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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Nervenzellen</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Forscher entschl&#252;sseln r&#228;tselhafte Bewegungsst&#246;rung</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 18:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Calpain]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinhirn-Ataxie]]></category>
		<category><![CDATA[Machado-Joseph-Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Nervenzellen]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Aus Hautzellen gewinnt Team um Prof. Oliver Br&#252;stle Nervenzellen zum Studium der Krankheitsursache</h4>

<em>Bonn, 24. November 2011</em>. <strong>Neurodegenerative Erkrankungen stellen eine der gr&#246;&#223;ten Herausforderungen unserer alternden Gesellschaft dar. Die Erforschung dieser Krankheiten wird aber wegen der eingeschr&#228;nkten Verf&#252;gbarkeit von menschlichem Gehirngewebe besonders erschwert. Wissenschaftler des Forschungszentrums Life &#038; Brain und der Klinik f&#252;r Neurologie der Universit&#228;t Bonn haben nun einen Umweg genommen: Sie reprogrammierten Hautzellen von Patienten mit einer erblichen Bewegungsst&#246;rung in so genannte induziert pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) und gewannen daraus funktionierende Nervenzellen. Daran entschl&#252;sselten sie, wie die Krankheit entsteht. Ihre Ergebnisse erscheinen nun in der Fachzeitschrift „Nature“</strong>.

<strong>Im Zentrum der aktuellen Bonner Studie</strong> steht die so genannte Machado-Joseph-Erkrankung. Dabei handelt es sich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Aus Hautzellen gewinnt Team um Prof. Oliver Br&#252;stle Nervenzellen zum Studium der Krankheitsursache</h4>
<p><em>Bonn, 24. November 2011</em>. <strong>Neurodegenerative Erkrankungen stellen eine der gr&#246;&#223;ten Herausforderungen unserer alternden Gesellschaft dar. Die Erforschung dieser Krankheiten wird aber wegen der eingeschr&#228;nkten Verf&#252;gbarkeit von menschlichem Gehirngewebe besonders erschwert. Wissenschaftler des Forschungszentrums Life &#038; Brain und der Klinik f&#252;r Neurologie der Universit&#228;t Bonn haben nun einen Umweg genommen: Sie reprogrammierten Hautzellen von Patienten mit einer erblichen Bewegungsst&#246;rung in so genannte induziert pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) und gewannen daraus funktionierende Nervenzellen. Daran entschl&#252;sselten sie, wie die Krankheit entsteht. Ihre Ergebnisse erscheinen nun in der Fachzeitschrift &#0187;Nature&#0171;</strong>.</p>
<p><strong>Im Zentrum der aktuellen Bonner Studie</strong> steht die so genannte Machado-Joseph-Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine St&#246;rung der Bewegungskoordination, die urspr&#252;nglich bei portugiesischst&#228;mmigen Bewohnern der Azoren beschrieben wurde und heute die h&#228;ufigste dominant vererbte Kleinhirn-Ataxie in Deutschland darstellt. Die Mehrzahl der Patienten entwickelt zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr Gangst&#246;rungen und eine Reihe anderer neurologischer Symptome. Ursache der Erkrankung ist eine sich wiederholende Erbgutsequenz im Ataxin-3-Gen, die zur Verklumpung des entsprechenden Proteins f&#252;hrt, wodurch schlie&#223;lich die Nervenzellen im Gehirn gesch&#228;digt werden. Unklar war bislang, warum die Erkrankung nur Nervenzellen betrifft und wie die abnorme Proteinverklumpung ausgel&#246;st wird. </p>
<p><strong>&#0187;Allesk&#246;nner&#0171; aus Hautproben von Patienten</strong></p>
