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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Schlaganfall</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<item>
		<title>Geschlechtshormone wirken schlagartig</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/09/27/geschlechtshormone-wirken-schlagartig/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 14:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Östrogen]]></category>
		<category><![CDATA[Hormon]]></category>
		<category><![CDATA[Progesteron]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Terapie]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/cordian-beyer.jpg" rel="lightbox[pics3166]" title="Prof. Cordian Beyer und sein Team"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/cordian-beyer.thumbnail.jpg" alt="Prof. Cordian Beyer und sein Team" width="255" height="170" class="attachment wp-att-3167" /></a><div class="imagecaption">
RWTH-Professor Cordian Beyer und sein Team forschen an einer vielversprechenden Hormontherapie gegen den Schlaganfall und Multiple Sklerose.
Foto: Peter Winandy</div></div><strong>"Time is brain" – so lautet die Handlungsmaxime beim Schlaganfall. Je rascher der Blutfluss und dadurch die Sauerstoffversorgung im Gehirn wieder normalisiert werden, desto geringer sind die Sch&#228;den. Nach Sch&#228;tzungen der Deutschen Schlaganfall Stiftung trifft es j&#228;hrlich rund 250.000 Bundesb&#252;rger. Neben einseitigen L&#228;hmungen leiden Betroffene an dauerhaften Gef&#252;hls-, Gleichgewichts- und Wahrnehmungsst&#246;rungen sowie Seh- und/oder Sprachst&#246;rungen. Der Schlaganfall ist die dritth&#228;ufigste Todesursache neben Krebs- und Herzerkrankungen und immer noch die h&#228;ufigste Ursache f&#252;r Invalidit&#228;t. Und doch sind die Therapien meist unzureichend und eine Akutversorgung kommt oft zu sp&#228;t. </strong>

<strong>Eine Behandlung mit weiblichen Geschlechtshormonen</strong> soll helfen: "Hormone steuern nicht nur unsere Organentwicklung und die Funktion der Reproduktionsorgane, sie k&#246;nnten auch das Hirngewebe sch&#252;tzen und besch&#228;digte Teile zur Regeneration stimulieren", sagt Dr. rer. biol. hum. Cordian Beyer vom Universit&#228;tsklinikum ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/cordian-beyer.jpg" rel="lightbox[pics3166]" title="Prof. Cordian Beyer und sein Team"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/cordian-beyer.thumbnail.jpg" alt="Prof. Cordian Beyer und sein Team" width="255" height="170" class="attachment wp-att-3167" /></a>
<div class="imagecaption">
RWTH-Professor Cordian Beyer und sein Team forschen an einer vielversprechenden Hormontherapie gegen den Schlaganfall und Multiple Sklerose.<br />
Foto: Peter Winandy</div>
</div>
<p><strong>&#0187;Time is brain&#0171; – so lautet die Handlungsmaxime beim Schlaganfall. Je rascher der Blutfluss und dadurch die Sauerstoffversorgung im Gehirn wieder normalisiert werden, desto geringer sind die Sch&#228;den. Nach Sch&#228;tzungen der Deutschen Schlaganfall Stiftung trifft es j&#228;hrlich rund 250.000 Bundesb&#252;rger. Neben einseitigen L&#228;hmungen leiden Betroffene an dauerhaften Gef&#252;hls-, Gleichgewichts- und Wahrnehmungsst&#246;rungen sowie Seh- und/oder Sprachst&#246;rungen. Der Schlaganfall ist die dritth&#228;ufigste Todesursache neben Krebs- und Herzerkrankungen und immer noch die h&#228;ufigste Ursache f&#252;r Invalidit&#228;t. Und doch sind die Therapien meist unzureichend und eine Akutversorgung kommt oft zu sp&#228;t. </strong></p>
<p><strong>Eine Behandlung mit weiblichen Geschlechtshormonen</strong> soll helfen: &#0187;Hormone steuern nicht nur unsere Organentwicklung und die Funktion der Reproduktionsorgane, sie k&#246;nnten auch das Hirngewebe sch&#252;tzen und besch&#228;digte Teile zur Regeneration stimulieren&#0171;, sagt Dr. rer. biol. hum. Cordian Beyer vom Universit&#228;tsklinikum der RWTH Aachen. Der Professor f&#252;r Neuroanatomie erforscht die Funktion von Sexualhormonen im Gehirn. Er erkl&#228;rt: Beim Schlaganfall wird das Gehirn entweder mit zu wenig Blut versorgt oder das Blut tritt aus den Gef&#228;&#223;en in das Hirngewebe. Die Verstopfung der Gef&#228;&#223;e bezeichnen Mediziner als Hirninfarkt, das Aufbrechen als Hirnblutung. Blutgerinnsel werden entweder, wie bei einer Embolie, mit dem Blutstrom aus anderen Gef&#228;&#223;en mit geschwemmt oder bilden sich, wie bei einer Thrombose, direkt in einem Gef&#228;&#223;. Innerhalb von wenigen Stunden sterben die Zellen an der Unterversorgung mit Sauerstoff und N&#228;hrstoffen &#0187;schlagartig&#0171; ab. Das Nervengewebe wird dauerhaft besch&#228;digt, wichtige Funktionen k&#246;nnen nicht wiederhergestellt werden. </p>
<p><strong>An der RWTH konnte nun in Tierstudien</strong> mit Ratten das Schlaganfallgebiet mit einer Hormonbehandlung um bis zu 70 Prozent reduziert werden. &#0187;Dabei spielen vor allem Abwehrzellen des Gehirns, die so genannten Mikroglia, eine wichtige Rolle&#0171;, so Beyer. Diese &#252;bernehmen in Zusammenarbeit mit Immunzellen aus den Gef&#228;&#223;en eine zentrale Rolle beim Schlaganfall und steuern entz&#252;ndliche Prozesse im Hirngewebe. Die verabreichten Hormone hemmen diese Abwehrzellen und sorgen andererseits daf&#252;r, dass gesch&#228;digte Nervenzellen besser &#252;berleben k&#246;nnen. Den maximalen Effekt erzielt man mit einer speziellen Kombination von Progesteron und &#214;strogen. Inwieweit diese Beobachtungen auch beim Menschen zutreffen, sollen klinische Studien an Schlaganfallpatienten in den n&#228;chsten Jahren zeigen.</p>
<p><strong>Mutterkuchen liefert Schutz- und Steuerfunktion </strong></p>
<blockquote><p><strong>Der menschliche K&#246;rper hat verschiedene Hormonfabriken.</strong> Progesteron und &#214;strogen sind weibliche Geschlechtshormone, die w&#228;hrend der Menstruation regelm&#228;&#223;ig in bestimmten Phasen und w&#228;hrend einer Schwangerschaft in besonders erh&#246;hten Mengen vorhanden sind. Der Hormonspiegel steigt dann um ein Vielfaches an. &#0187;Der weibliche K&#246;rper, aber auch der im Mutterleib befindliche Embryo, wird regelrecht mit Hormonen &#252;berschwemmt&#0171;, so Beyer, &#0187;die Einnistung der befruchteten Eizelle und deren Reifung wird dadurch erm&#246;glicht und die sp&#228;tere Milchproduktion vorbereitet.&#0171; Er f&#252;gt hinzu: &#0187;Experten sind sich heute ziemlich sicher, dass Frauen mit Multipler Sklerose w&#228;hrend einer Schwangerschaft weniger Sch&#252;be bekommen. Hierf&#252;r werden die erh&#246;hten Hormonspiegel in der Schwangerschaft verantwortlich gemacht. Hormone besitzen also eine wichtige Schutzfunktion bei diesen neurologischen Erkrankungen.&#0171; </p></blockquote>
<p><strong>Weibliche Geschlechtshormone f&#246;rdern</strong> gerade in den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft die Reifung von bestimmten Organen des Embryos. Beyer und Kollegen aus der Kinderheilkunde der Universit&#228;t Ulm stellten fest, dass extreme Fr&#252;hgeborene, die aufgrund der vorzeitigen Geburt keine ausreichenden Hormonmengen aus dem Mutterkuchen erhielten, h&#228;ufig Entwicklungsst&#246;rungen und Krankheiten erleiden. Vor allem die Atemwege und Hirnentwicklung sind hierbei betroffen. In Tiermodellen und in einer humanen Pilotstudie konnten mit einer gezielten Hormonbehandlung diese St&#246;rungen verringert werden. </p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong> erteilt Professor Dr. rer. biol. hum. Cordian Beyer vom RWTH-Institut f&#252;r Neuroanatomie unter: +49(0)241/80-89100 oder cbeyer@ukaachen.de. </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Stent-Retriever-System bei Schlaganfalltherapie</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/09/07/stent-retriever-system-bei-schlaganfalltherapie/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 20:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Stent-Retriever-System]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Schlaganfallpatientin - Nach nur 25 Minuten war das Hirngef&#228;&#223; wieder durchblutet</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/thrombusentfernung.jpg" rel="lightbox[pics3140]" title="Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben. "><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/thrombusentfernung.thumbnail.jpg" alt="Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben." width="255" height="184" class="attachment wp-att-3141" /></a><div class="imagecaption">Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben. An dem Eingriff waren beteiligt (v.l.n.r.): Professor Dr. Martin Bendszus, PD Dr. Stefan Rohde (beide Neuroradiologie), Professor Dr. Peter A. Ringleb (Neurologie), Dr. Mirko Pham (Neuroradiologie). Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg</div></div><strong>Brunhilde Wecker hatte noch einmal Gl&#252;ck. </strong>

