deutschland ein entscheidender Schrit f&#252;r neue Tuberkulosemedikamente getan, ja auch mit staatlicher F&#246;rderung., aber lesen Sie selbst:</p>
<h3>V&#246;llig neuer Wirkstoff gegen Tuberkulose entwickelt</h3>
<p><em>Jena</em> &#8211; <strong>Ein v&#246;llig neuer Wirkstoff gegen Tuberkulose wurde am Leibniz-Institut f&#252;r Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie &#8211; Hans-Kn&#246;ll-Institut (HKI) &#8211; in Jena entwickelt. Er ist auch bei multiresistenten Erregern der Infektionskrankheit wirksam.</strong></p>
<p><strong>Die zur Gruppe</strong> der <em>Benzothiazinone</em> geh&#246;rende Substanz ist in der Lage, den Tuberkulose-Erreger <em>Mycobacterium tuberculosis</em> in Laborversuchen mit hoher Effizienz abzut&#246;ten. An infizierten M&#228;usen wurde au&#223;erdem nachgewiesen, dass der Wirkstoff die t&#246;dliche Krankheit heilen kann, ohne f&#252;r die Tiere selbst sch&#228;dlich zu sein. </p>
<p><strong>Nach Jahrzehnten der erfolglosen Suche</strong> liegt damit ein neues Medikament zur Bek&#228;mpfung einer der gr&#246;&#223;ten Gei&#223;eln der Menschheit <strong>in greifbarer N&#228;he</strong>. Mit einem international operierenden Pharmaunternehmen aus den USA hat ein schlagkr&#228;ftiger Industriepartner die Entwicklung des Medikamentes &#252;bernommen, der Teile der Entwicklung und Produktion mit einem Tochterunternehmen <strong>in Jena durchf&#252;hren wird</strong>. Damit k&#246;nnen Arbeitspl&#228;tze in Jena gesichert und neugeschaffen werden. Nach Sicherung einer Exklusivlizenz f&#252;r die Nutzung und Vermarktung des Wirkstoffes stehen nun zun&#228;chst umfangreiche Untersuchungen an, um die Wirksamkeit ausgew&#228;hlter Substanzen in Tierversuchen und am Menschen pr&#252;fen.</p>
<p><strong>Entdeckt wurde der Wirkstoff</strong> vom Team um Dr. Ute M&#246;llmann am HKI. In enger Kooperation mit dem <strong>Chemiker Dr. Vadim Makarov</strong> aus Moskau gelang ihnen in jahrelanger akribischer Arbeit die Isolierung und Optimierung einer Substanz, die Mykobakterien mit hoher Spezifit&#228;t abt&#246;tet. Ausgehend von einer bestimmten Grundstruktur synthetisierte Dr. Makarov w&#228;hrend wiederholter Gastaufenthalte am HKI eine Vielzahl neuer Varianten des Molek&#252;ls. </p>
<p><strong>Frau Dr. M&#246;llmann</strong> analysierte die antibiotische Aktivit&#228;t dieser Substanzfamilie in sogenannten Bioaktivit&#228;ts-Assays. Mit diesen Testverfahren kann unkompliziert und schnell gepr&#252;ft werden, ob eine bestimmte Substanz f&#252;r weitergehende Untersuchungen in Frage kommt oder nicht. Die Tests lieferten schlie&#223;lich &#8211; basierend auf jahrzehntelangen Erfahrungen M&#246;llmanns in der Antibiotika-Forschung &#8211; den entscheidenden Hinweis auf die neue Substanzklasse. Das Molek&#252;l wurde daraufhin von Dr. Makarov chemisch analysiert und synthetisiert. Es &#252;bertraf schlie&#223;lich die optimistischen Erwartungen der beteiligten Forscher. Die Substanz ist nicht nur gegen den Tuberkulose-Erreger selbst hochwirksam, <strong>sondern auch gegen die besonders gef&#228;hrlichen Antibiotika-resistenten Varianten</strong>, die sich zunehmend verbreiten und eine Therapie bisher praktisch unm&#246;glich machten. </p>
<p><strong>Die vertiefte wissenschaftliche Untersuchung</strong> der Substanz erfolgt nun gemeinsam in dem von Prof. Stewart Cole koordinierten europ&#228;ischen Projektverbund NM4TB (&#0187;New medicines for tuberculosis&#0171;). Prof. Cole ist nach langj&#228;hriger Forschung am Pariser Institut Pasteur nun Direktor des Global Health Institute in Lausanne. Inzwischen konnte gezeigt werden, dass die Benzothiazinone einen v&#246;llig neuen Angriffspunkt bei den Tuberkulosebakterien treffen.</p>
<p><strong>F&#252;r Prof. Axel Brakhage</strong>, Direktor des HKI und Lehrstuhlinhaber an der Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena, best&#228;tigt die Entdeckung des neuartigen Antibiotikums den wissenschaftlichen Kurs des Hans-Kn&#246;ll-Instituts: </p>