<p>Um den Krankheitsprozess auf molekularer Ebene zu studieren, stellten Wissenschaftler um den Stammzellforscher Prof. Dr. Oliver Br&#252;stle am Institut f&#252;r Rekonstruktive Neurobiologie der Universit&#228;t Bonn zun&#228;chst aus kleinen Hautproben von Patienten so genannte induziert pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) her. Es handelt sich dabei um Zellen, die in ein sehr fr&#252;hes, undifferenziertes Stadium zur&#252;ckversetzt werden. Diese „Allesk&#246;nner“ lassen sich – einmal gewonnen – nahezu uneingeschr&#228;nkt vermehren und in alle K&#246;rperzellen ausreifen. In einem n&#228;chsten Schritt wandelte das Team um Prof. Br&#252;stle die iPS-Zellen in Gehirnstammzellen um, aus denen die Wissenschaftler beliebig Nervenzellen f&#252;r ihre Untersuchungen entwickeln konnten.</p>
<p><strong>Das Besondere:</strong> Da die Nervenzellen aus den Patienten selbst stammen, tragen sie dieselben genetischen Ver&#228;nderungen und k&#246;nnen so als zellul&#228;res Modell der Erkrankung dienen. &#0187;Diese Methode erlaubt uns die Erforschung der Erkrankung an den wirklich betroffenen Zellen, zu denen wir sonst keinen Zugang h&#228;tten &#8211; fast so, als h&#228;tten wir das Gehirn des Patienten in die Zellkulturschale gebracht&#0171;, sagt Dr. Philipp Koch, langj&#228;hriger Mitarbeiter von Prof. Br&#252;stle und einer der Erstautoren der Studie. Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Peter Breuer von der Klinik und Poliklinik f&#252;r Neurologie des Bonner Universit&#228;tsklinikums stimulierte Koch elektrisch die k&#252;nstlich geschaffenen Nervenzellen. Dabei konnten die Forscher zeigen, dass die Bildung der Proteinaggregate unmittelbar mit der elektrischen Aktivit&#228;t der Nervenzellen zusammenh&#228;ngt. &#0187;Eine Schl&#252;sselrolle spielt dabei das Enzym Calpain, das durch den erh&#246;hten Kalziumgehalt stimulierter Nervenzellen aktiviert wird&#0171;, so der Biochemiker Breuer. „Dieser neu identifizierte Mechanismus erkl&#228;rt, warum die Erkrankung ausschlie&#223;lich Nervenzellen betrifft&#0171;, betont Prof. Br&#252;stle.</p>
<p><strong>Reprogrammierte Nervenzellen als Studienobjekt f&#252;r Medikamente</strong></p>
<blockquote><p>
&#0187;Die Studie verdeutlicht, welches Potential diese spezielle Art der Stammzellen f&#252;r die neurologische Krankheitsforschung hat&#0171;, sagt Prof. Dr. Thomas Klockgether, Direktor f&#252;r klinische Forschung des Deutschen Zentrums f&#252;r Neurodegnerative Erkrankungen (DZNE) und Direktor der Bonner Universit&#228;tsklinik f&#252;r Neurologie, dessen Team in dieser Studie eng mit den Wissenschaftlern um Prof. Br&#252;stle zusammenarbeitete. F&#252;r Prof. Br&#252;stle Grund genug, bereits &#252;ber neue Strukturen nachzudenken: &#0187;Wir brauchen interdisziplin&#228;re Abteilungen, in denen Wissenschaftler aus der Stammzellbiologie und der molekularen Krankheitsforschung Seite an Seite zusammenarbeiten.&#0171; Prof. Dr. Dr. Pierluigi Nicotera, wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DZNE, pflichtet ihm bei: &#0187;Das DZNE hat gro&#223;es Interesse an Kooperationsstrukturen. Denn reprogrammierte Stammzellen weisen f&#252;r das Verst&#228;ndnis der Pathologie neurodegenerativer Erkrankungen ein enormes Potenzial auf.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>In einem n&#228;chsten Schritt wollen Prof. Br&#252;stle und seine Kollegen von Life &#038; Brain reprogrammierte Nervenzellen f&#252;r die Entwicklung von Wirkstoffen zur Behandlung neurologischer Erkrankungen einsetzen. </strong></p>
<p><strong>Publikation:</strong><br />
Koch, P., Breuer, P., Peitz, M., Jungverdorben, J., Kesavan, J., Poppe, D., Doerr, J., Ladewig, J., Mertens, J., T&#252;ting, T., Hoffmann, P., Klockgether, T., Evert, B.O., W&#252;llner, U., Br&#252;stle, O. (2011) Excitation-induced ataxin-3 aggregation in neurons from patients with Machado-Joseph disease. Nature doi:10.1038/nature10671</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Oliver Br&#252;stle<br />
Institut f&#252;r Rekonstruktive Neurobiologie<br />
LIFE &#038; BRAIN Center<br />
Universit&#228;t Bonn<br />
Tel: +49 (0) 228/6885-500<br />