Die 64-J&#228;hrige wurde Ende August mit einem akuten Schlaganfall in das Universit&#228;tsklinikum Heidelberg eingeliefert. Mediziner der Abteilungen f&#252;r Neurologie und Neuroradiologie entfernten ihr mit einem neuartigen Ger&#228;t einen Thrombus – ein Blutgerinnsel, das die linke Hals- und Hirnschlagader verstopfte – aus dem Gef&#228;&#223;. Der Eingriff mit dem sogenannten Stent-Retriever-System,  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Schlaganfallpatientin &#8211; Nach nur 25 Minuten war das Hirngef&#228;&#223; wieder durchblutet</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/thrombusentfernung.jpg" rel="lightbox[pics3140]" title="Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben. "><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/thrombusentfernung.thumbnail.jpg" alt="Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben." width="255" height="184" class="attachment wp-att-3141" /></a>
<div class="imagecaption">Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben. An dem Eingriff waren beteiligt (v.l.n.r.): Professor Dr. Martin Bendszus, PD Dr. Stefan Rohde (beide Neuroradiologie), Professor Dr. Peter A. Ringleb (Neurologie), Dr. Mirko Pham (Neuroradiologie). Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg</div>
</div>
<p><strong>Brunhilde Wecker hatte noch einmal Gl&#252;ck. Die 64-J&#228;hrige wurde Ende August mit einem akuten Schlaganfall in das Universit&#228;tsklinikum Heidelberg eingeliefert. Mediziner der Abteilungen f&#252;r Neurologie und Neuroradiologie entfernten ihr mit einem neuartigen Ger&#228;t einen Thrombus – ein Blutgerinnsel, das die linke Hals- und Hirnschlagader verstopfte – aus dem Gef&#228;&#223;. Der Eingriff mit dem sogenannten Stent-Retriever-System, der in diesem Fall nur 25 Minuten dauerte, wird bei Patienten durchgef&#252;hrt, die einen akuten Schlaganfall mit einem Gef&#228;&#223;verschluss haben. Die ersten Ergebnisse dieses mechanischen Verfahrens, das in der Neurologischen Klinik zum Einsatz kommt, wurden jetzt durch die Heidelberger Mediziner in den renommierten Fachzeitschriften &#0187;Stroke&#0171; und &#0187;American Journal of Neuroradiology&#0171; ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p>&#0187;<strong>Die Patientin hatte einen kompletten</strong>, etwa einen Zentimeter langen Verschluss der linken Halsschlagader am &#220;bergang zur mittleren Gehirnarterie&#0171;, berichtet Professor Dr. Martin Bendszus, &#196;rztlicher Direktor der Abteilung f&#252;r Neuroradiologie. Durch den Gef&#228;&#223;verschluss, der mit einer kompletten L&#228;hmung der rechten K&#246;rperh&#228;lfte sowie einer Sprachst&#246;rung einhergegangen war, h&#228;tte die Patientin schwerste bleibende Sch&#228;den davon getragen oder w&#228;re im schlimmsten Fall sogar gestorben. &#0187;Nach dem Eingriff kann die Patientin wieder selbst&#228;ndig gehen und sprechen&#0171;, freut sich Professor Bendszus &#252;ber das Ergebnis der neuen Methode.</p>
<p><strong>Bei der Behandlung</strong>, die in der akuten Notfallsituation kurz nach Eintreffen der Patientin in der Klinik durchgef&#252;hrt wurde, handelt es sich um ein sog. endovaskul&#228;res Verfahren: Hierbei wird ein Katheter &#252;ber die Leistenschlagader unter R&#246;ntgenkontrolle bis in das hirnversorgende Gef&#228;&#223; gef&#252;hrt. &#0187;&#220;ber diesen Katheter haben wir das winzige Instrument bis in den Bereich des Verschlusses geschoben und das f&#252;r den Schlaganfall verantwortliche Blutgerinnsel entfernt&#0171;, erz&#228;hlt Dr. Stefan Rohde, Oberarzt der Abteilung f&#252;r Neuroradiologie. Die Methode kommt nur zum Einsatz, wenn die Patienten innerhalb der ersten f&#252;nf Stunden nach dem Schlaganfall in eine spezialisierte Klinik kommen.</p>
<blockquote><p><strong>Und wie funktioniert die Entfernung?</strong> &#0187;Im Bereich des Verschlusses dehnt sich das Ger&#228;t zu einem gitternetzartigen K&#246;rbchen aus, dr&#252;ckt den Thrombus an die Gef&#228;&#223;wand und stellt wieder eine sofortige Durchblutung her. Beim Entfernen des Ger&#228;ts bleibt das Gerinnsel in der Gitterstruktur h&#228;ngen und wird mit hinaus gezogen, das Gef&#228;&#223; ist wieder frei&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Rohde, der die Sektion f&#252;r Interventionelle Neuroradiologie leitet.</p>
<p><strong>Professor Dr. Werner Hacke</strong>, &#196;rztlicher Direktor der Neurologischen Klinik, sieht in der Methode eine neue Behandlungsoption f&#252;r Patienten mit akutem Schlaganfall: &#0187;M&#246;glicherweise ist die zus&#228;tzliche mechanische Entfernung der alleinigen Lysetherapie &#252;berlegen.&#0171; Bei der Lysetherapie wird den Patienten ein Medikament in die Blutbahn verabreicht, welches das Blutgerinnsel chemisch aufl&#246;sen soll. Ob das neue Vorgehen die besseren Ergebnisse bringt, zeigen in der Zukunft wissenschaftliche Studien. Diese befinden sich bereits – unter Federf&#252;hrung der Heidelberger Mediziner – in konkreter Planung.</p></blockquote>
<p><strong>Brunhilde Wecker ist mittlerweile</strong> wieder aus dem Krankenhaus entlassen. An den Tag des Schlaganfalls hat sie nur noch wenig Erinnerung: &#0187;Nach dem Aufstehen konnte ich pl&#246;tzlich mein rechtes Bein sowie meinen rechten Arm nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen&#0171;, so die vereidigte Buchpr&#252;ferin und Steuerberaterin aus Neckargem&#252;nd. &#0187;Da hat mein Mann direkt die 112 gew&#228;hlt und ich wurde umgehend nach Heidelberg in die Klinik gebracht. Dann wei&#223; ich nichts mehr.&#0171; Die schnelle Reaktion des Ehemanns, der sofortige Transport nach Heidelberg und die umgehende Thrombusentfernung retteten der 64-J&#228;hrigen vermutlich das Leben. Denn Zeit ist bei einem Schlaganfall der entscheidende Faktor: Je l&#228;nger das Gehirn nicht mit Blut versorgt wird, desto gravierender sind die Sch&#228;den, die der Patient davontr&#228;gt.</p>
<p><strong>Aus diesem Grund ist jeder Schlaganfall ein Notfall</strong> und muss umgehend in einer spezialisierten Klinik, die &#252;ber eine Schlaganfall-Station verf&#252;gt, behandelt werden. Typische Symptome sind pl&#246;tzlich auftretende L&#228;hmungen sowie Schluck-, Sprach- und Sehst&#246;rungen. Ursache f&#252;r die meisten Schlaganf&#228;lle sind Gerinnsel, die in die Blutbahn gelangen und zum Verschluss der Gef&#228;&#223;e im Gehirn f&#252;hren. Dadurch wird das dahinter liegende Gewebe nicht mehr versorgt und stirbt ab. Der Schlaganfall, an dem j&#228;hrlich etwa 200.000 Menschen erkranken, ist mittlerweile die dritth&#228;ufigste Todesursache in Deutschland.</p>
<p><strong>Mehr Info:</strong></p>
<p>Professor Dr. Werner Hacke<br />
Neurologische Klinik<br />
Universit&#228;t Heidelberg<br />
Im Neuenheimer Feld 400<br />
69120 Heidelberg<br />
Tel.: 06221/ 56 8211<br />
E-Mail: Werner.Hacke@med.uni-heidelberg.de</p>
<p>Professor Dr. med. Martin Bendszus<br />
Neurologische Klinik<br />
Abteilung f&#252;r Neuroradiologie<br />
Im Neuenheimer Feld 400<br />
69120 Heidelberg<br />
Tel.: 06221 / 56 7566<br />
Fax: 06221 / 56 4673<br />
E-Mail: martin_bendszus@med.uni-heidelberg.de </p>]]></content:encoded>
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		<title>Neue Substanz zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern heute zugelassen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/08/04/neue-substanz-zur-schlaganfallpraevention-bei-patienten-mit-vorhofflimmern-heute-zugelassen/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 16:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>(4. August 2011) Daten aus einer der gr&#246;&#223;ten Studien zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen k&#246;nnen. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass &#228;ltere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer h&#246;heren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federf&#252;hrenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN).</strong>

<strong>"Jeder hundertste Mensch</strong> leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den &#252;ber 80-J&#228;hrigen ist es sogar jeder Zehnte. ", erl&#228;utert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. "Angesichts dieser Zahlen ist es ein gro&#223;er Fortschritt, dass f&#252;r diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganf&#228;llen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur st&#228;ndigen &#220;berwachung der Blutgerinnung zu belasten", so Grond.