<blockquote><p>&#0187;Ankn&#252;pfend an die mit Hans Kn&#246;ll begonnene, &#228;u&#223;erst erfolgreiche Tradition des Instituts widmen wir uns weiterhin mit neuesten Methoden der Naturstoff-Forschung und der Wirkstoff-Entwicklung. Durch die deutliche Verst&#228;rkung der Infektionsbiologie verstehen wir heute weitaus besser, wie Krankheitsprozesse ablaufen und welche molekularen Mechanismen daran beteiligt sind. Auf diese Weise gelingt es uns, neue Angriffspunkte f&#252;r k&#252;nftige Medikamente zu identifizieren und ma&#223;geschneiderte Wirkstoff-Kandidaten zu synthetisieren. Wir freuen uns riesig, dass Frau Dr. M&#246;llmann zum Abschluss ihrer beruflichen Laufbahn ein solch au&#223;erordentlicher wissenschaftlicher Erfolg zuteil wurde. Er beruht auf unerm&#252;dlichem Forscherdrang, intensiven Kooperationen mit Fachkollegen in aller Welt und einer guten Portion Durchhalteverm&#246;gen in den schwierigen Phasen der wissenschaftlichen Arbeit&#0171;.</p></blockquote>
<p><strong>Die Tuberkulose</strong> ist auch heute noch eine der gef&#228;hrlichsten Infektionskrankheiten der Welt. J&#228;hrlich sind ca. 2,5 Millionen Todesopfer zu beklagen. Die auch als &#0187;wei&#223;er Tod&#0171; bezeichnete Krankheit tritt vor allem in den armen Regionen der Erde auf. Ihre Ausbreitung wird durch schlechte Wohnverh&#228;ltnisse, hohe Personendichte, mangelhafte hygienische Zust&#228;nde und unzureichende Ern&#228;hrung beg&#252;nstigt. </p>
<p><strong>In den Industriestaaten hat die Tuberkulose</strong> vor allem als Folgekrankheit bei HIV-Infizierten und AIDS-Patienten, aber auch durch Migration und Tourismus, eine Renaissance erfahren. Eine besondere Zellwandstruktur der Erreger ist daf&#252;r verantwortlich, dass bisher nur wenige Medikamente existieren, die eine Infektion wirksam zur&#252;ckdr&#228;ngen k&#246;nnen. Dabei ist eine mehrmonatige Behandlung mit einer Kombination aus bis zu vier verschiedenen Arzneistoffen erforderlich. </p>
<p><strong>Vor allem f&#252;r die Entwicklungs- und Schwellenl&#228;nder</strong> werden dringend hochwirksame, billig zu produzierende Medikamente ben&#246;tigt, die auch unter extremen klimatischen Bedingungen unkompliziert angewendet werden k&#246;nnen. Ein besonderes Problem stellen die sogenannten multiresistenten Mykobakterien dar, denen die heute verf&#252;gbaren Antibiotika nichts mehr anhaben k&#246;nnen und die sich weltweit rasant ausbreiten.</p>
<p><strong>Der am HKI gefundene Wirkstoff k&#246;nnte einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten. Die Substanz greift an einer anderen zellul&#228;ren Struktur an, als alle bekannten Tuberkulosemedikamente.</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.hki-jena.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausgaben f&#252;r Forschung in Deutschland: Forschende Pharmaunternehmen Spitze bei Forschungsaufwendungen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/02/20/ausgaben-fuer-forschung-in-deutschland-forschende-pharmaunternehmen-spitze-bei-forschungsaufwendungen/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 14:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[VFA]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/10/vfa-logo.png" rel="lightbox[pics877]" title="Verband Forschender Arzneimittelhersteller"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/10/vfa-logo.thumbnail.png" alt="vfa &#124; Verband Forschender Arzneimittelhersteller" width="255" height="260" class="attachment wp-att-878" /></a><div class="imagecaption"></div></div><em>Berlin (VFA)</em> - <strong>Die forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland stemmen allein mehr als 10 Prozent der gesamten Forschungsaufwendungen der deutschen Industrie.