Email: brustle(at)uni-bonn.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ver&#228;nderung der Hirnaktivit&#228;t sagt Migr&#228;neattacke voraus</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 12:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Migräne]]></category>
		<category><![CDATA[Nervenzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Trigeminuskern]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Studie belegt erstmals: Aktivit&#228;t von Nervenzellen im "Trigeminuskern" des Gehirns k&#252;ndigt Migr&#228;neanf&#228;lle ggf. Tage vorher an</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-arne-may.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Arne May, Foto: DMKG"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-arne-may.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Arne May, Foto: DMKG" width="255" height="231" class="attachment wp-att-2746" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. Arne May, Foto: DMKG</div></div><strong>Fr&#252;her dachte man, Migr&#228;ne wird unter anderem durch Ver&#228;nderung in den Blutgef&#228;&#223;en ausgel&#246;st. Eine neue Studie hat jetzt belegt, dass die ver&#228;nderte Aktivit&#228;t von Nervenzellen in einem bestimmten Teil des Gehirns (Trigeminus-System), das mit Gef&#252;hl und Schmerz im Gesicht und Kopf korreliert ist, Migr&#228;neanf&#228;lle sogar voraussagt.</strong>
<blockquote><strong>"Migr&#228;ne ist ein wiederkehrender Zustand mit starken Aktivit&#228;tszyklen im Gehirn"</strong>, sagt Prof. Dr. Arne May, Pr&#228;sident der Deutschen Migr&#228;ne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und Leiter der Studie. Diese Zyklen seien durch die Erforschung des Gehirns mittels funktioneller Kernspintomographie in der aktuellen Studie nun erstmals beobachtbar geworden. Das spiegelt sich auch sehr gut in der klinischen Erfahrung vieler Patienten, dass sich der Migr&#228;neanfall zum Teil bereits Tage vorher ank&#252;ndigt, zum Beispiel durch Ver&#228;nderung der Laune, Hei&#223;hunger, G&#228;hnen und andere Symptome. "Hier sollten Patienten schon mit einer medikament&#246;sen Therapie oder Alternativtherapien, wie zum Beispiel Progressiver Muskelentspannung, beginnen", sagt Prof. May. Damit sei es m&#246;glich, die St&#228;rke des tats&#228;chlichen Migr&#228;neanfalls zu minimieren oder sogar zu verhindern. Die Studie ist jetzt im "Journal of Neuroscience" erschienen.</blockquote>

<strong>In der Studie konnte gezeigt werden</strong>, dass die Hirnaktivit&#228;ten des trigeminalen Schmerzzentrums bei Migr&#228;nepatienten stark mit]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Studie belegt erstmals: Aktivit&#228;t von Nervenzellen im &#0187;Trigeminuskern&#0171; des Gehirns k&#252;ndigt Migr&#228;neanf&#228;lle ggf. Tage vorher an</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-arne-may.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Arne May, Foto: DMKG"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-arne-may.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Arne May, Foto: DMKG" width="255" height="231" class="attachment wp-att-2746" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Arne May, Foto: DMKG</div>
</div>
<p><strong>Fr&#252;her dachte man, Migr&#228;ne wird unter anderem durch Ver&#228;nderung in den Blutgef&#228;&#223;en ausgel&#246;st. Eine neue Studie hat jetzt belegt, dass die ver&#228;nderte Aktivit&#228;t von Nervenzellen in einem bestimmten Teil des Gehirns (Trigeminus-System), das mit Gef&#252;hl und Schmerz im Gesicht und Kopf korreliert ist, Migr&#228;neanf&#228;lle sogar voraussagt.</strong></p>