Best&#228;rkt wird der Neurologe in dieser Erwartung durch eine neue Auswertung der RE-LY-Studie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(4. August 2011) Daten aus einer der gr&#246;&#223;ten Studien zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen k&#246;nnen. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass &#228;ltere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer h&#246;heren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federf&#252;hrenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN).</strong></p>
<p><strong>&#0187;Jeder hundertste Mensch</strong> leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den &#252;ber 80-J&#228;hrigen ist es sogar jeder Zehnte. &#0171;, erl&#228;utert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. &#0187;Angesichts dieser Zahlen ist es ein gro&#223;er Fortschritt, dass f&#252;r diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganf&#228;llen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur st&#228;ndigen &#220;berwachung der Blutgerinnung zu belasten&#0171;, so Grond.<br />
Best&#228;rkt wird der Neurologe in dieser Erwartung durch eine neue Auswertung der RE-LY-Studie (Randomized Evaluation of Long-Term Anticoagulant Therapy), die k&#252;rzlich in der Fachzeitschrift Circulation ver&#246;ffentlicht wurde. Mehr als 18.000 Patienten, die wegen Vorhofflimmerns ein erh&#246;htes Risiko f&#252;r einen Schlaganfall aufweisen, hatten an dieser Studie in 44 L&#228;ndern teilgenommen. Ein Drittel der Patienten hatte die bislang gebr&#228;uchliche Arznei Warfarin erhalten, f&#252;r die eine engmaschige Kontrolle der Blutgerinnungswerte (INR) erforderlich ist. Warfarin, das nach dem gleichen Prinzip wirkt wie das in Deutschland standardm&#228;&#223;ig verabreichte Medikament Phenprocoumon (Marcumar®), wurde verglichen mit Dabigatran &#8211; dem ersten aus einer Reihe von Medikamenten, die den Patienten die INR-Messungen ersparen k&#246;nnten.</p>
<p><strong>Um heraus zu finden</strong>, wie man das Schlaganfall-Risiko am besten senken kann, ohne daf&#252;r schwere Blutungen als Nebenwirkung in Kauf nehmen zu m&#252;ssen, wurden in der RE-LY-Studie zwei verschiedene Dosierungen von Dabigatran getestet, n&#228;mlich zwei Mal t&#228;glich 110 Milligramm und zwei Mal t&#228;glich 150 Milligramm.</p>
<p><strong>Ergebnisse der RE-LY Studie</strong><br />
Die bereits im Jahr 2009 im New England Journal of Medicine ver&#246;ffentliche erste Auswertung der RE-LY-Studie hatte gezeigt, dass mit der niedrigeren Dosis von Dabigatran das Risiko von Schlaganf&#228;llen und systemischen Embolien ebenso stark gesenkt wurde, wie mit Warfarin und dass schwerwiegende Blutungen als Nebenwirkung mit 110 Milligramm Dabigatran eindeutig seltener waren. Die h&#246;here Dosis von Dagibatran war dagegen eindeutig besser wirksam als Warfarin, Blutungen traten hier vergleichbar h&#228;ufig auf wie mit Warfarin.</p>
<blockquote><p><strong>Zur Verwunderung vieler Experten</strong> hatte die bei Arzneimittelzulassungen h&#228;ufig tonangebende US-Beh&#246;rde FDA Dabigatran dann im Oktober 2010 zwar in der hohen Dosierung von 150 Milligramm zugelassen, nicht aber mit jeweils 110 Milligramm. Stattdessen wurden f&#252;r eine kleine Untergruppe von Patienten mit Nierensch&#228;den eine Dosierung von zwei Mal t&#228;glich 75 Milligramm genehmigt. &#0187;Die Kritik an dieser Entscheidung wird nun durch die neue Auswertung der RE-LY-Daten best&#228;tigt&#0171;, so Professor Hans-Christoph Diener, einer der federf&#252;hrenden Autoren der RE-LY Studie. &#0187;Die Auswertung nach Alter zeigt, dass beide Dosierungen gebraucht werden. F&#252;r Patienten unter 80 Jahren k&#246;nnten demnach 2 Mal 150 Milligramm Dabigatran t&#228;glich den besten Kompromiss aus Wirksamkeit und Sicherheit darstellen, bei den &#228;lteren Patienten mit erh&#246;htem Blutungsrisiko aber sollten die &#196;rzte erw&#228;gen, 2 Mal 110 Milligramm t&#228;glich zu verschreiben, um das Risiko extrakranialer Blutungen zu verringern&#0171;, so der Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik in Essen.</p></blockquote>
<p><strong>Die heute f&#252;r Deutschland ergangene Zulassung erstreckt sich &#252;ber die beiden Dosierungen, so dass beide Altersgruppen optimal behandelt werden k&#246;nnen.</strong></p>
<p><strong>Quellen:</strong><br />
<em>Eikelboom JW et al. Risk of bleeding with 2 doses of dabigatran compared with warfarin in older and younger patients with atrial fibrillation: an analysis of the randomized evaluation of long-term anticoagulant therapy (RE-LY) trial.Circulation. 2011 May 31;123(21):2363-72. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21576658<br />
Connolly SJ, Connolly SJ et al. Dabigatran versus warfarin in patients with atrial fibrillation. N Engl J Med. 2009 Sep 17;361(12):1139-51. Epub 2009 Aug 30 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19717844</em></p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt bei R&#252;ckfragen:</strong><br />
Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener<br />
Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie<br />
Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik Duisburg-Essen<br />
Hufelandstr. 55, 45122 Essen<br />
Tel.: 0201-7232460<br />
E-Mail: hans.diener@uni-duisburg-essen.de</p>
<p>Prof. Dr. med. Martin Grond<br />
Vorstandsmitglied Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und<br />
Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie<br />
Chefarzt der Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Kreisklinikum Siegen<br />
Weidenauer Str. 76, 57076 Siegen<br />
Tel.: 0271-7051800<br />
E-Mail: m.grond@kreisklinikum-siegen.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Vorhofflimmern: Neue Behandlungskonzepte:</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/06/28/vorhofflimmern-neue-behandlungskonzepte/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 16:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Herzkreislauferkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Trotz der j&#252;ngsten Fortschritte in der Behandlung von Herzrhythmusst&#246;rungen, sind die mit Vorhofflimmern verbundene Morbidit&#228;t und Mortalit&#228;t immer noch "unakzeptabel hoch". Dies geht aus einem Konsensusbericht hervor, den Wissenschafter des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) gemeinsam erarbeitet haben. Vorgestellt wird der Bericht beim EHRA Europace Kongress, der vom 26. bis 29. Juni in Madrid, Spanien, stattfindet.
Vorhofflimmern, so hei&#223;t es im Bericht, zeichnet sich als "die neue Epidemie" der Herzkreislauferkrankungen ab. Den Autoren zufolge sind Verbesserungen im Management von Vorhofflimmern erreichbar durch verschiedene synergistische Schritte: die Erkennung und das bessere Management von Risikofaktoren, eine gute klinische Anwendung neuer antithrombotischer Therapien, eine fr&#252;he Erkennung neu aufgetretener Arrhythmien und eine rechtzeitige rhythmuserhaltende Behandlung.</strong>

<strong>Risikofaktoren identifizieren</strong>
Der Bericht nennt  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trotz der j&#252;ngsten Fortschritte in der Behandlung von Herzrhythmusst&#246;rungen, sind die mit Vorhofflimmern verbundene Morbidit&#228;t und Mortalit&#228;t immer noch &#0187;unakzeptabel hoch&#0171;. Dies geht aus einem Konsensusbericht hervor, den Wissenschafter des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) gemeinsam erarbeitet haben. Vorgestellt wird der Bericht beim EHRA Europace Kongress, der vom 26. bis 29. Juni in Madrid, Spanien, stattfindet.<br />
Vorhofflimmern, so hei&#223;t es im Bericht, zeichnet sich als &#0187;die neue Epidemie&#0171; der Herzkreislauferkrankungen ab. Den Autoren zufolge sind Verbesserungen im Management von Vorhofflimmern erreichbar durch verschiedene synergistische Schritte: die Erkennung und das bessere Management von Risikofaktoren, eine gute klinische Anwendung neuer antithrombotischer Therapien, eine fr&#252;he Erkennung neu aufgetretener Arrhythmien und eine rechtzeitige rhythmuserhaltende Behandlung.</strong></p>
<p><strong>Risikofaktoren identifizieren</strong><br />
Der Bericht nennt als nachgewiesene Risikofaktoren f&#252;r Vorhofflimmern: Alter, m&#228;nnliches Geschlecht, Bluthochdruck, Herzklappenfehler, Diabetes, koronare Herzkrankheit und genetische Faktoren. W&#228;hrend das Alter einer der Hauptrisikofaktoren f&#252;r Vorhofflimmern ist, spielen genetische Faktoren eine wesentliche Rolle, wenn die Rhythmusst&#246;rung in jungen Jahren auftritt.</p>
<p><strong>Das m&#228;nnliche Geschlecht</strong> ist stark mit dem Auftreten von Vorhofflimmern assoziiert, das hei&#223;t mehr M&#228;nner als Frauen erkranken an Vorhofflimmern. Das weibliche Geschlecht ist allerdings ein Risikofaktor f&#252;r Schlaganf&#228;lle bei Patienten mit nachgewiesenem Vorhofflimmern, das hei&#223;t weibliche Vorhofflimmerpatienten haben ein h&#246;heres Schlaganfallrisiko als m&#228;nnliche.</p>
