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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Studie</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Depression: Stimmung und K&#246;rper</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/01/22/depression-stimmung-und-koerper/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 14:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[depression]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Studie &#252;ber Ursachen und Auswirkungen</h4>
<strong>Das Zusammenspiel von Stimmung und K&#246;rper bei Depressionen untersuchen Forscher der Klinischen Psychologie der Ruhr-Universit&#228;t Bochum und der Universit&#228;t Hildesheim. F&#252;r die Studie sucht das Team um Dr. Dirk Adolph und Prof. Dr. Johannes Michalak nach passenden Probanden: Personen mit Depressionen, die derzeit keine Antidepressiva nehmen und gesunde Personen, die noch nie eine psychische St&#246;rung hatten. Geschlecht und Alter spielen keine Rolle.</strong>

<strong>Depression:</strong> Stimmung und K&#246;rper
RUB-Studie &#252;ber Ursachen und Auswirkungen
Weitere Grundlagenforschung &#252;ber eine Volkskrankheit

<strong>Das Zusammenspiel von Stimmung</strong> und K&#246;rper bei Depressionen untersuchen Forscher]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Studie &#252;ber Ursachen und Auswirkungen</h4>
<p><strong>Das Zusammenspiel von Stimmung und K&#246;rper bei Depressionen untersuchen Forscher der Klinischen Psychologie der Ruhr-Universit&#228;t Bochum und der Universit&#228;t Hildesheim. F&#252;r die Studie sucht das Team um Dr. Dirk Adolph und Prof. Dr. Johannes Michalak nach passenden Probanden: Personen mit Depressionen, die derzeit keine Antidepressiva nehmen und gesunde Personen, die noch nie eine psychische St&#246;rung hatten. Geschlecht und Alter spielen keine Rolle.</strong></p>
<p><strong>Depression:</strong> Stimmung und K&#246;rper<br />
RUB-Studie &#252;ber Ursachen und Auswirkungen<br />
Weitere Grundlagenforschung &#252;ber eine Volkskrankheit</p>
<p><strong>Das Zusammenspiel von Stimmung</strong> und K&#246;rper bei Depressionen untersuchen Forscher der Klinischen Psychologie der Ruhr-Universit&#228;t Bochum und der Universit&#228;t Hildesheim. F&#252;r die Studie sucht das Team um Dr. Dirk Adolph und Prof. Dr. Johannes Michalak nach passenden Probanden: Personen mit Depressionen, die derzeit keine Antidepressiva nehmen und gesunde Personen, die noch nie eine psychische St&#246;rung hatten. Geschlecht und Alter spielen keine Rolle. Interessierte k&#246;nnen sich per E-Mail (Sebastian.Plaetz@rub.de) oder telefonisch zwischen 14 und 16 Uhr (Di, Mi &#038; Do) unter der Nummer 0234/32-27939 melden. Das Projekt endet im Juli.</p>
<p><strong>Antriebslosigkeit, Ersch&#246;pfung &#038; M&#252;digkeit</strong></p>
<p><strong>Depressionen haben sich</strong> zu einer Volkskrankheit entwickelt: Fast jede f&#252;nfte Frau und jeder zehnte Mann in Deutschland leidet darunter. Die Hauptsymptome sind eine niedergeschlagene Stimmung, Schuld- und Schamgef&#252;hle. Es gibt aber auch k&#246;rperliche Anzeichen wie Antriebslosigkeit, Ersch&#246;pfung, M&#252;digkeit oder Unruhe. Die Forschung hat in den vergangenen Jahren gro&#223;e Fortschritte gemacht, trotzdem ben&#246;tigen die Wissenschaftler weitere grundlegende Kenntnisse &#252;ber die Ursachen und Auswirkungen der Erkrankung. </p>
<p><strong>Basis f&#252;r neue Therapieverfahren</strong></p>
<p><strong>Besonders der Zusammenhang</strong> von psychischem Wohlbefinden und k&#246;rperlichen Reaktionen im Alltag ist noch unzureichend gekl&#228;rt. „Die alltagsnahe Erfassung ist in besonderem Ma&#223;e geeignet, Wirkzusammenh&#228;nge aufzuzeigen, und somit zu einem tieferen Verst&#228;ndnis der am St&#246;rungsgeschehen beteiligten Faktoren beizutragen“, sagt Dr. Adolph. Um diese Informationen zu gewinnen hat das Team um Dr. Adolph in Kooperation mit der Abteilung f&#252;r Klinischen Psychologie der Universit&#228;t Hildesheim eine Studie konzipiert, auf deren Basis die Psychologen bestehende Therapieverfahren weiterentwickeln wollen. </p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong><br />
Dr. Dirk Adolph, Fakult&#228;t f&#252;r Psychologie der Ruhr-Universit&#228;t Bochum, 44780 Bochum, 0234/32-23177, dirk.adolph@ruhr-uni-bochum.de</p>
<p><strong>Angeklickt</strong><br />
Arbeitseinheit Klinische Psychologie &#038; Psychotherapie der Ruhr-Universit&#228;t Bochum</p>
<p>http://www.kli.psy.ruhr-uni-bochum.de/aevoll.htm</p>
<p>Arbeitsgruppe Klinische Psychologie der Stiftung Universit&#228;t Hildesheim</p>
<p>http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=1004</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>PSA-Rezidiv-Studienteilnahme m&#246;glich</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/12/08/psa-rezidiv-studienteilnahme-moeglich/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/12/08/psa-rezidiv-studienteilnahme-moeglich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 05:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angebote]]></category>
		<category><![CDATA[Prostatakrebs]]></category>
		<category><![CDATA[PSA-Rezidiv]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Zitruspektin]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Komplement&#228;re Tumortherapie - Modifiziertes Zitruspektin bei PSA-Rezidiv</h4>
<strong>F&#252;r M&#228;nner mit Prostatakrebs, deren PSA-Wert trotz kurativer Operation und Strahlentherapie weiter ansteigt, gibt es bislang nur wenige Therapieoptionen. Im Rahmen einer klinischen Studie pr&#252;fen Wissenschaftler der Klinik f&#252;r Tumorbiologie Freiburg derzeit, ob sich f&#252;r diese Patienten durch die komplement&#228;re Behandlung mit modifiziertem Zitruspektin (MCP) eine Verbesserung der Situation erreichen l&#228;sst. Ziel ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu verz&#246;gern, Metastasen zu verhindern und die &#220;berlebenszeit zu verl&#228;ngern.</strong>