</strong> Dies ergibt sich aus den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes f&#252;r das Jahr 2007, die jetzt ver&#246;ffentlicht wurden. Demzufolge betrugen die gesamten Forschungsaufwendungen in Deutschland insgesamt rund 61,5 Milliarden Euro, wovon 70 Prozent von der Industrie finanziert wurden. Dies entspricht rund 43 Milliarden Euro, wovon die VFA-Mitgliedsunternehmen 4,52 Millarden Euro (10,5 Prozent) beitrugen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/10/vfa-logo.png" rel="lightbox[pics877]" title="Verband Forschender Arzneimittelhersteller"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/10/vfa-logo.thumbnail.png" alt="vfa | Verband Forschender Arzneimittelhersteller" width="255" height="260" class="attachment wp-att-878" /></a>
<div class="imagecaption"></div>
</div>
<p><em>Berlin (VFA)</em> &#8211; <strong>Die forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland stemmen allein mehr als 10 Prozent der gesamten Forschungsaufwendungen der deutschen Industrie.</strong> Dies ergibt sich aus den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes f&#252;r das Jahr 2007, die jetzt ver&#246;ffentlicht wurden. Demzufolge betrugen die gesamten Forschungsaufwendungen in Deutschland insgesamt rund 61,5 Milliarden Euro, wovon 70 Prozent von der Industrie finanziert wurden. Dies entspricht rund 43 Milliarden Euro, wovon die VFA-Mitgliedsunternehmen 4,52 Millarden Euro (10,5 Prozent) beitrugen.</p>
<blockquote><p>Cornelia Yzer, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrerin des VFA merkt dazu<br />
an: &#0187;Die Mitgliedsunternehmen des VFA leisten damit einen beeindruckenden Beitrag zur Zukunftsf&#228;higkeit der deutschen Volkswirtschaft. Denn nur wer in Forschung investiert, kann Zukunft gestalten.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Profitieren von den erheblichen Forschungsaufwendungen</strong> werden aber nicht nur die deutsche Volkswirtschaft, sondern auch die Patienten. F&#252;r sie bedeuten die Investitionen neue<br />
Hoffnungen: Insgesamt 93 Prozent der Forschungsprojekte der forschenden Pharmaunternehmen betreffen Medikamente gegen Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere schwere und lebensbedrohliche Krankheiten.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>2008: 31 Medikamente mit neuen Wirkstoffen &#8211; 5 davon aus Deutschland</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2008/12/29/2008-31-medikamente-mit-neuen-wirkstoffen-5-davon-aus-deutschland/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 12:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[Pharma]]></category>
		<category><![CDATA[Wirkstoff]]></category>

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		<description><![CDATA[
Grafik zur Verteilung der Anwendungsgebiete neuer Medikamente 2008

Berlin (VFA) &#8211; 31 Medikamente mit neuen Wirkstoffen haben Pharmaunternehmen 2008 herausgebracht. &#0187;Damit haben die Hersteller ein weiteres Mal einen Spitzenwert erreicht&#0171;, freut sich Cornelia Yzer, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA). &#0187;Dabei hat der Forschungsstandort Deutschland St&#228;rke zur&#252;ckgewonnen; denn gleich f&#252;nf der 31 neuen Arzneimittel wurden in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:335px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/12/anwendungsgebiete-2008.jpg" rel="lightbox[pics1131]" title="Verteilung der Anwendungsgebiete neuer Medikamente 2008"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/12/anwendungsgebiete-2008.thumbnail.jpg" alt="Grafik zur Verteilung der Anwendungsgebiete neuer Medikamente 2008" width="335" height="369" class="attachment wp-att-1132" /></a>
<div class="imagecaption">Grafik zur Verteilung der Anwendungsgebiete neuer Medikamente 2008</div>
</div>