<p><strong>Zus&#228;tzlich zeichnen sich weitere</strong>, bisher noch weniger belegte Risikofaktoren ab wie &#220;bergewicht, K&#246;rpergr&#246;&#223;e (wobei das relative Risiko bei einer Zunahme der Gr&#246;&#223;e um 10 cm merklich ansteigt), Schlafapnoe, &#252;berm&#228;&#223;iger Alkoholkonsum, exzessiver Ausdauersport, Rauchen, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Nierenleiden.</p>
<p><strong>Die Autoren des Konsensusberichtes</strong> empfehlen die Analyse verschiedener kardialer Biomarker, insbesondere der natriuretischen Peptide, um die Beurteilung des Risikos f&#252;r Vorhofflimmern weiter zu verbessern. Da genetische Faktoren bei jungen Patienten eine wesentliche Rolle spielen, k&#246;nnten genetische Biomarker, die auf erblich bedingte Herzmuskelerkrankungen hinweisen, ebenfalls helfen, das Vorhofflimmerrisiko zu bewerten.</p>
<p><strong>Trotzdem bleiben viele</strong> der bestimmenden Faktoren des Vorhofflimmerrisikos schwer fassbar. Dar&#252;ber hinaus betonen die Autoren einen &#0187;dringenden Bedarf, die Faktoren, die mit dem Fortschreiten von Vorhofflimmern verbunden sind, zu identifizieren und zu charakterisieren.&#0171;</p>
<p><strong>Schlaganf&#228;lle verhindern</strong><br />
Schlaganfall ist das Hauptrisiko bei Vorhofflimmern. Die Antikoagulation stellt dabei eine potentiell lebensrettende Therapie dar. Die Gabe von Antikoagulanzien geht jedoch mit dem Risiko schwerwiegender Blutungen einher. Die Herausforderung besteht darin, das eine gegen das andere abzuw&#228;gen.</p>
<p><strong>Vitamin K Antagonisten</strong> (wie Warfarin), die die Blutgerinnung vermindern, sind die &#252;bliche Behandlung, aber ihre Anwendbarkeit ist limitiert durch Wechselwirkungen mit der Nahrung, durch das Blutungsrisiko und durch die Notwendigkeit der st&#228;ndigen Kontrolle. Neuere Antikoagulanzien wie Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban oder Edoxaban, haben diese Schwierigkeiten weitgehend &#252;berwunden. In klinischen Studien haben sie sich als sehr wirksam erwiesen, aber ihr Einsatz im Alltag wurde noch nicht untersucht. Die Autoren des Konsensusberichtes begr&#252;&#223;en die Einf&#252;hrung dieser neuen Therapien, aber sie fordern mehr Information und eine sorgf&#228;ltige &#220;berwachung der Wirksamkeit in der klinischen Praxis.</p>
<p><strong>Fr&#252;hzeitig behandeln</strong><br />
<strong>Aber selbst wenn die antithrombotische Therapie</strong> optimal angewandt wird, geht es Patienten mit Vorhofflimmern immer noch schlechter als Patienten mit anderen kardiovaskul&#228;ren Erkrankungen. Empfehlenswert sind daher zus&#228;tzlich eine Frequenzkontrolle und eine rhythmuserhaltende Behandlung, insbesondere wenn diese fr&#252;hzeitig angewandt wird. Ein solch umfassendes Konzept, schlie&#223;en die Autoren, wird dazu beitragen, das Behandlungsergebnis f&#252;r Vorhofflimmerpatienten zu verbessern.</p>
<p><strong>Obwohl die dauerhafte orale Antikoagulation</strong> als Eckpfeiler der Schlaganfallpr&#228;vention bei Vorhofflimmerpatienten allgemein anerkannt ist, weisen die Verfasser des Konsensusberichtes darauf hin, dass &#0187;selbst unter optimaler Antikoagulation in kontrollierten Studien die Schlaganfallquote bei Patienten mit Vorhofflimmern mit rund 1,5 Prozent pro Jahr nach wie vor unakzeptabel hoch ist&#0171;.</p>
<p><strong>Der federf&#252;hrende Autor des Berichtes</strong>, Prof. Paulus Kirchhof, Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster, fasst zusammen: „Die Behandlung von Vorhofflimmern erlebt zurzeit au&#223;ergew&#246;hnliche Ver&#228;nderungen: neue antithrombotische Wirkstoffe, Fortschritte bei der Katheterablation und neue Einblicke in die Mechanismen der Rhythmusst&#246;rung. Unser Konsensusbericht gibt erste Empfehlungen f&#252;r den guten Einsatz dieser neuen – und zurzeit noch teuren – therapeutischen Optionen.“</p>
<p><em>Der Bericht mit dem Titel &#0187;Comprehensive risk reduction in patients with atrial fibrillation: Emerging diagnostic and therapeutic options&#0171; ist das Ergebnis einer gemeinsamen Konsensuskonferenz des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) im November 2010.</em></p>
<p><strong>Mehr Informationen:</strong><br />
Kompetenznetz Vorhofflimmern<br />
Netzwerkzentrale am Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster<br />
Albert-Schweitzer-Campus 1<br />
Domagkstra&#223;e 11<br />
48149 M&#252;nster<br />
Tel: 0251-83-45341<br />
Fax: 0251-83-45343<br />
info@kompetenznetz-vorhofflimmern.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Schrittmacher f&#252;r Schlaganfallpatienten</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/05/24/schrittmacher-fuer-schlaganfallpatienten/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 06:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fußheberschwäche]]></category>
		<category><![CDATA[Nervenprothese]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/05/Riccardo-Giunta.jpg" rel="lightbox[pics2933]" title="Foto D. Riccard Giunta"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/05/Riccardo-Giunta.thumbnail.jpg" alt="dr-riccardo-giunta" width="255" height="196" class="attachment wp-att-2934" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. med. Riccardo Giunta, LMU-Klinikum></div></div><h4>Da geht was: Implantat im Bein &#252;bernimmt Funktion der ausgefallenen Hirnareale.</h4><strong>F&#252;r Peter Fischer (Name ge&#228;ndert) beginnt in diesen Tagen eine neue Phase in der Bew&#228;ltigung seines Schlaganfalls. Seit seinem Hirninfarkt vor f&#252;nf Jahren leidet der 60j&#228;hrige unter anderem unter einer Halbseitenl&#228;hmung mit Fu&#223;heberschw&#228;che. Der Allg&#228;uer kann die F&#252;&#223;e nicht mehr richtig anheben, wodurch er f&#246;rmlich &#252;ber den Boden schleicht. Er muss immer bewusst auf seinen Gang achten und stolpert dennoch regelm&#228;&#223;ig &#252;ber die eigenen Fu&#223;spitzen – mit entsprechend hohem Risiko eines Sturzes. Weder die Physiotherapie noch eine Spezialschiene halfen dem Patienten, sein Gangbild entscheidend zu verbessern. </strong>

<strong>Nun aber hat ihm Prof. Dr. Riccardo Giunta vom Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen</strong> eine neue <em>Nervenprothese</em> implantiert. "Wir hoffen, dass der nur anderthalb Zentimeter gro&#223;e Schrittmacher den Defekt entsch&#228;rfen kann", sagt der Chefarzt der Handchirurgie, Plastischen Chirurgie und &#196;sthetischen Chirurgie der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen. Die M&#252;nchner Forscher arbeiten seit l&#228;ngerem an der Schnittstelle Mensch-Maschine, beispielsweise nach Amputationsverletzungen der Hand und des Armes oder nach peripheren Nervenl&#228;hmungen. Das Ziel: HighTech-L&#246;sungen, die verloren gegangene Nervenfunktionen nach schweren Verletzungen wiederherstellen und eine bessere Anbindung von neuen Handprothesen an das Nervensystem erm&#246;glichen.

<strong>Rund 250.000 Menschen j&#228;hrlich</strong> erleiden allein in Deutschland einen Schlaganfall. Durch den Sauerstoffmangel – meist verursacht durch ein verschlossenes Blutgef&#228;&#223; – kommt es zu Hirnsch&#228;den, die sich bei den &#220;berlebenden oft durch vollst&#228;ndige oder teilweise L&#228;hmungen in verschiedenen K&#246;rperpartien &#228;u&#223;ern. Bei den Patienten mit Fu&#223;heberschw&#228;che sind – bedingt durch die fehlende Ansteuerung aus dem Gehirn – jene Muskeln in den Beinen teilweise gel&#228;hmt, die das Anheben des Fu&#223;es kontrollieren. Der kontrollierende Nerv in den Beinen, im Fachjargon Nervus peroneus genannt, ist allerdings ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/05/Riccardo-Giunta.jpg" rel="lightbox[pics2933]" title="Foto D. Riccard Giunta"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/05/Riccardo-Giunta.thumbnail.jpg" alt="dr-riccardo-giunta" width="255" height="196" class="attachment wp-att-2934" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. med. Riccardo Giunta, LMU-Klinikum></div>
</div>
<h4>Da geht was: Implantat im Bein &#252;bernimmt Funktion der ausgefallenen Hirnareale.</h4>
<p><strong>F&#252;r Peter Fischer (Name ge&#228;ndert) beginnt in diesen Tagen eine neue Phase in der Bew&#228;ltigung seines Schlaganfalls. Seit seinem Hirninfarkt vor f&#252;nf Jahren leidet der 60j&#228;hrige unter anderem unter einer Halbseitenl&#228;hmung mit Fu&#223;heberschw&#228;che. Der Allg&#228;uer kann die F&#252;&#223;e nicht mehr richtig anheben, wodurch er f&#246;rmlich &#252;ber den Boden schleicht. Er muss immer bewusst auf seinen Gang achten und stolpert dennoch regelm&#228;&#223;ig &#252;ber die eigenen Fu&#223;spitzen – mit entsprechend hohem Risiko eines Sturzes. Weder die Physiotherapie noch eine Spezialschiene halfen dem Patienten, sein Gangbild entscheidend zu verbessern. </strong></p>
