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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Pld1</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>W&#252;rzburger Forscher kl&#228;ren Mechanismus bei der Blutgerinnung auf.</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 17:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blutgerinnung]]></category>
		<category><![CDATA[Embolie]]></category>
		<category><![CDATA[Infarkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Schlüsselprotein]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Herzinfarkt und Schlaganfall effektiver therapieren</h4>

<em>W&#252;rzburg, 04.01.2010.</em> <strong>Das Fehlen eines Schl&#252;sselproteins f&#252;r die Blutgerinnung, der Phospholipase D1, sch&#252;tzt vor Herzinfarkt und Schlaganfall ohne den lebenswichtigen Prozess selbst zu beeinflussen. Das fanden W&#252;rzburger Wissenschaftler um Prof. Dr. Bernhard Nieswandt vom Rudolf-Virchow-Zentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg heraus. Damit k&#246;nnte das Protein zuk&#252;nftig eine wichtige Rolle bei der Therapie einnehmen, denn die meisten bisher verf&#252;gbaren Medikamente erh&#246;hen die Gefahr unkontrollierter Blutungen und erschweren deshalb die Therapie. Ihre Ergebnisse beschreiben die Wissenschaftler am 05. Januar 2010 in der Online-Ver&#246;ffentlichung der Fachzeitschrift "Science Signaling".</strong>

<strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall</strong> sind das gr&#246;&#223;te Gesundheitsproblem in westlichen Gesellschaften. Durchblutungsst&#246;rungen in Arterien sind hierf&#252;r eine der wichtigsten Ursachen. Diese treten auf, wenn Blutgef&#228;&#223;e durch einen Blutpfropf verstopft werden. Ein solcher Blutpfropf entsteht an besch&#228;digten Gef&#228;&#223;w&#228;nden durch die Anlagerung von Blutpl&#228;ttchen. Gelangen diese an eine besch&#228;digte Stelle, so werden sie von der Gef&#228;&#223;wand aktiviert und ver&#228;ndern ihre Form und Oberfl&#228;cheneigenschaften so, dass sie sich aneinander und an der Wand des Blutgef&#228;&#223;es festkleben k&#246;nnen. Ist der Blutpfropf so gro&#223;, dass er das gesamte Gef&#228;&#223; verschlie&#223;t, kann das...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:575px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/01/protein-pld1.jpg" rel="lightbox[pics1907]" title="Querschnitte durch eine Bauchschlagader"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/01/protein-pld1.thumbnail.jpg" alt="Bauchschlagader" width="575" height="305" class="attachment wp-att-1909" /></a>
<div class="imagecaption">Querschnitte durch eine Bauchschlagader: Links: Eine Maus, die das Protein PLD 1 produziert, bildet nach einer Gef&#228;&#223;sch&#228;digung einen Blutpfropf aus, der das Gef&#228;&#223; verschlie&#223;t. Rechts: In der Schlagader einer Maus, die das Protein PLD 1 nicht bildet, kann nach Gef&#228;&#223;sch&#228;digung kein Blutpfropf gebildet werden. Quelle: RVZ</div>
</div>
<h4>Herzinfarkt und Schlaganfall effektiver therapieren</h4>
<p><em>W&#252;rzburg, 04.01.2010.</em> <strong>Das Fehlen eines Schl&#252;sselproteins f&#252;r die Blutgerinnung, der Phospholipase D1, sch&#252;tzt vor Herzinfarkt und Schlaganfall ohne den lebenswichtigen Prozess selbst zu beeinflussen. Das fanden W&#252;rzburger Wissenschaftler um Prof. Dr. Bernhard Nieswandt vom Rudolf-Virchow-Zentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg heraus. Damit k&#246;nnte das Protein zuk&#252;nftig eine wichtige Rolle bei der Therapie einnehmen, denn die meisten bisher verf&#252;gbaren Medikamente erh&#246;hen die Gefahr unkontrollierter Blutungen und erschweren deshalb die Therapie. Ihre Ergebnisse beschreiben die Wissenschaftler am 05. Januar 2010 in der Online-Ver&#246;ffentlichung der Fachzeitschrift &#0187;Science Signaling&#0171;.</strong></p>
<p><strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall</strong> sind das gr&#246;&#223;te Gesundheitsproblem in westlichen Gesellschaften. Durchblutungsst&#246;rungen in Arterien sind hierf&#252;r eine der wichtigsten Ursachen. Diese treten auf, wenn Blutgef&#228;&#223;e durch einen Blutpfropf verstopft werden. Ein solcher Blutpfropf entsteht an besch&#228;digten Gef&#228;&#223;w&#228;nden durch die Anlagerung von Blutpl&#228;ttchen. Gelangen diese an eine besch&#228;digte Stelle, so werden sie von der Gef&#228;&#223;wand aktiviert und ver&#228;ndern ihre Form und Oberfl&#228;cheneigenschaften so, dass sie sich aneinander und an der Wand des Blutgef&#228;&#223;es festkleben k&#246;nnen. Ist der Blutpfropf so gro&#223;, dass er das gesamte Gef&#228;&#223; verschlie&#223;t, kann das nachfolgende Gewebe nicht mehr durchblutet werden. Besonders tragisch ist das im Herzen, dem Gehirn oder der Lunge. Es kommt zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder zu einer Lungenembolie.</p>