<blockquote><p><strong>&#0187;Migr&#228;ne ist ein wiederkehrender Zustand mit starken Aktivit&#228;tszyklen im Gehirn&#0171;</strong>, sagt Prof. Dr. Arne May, Pr&#228;sident der Deutschen Migr&#228;ne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und Leiter der Studie. Diese Zyklen seien durch die Erforschung des Gehirns mittels funktioneller Kernspintomographie in der aktuellen Studie nun erstmals beobachtbar geworden. Das spiegelt sich auch sehr gut in der klinischen Erfahrung vieler Patienten, dass sich der Migr&#228;neanfall zum Teil bereits Tage vorher ank&#252;ndigt, zum Beispiel durch Ver&#228;nderung der Laune, Hei&#223;hunger, G&#228;hnen und andere Symptome. &#0187;Hier sollten Patienten schon mit einer medikament&#246;sen Therapie oder Alternativtherapien, wie zum Beispiel Progressiver Muskelentspannung, beginnen&#0171;, sagt Prof. May. Damit sei es m&#246;glich, die St&#228;rke des tats&#228;chlichen Migr&#228;neanfalls zu minimieren oder sogar zu verhindern. Die Studie ist jetzt im &#0187;Journal of Neuroscience&#0171; erschienen.</p></blockquote>
<p><strong>In der Studie konnte gezeigt werden</strong>, dass die Hirnaktivit&#228;ten des trigeminalen Schmerzzentrums bei Migr&#228;nepatienten stark mit dem Abstand der neuen Migr&#228;neattacke korreliert sind. In der Studie waren 20 Patienten mit Migr&#228;ne und 20 Patienten ohne Migr&#228;ne untersucht worden. Dabei setzten die Forscher wohlriechendes Rosen&#246;l und stechendes Ammoniak ein, um die Nerven im Trigeminus-System, das im Gehirn Schmerz vermittelt, zu stimulieren. Es zeigte sich, dass bei Patienten der Migr&#228;ne-Gruppe, obwohl sie kopfschmerzfrei waren, die Nervenzellen im Trigeminus-System weniger auf den Ammoniakgeruch reagierten als bei den gesunden Probanden. Allerdings steigerte sich die Nervenzellaktivit&#228;t dramatisch, je n&#228;her eine Migr&#228;ne-Attacke kam. In der eigentlichen Kopfschmerzattacke fiel dann die Aktivit&#228;t in diesem Areal wieder ab, was bedeutet, dass man erstmals den &#0187;Motor&#0171; f&#252;r die Schmerzattacken darstellen kann, der auch erkl&#228;rt, wann die Attacken beginnen und wieder enden, und warum die Migr&#228;ne eine zyklische Erkrankung ist.</p>
<p><strong>Etwa elf von 100 Menschen leiden unter Migr&#228;ne</strong>, die oft mit &#220;belkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit einhergeht. Pro Tag, so sch&#228;tzen Experten, treten etwa 350.000 Migr&#228;neanf&#228;lle in Deutschland auf.</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Universit&#228;tskrankenhaus Eppendorf<br />
Institut f&#252;r Systemische Neurowissenschaften<br />
Prof. Dr. Arne May – Pr&#228;sident DMKG e.V.<br />
Martinistr. 52<br />
20246 Hamburg<br />
Tel.: 040/74105-9899<br />
a.may@uke.uni-hamburg.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Kurzschluss in Nervenzellen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/11/kurzschluss-in-nervenzellen/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 18:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Granzym B]]></category>
		<category><![CDATA[Immunzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Nervenzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Perforin]]></category>
		<category><![CDATA[T-Zellen]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/nervenzellen.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &#34;Kurzschluss&#34; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/nervenzellen.thumbnail.jpg" alt="Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &#34;Kurzschluss&#34; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie" width="255" height="255" class="attachment wp-att-2045" /></a><div class="imagecaption">Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &#34;Kurzschluss&#34; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie</div></div><strong>Bei Krankheiten wie der Multiplen Sklerose greifen Zellen des Immunsystems Nervenzellen in Gehirn und R&#252;ckenmark an. Wissenschaftlern der Universit&#228;t W&#252;rzburg ist es jetzt gelungen, diesen Angriff detailliert zu beobachten und zu beschreiben.
