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	<title>DZKF WEBLOG &#187; RNA-Viren</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Walter Schulz Stiftung zeichnet Krebsforscher des Klinikums rechts der Isar aus</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 05:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
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		<category><![CDATA[RNA-Viren]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/dr-hendrik-poeck.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Dr. Hendrik Poeck, III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar Foto: Stobrawe"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/dr-hendrik-poeck.thumbnail.jpg" alt="Dr. Hendrik Poeck, III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar Foto: Stobrawe" width="255" height="403" class="attachment wp-att-2049" /></a><div class="imagecaption">Dr. Hendrik Poeck, III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar Foto: Stobrawe</div></div><strong>Der Forschungspreis der Walter Schulz Stiftung ging an Dr. Hendrik Poeck vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universit&#228;t M&#252;nchen verliehen. Dr. Poeck ist dort als Assistenzarzt und Post-Doktorand an der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik f&#252;r H&#228;matologie und Internistische Onkologie t&#228;tig. Er erh&#228;lt den Preis f&#252;r seine Forschungsarbeiten zur Rolle von verschiedenen k&#246;rpereigenen Abwehrsystemen im Kampf gegen Infektionen und Tumorzellen. Die Stiftung zeichnet alle zwei Jahre herausragende Forschung auf dem Gebiet der Tumorbiologie und Tumorimmunologie aus. Der Forschungspreis ist mit 25.000 Euro die h&#246;chstdotierte Auszeichnung f&#252;r Krebsforschung in Deutschland.
Der wissenschaftliche Beirat der Stiftung nominierte Dr. Poeck nach der Auswertung von zahlreichen Bewerbungen f&#252;r seine beiden in den Fachzeitschriften Nature und Nature Immunology ver&#246;ffentlichten Arbeiten "Zur Rolle von RIG-I und NLRP3 in der Aktivierung des Inflammasomes durch Viren und Pilze".</strong>

<strong>Die Arbeiten beschreiben</strong> die kontinuierliche Bedrohung des Menschen durch Pilze und Viren. Das k&#246;rpereigene Immunsystem kann diese Eindringlinge nur abwehren, wenn...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/dr-hendrik-poeck.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Dr. Hendrik Poeck, III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar Foto: Stobrawe"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/dr-hendrik-poeck.thumbnail.jpg" alt="Dr. Hendrik Poeck, III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar Foto: Stobrawe" width="255" height="403" class="attachment wp-att-2049" /></a>
<div class="imagecaption">Dr. Hendrik Poeck, III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar Foto: Stobrawe</div>
</div>
<p><strong>Der Forschungspreis der Walter Schulz Stiftung ging an Dr. Hendrik Poeck vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universit&#228;t M&#252;nchen verliehen. Dr. Poeck ist dort als Assistenzarzt und Post-Doktorand an der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik f&#252;r H&#228;matologie und Internistische Onkologie t&#228;tig. Er erh&#228;lt den Preis f&#252;r seine Forschungsarbeiten zur Rolle von verschiedenen k&#246;rpereigenen Abwehrsystemen im Kampf gegen Infektionen und Tumorzellen. Die Stiftung zeichnet alle zwei Jahre herausragende Forschung auf dem Gebiet der Tumorbiologie und Tumorimmunologie aus. Der Forschungspreis ist mit 25.000 Euro die h&#246;chstdotierte Auszeichnung f&#252;r Krebsforschung in Deutschland.<br />
Der wissenschaftliche Beirat der Stiftung nominierte Dr. Poeck nach der Auswertung von zahlreichen Bewerbungen f&#252;r seine beiden in den Fachzeitschriften Nature und Nature Immunology ver&#246;ffentlichten Arbeiten &#0187;Zur Rolle von RIG-I und NLRP3 in der Aktivierung des Inflammasomes durch Viren und Pilze&#0171;.</strong></p>