<p><em>Berlin (VFA)</em> &#8211; <strong>31 Medikamente mit neuen Wirkstoffen haben Pharmaunternehmen 2008 herausgebracht. &#0187;Damit haben die Hersteller ein weiteres Mal einen Spitzenwert erreicht&#0171;, freut sich Cornelia Yzer, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA). &#0187;Dabei hat der Forschungsstandort Deutschland St&#228;rke zur&#252;ckgewonnen; denn gleich f&#252;nf der 31 neuen Arzneimittel wurden in Unternehmenslabors in Deutschland erfunden.&#0171;<br />
Dabei handelt es sich um zwei Thrombosepr&#228;parate, ein Medikament gegen Blutarmut, eins gegen Inkontinenz und eins gegen eine Erbkrankheit.</strong></p>
<p><strong>Mit ihren neuen Pr&#228;paraten</strong> haben forschende Pharma-unternehmen vielen Patienten bessere Behandlungs-m&#246;glichkeiten gebracht, beispielsweise bei Krebsarten wie Hirntumoren oder Prostatakrebs. Zwei neue Antibiotika wirken auch gegen Bakterien, die gegen &#228;ltere Antibiotika resistent geworden sind. Zwei Medikamente, die geschluckt werden k&#246;nnen, machen bei orthop&#228;dischen Operationen die Spritzen zur Thrombosevorbeugung entbehrlich. Ein Pr&#228;parat gegen Epilepsie wurde speziell f&#252;r Kinder entwickelt.</p>
<p><strong>Insgesamt verteilen sich</strong> die 31 neuen Pr&#228;parate auf folgende medizinischen Gebiete: Krebs (7 Pr&#228;parate), Herz-Kreislauf-Krankheiten (6), Infektionen (5), Krankheiten des Nervensystems (5), Stoffwechselkrankheiten (3), Immunkrankheiten (2), Urologische Erkrankungen (1), Blutarmut (1) und Augenleiden (1).</p>
<p><strong>Neue Medikamente auf Basis bew&#228;hrter Wirkstoffe</strong></p>
<p><strong>2008 haben Pharmaunternehmen</strong> auch 46 neue Pr&#228;parate herausgebracht, durch die sich schon bew&#228;hrte Wirkstoffe auf neue Weise einsetzen lassen: So brachten beispielsweise mehrere Unternehmen gemeinsam eine Tablette heraus, die drei zur Behandlung einer HIV-Infektion erforderliche Wirkstoffe in sich vereint. F&#252;r mehrere andere Wirkstoffe gegen HIV haben Firmen besonders kindgerechte Tabletten entwickelt.</p>
<p><strong>F&#252;r die Schmerzlinderung</strong> kamen neue Pflaster und eine Schmelztablette auf den Markt. W&#228;hrend Pflaster eine gleichm&#228;&#223;ige Wirkung entfalten, l&#228;sst sich durch Tabletten, die schon im Mund schmelzen, der Schmerz ohne qu&#228;lende Wartezeiten bek&#228;mpfen. </p>
<blockquote><p>&#0187;Mit solchen Innovationen bei den Darreichungsformen tragen die Unternehmen dazu bei, die Einnahme zu erleichtern oder f&#252;r bestimmte Patientengruppen &#252;berhaupt erst zu erm&#246;glichen&#0171;, erkl&#228;rt Yzer.</p>
<p><strong>Yzers Fazit:</strong> &#0187;Mit ihren neuen Pr&#228;paraten haben sich die Unternehmen auf die Behandlung schwerer, oft lebens-bedrohlicher Krankheiten konzentriert. F&#252;r ihre Entwick-lung haben sie im Schnitt 12 Jahre Arbeit und 800 Millionen US-Dollar aufgewendet. Nutzen entfalten k&#246;nnen sie allerdings nur, wenn sie den Patienten auch verordnet werden. Dies war bei den neuen Pr&#228;paraten der letzten Jahre nur in geringem Ma&#223;e der Fall.&#0171;</p></blockquote>
<p>Grafiken und eine Tabelle zu den Medikamenten mit neuen Wirkstoffen 2008 findet sich unter:</p>
<p>http://www.vfa.de/pm20081228</p>]]></content:encoded>
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		<title>Gezielt Metastasen bek&#228;mpfen&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 04:13:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[metastasen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die meisten krebsbedingten Todesf&#228;lle sind auf Metastasen zur&#252;ckzuf&#252;hren, selbst nach zun&#228;chst erfolgreicher Entfernung des so genannten Prim&#228;rtumors. Die Vorhersage des weiteren Verlaufs der Erkrankung und die Entscheidung &#252;ber die medikament&#246;se Therapie richten sich gegenw&#228;rtig nach der anatomischen Ausbreitung des Prim&#228;rtumors und im Zeitalter molekularerer Therapien zunehmend auch nach dessen genetischer Beschaffenheit.