Das Prinzip ist immer das gleiche: Zellen des Immunsystems, die eigentlich fremde Krankheitserreger bek&#228;mpfen sollten, wandern ins Gehirn und ins R&#252;ckenmark und greifen dort Nervenzellen an. Das bekannteste Beispiel f&#252;r solch eine Autoimmunerkrankung ist wahrscheinlich die Multiple Sklerose. Die Immunzellen, so genannte T-Zellen, zerst&#246;ren die Isolationsschicht der Nervenzellen und rufen &#252;ber das gesamte Zentrale Nervensystem verstreut chronische Entz&#252;ndungen hervor.</strong>

<strong>Wie die zerst&#246;rerische Arbeit dieser Zellen abl&#228;uft</strong>, konnten jetzt Professor Heinz Wiendl und Dr. Sven Meuth aus der Forschungsgruppe "Multiple Sklerose und Neuroimmunologie" der Universit&#228;t W&#252;rzburg beobachten. 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/nervenzellen.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &quot;Kurzschluss&quot; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/nervenzellen.thumbnail.jpg" alt="Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &quot;Kurzschluss&quot; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie" width="255" height="255" class="attachment wp-att-2045" /></a>
<div class="imagecaption">Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &quot;Kurzschluss&quot; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie</div>
</div>
<p><strong>Bei Krankheiten wie der Multiplen Sklerose greifen Zellen des Immunsystems Nervenzellen in Gehirn und R&#252;ckenmark an. Wissenschaftlern der Universit&#228;t W&#252;rzburg ist es jetzt gelungen, diesen Angriff detailliert zu beobachten und zu beschreiben.<br />
Das Prinzip ist immer das gleiche: Zellen des Immunsystems, die eigentlich fremde Krankheitserreger bek&#228;mpfen sollten, wandern ins Gehirn und ins R&#252;ckenmark und greifen dort Nervenzellen an. Das bekannteste Beispiel f&#252;r solch eine Autoimmunerkrankung ist wahrscheinlich die Multiple Sklerose. Die Immunzellen, so genannte T-Zellen, zerst&#246;ren die Isolationsschicht der Nervenzellen und rufen &#252;ber das gesamte Zentrale Nervensystem verstreut chronische Entz&#252;ndungen hervor.</strong></p>
<p><strong>Wie die zerst&#246;rerische Arbeit dieser Zellen abl&#228;uft</strong>, konnten jetzt Professor Heinz Wiendl und Dr. Sven Meuth aus der Forschungsgruppe &#0187;Multiple Sklerose und Neuroimmunologie&#0171; der Universit&#228;t W&#252;rzburg beobachten. </p>
<blockquote><p>&#0187;Es ist uns gelungen, die Interaktion zwischen einzelnen Immunzellen und isolierten Nervenzellen darzustellen und funktionell zu charakterisieren&#0171;, sagt Heinz Wiendl. Daf&#252;r haben die Wissenschaftler eine spezielle Zeitraffer-Mikroskopietechnik mit zeitlich hochaufl&#246;senden elektrophysiologischen Techniken kombiniert.</p></blockquote>
<p><strong>Nach dem Kurzschluss kommt Erholung oder Tod</strong></p>