<p><strong>Nun aber hat ihm Prof. Dr. Riccardo Giunta vom Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen</strong> eine neue <em>Nervenprothese</em> implantiert. &#0187;Wir hoffen, dass der nur anderthalb Zentimeter gro&#223;e Schrittmacher den Defekt entsch&#228;rfen kann&#0171;, sagt der Chefarzt der Handchirurgie, Plastischen Chirurgie und &#196;sthetischen Chirurgie der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen. Die M&#252;nchner Forscher arbeiten seit l&#228;ngerem an der Schnittstelle Mensch-Maschine, beispielsweise nach Amputationsverletzungen der Hand und des Armes oder nach peripheren Nervenl&#228;hmungen. Das Ziel: HighTech-L&#246;sungen, die verloren gegangene Nervenfunktionen nach schweren Verletzungen wiederherstellen und eine bessere Anbindung von neuen Handprothesen an das Nervensystem erm&#246;glichen.</p>
<p><strong>Rund 250.000 Menschen j&#228;hrlich</strong> erleiden allein in Deutschland einen Schlaganfall. Durch den Sauerstoffmangel – meist verursacht durch ein verschlossenes Blutgef&#228;&#223; – kommt es zu Hirnsch&#228;den, die sich bei den &#220;berlebenden oft durch vollst&#228;ndige oder teilweise L&#228;hmungen in verschiedenen K&#246;rperpartien &#228;u&#223;ern. Bei den Patienten mit Fu&#223;heberschw&#228;che sind – bedingt durch die fehlende Ansteuerung aus dem Gehirn – jene Muskeln in den Beinen teilweise gel&#228;hmt, die das Anheben des Fu&#223;es kontrollieren. Der kontrollierende Nerv in den Beinen, im Fachjargon Nervus peroneus genannt, ist allerdings noch intakt. Er gibt beim Gehen die n&#246;tigen Signale in den Fu&#223;.</p>
<p><strong>Die Idee:</strong> Den Nerv mit elektrischen Signalen stimulieren und damit die nicht mehr vorhandene Steuerung aus dem Gehirn zu ersetzen.</p>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/05/implanat.jpg" rel="lightbox[pics2933]" title="Anordnung des Implantats LMU-Klinikum"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/05/implanat.thumbnail.jpg" alt="Anordnung des Implantats LMU-Klinikum" width="255" height="113" class="attachment wp-att-2943" /></a>
<div class="imagecaption">Anordnung des Implantats LMU-Klinikum</div>
</div>
<p>Prof. Giunta hat mit seinem Team eine von einer europ&#228;ischen Firma eigens f&#252;r diesen Zweck angefertigte Manschetten-Elektrode um den Nervus peroneus implantiert. &#0187;Keine triviale Aufgabe&#0171;, wie der Chirurg sagt, denn der Ort der Implantation muss haargenau gew&#228;hlt sein und der nur anderthalb Zentimeter gro&#223;e Schrittmacher an die individuellen Bedingungen angepasst werden, damit das System funktionieren kann. Der knapp eine Stunde dauernde Eingriff verlief reibungslos.</p>
<blockquote><p><strong>An den Fersen tr&#228;gt Peter Fischer</strong> jetzt einen Drucksensor, der beim Abheben des Fu&#223;es einen Impuls an den in den Oberschenkel eingepflanzten Schrittmacher schickt. Er wiederum aktiviert &#252;ber ein Kabel den Nervus peroneus. Daraufhin kontrahiert der Muskel bei jedem Schritt und hebt den Fu&#223; an. Das Neuroimplantat wird von einem Ger&#228;t mit Energie versorgt, das der Patient am G&#252;rtel tr&#228;gt. &#0187;Wir nutzen die nat&#252;rlichen biologischen M&#246;glichkeiten aus, um das Gangbild zu verbessern&#0171;, erkl&#228;rt Giunta. Bislang gab es weltweit nur wenige solcher Implantationen. Nach den ersten Erfahrungen normalisiert und automatisiert sich der Gang deutlich; die Patienten werden zudem sicherer. Peter F. wird in den kommenden Wochen und Monaten verst&#228;rkt &#252;ben, damit die Forscher die Einstellung des Ger&#228;tes optimieren k&#246;nnen und er seinen Gang so rhythmisch wie m&#246;glich gestalten kann.</p></blockquote>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. med. Riccardo Giunta<br />
Chefarzt Handchirurgie, Plastische Chirurgie und &#196;sthetische Chirurgie, Campus Innenstadt und Gro&#223;hadern<br />
Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen (LMU)<br />
Pettenkoferstr. 8a, 80336 M&#252;nchen<br />
Tel. +49 (0)89/5160-2697, Fax -4401<br />
Email r.giunta@med.uni-muenchen.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hirn&#246;dem nach Schlaganfall &#8211; Neuer Behandlungsansatz</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/03/30/hirnoedem-nach-schlaganfall-neuer-behandlungsansatz/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 16:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Glukocortikoid]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnödem]]></category>
		<category><![CDATA[Proteasom]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Fl&#252;ssigkeitsansammlungen im Gehirn, die nach einem Schlaganfall auftreten, sind bislang nur schwer behandelbar. Forscher der Universit&#228;t W&#252;rzburg haben jetzt eine L&#246;sung f&#252;r das Problem gefunden. Die Fachzeitschrift "Stroke" berichtet &#252;ber ihre Arbeit.</strong>

<strong>Mehr als 250.000 Menschen</strong> in Deutschland erleiden j&#228;hrlich einen Schlaganfall, etwa jeder Dritte stirbt innerhalb des ersten Jahres an den Folgen. Der Schlaganfall ist damit die dritth&#228;ufigste Todesursache in Deutschland. Seine Therapie stellt Mediziner h&#228;ufig noch vor gro&#223;e Probleme: Durch den Verschluss einer Hirnarterie gehen n&#228;mlich nicht nur die minderdurchbluteten Nervenzellen zugrunde. Es kommt im Verlauf auch zu einem Austritt von Fl&#252;ssigkeit aus den Gef&#228;&#223;en in das Gehirn – ein sogenanntes Hirn&#246;dem entsteht.

<strong>Dieses &#214;dem l&#228;sst das Gewebe anschwellen</strong>, der Druck auf die Umgebung w&#228;chst und f&#252;hrt schlie&#223;lich dazu, dass auch eigentlich gesunde Gehirnbereiche zerst&#246;rt werden. Der Grund: Das Gehirn ist in der kn&#246;chernen H&#252;lle des Sch&#228;dels gefangen und kann sich nicht ausdehnen.

<strong>Hirn&#246;dem ist nicht gleich Hirn&#246;dem</strong>

<strong>Kein Wunder, dass Mediziner alles versuchen</strong>, damit sich nach einem Schlaganfall gar nicht  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fl&#252;ssigkeitsansammlungen im Gehirn, die nach einem Schlaganfall auftreten, sind bislang nur schwer behandelbar. Forscher der Universit&#228;t W&#252;rzburg haben jetzt eine L&#246;sung f&#252;r das Problem gefunden. Die Fachzeitschrift &#0187;Stroke&#0171; berichtet &#252;ber ihre Arbeit.</strong></p>
<p><strong>Mehr als 250.000 Menschen</strong> in Deutschland erleiden j&#228;hrlich einen Schlaganfall, etwa jeder Dritte stirbt innerhalb des ersten Jahres an den Folgen. Der Schlaganfall ist damit die dritth&#228;ufigste Todesursache in Deutschland. Seine Therapie stellt Mediziner h&#228;ufig noch vor gro&#223;e Probleme: Durch den Verschluss einer Hirnarterie gehen n&#228;mlich nicht nur die minderdurchbluteten Nervenzellen zugrunde. Es kommt im Verlauf auch zu einem Austritt von Fl&#252;ssigkeit aus den Gef&#228;&#223;en in das Gehirn – ein sogenanntes Hirn&#246;dem entsteht.</p>
<p><strong>Dieses &#214;dem l&#228;sst das Gewebe anschwellen</strong>, der Druck auf die Umgebung w&#228;chst und f&#252;hrt schlie&#223;lich dazu, dass auch eigentlich gesunde Gehirnbereiche zerst&#246;rt werden. Der Grund: Das Gehirn ist in der kn&#246;chernen H&#252;lle des Sch&#228;dels gefangen und kann sich nicht ausdehnen.</p>
<p><strong>Hirn&#246;dem ist nicht gleich Hirn&#246;dem</strong></p>
<p><strong>Kein Wunder, dass Mediziner alles versuchen</strong>, damit sich nach einem Schlaganfall gar nicht erst ein Hirn&#246;dem entwickeln kann – bisher allerdings mit nur geringem Erfolg. „Hirn&#246;deme, die beispielsweise bei Hirntumoren oder einem Multiple-Sklerose-Schub auftreten, lassen sich relativ gut mit Glukocortikoiden, etwa Kortison behandeln“, erkl&#228;rt Professorin Dr. Carola F&#246;rster von der Universit&#228;tsklinik W&#252;rzburg. Merkw&#252;rdigerweise erweisen sich die gleichen Medikamente beim Schlaganfall als unwirksam oder sogar sch&#228;dlich.</p>
<p><strong>Der Arbeitsgruppe um Carola F&#246;rster</strong> ist es nun gelungen, die Ursache f&#252;r diese unterschiedliche Wirksamkeit von Steroiden bei verschiedenen Erkrankungen mit Hirn&#246;dem zu entschl&#252;sseln. Die Fachzeitschrift Stroke, das renommierte Schlaganfall-Journal der Amerikanischen Herzgesellschaft, berichtet in ihrer neuesten Ausgabe &#252;ber diese Arbeit.</p>
<p><strong>F&#246;rster ist Zellbiologin und molekulare Endokrinologin</strong>. Die Professorin leitet die Abteilung f&#252;r Experimentelle An&#228;sthesiologie an der Klinik und Poliklinik f&#252;r An&#228;sthesiologie. Die Blut-Hirn-Schranke, die normalerweise daf&#252;r sorgt, dass das zentrale Nervensystem sehr gut gegen&#252;ber Einfl&#252;ssen von au&#223;en gesch&#252;tzt ist, ist einer ihrer Forschungsschwerpunkte.</p>
<p><strong>Sauerstoffmangel ist der ausl&#246;sende Faktor</strong></p>
<blockquote><p><strong>&#0187;Bei einem Schlaganfall f&#252;hrt der Sauerstoffmangel</strong> in dem betroffenen Gebiet dazu, dass die Hirn-Endothelzellen, also Zellen, die die Gehirngef&#228;&#223;e auskleiden, l&#246;chriger werden und deshalb Fl&#252;ssigkeiten leichter durchlassen&#0171;, erkl&#228;rt F&#246;rster. Eine Reparatur der l&#246;chrigen Barriere mit der Hilfe von Glukocortikoiden sei nach einem Schlaganfall nicht mehr m&#246;glich.</p>
<p>Den Grund daf&#252;r hat F&#246;rster jetzt entdeckt: Der Sauerstoffentzug f&#252;hrt in den Endothelzellen dazu, dass Glukocortikoid-Rezeptoren, die die Wirkung dieser Steroide vermitteln, &#252;berm&#228;&#223;ig stark abgebaut werden. Dadurch verlieren die Zellen die F&#228;higkeit, auf eine Glukocortikoid-Therapie anzusprechen. &#0187;Dieser Effekt scheint spezifisch f&#252;r Gehirngef&#228;&#223;e zu sein&#0171;, so F&#246;rster.</p></blockquote>