Eine neue Studie von Wissenschaftlern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die meisten krebsbedingten Todesf&#228;lle</strong> sind auf Metastasen zur&#252;ckzuf&#252;hren, selbst nach zun&#228;chst erfolgreicher Entfernung des so genannten Prim&#228;rtumors. Die Vorhersage des weiteren Verlaufs der Erkrankung und die Entscheidung &#252;ber die medikament&#246;se Therapie richten sich gegenw&#228;rtig nach der anatomischen Ausbreitung des Prim&#228;rtumors und im Zeitalter molekularerer Therapien zunehmend auch nach dessen genetischer Beschaffenheit.</p>
<p><strong>Eine neue Studie</strong> von Wissenschaftlern der Universit&#228;tsklinika Regensburg, D&#252;sseldorf, Hamburg-Eppendorf und dem Max-Planck-Institut f&#252;r Biochemie in Martinsried legt nun nahe, dass dies m&#246;glicherweise nicht ausreicht. Bessere Therapieergebnisse k&#246;nnten erreicht werden, wenn die genetische Beschaffenheit von Vorl&#228;uferzellen sp&#228;terer Metastasen ebenfalls untersucht w&#252;rde.</p>
<p><strong>In der Mai-Ausgabe</strong> der renommierten Fachzeitschrift &#0187;Cancer Cell&#0171; berichteten die Forscher &#252;ber die Ergebnisse ihrer Studie, in der das Erbgut von Vorl&#228;uferzellen sp&#228;terer Metastasen bei Patienten mit Speiser&#246;hrenkrebs analysiert wurde. Der allgemeinen Annahme nach sollten sich die Vorl&#228;uferzellen der Metastasen und ihre Prim&#228;rtumore genetisch &#228;hneln, da die Metastasierung als sp&#228;tes Ereignis in der Krebsentwicklung verstanden wird. Auf diese Annahme verlassen sich auch die diagnostischen Tests an Prim&#228;rtumoren, um bestimmen zu k&#246;nnen, ob und welche Therapien zur Unterdr&#252;ckung der Metastasenentstehung f&#252;r die Patienten geeignet sind. Jedoch zeigen nun die Daten der neuen Studie, dass sich die Vorl&#228;uferzellen der Metastasen genetisch von ihren Prim&#228;rtumoren wesentlich unterscheiden. Dieser Befund weist auf eine im Krankheitsverlauf sehr fr&#252;he Tumorzellstreuung hin, mit erhebliche Folgen f&#252;r die Therapie.</p>
<p><strong>So konnten die Wissenschaftler</strong> nur auf Grund der genauen Analyse der bereits gestreuten metastatischen Vorl&#228;uferzellen eine f&#252;r &#214;sophaguskarzinome neue therapeutische Angriffsm&#246;glichkeit entdecken. Diese w&#228;re durch die alleinige Analyse von Prim&#228;rtumorgewebe nicht aufgefallen.</p>
<p><strong>Die Daten der Studie legen nahe</strong>, dass bei bestimmten Formen des sehr aggressiven Speiser&#246;hrenkrebses medikament&#246;se Behandlung eine sinnvolle Behandlungsoption f&#252;r einige der betroffenen Patienten sein k&#246;nnte. Angriffspunkt soll dabei das das Onko-Gen HER2 in der Tumorzelle sein, das bei vielen Krebsarten durch bestimmte Ver&#228;nderungen zu einem wichtigen krebsf&#246;rdernden Gen werden kann.</p>
<p><strong>Zusammenfassend zeigt die Studie</strong>, dass Marker zur Prognose des Erkrankungsverlaufs und Angriffspunkte einer zielgerichteten Therapie direkt an den Vorl&#228;uferzellen der Metastasen in Lymphknoten oder Knochenmark identifiziert werden k&#246;nnen. Die Leiter der Studie, Nikolas Stoecklein und Christoph Klein, stellen nicht die Bedeutung des Prim&#228;rtumors zur Absch&#228;tzung von Therapie und Krankheitsverlauf in Frage, betonen aber, dass Patienten von der direkten Analyse der metastatischen Vorlauferzellen profitieren k&#246;nnen. Da diese Zellen das eigentliche Ziel der gegen die Metastasen gerichteten medikament&#246;sen Therapien sind, d&#252;rfte deren Analyse letztlich zu therapeutisch bedeutsamen Entscheidungen f&#252;hren. Weiterhin sprechen sich die Autoren daf&#252;r aus, die evolution&#228;re Dynamik der Tumorzellstreuung in weiteren klinischen Studien zu untersuchen, um mehr Informationen &#252;ber die Pr&#228;vention t&#246;dlicher Metastasenbildung zu erhalten.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong> Dr. Nikolas Stoecklein, Chirurgische Forschung, Klinik f&#252;r Allgemein- und Viszeralchirurgie, Universit&#228;tsklinikum D&#252;sseldorf, E-mail: nikolas.stoecklein@uni-duesseldorf.de, Prof. Christoph Klein, Institut f&#252;r Pathologie, Abteilung f&#252;r Onkogenomik, Universit&#228;t Regensburg, E-mail: christoph.klein@klinik.uni-regensburg.de<br />
<strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<a href="http://www.uniklinik-duesseldorf.de/chirurgie" title="externer Link zur Uniklinik D&#252;sseldorf">Uniklinik D&#252;sseldorf &#8211; Chirurgie</a></p>]]></content:encoded>
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