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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Myelom</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Myelom: Gute Prognose ist vorhersagbar</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/05/myelom-gute-prognose-ist-vorhersagbar/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 05:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Knochenmark]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Myelom]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Heidelberger Wissenschaftler entwickeln Kriterien f&#252;r die Risikobewertung des Knochenmarkkrebses Multiples Myelom
Der Knochenmarkkrebs <em>Multiples Myelom</em> kann einen guten Verlauf nehmen. Eine Abgrenzung der Patientengruppe mit einem geringen Risiko ist der Arbeitsgruppe um Dr. Jens Hillenga&#223; in der Sektion Multiples Myelom der Medizinischen Klinik Heidelberg gelungen. Wichtiger Hinweis sind Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte "fokale L&#228;sionen" im Knochen und Knochenmark, deren H&#228;ufung auf ein h&#246;heres Risiko hinweist.</strong>

<strong>Diese bedeutende Arbeit wurde</strong> gemeinsam mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Abteilung Radiodiagnostik des Universit&#228;tsklinikums erstellt und im "Journal of Clinical Oncology" publiziert und von der Dietmar-Hopp-Stiftung, Walldorf, finanziell unterst&#252;tzt.

<strong>Symptomatische und asymptomatische Erkrankungsform</strong>

<strong>Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung</strong>, bei der sich b&#246;sartige, Antik&#246;rper produzierende Zellen des Immunsystems (sogenannte Plasmazellen) im Knochenmark vermehren. Es lassen sich zwei Formen unterscheiden: das symptomatische und das asymptomatische ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heidelberger Wissenschaftler entwickeln Kriterien f&#252;r die Risikobewertung des Knochenmarkkrebses Multiples Myelom<br />
Der Knochenmarkkrebs <em>Multiples Myelom</em> kann einen guten Verlauf nehmen. Eine Abgrenzung der Patientengruppe mit einem geringen Risiko ist der Arbeitsgruppe um Dr. Jens Hillenga&#223; in der Sektion Multiples Myelom der Medizinischen Klinik Heidelberg gelungen. Wichtiger Hinweis sind Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte &#0187;fokale L&#228;sionen&#0171; im Knochen und Knochenmark, deren H&#228;ufung auf ein h&#246;heres Risiko hinweist.</strong></p>
<p><strong>Diese bedeutende Arbeit wurde</strong> gemeinsam mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Abteilung Radiodiagnostik des Universit&#228;tsklinikums erstellt und im &#0187;Journal of Clinical Oncology&#0171; publiziert und von der Dietmar-Hopp-Stiftung, Walldorf, finanziell unterst&#252;tzt.</p>
<p><strong>Symptomatische und asymptomatische Erkrankungsform</strong></p>
<p><strong>Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung</strong>, bei der sich b&#246;sartige, Antik&#246;rper produzierende Zellen des Immunsystems (sogenannte Plasmazellen) im Knochenmark vermehren. Es lassen sich zwei Formen unterscheiden: das symptomatische und das asymptomatische Multiple Myelom (sMM bzw. aMM). Rund 70 Prozent der Patienten leiden bei Erstdiagnose an der symptomatischen Form.</p>
<p><strong>Bei der ersten Krankheitsform kann es</strong> zum Abbau der Knochensubstanz mit der Folge von Schmerzen und Knochenbr&#252;chen kommen; es k&#246;nnen Beeintr&#228;chtigungen der Nierenfunktion sowie Blutarmut auftreten. Dar&#252;ber hinaus weisen einige Betroffene erh&#246;hte Konzentrationen an Kalzium sowie bestimmter Proteine im Blut und Urin auf und erkranken aufgrund des geschw&#228;chten Immunsystems h&#228;ufiger an Infektionen. Chemotherapie, der Einsatz neuer Wirkstoffe, die zellul&#228;re Signalwege beeinflussen, sowie gegebenenfalls die Transplantation von Blutstammzellen sind zurzeit die Behandlungsoptionen.</p>
<p><strong>Kein Handlungsbedarf ist dagegen</strong> nach dem gegenw&#228;rtigen Stand der Medizin beim asymptomatischen Multiplen Myelom gegeben, solange keine der oben genannten Anzeichen festzustellen sind. Auch beim aMM lassen sich vermehrt Produkte des Immunsystems im Blut nachweisen und die entarteten Immunzellen wandern ebenso ins Knochenmark ein. Dies wirft unweigerlich die Frage auf, ob und wie schnell sich aus einer asymptomatischen Plasmazellerkrankung ein lebensbedrohliches Multiples Myelom entwickelt.</p>
<p><strong>Drei Viertel der asymptomatischen Patienten erkranken</strong></p>