<p><strong>Auch den &#0187;Verantwortlichen&#0171; f&#252;r diesen Abbau</strong> konnten F&#246;rster und ihr Team identifizieren. Es handelt sich um ein <em>Proteasom</em>, ein biologisches System, das aus mehreren Enzymen besteht. Diese Beobachtung er&#246;ffnet den Wissenschaftlern neue Wege zu einer effektiven Behandlung: Durch eine fr&#252;hzeitige Blockade des Proteasoms k&#246;nnen sie die Empf&#228;nglichkeit der Endothelzellen f&#252;r Glukocortikoid wiederherstellen. Dadurch kann das Hirn&#246;dem nach einem Schlaganfall ebenfalls durch Mittel wie Kortison reduziert werden.</p>
<p><strong>Erfolg auch im Tierversuch</strong></p>
<p><strong>Der neue Ansatz hat im Tierversuch</strong> bereits seine Effektivit&#228;t unter Beweis gestellt, wie der W&#252;rzburger Neurologe Dr. Christoph Kleinschnitz nachweisen konnte.</p>
<p>&#0187;Das Besondere an unserer Studie ist, dass die Ergebnisse nicht nur in Zellkultur zu beobachten waren, sondern sich auch auf M&#228;use &#252;bertragen lie&#223;en, die einen Schlaganfall erlitten hatten, also im lebenden Organismus von Bedeutung sind&#0171;, erkl&#228;rt Kleinschnitz. Die Untersuchungen k&#246;nnten nun die Grundlage daf&#252;r liefern, um lebensbedrohliche Hirnschwellungen bei Schlaganfallpatienten zuk&#252;nftig besser behandelbar zu machen.</p>
<p><strong>Erfindung angemeldet</strong></p>
<p><strong>Ihre Erfindung hat Carola F&#246;rster bereits angemeldet</strong>. Bis ein Medikament auf dem Markt ist, das beim Menschen zu Einsatz kommt, k&#246;nnen ihrer Sch&#228;tzung nach allerdings noch zehn Jahre vergehen.</p>
<p><strong>Finanziell gef&#246;rdert haben</strong> die Studie die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 688 und die Europ&#228;ische Union &#252;ber den Forschungsverbund &#0187;Neurobid: Neuroscience on Barrieres in Development&#0171;.</p>
<p><em>Glucocorticoid Insensitivity at the Hypoxic Blood–Brain Barrier Can Be Reversed by Inhibition of the Proteasome; Christoph Kleinschnitz, Kinga Blecharz, Timo Kahles, Tobias Schwarz, Peter Kraft, Kerstin G&#246;bel, Sven G. Meuth, Malgorzata Burek, Thomas Thum, Guido Stoll, Carola F&#246;rster, PhD. Stroke. doi: 10.1161/STROKEAHA.110.592238</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Carola F&#246;rster, T: (0931) 201-30012, E-Mail: foerster_c@klinik.uni-wuerzburg.de</p>
<p>PD. Dr. Christoph Kleinschnitz, T (0931) 201-23755, E-Mail: christoph.kleinschnitz@mail.uni-wuerzburg.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Therapiewahl bei Schlaganfall &#8211; L&#228;nge des Blutgerinnsels ist entscheidend</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/03/24/therapiewahl-bei-schlaganfall-laenge-des-blutgerinnsels-ist-entscheidend/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 16:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Dünnschicht-Computertomografie]]></category>
		<category><![CDATA[lyse]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Thrombektomie]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-olav-jansen.jpg" rel="lightbox[pics2790]" title="Prof. Dr. med. Olav Jansen (Foto: DNGR)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-olav-jansen.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med. Olav Jansen" width="255" height="197" class="attachment wp-att-2791" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. med. Olav Jansen (Foto: DNGR)</div></div><strong>Berlin, DGNR – Bei etwa 80 % aller Schlaganf&#228;lle ist der Ausl&#246;ser eine Minderdurchblutung des Gehirns. H&#228;ufig wird diese durch ein Blutgerinnsel verursacht, das ein Hirngef&#228;&#223; verstopft. Mit einer neuen Technik k&#246;nnen Neuroradiologen die L&#228;nge des Gerinnsels messen. Diese ist von entscheidender Bedeutung f&#252;r die Wahl des Therapieverfahrens. Denn neueste Untersuchungen zeigen, dass sich Gerinnsel ab einer bestimmten L&#228;nge nicht mehr medikament&#246;s aufl&#246;sen lassen. In diesen F&#228;llen kann eine Katheterbehandlung helfen. &#220;ber neue Ans&#228;tze in Schlaganfalldiagnostik und -therapie informieren Experten der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neuroradiologie (DGNR) am 31.03.2011 auf einer Pressekonferenz in Berlin.</strong>

<strong>Die Standardbehandlung des Schlaganfalls</strong> ist die sogenannte Thrombolyse, kurz Lyse. Die Patienten erhalten ein Medikament, das das Gerinnsel im Gehirn aufl&#246;st. "Die Lyse ist jedoch nur erlaubt, wenn sich vorher eine Blutung als Ursache des Schlaganfalls ausschlie&#223;en l&#228;sst", erl&#228;utert DGNR-Pr&#228;sident Professor Dr. med. Olav Jansen, Direktor des Instituts f&#252;r Neuroradiologie am Universit&#228;tsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel. Hierf&#252;r m&#252;ssen die &#196;rzte vor der Therapie eine Computer- oder Magnetresonanztomografie durchf&#252;hren. "In Krankenh&#228;usern mit Stroke Units, speziellen Schlaganfall-Stationen, ist diese Untersuchung Standard", so Jansen.

<blockquote><strong>An vielen Kliniken gibt es bereits Ger&#228;te</strong>, mit denen sich eine <em>D&#252;nnschicht-Computertomografie</em> durchf&#252;hren]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-olav-jansen.jpg" rel="lightbox[pics2790]" title="Prof. Dr. med. Olav Jansen (Foto: DNGR)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-olav-jansen.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med. Olav Jansen" width="255" height="197" class="attachment wp-att-2791" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. med. Olav Jansen (Foto: DNGR)</div>
</div>
<p><strong>Berlin, DGNR – Bei etwa 80 % aller Schlaganf&#228;lle ist der Ausl&#246;ser eine Minderdurchblutung des Gehirns. H&#228;ufig wird diese durch ein Blutgerinnsel verursacht, das ein Hirngef&#228;&#223; verstopft. Mit einer neuen Technik k&#246;nnen Neuroradiologen die L&#228;nge des Gerinnsels messen. Diese ist von entscheidender Bedeutung f&#252;r die Wahl des Therapieverfahrens. Denn neueste Untersuchungen zeigen, dass sich Gerinnsel ab einer bestimmten L&#228;nge nicht mehr medikament&#246;s aufl&#246;sen lassen. In diesen F&#228;llen kann eine Katheterbehandlung helfen. &#220;ber neue Ans&#228;tze in Schlaganfalldiagnostik und -therapie informieren Experten der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neuroradiologie (DGNR) am 31.03.2011 auf einer Pressekonferenz in Berlin.</strong></p>
<p><strong>Die Standardbehandlung des Schlaganfalls</strong> ist die sogenannte Thrombolyse, kurz Lyse. Die Patienten erhalten ein Medikament, das das Gerinnsel im Gehirn aufl&#246;st. &#0187;Die Lyse ist jedoch nur erlaubt, wenn sich vorher eine Blutung als Ursache des Schlaganfalls ausschlie&#223;en l&#228;sst&#0171;, erl&#228;utert DGNR-Pr&#228;sident Professor Dr. med. Olav Jansen, Direktor des Instituts f&#252;r Neuroradiologie am Universit&#228;tsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel. Hierf&#252;r m&#252;ssen die &#196;rzte vor der Therapie eine Computer- oder Magnetresonanztomografie durchf&#252;hren. &#0187;In Krankenh&#228;usern mit Stroke Units, speziellen Schlaganfall-Stationen, ist diese Untersuchung Standard&#0171;, so Jansen.</p>
<blockquote><p><strong>An vielen Kliniken gibt es bereits Ger&#228;te</strong>, mit denen sich eine <em>D&#252;nnschicht-Computertomografie</em> durchf&#252;hren l&#228;sst. Diese erm&#246;glicht es den &#196;rzten, das Gehirn in millimeterd&#252;nnen Scheiben darzustellen. Auf den Bildern sind auch die Blutgerinnsel erkennbar. Mit einer in Kiel entwickelten Technik kann dann die L&#228;nge dieser Thromben auf den Millimeter genau ausgemessen werden. Eine wichtige Zusatzinformation, denn die L&#228;nge der Gerinnsel ist von entscheidender Bedeutung f&#252;r den Erfolg der Thrombolyse. &#0187;Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Lyse bei kleinen Gerinnseln mit einer L&#228;nge von weniger als sechs Millimetern gute Ergebnisse erzielen kann. Wenn die Gerinnsel l&#228;nger sind, bleibt sie in der Regel erfolglos&#0171;, erkl&#228;rt Jansen.</p>
<p><strong>Bei gr&#246;&#223;eren Gerinnseln kann jedoch</strong> unter Umst&#228;nden eine Katheterbehandlung helfen. Hierf&#252;r schieben Neuroradiologen einen feinen Katheter &#252;ber die Leistenarterie bis in die Hirnarterie vor. Dann k&#246;nnen sie das Thrombolyse-Medikament direkt vor das Gerinnsel spritzen. Oder sie versuchen gleich, den Thrombus mit Hilfe des Katheters zu entfernen. Diese als Thrombektomie bezeichnete Therapie wird in j&#252;ngster Zeit zunehmend erfolgreich in ausgewiesenen Zentren angewandt. Auch die Platzierung eines Stents wie bei der Behandlung des Herzinfarkts ist m&#246;glich. &#0187;Die Erfolgsrate der Thrombektomie liegt auch bei l&#228;ngeren Gerinnseln mittlerweile bei mehr als 90 Prozent&#0171;, so Jansen.</p></blockquote>
