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Beiträge zum Stichwort ‘ Studie ’

Kleinhirn-Ataxie: Erstmals ein wirksames Medikament gegen Koordinationsstörungen gefunden

30. April 2010 | Von FR | Kategorie: Klinische Forschung

In einer Pilotstudie ist es Neurologen erstmals gelungen, Koordinationsstörungen, die im Kleinhirn entstehen, mit einem Medikament erfolgreich zu behandeln: Bei 13 von 19 Patienten mit Kleinhirn-Ataxien besserten sich Koordinationsstörungen und andere Beschwerden in nur acht Wochen erheblich, nachdem sie mit einem Medikament gegen Amyotrophe Lateralsklerose behandelt worden waren. Dies vermelden Wissenschaftler der römischen Sapienza-Universität in der Fachzeitschrift Neurology.
Sollten sich diese Resultate in größeren Untersuchungen bestätigen, so könnten von dieser Forschung alleine in Deutschland mehrere Tausend Patienten profitieren, kommentiert Professor Thomas Klockgether von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie die Arbeit der italienischen Kollegen. Eine Studie mit einer größeren Patientengruppe in Deutschland sei bereits in Planung.



Macht Schienenlärm krank?

30. April 2010 | Von FR | Kategorie: Gesundheitspolitik

Unter dem Titel »Macht Schienenlärm krank?« hat das Universitätsklinikum Freiburg im Auftrag des Regionalverbands Südlicher Oberrhein (RVSO) eine Studie über die gesundheitlichen Folgen von Schienenlärm verfasst, die heute der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
In der Studie wurden in einer Übersicht 119 empirische Forschungsarbeiten zu dieser Fragestellung zusammengetragen und hinsichtlich sieben verschiedener Auswirkungen auf die Gesundheit ausgewertet: Belästigung, Störung von Aktivitäten, Schlaf, Leistung, physiologische Reaktionen, Auswirkungen auf Herz-Kreislauferkrankungen und Kinder. Zu den eher subjektiven, variablen Belästigungen und Störungen liegen die meisten Studien vor, zu manifesten Erkrankungen in Folge von langfristiger Exposition gegenüber Schienenlärm gibt es bisher keine Studien.

Hinsichtlich der wahrgenommenen Belästigung von Schienenanwohnern zeigt sich ein deutlicher Dosis-Wirkungszusammenhang. Im Vergleich zum Straßenverkehr …



Beweis erbracht: Reiner Sauerstoff hilft gegen Clusterkopfschmerz

31. Januar 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten

Die bislang besten Beweise für den Nutzen von inhaliertem Sauerstoff gegen so genannte Cluster-Kopfschmerzen hat eine Studie mit 76 Erwachsenen erbracht, die vor Kurzem in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht wurde. Die stets als unerträglich heftig erlebten Qualen bei dieser Kopfschmerz-Art konnten bei nahezu vier Fünftel dieser Patienten binnen 15 Minuten adäquat gelindert werden.
»Seit mehr als 40 Jahren wird in allen Lehrbüchern der Neurologie und Schmerztherapie die Inhalation von reinem Sauerstoff bei Clusterattacken empfohlen, auch zeigte die klinische Erfahrung eine gute Wirksamkeit«, erinnerte der Essener Neurologe und Kopfschmerz-Experte Professor Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. »Erstaunlich ist, wie lange es gedauert hat, bis eine wissenschaftlich sauber durchgeführte Studie die Wirksamkeit dieses Ansatzes bewiesen hat.»

Clusterkopfschmerzen zählen zu den vier wichtigsten der 176 verschiedenen Kopfschmerzarten. Sie sind zwar vergleichsweise selten – schätzungsweise jeder …



Internationale Hepatitis D-Studie nach nur drei Monaten zugelassen

26. September 2009 | Von FR | Kategorie: Woanders gelesen

Weltweit größte Hepatitis D-Studie gestartet – Erste europäische Studie nach dem neuen, vereinfachten VHP-Zulassungsverfahren
Für eine bessere Therapie der Hepatitis D, der schwerwiegendsten aller viralen Lebererkrankungen, haben das Kompetenznetz Hepatitis (Hep-Net), ein Projekt der Deutschen Leberstiftung, und das Hannover Clinical Trial Center (HCTC), eine Ausgründung der Medizinschen Hochschule Hannover (MHH), jetzt eine neue internationale Studie gestartet. Die HIDIT II-Studie ist die weltweit größte randomisierte Studie zu Hepatitis D und zugleich die erste Studie in Europa, die nach der neuen EU-weiten »freiwilligen Harmonisierungsprozedur« (Voluntary Harmonisation Procedure, VHP) für klinische Prüfungen zugelassen wurde. An der von PD Dr. Heiner Wedemeyer und Professor Dr. Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung und Direktor der MHH-Klinik für Gastronenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, initiierten Studie nehmen Hepatologie-Zentren aus Deutschland, Rumänien, Griechenland und später auch aus der Türkei mit insgesamt 120 Patienten teil.

Die »freiwillige Harmonisierungsprozedur« (VHP) für klinische Prüfungen ist ein neues Verfahren innerhalb der EU, das die Zulassung europaweiter medizinische Studien stark vereinfacht und beschleunigt. Die von den 25 nationalen Medizinbehörden der EU eingesetzte »Clinical Trial Facilitation Group« ermöglicht jetzt mit der VHP eine gemeinsame koordinierte wissenschaftliche Bewertung einer eingereichten Studie. Bislang hatte jede angefragte nationale Genehmigungsbehörde einzeln die Bewertung vorgenommen, was für den Antragsteller einen erheblichen bürokratischen und zeitlichen Aufwand bedeutete. Aufgrund des neuen Prüfverfahrens wurde die HIDIT II-Studie in den beteiligten Ländern in nur drei Monaten bewilligt. Das Paul-Ehrlich Institut in Langen koordiniert…