<p><strong>Von den Ergebnissen dieser Beobachtungen</strong> waren die Wissenschaftler selbst &#252;berrascht: &#0187;<em>Unter den entsprechenden experimentellen Bedingungen suchen T-Zellen ihre Zielzelle und greifen sie an</em>&#0171;, erkl&#228;rt Sven Meuth. Das Ergebnis: In der Nervenzelle kommt es zu einer Art elektrischem Kurzschluss; sie verliert ihre Funktion. Dann stehen zwei M&#246;glichkeiten offen: Entweder die Zelle erholt sich von diesem Angriff und nimmt ihre Arbeit wieder regul&#228;r auf. <strong>Oder sie stirbt.</strong></p>
<p><strong>Verantwortlich daf&#252;r sind zwei Substanzen</strong>, die die T-Zellen bei ihrem Angriff freisetzen: Das Molek&#252;l <em>Perforin</em>, das einen Anstieg von Kalzium-Ionen in den Nervenzellen bewirkt und damit die elektrischen Eigenschaften der Zellen ver&#228;ndert. Und das Enzym <em>Granzym B</em>, das einen wesentlichen Beitrag zum Tod der Nervenzellen zu leisten scheint.</p>
<p><strong>Reaktion schon nach wenigen Sekunden</strong></p>
<blockquote><p>
&#0187;Mit dieser Arbeit konnte erstmals gezeigt werden, wie T-Zellen Nervenzellen im Zentralen Nervensystem aufsuchen, erkennen und mit ihnen interagieren&#0171;, sagt Heinz Wiendl. Neu und &#252;berraschend sei dabei die Erkenntnis gewesen, dass Nervenzellen schon sehr kurzfristig, also wenige Sekunden nach dem Kontakt mit den T-Zellen, elektrisch &#0187;stillgelegt&#0171; werden, was Konsequenzen sowohl f&#252;r die einzelne Zelle als auch das gesamte Netzwerk mit sich bringt.</p></blockquote>
<p>Kernbefunde der Arbeiten stammen von Alexander Herrmann und Ole Simon, die sich im Rahmen ihrer Promotionen in die neuen Techniken eingearbeitet haben. Zudem bestanden Kooperationen mit den Physiologischen Instituten der Universit&#228;ten M&#252;nster und Magdeburg sowie mit der Charité Berlin. Die Forschungsarbeiten wurden gef&#246;rdert vom W&#252;rzburger Sonderforschungsbereich 581 sowie dem Interdisziplin&#228;ren Zentrum f&#252;r klinische Forschung (IZKF) des Universit&#228;tsklinikums.<br />
<em><br />
&#0187;Cytotoxic CD8+ T Cell-Neuron Interactions: Perforin-Dependent Electrical Silencing Precedes But Is Not Causally Linked to Neuronal Cell Death&#0171;. Sven G. Meuth, Alexander M. Herrmann, Ole J. Simon, Volker Siffrin, Nico Melzer, Stefan Bittner, Patrick Meuth, Harald F. Langer, Stefan Hallermann, Nadia Boldakowa, Josephine Herz, Thomas Munsch, Peter Landgraf, Orhan Aktas, Manfred Heckmann, Volkmar Lessmann, Thomas Budde, Bernd C. Kieseier, Frauke Zipp, and Heinz Wiendl. The Journal of Neuroscience; doi:10.1523/JNEUROSCI.4339-09.2009</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Heinz Wiendl, T: (0931) 201-23755, E-Mail: heinz.wiendl@klinik.uni-wuerzburg.de<br />
Dr. Dr. Sven Meuth, T: (0931) 201-23543, E-Mail: meuth_S@klinik.uni-wuerzburg.de </p>]]></content:encoded>
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