<p><strong>Vor diesem Hintergrund k&#246;nnte</strong> die Zukunft der Schlaganfalltherapie so aussehen: Nach dem Eintreffen des Patienten in der Klinik wird mit der Computertomografie genau festgestellt, wo das Blutgerinnsel liegt und wie lang es ist. Danach entscheiden die &#196;rzte, ob sie eine Lyse oder eine Katheterbehandlung durchf&#252;hren. Wichtig f&#252;r den Erfolg beider Therapien bleibt jedoch, dass die Patienten die Klinik rechtzeitig erreichen. Wenn mehr als sechs Stunden seit Eintreten der Schlaganfallsymptome vergangen sind, ist das Hirngewebe zumeist dauerhaft gesch&#228;digt.</p>
<p><strong>&#220;ber die M&#246;glichkeiten der millimetergenauen Vermessung</strong> von Blutgerinnseln im Hirn und eine darauf abgestimmte Schlaganfalltherapie informiert die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neuroradiologie am 31. M&#228;rz 2011 auf einer Pressekonferenz in Berlin.</p>
<p><strong>Literatur:</strong><br />
<em>Christian H. Riedel, Ulf Jensen, Axel Rohr, Marc Tietke, Karsten Alfke, Stephan Ulmer and Olav Jansen: Assessment of Thrombus in Acute Middle Cerebral Artery Occlusion Using Thin-Slice Nonenhanced Computed Tomography Reconstructions. Stroke 2010;41;1659-1664</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schlaganfallvorbeugung bei Vorhofflimmern</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/02/13/schlaganfallvorbeugung-bei-vorhofflimmern/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 13:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerinnungshemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Studie zeigt: Aspirin spielt in Zukunft keine Rolle mehr</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:257px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.jpg" rel="lightbox[pics2749]" title="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)" width="255" height="251" class="attachment wp-att-2750" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)</div></div><strong>Der Direktor der Essener Uni-Klinik f&#252;r Neurologie Prof. Hans Christoph Diener ver&#246;ffentlichte jetzt als Mitautor online eine Studie im New England Journal of Medicine - der bedeutendsten medizinischen Fachzeitschrift. Die Ergebnisse stellen einen Durchbruch in der modernen Schlaganfallpr&#228;vention dar.</strong>

<strong>In dieser AVERROES-Studie wurden 5.599 Patienten mit Vorhofflimmern</strong> eingeschlossen, die entweder Marcumar nicht einnehmen wollten oder bei denen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Studie zeigt: Aspirin spielt in Zukunft keine Rolle mehr</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.jpg" rel="lightbox[pics2749]" title="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)" width="255" height="251" class="attachment wp-att-2750" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)</div>
</div>
<p><strong>Der Direktor der Essener Uni-Klinik f&#252;r Neurologie Prof. Hans Christoph Diener ver&#246;ffentlichte jetzt als Mitautor online eine Studie im New England Journal of Medicine &#8211; der bedeutendsten medizinischen Fachzeitschrift. Die Ergebnisse stellen einen Durchbruch in der modernen Schlaganfallpr&#228;vention dar.</strong></p>
<p><strong>In dieser AVERROES-Studie wurden 5.599 Patienten mit Vorhofflimmern</strong> eingeschlossen, die entweder Marcumar nicht einnehmen wollten oder bei denen nach Ansicht des behandelnden Arztes Gegenanzeigen gegen Marcumar bestanden. Diese Patienten wurden zur einen H&#228;lfte mit dem neuen Gerinnungshemmer Apixaban 5 mg zweimal t&#228;glich oder mit Aspirin in Tagesdosen zwischen 81 und 344 mg am Tag behandelt. Das Studienziel lag darin, Schlaganf&#228;lle zu verhindern. </p>
<blockquote><p>&#0187;Die Studie wurde vorzeitig abgebrochen, da sich eine <strong>hoch signifikante Verminderung von Schlaganf&#228;llen</strong> in der Patientengruppe ergab, die mit Apixaban behandelt wurde&#0171;, berichtet Prof. Diener. Die relative Risikominderung betrug 55 Prozent, die Zahl von Blutungskomplikationen war f&#252;r beide Behandlungen gleich.</p></blockquote>
<p><strong>Prof. Hans Christoph Diener von der Neurologischen Universit&#228;tsklinik in Essen</strong> war an der Studie ma&#223;geblich beteiligt. Er leitete das Adjudizierungskomitee. Adjudizierung bedeutet, dass in einer verblindeten Studie, in der &#196;rzte und Patienten nicht wissen, welches der beiden Medikamente sie einnehmen, Ereignisse wie Schlaganf&#228;lle, Herzinfarkte oder Todesf&#228;lle von einem unabh&#228;ngigen Komitee aus Experten begutachtet werden und endg&#252;ltige Diagnosen gestellt werden. Die Studie wurde jetzt auch auf der Pressekonferenz der American Heart Association von Prof. Diener vorgestellt.</p>
<blockquote><p><strong>Zum Hintergrund:</strong><br />
Vorhofflimmern ist eine bei &#228;lteren Menschen h&#228;ufig vorkommende Herzrhythmusst&#246;rung, bei der das Herz unregelm&#228;&#223;ig schl&#228;gt. Neben der Tatsache, dass dies subjektiv sehr unangenehm ist, kann es durch den unregelm&#228;&#223;igen Herzschlag zur Bildung von Blutgerinnseln im Herz kommen, die abrei&#223;en und ins Gehirn gelangen und dort Blutgef&#228;&#223;e verstopfen k&#246;nnen. Daraus resultiert dann ein Schlaganfall. Menschen mit Vorhofflimmern haben ein f&#252;nffach h&#246;heres Schlaganfallrisiko als Menschen ohne. Vor mehr als 50 Jahren wurde entdeckt, dass eine weitgehende Ausschaltung des Gerinnungssystems durch so genannte. Vitamin K-Antagonisten &#8211; in Deutschland vorwiegend Marcumar &#8211; das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Vorhofflimmern um etwa 70 bis 80 Prozent senken kann. Allerdings lehnen fast die H&#228;lfte aller Patienten, denen eine orale Antikoagulation mit Vitamin K-Antagonisten empfohlen wird, diese ab oder es bestehen Gegenanzeigen wie beispielsweise Schwierigkeiten, regelm&#228;&#223;ige Kontrollen der Blutgerinnung durchzuf&#252;hren.
</p></blockquote>
<p><strong>In den letzten Jahren wurde eine ganze Reihe von neuen Substanzen</strong> entwickelt, welche ebenfalls zu einer Hemmung der Blutgerinnung f&#252;hren aber die meisten Nachteile, die Vitamin K-Antagonisten haben, nicht aufweisen. Diese Substanzen k&#246;nnen in einer festen Dosis unabh&#228;ngig von Gr&#246;&#223;e, Gewicht, Alter und Geschlecht gegeben werden und f&#252;hren zu einer zuverl&#228;ssigen Hemmung der Blutgerinnung, ohne dass Gerinnungskontrollen im Labor notwendig sind. Eine solche Substanz ist Apixaban.</p>
<p><strong>Apixaban in patients with atrial fibrillation unsuitable for Vitamin K antagonist</strong><br />
<em>Stuart J. Connolly (1), John Eikelboom (1), Campbell Joyner (2), Hans-Christoph Diener (3), Robert Hart (4), Sergey Golitsyn (5), Greg Flaker (6), Alvaro Avezum (7), Stefan Hohnloser (8), Raphael Diaz (9), Mario Talajic (10), Zhu Jun (11), Prem Pias (12), Andrzej Budaj (13), Alexander Parkhomenko (14), Petr Jansky (15), Patrick Commerford (16), RS Tan (17), Kui-Hian Sim (18) Basil Lewis (19), Walter Van Meighem (20) Gregory YH Lip (21) Jae Hyung Kim (22), Fernando Lanas-Zanetti (23), Antonio Gonzalez-Hermosillo (24), Martin O’Donnell (25), John Lawrence (26), Gayle Lewis (1), Rizwan Afzal (1), Salim Yusuf (1), on behalf of the AVERROES Steering Committee and Investigators<br />
1. McMaster University, Hamilton, ON 2. University of Toronto, Toronto ON 3. University Duisburg-Essen, Essen, DEU 4. University of Texas, San Antonio, TX 5. Russian Cardiology Research and Production Center, Moscow, RU 6. University of Missouri, Columbia, MO 7. Instituto Dante Pazzanese de Cardiologia, Sao Paulo, BRA 8. Johann Wolfgang Goethe-Universit&#228;t Frankfurt am Main, Frankfurt, DEU 9. ECLA, Rosario, Santa Fe, AR 10. Montreal Heart Institute, Montreal, QC 11. FuWai Hospital, CAMS &#038; PUMC, Beijing, CHN 12. St. John&#8217;s Research Institute, Bangalore, IND 13. Grochowski Hospital, Warsaw, POL 14. Institute Of Cardiology, Kyiv, UA 15. Mainmed, S.R.O., Prague 5, CZE 16. The Cardiac Clinic, Cape Town, ZA 17. National Heart Center, Singapore, SGP 18. Clinical Research Centre, Sarawak, MYS 19. Lady Davis Carmel Medical Centre, Haifa, ISR 20. Ziekenhuis Oost-Limburg Campus St.-Jan, Genk, BEL 21. City Hospital, Birmingham, UK 22. St. Paul&#8217;s Hospital, Catholic University of Korea, Seoul, KOR 23. Universidad de La Frontera, Temuco, CHL 24. Instituto N de Cardiologia Ignacio Chavez, Mexico, MX 25. HRB Clinical Research Facility, Ireland, UK 26. Bristol-Myers Squibb, Princeton, NJ<br />
</em><br />
<strong>N&#228;here Informationen:</strong><br />
Prof. Dr. Hans-Christoph Diener<br />
Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Essen<br />
Hufelandstr. 55<br />
45147 Essen<br />
Tel/Phone +49 201 723 2460<br />
Mobile phone +49 171 73 888 00 (ab Montag)<br />
Fax +49 201 723 5901<br />
E-mail: hans.diener@uni-duisburg-essen.de (ab sofort)</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Schlaganfall, Vorhofflimmern: Gerinnungshemmer f&#252;r &#196;ltere lebenswichtig.</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/10/28/schlaganfall-vorhofflimmern-gerinnungshemmer-fuer-aeltere-lebenswichtig/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 17:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[INR-Wert]]></category>