<p><strong>Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge</strong> steigt die Wahrscheinlichkeit f&#252;r ein sMM tats&#228;chlich im Laufe der Zeit an: Innerhalb von 15 Jahren gehen fast drei Viertel der asymptomatischen Erkrankungen in die therapiebed&#252;rftige Krebsform &#252;ber. Das Fortschreiten der Krankheit kann dabei von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. So ist es mehr als verst&#228;ndlich, wenn sich die Patienten in dieser prek&#228;ren Lage fragen: &#0187;Geh&#246;re ich zu den Risikopatienten?&#0171; Dies macht die absolute Dringlichkeit deutlich, Faktoren zu identifizieren, die mit einem ung&#252;nstigen Krankheitsverlauf verkn&#252;pft sind.</p>
<p><strong>Dr. Hillenga&#223; und seinen Kollegen</strong> gelang es nun, Risikopatienten pr&#228;ziser von Betroffenen mit mildem Krankheitsverlauf abzugrenzen: Mittels des sehr sensitiven Verfahrens der Magnetresonanztomografie (MRT) sind auch bereits bei aMM-Patienten kleine Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte &#0187;fokale L&#228;sionen&#0171; im Knochen und Knochenmark darstellbar. Patienten mit mehr als einer fokalen L&#228;sion m&#252;ssen mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem fr&#252;heren Voranschreiten der Erkrankung rechnen. Auch die diffuse Anreicherung von entarteten Plasmazellen im Knochenmark ist offenbar mit einer schlechten Prognose verbunden.</p>
<p><strong>Ganzk&#246;rperaufnahmen zeigen Tumorzellherde</strong></p>
<p><strong>Die Wissenschaftler hatten</strong> f&#252;r diese Erkenntnisse eine Gruppe von 149 Patienten mit aMM auf Anzeichen von fokalen oder diffusen Knochenmarkl&#228;sionen untersucht und die Blutkonzentration an Aktivit&#228;tsparametern des Multiplen Myeloms bestimmt. Dr. Hillenga&#223; untersuchte die Verl&#228;ufe der Betroffenen z.T. mehr als f&#252;nf Jahre, um herauszufinden, wer innerhalb dieses Zeitraums ein symptomatisches Myelom entwickelte. Anschlie&#223;end wurde gepr&#252;ft, inwieweit sich der Krankheitsverlauf mit den untersuchten Parametern in Verbindung bringen l&#228;sst.</p>
<p><strong>F&#252;r ihre Untersuchungen setzten</strong> die Forscher die Ganzk&#246;rper-Magnetresonanztomografie ein. Sie w&#228;hlten diese Nachweismethode, da sich Knochenmarksver&#228;nderungen besser darstellen lassen als mit anderen bildgebenden Verfahren wie R&#246;ntgen oder Computertomografie (CT). Die Ganzk&#246;rperaufnahmen erwiesen sich dabei als pr&#228;ziser als die alleinige Darstellung von Wirbels&#228;ule und Becken: Jeder f&#252;nfte untersuchte Patient hatte auch au&#223;erhalb von Wirbels&#228;ule und Becken fokale L&#228;sionen, die bei einer partiellen MRT (Wirbels&#228;ule plus Becken) &#252;bersehen worden w&#228;ren.</p>
<p><strong>H&#246;here Lebenserwartung durch rechtzeitige Therapie?</strong></p>
<blockquote><p>Dr. Hillenga&#223; bringt die Ergebnisse seines Forschungsteams auf den Punkt: &#0187;Die Ergebnisse der Ganzk&#246;rper-MRT sind f&#252;r uns eine wichtige Hilfe, um den Krankheitsverlauf unserer Patienten fr&#252;hzeitig einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen. Es w&#228;re w&#252;nschenswert, dieses Verfahren routinem&#228;&#223;ig in der Diagnostik von Patienten mit asymptomatischem Multiplen Myelom anzuwenden.&#0171;</p>
<p><strong>Noch l&#228;sst sich nicht sagen</strong>, ob Risikopatienten bei einer fr&#252;hzeitigen Diagnose von daraufhin eingeleiteten Behandlungsma&#223;nahmen profitieren und l&#228;nger leben w&#252;rden. Dies muss in einer prospektiven Studie im Vergleich zur Standarddiagnostik erst noch untersucht werden. &#0187;Wir halten dies aber f&#252;r einen viel versprechenden Ansatz und versuchen m&#246;glichst vielen Patienten auch solch innovative Methoden wie die Ganzk&#246;rper-MRT in der Routinediagnostik anzubieten.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Literatur:</strong><br />
<em>Prognostic significance of focal lesions in whole body magnetic resonance imaging in patients with asymptomatic multiple myeloma Jens Hillenga&#223;, Kerstin Fechtner, Marc-André Weber, Tobias B&#228;uerle, Sofia Ayyaz, Christiane Heiss, Thomas Hielscher, Thomas M Moehler, Gerlinde Egerer, Kai Neben, Anthony D Ho, Hans-Ulrich Kauczor, Stefan Delorme2, Hartmut Goldschmidt, Journal of Clinical Oncology.</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen im Internet:</strong><br />
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Bildgebung-beim-Multiplen-Myelom.109136.0.html</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Dr. Jens Hillenga&#223;<br />
Leiter der Arbeitsgruppe &#0187;Bildgebung beim Multiplen Myelom&#0171;<br />
Universit&#228;tsklinikum Heidelberg<br />
Tel.: 06221 / 56 80 03<br />
E-Mail: Jens.Hillengass@med.uni-heidelberg.de</p>]]></content:encoded>
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