<p><strong>Durchblutungsst&#246;rungen werden daher</strong> schon fr&#252;h mit leichten Blutverd&#252;nnern wie Aspirin behandelt, beim Infarkt k&#246;nnen in manchen F&#228;llen stark wirksame Medikamente die Blutpfropfen aufl&#246;sen. Doch alle bisher verf&#252;gbaren Medikamente beeinflussen auch immer die normale Blutstillung, die lebenswichtig ist, um uns bei Verletzungen vor einem unkontrollierten Blutverlust zu sch&#252;tzen. Denn krankhafte und gesunde Blutstillung laufen im K&#246;rper &#252;ber sehr &#228;hnliche Mechanismen. Als Nebenwirkungen sind daher eine erschwerte Stillung von blutenden Wunden und bei starken Medikamenten innere Blutungen bekannt. <strong>Seit einigen Jahrzehnten suchen Wissenschaftler daher nach kleinsten Unterschieden zwischen dem Ablauf der normaler Blutgerinnung und der Entstehung krankhafter Gef&#228;&#223;verschl&#252;sse.</strong></p>
<p><strong>Einen wichtigen Unterschied zeigen</strong> die W&#252;rzburger Wissenschaftler um Bernhard Nieswandt in ihrer aktuellen Studie. In den Arterien, in denen ein krankhafter Blutpfropf besonders gef&#228;hrlich ist, werden stabile Pfropfen nur mit Hilfe des Enzyms Phospholipase D 1 (PLD 1), das sich in den Blutpl&#228;ttchen befindet, gebildet. Das haben die Wissenschaftler herausgefunden, indem sie die Produktion des Enzyms in M&#228;usen gezielt verhinderten und deren Blutgerinnung mit gesunden M&#228;usen verglichen. Au&#223;erhalb des K&#246;rpers untersuchten sie die Ausbildung eines Blutpfropfs in nachgebildeten Blutgef&#228;&#223;en verschiedener Gr&#246;&#223;e. Um die Wirkung auf den gesamten Organismus zu bestimmen, l&#246;sten sie Verletzungen in der Hauptschlagader aus, wie sie bei krankhaft ver&#228;nderten Gef&#228;&#223;en auftreten. Die M&#228;use ohne PLD 1 bildeten keine gro&#223;en Blutpfropfen aus und waren zum Gro&#223;teil vor Infarkt und Schlaganfall gesch&#252;tzt.</p>
<p><strong>Interessant ist, dass PLD 1 besonders</strong> f&#252;r die krankhafte Blutgerinnung wichtig zu sein scheint, f&#252;r die normale Blutgerinnung aber nicht unbedingt ben&#246;tigt wird. Im verletzten Gef&#228;&#223; aktiviert es so genannte Integrine auf der Oberfl&#228;che der Blutpl&#228;ttchen, wenn sich bereits einige Pl&#228;ttchen an die Gef&#228;&#223;wand geheftet haben. Das aktivierte Integrin ist eine Art Klebstoff, der die Pl&#228;ttchen dann noch einmal untereinander verklumpt und den Pfropf stabilisiert. In den Arterien, in denen die meisten akut lebensgef&#228;hrlichen Blutpfropfen entstehen, nimmt PLD 1 eine Schl&#252;sselrolle ein und ist daher besonders interessant f&#252;r einen m&#246;glichen Therapieansatz. &#0187;In den Arterien wirken auf die Blutpl&#228;ttchen sehr viel h&#246;here Scherkr&#228;fte ein als in den Venen, die die Pl&#228;ttchen stark aktivieren, gleichzeitig aber die Entstehung eines Pfropfens erschweren. Daher scheint PLD 1 hier als eine Art Verst&#228;rker wichtig zu sein, damit sich die Pl&#228;ttchen &#252;berhaupt untereinander verklumpen k&#246;nnen&#0171;, so Bernhard Nieswandt. Diesen Verst&#228;rker k&#246;nnten die Wissenschaftler blockieren und damit Durchblutungsst&#246;rungen und den Gef&#228;&#223;verschluss verhindern, ohne die normale Blutgerinnung zu beeinflussen.</p>
<p><strong>Publikation:</strong> <em>M. Elvers, D. Stegner, I. Hagedorn, C. Kleinschnitz, A. Braun, M. E. J. Kuijpers, M. Boesl, Q. Chen, J. W. M. Heemskerk, G. Stoll, M. A. Frohman, B. Nieswandt, Impaired aIIbb3 integrin activation and shear-dependent thrombus formation in mice lacking phospholipase D1. Sci. Signal. 3, ra1 2010).doi: 10.1126/scisignal.2000551.<br />
</em><br />
<strong>Mehr Informationen:</strong><br />
Porf. Dr. Bernhard Nieswandt<br />
Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG Forschungszentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg<br />
Telefon: +49 931 31 80376 </p>]]></content:encoded>
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