		<category><![CDATA[Quick]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Patienten &#252;ber 75 Jahre mit hohem Embolie- und Schlaganfallrisiko erhalten viel zu selten gerinnungshemmende Medikamente</h4>
(<em>Frankfurt am Main, 26. Oktober 2010</em>) <strong>Der Schlaganfall ist die am meisten gef&#252;rchtete und folgenschwerste Komplikation des Vorhofflimmerns. Etwa 1 Million Menschen in Deutschland erkranken j&#228;hrlich an Vorhofflimmern, der h&#228;ufigsten Herzrhythmusst&#246;rung. T&#252;ckisch an ihr ist, dass sie bei der H&#228;lfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auftritt und so unentdeckt bleiben kann. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30 000 Schlaganf&#228;lle. Die H&#228;lfte davon tritt bei Patienten im Alter von &#252;ber 75 Jahren auf. Ihre Behandlung mit einem gerinnungshemmenden Medikament zur Verminderung des Embolie- und Schlaganfallrisikos ist deshalb wichtig.</strong> 

<strong>Die neuen Leitlinien der Europ&#228;ischen Gesellschaft f&#252;r Kardiologie 2010 fordern</strong>, dass alle Patienten &#252;ber 75 Jahre mit Vorhofflimmern ein gerinnungshemmendes Medikament wie Marcumar oder Falithrom zur Verminderung des Embolie- und Schlaganfallrisikos nehmen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Patienten &#252;ber 75 Jahre mit hohem Embolie- und Schlaganfallrisiko erhalten viel zu selten gerinnungshemmende Medikamente</h4>
<p>(<em>Frankfurt am Main, 26. Oktober 2010</em>) <strong>Der Schlaganfall ist die am meisten gef&#252;rchtete und folgenschwerste Komplikation des Vorhofflimmerns. Etwa 1 Million Menschen in Deutschland erkranken j&#228;hrlich an Vorhofflimmern, der h&#228;ufigsten Herzrhythmusst&#246;rung. T&#252;ckisch an ihr ist, dass sie bei der H&#228;lfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auftritt und so unentdeckt bleiben kann. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30 000 Schlaganf&#228;lle. Die H&#228;lfte davon tritt bei Patienten im Alter von &#252;ber 75 Jahren auf. Ihre Behandlung mit einem gerinnungshemmenden Medikament zur Verminderung des Embolie- und Schlaganfallrisikos ist deshalb wichtig.</strong> </p>
<p><strong>Die neuen Leitlinien der Europ&#228;ischen Gesellschaft f&#252;r Kardiologie 2010 fordern</strong>, dass alle Patienten &#252;ber 75 Jahre mit Vorhofflimmern ein gerinnungshemmendes Medikament wie Marcumar oder Falithrom zur Verminderung des Embolie- und Schlaganfallrisikos nehmen sollten. &#0187;Diese Patientengruppe mit dem h&#246;chsten Risiko f&#252;r Embolien und Schlaganf&#228;lle, bei der zudem der gr&#246;&#223;te Nutzen durch die Gerinnungshemmung zu erzielen ist, erh&#228;lt jedoch gegenw&#228;rtig noch selten den Gerinnungshemmer Marcumar&#0171;, sagt Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.</p>
<p><strong>Schlaganfall durch Vorhofflimmern entsteht</strong>, wenn sich durch das Flimmern die Herzvorh&#246;fe nicht mehr regelm&#228;&#223;ig zusammenziehen und sich so Blutgerinnsel bilden, die vom Blutstrom fortgeschwemmt Hirngef&#228;&#223;e verschlie&#223;en. Um solche Gerinnselbildungen zu verhindern, m&#252;ssen die Patienten mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden. Daf&#252;r werden die Arzneimittel Phenprocoumon (Marcumar, Falithrom, Coumadin) oder Acetylsalicyls&#228;ure (ASS) eingesetzt.</p>
<p><strong>Allerdings ist das Risiko f&#252;r Schlaganf&#228;lle unterschiedlich</strong>. Das Risiko f&#252;r Schlaganf&#228;lle und andere Gef&#228;&#223;verschl&#252;sse (Embolien) und die Wahl der gerinnungshemmenden Behandlung h&#228;ngen vom Lebensalter des Patienten und den Begleiterkrankungen ab. Patientinnen und Patienten unter 65 Jahre ohne Herz- oder Gef&#228;&#223;erkrankung brauchen keine gerinnungshemmenden Medikamente, weil ihr Schlaganfallrisiko sehr gering ist. Bei Patienten mit einem mittleren Risiko kann die Entscheidung des Kardiologen – je nach der individuellen Situation und dem Risiko f&#252;r Blutungen – f&#252;r ASS oder Marcumar fallen. &#0187;Dabei ist immer das Risiko f&#252;r einen Schlaganfall gegen das Blutungsrisiko abzuw&#228;gen&#0171;, bemerkt Prof. Meinertz.*</p>
<p><strong>Marcumar-Patienten: Immer den INR-Wert bestimmen lassen!</strong></p>
<p><strong>Patienten, die nicht mit ASS, sondern mit Marcumar behandelt werden</strong>, sind durch Laborkontrolle mit dem weltweit standardisierten INR-Wert, der die St&#228;rke der Gerinnungshemmung angibt, exakt einzustellen. <strong>Nur der INR-Wert – nicht der Quick-Wert!</strong> – erm&#246;glicht eine zuverl&#228;ssige Kontrolle der Gerinnungshemmung, weil der Quick-Wert von Labor zu Labor schwanken kann. Nur ein INR-Wert im &#0187;therapeutischen Zielbereich&#0171; bietet optimalen Schutz vor Gerinnselbildung mit einer m&#246;glichst geringen Blutungsgefahr. </p>
<p><strong>Patienten sollten deshalb darauf bestehen, dass immer ihr INR-Wert angegeben wird.</strong> Sehr bew&#228;hrt hat sich die Selbstbestimmung der Gerinnungshemmung durch den Patienten. Sie erlaubt es jederzeit, den INR-Wert festzustellen und auf Ver&#228;nderungen zu reagieren (z.B. Durchfall, Fieber).</p>
<p><strong>*Zum hohen und mittleren Risiko siehe</strong>: <em>Deutsche Herzstiftung (Hg.), Herzrhythmusst&#246;rungen heute, Frankfurt am Main, Oktober 2010, S. 81 ff.</em></p>
<p><em>32/2010</em></p>
<p><strong>Informationen:</strong></p>
<p>http://www.herzstiftung.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Neue Wege in der Hirnschlagtherapie?</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 14:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Apolipoprotein E]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Transporteiweiß]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>UDE: Forscher entdecken blockierendes Eiwei&#223;</h4>
<strong>Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Die Folgen sind oft verheerend. Schwere L&#228;hmungen, Sprachst&#246;rungen und Sehbehinderungen sind die bekanntesten. Diesen Einschr&#228;nkungen mit Medikamenten beizukommen, ist &#228;u&#223;erst schwierig. Die meisten Wirkstoffe gelangen n&#228;mlich sehr begrenzt in das Gehirn. Einen Durchbruch haben die Neurologen Ayman El Ali und Prof. Dr. Dirk Hermann vom Universit&#228;tsklinikum der Universit&#228;t Duisburg-Essen (UDE) erzielt. Sie entdeckten, warum manche medikament&#246;se Therapien nur schlecht anschlagen. Ihre Ergebnisse werden nun in der renommierten Fachzeitschrift Science Signaling ver&#246;ffentlicht.</strong>
Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein spezielles Eiwei&#223;, das Apolipoprotein E, bestimmte Transporteiwei&#223;e reguliert, die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>UDE: Forscher entdecken blockierendes Eiwei&#223;</h4>
<p><strong>Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Die Folgen sind oft verheerend. Schwere L&#228;hmungen, Sprachst&#246;rungen und Sehbehinderungen sind die bekanntesten. Diesen Einschr&#228;nkungen mit Medikamenten beizukommen, ist &#228;u&#223;erst schwierig. Die meisten Wirkstoffe gelangen n&#228;mlich sehr begrenzt in das Gehirn. Einen Durchbruch haben die Neurologen Ayman El Ali und Prof. Dr. Dirk Hermann vom Universit&#228;tsklinikum der Universit&#228;t Duisburg-Essen (UDE) erzielt. Sie entdeckten, warum manche medikament&#246;se Therapien nur schlecht anschlagen. Ihre Ergebnisse werden nun in der renommierten Fachzeitschrift Science Signaling ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p><strong>Die Wissenschaftler haben festgestellt</strong>, dass ein spezielles Eiwei&#223;, das Apolipoprotein E, bestimmte Transporteiwei&#223;e reguliert, die ihrerseits den Zugang von Fremdstoffen ins Hirngewebe behindern. Diese Eiwei&#223;e zielen darauf ab, das Gehirn vor sch&#228;dlichen Substanzen zu sch&#252;tzen. Doch auch Medikamente kommen nicht daran vorbei. Durch Blockade eines bestimmten Rezeptors, der durch Apolipoprotein E aktiviert wird, lie&#223;e sich diese Sperre ausschalten, wie die beiden nun herausfanden.</p>
<p><strong>Die Arbeit der Essener Neurologen</strong> k&#246;nnte nun weitreichende Konsequenzen f&#252;r die Therapieforschung haben. Auf ihrer Grundlage k&#246;nnte der Zugang von Medikamenten in das Gehirn verbessert werden. So k&#246;nnte man Mittel, die ihm helfen, sich zu erholen, mit gr&#246;&#223;erem Erfolg anwenden. Daraus d&#252;rften sich neue Behandlungen und bessere Heilungschancen f&#252;r Patienten ergeben. &#0187;Bislang verliefen die meisten Therapiestudien mit Medikamenten negativ,&#0171; so Prof. Dr. Hermann. &#0187;Vielleicht kann unsere Forschung daran etwas &#228;ndern.&#0171;</p>
<p><strong>Referenz:</strong><br />
ElAli, A. und Hermann, D.M. (2010) Apolipoprotein E controls ATP-binding cassette transporters in the ischemic brain. Science Signal. 3, Oct 5 (article featured in podcast with Annalisa M. VanHook on Science Signaling homepage).</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong> Prof. Dr. Dirk Hermann, Tel. 0201/723-2180, dirk.hermann@uk-essen.de</p>]]></content:encoded>
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