<p><strong>Die Arbeiten beschreiben</strong> die kontinuierliche Bedrohung des Menschen durch Pilze und Viren. Das k&#246;rpereigene Immunsystem kann diese Eindringlinge nur abwehren, wenn es diese als fremd identifizieren kann. Viren benutzen aber den Stoffwechsel des Wirtsorganismus, um sich zu vermehren. Daher sind charakteristische Proteine, Zucker oder Fette, die h&#228;ufig als Erkennungsmuster f&#252;r Bakterien, Pilze oder Parasiten dienen, bei Virusinfektionen nicht verf&#252;gbar. Doch anhand von viralen Nukleins&#228;uren kann eine Virusinfektion erkannt werden. Daf&#252;r sorgen zelleigene Sensoren, die fremdes genetisches Material identifizieren. Einer davon ist das so genannte RIG-I. Wenn RIG-I auf Viren-Erbgut (virale RNA) st&#246;&#223;t, sorgt es daf&#252;r, dass &#252;ber die Aussch&#252;ttung von Interferon die befallenen Zellen angegriffen und vernichtet werden.</p>
<p><strong>Gemeinsam mit seinen Kollegen</strong> lieferte Dr. Poeck einen wichtigen Beitrag zur Fremderkennung von RNA-Viren und konnte erstmals zeigen, dass die Nukleins&#228;ure RIG-I im Falle einer Virusinfektion die Produktion eines zentralen Entz&#252;ndungsbotenstoffs ankurbelt, des Interleukin-1. Die Identifikation dieses neuen Signalweges liefert eine m&#246;gliche Erkl&#228;rung, wie bestimmte RNA-Viren Entz&#252;ndungen und Fieber ausl&#246;sen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Weiterhin wies Dr. Poeck erstmals</strong> eine unerwartete Rolle des zellul&#228;ren Proteins NLRP3 bei der Bek&#228;mpfung von Pilzen wie Candida albicans nach. Infektionen mit Candida albicans k&#246;nnen zu lebensbedrohlichen Infektionen bei Menschen mit unterdr&#252;cktem Immunsystem f&#252;hren. Dazu z&#228;hlen insbesondere Patienten mit Tumor- oder AIDS-Erkrankungen.</p>
<p><strong>Diese neuen Erkenntnisse</strong> sind in zweierlei Hinsicht wichtig im Kampf gegen Krebs: Zum einen k&#246;nnen sie helfen, genetische Risikofaktoren zu identifizieren, die es auszuschalten gilt. Zum anderen k&#246;nnten sie dazu beitragen, Tumorpatienten besser vor Infektionen zu sch&#252;tzen.</p>
<p><strong>Dr. Poeck erhielt bereits</strong> w&#228;hrend seines Studiums Stipendien der Bayer-Stiftung, der Carl-Duisberg-Stiftung und ein Harvard-Stipendium der LMU. Nach seinem Medizinstudium in M&#252;nchen, im spanischen Salamanca und an der Universit&#228;t Harvard (USA) war er von 2005 bis 2008 Assistenzarzt und Post-Doktorand in der Arbeitsgruppe &#0187;Therapeutische Oligonukleotide&#0171; von Prof. Dr. Gunther Hartmann in der Abteilung f&#252;r Klinische Pharmakologie, LMU (Prof. Dr. Stefan Endres). Seit 2008 ist er in der III. Medizinische Klinik und Poliklinik f&#252;r H&#228;matologie und Internistische Onkologie (Direktor: Prof. Dr. Christian Peschel) am Klinikum rechts der Isar als Assistenzarzt t&#228;tig und arbeitet als Post-Doktorand in der Forschungsgruppe von Privatdozent Dr. J&#252;rgen Ruland. F&#252;r seine Arbeiten zur Rolle von RIG-I in der Tumortherapie wurde er bereits mit dem Vincenz-Czerny-Preis 2009 der Deutschen Gesellschaft f&#252;r H&#228;matologie und Onkologie ausgezeichnet.</p>
<p><strong>Die ausgezeichneten Arbeiten wurden im Labor</strong> von Privatdozent Dr. J&#252;rgen Ruland in der III. Medizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar durchgef&#252;hrt. Die Arbeit zu RIG-I erfolgte in enger Kooperation mit Wissenschaftlern der Universit&#228;t Bonn vom Institut f&#252;r Klinische Chemie und Pharmakologie (Prof. Dr. Veit Hornung und Prof. Dr. Gunther Hartmann).</p>
<p><em>1. Recognition of RNA virus by RIG-I results in activation of CARD9 and inflammasome signaling for interleukin 1 beta production (Poeck H*, Bscheider M*, Gross O* et al. Nature Immunology, Januar 2010)</p>
<p>2. Syk kinase signalling couples to the Nlrp3 inflammasome for anti-fungal host defence (Gross O*, Poeck H* et al. Nature, Mai 2009).</em></p>
<p><strong>Website der Walter Schulz Stiftung:</strong></p>
<p>http://www.walter-schulz-stiftung.de</p>]]></content:encoded>
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