<strong>Sowohl tierexperimentelle</strong> als auch erste klinische Daten legten nahe, dass durch MCP der Zeitraum, in dem sich der PSA-Wert verdoppelt, signifikant verl&#228;ngert werden kann. Zitruspektine bestehen aus komplexen Polysacchariden (Zuckerverbindungen), die aus dem Fruchtfleisch und der Schale ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Komplement&#228;re Tumortherapie &#8211; Modifiziertes Zitruspektin bei PSA-Rezidiv</h4>
<p><strong>F&#252;r M&#228;nner mit Prostatakrebs, deren PSA-Wert trotz kurativer Operation und Strahlentherapie weiter ansteigt, gibt es bislang nur wenige Therapieoptionen. Im Rahmen einer klinischen Studie pr&#252;fen Wissenschaftler der Klinik f&#252;r Tumorbiologie Freiburg derzeit, ob sich f&#252;r diese Patienten durch die komplement&#228;re Behandlung mit modifiziertem Zitruspektin (MCP) eine Verbesserung der Situation erreichen l&#228;sst. Ziel ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu verz&#246;gern, Metastasen zu verhindern und die &#220;berlebenszeit zu verl&#228;ngern.</strong></p>
<p><strong>Sowohl tierexperimentelle</strong> als auch erste klinische Daten legten nahe, dass durch MCP der Zeitraum, in dem sich der PSA-Wert verdoppelt, signifikant verl&#228;ngert werden kann. Zitruspektine bestehen aus komplexen Polysacchariden (Zuckerverbindungen), die aus dem Fruchtfleisch und der Schale von Zitrusfr&#252;chten gewonnen werden. Sie enthaltenen reichlich Galactoside, die bevorzugt an bestimmte Eiwei&#223;stoffe von Tumorzellen binden. Um besser vom K&#246;rper resorbiert werden zu k&#246;nnen, wird Zitruspektin modifiziert. Dass es sich um eine vielversprechende Substanz handelt, zeigten bereits Versuche mit Tumorzellen im Labor. Modifiziertes Zitruspektin ist in der Lage, das Wachstum von Prostatakrebszellen zu hemmen, indem es die Gef&#228;&#223;neubildung des Tumors behindert. Au&#223;erdem kann MCP den programmierten Zelltod (Apoptose) ausl&#246;sen und so die Krebszelle zum Absterben zwingen. </p>
<p><strong>An der Studie teilnehmen k&#246;nnen Patienten mit einem biochemischen PSA-Rezidiv, das hei&#223;t Patienten, deren PSA-Wert auch nach Lokaltherapie weiter ansteigt. </strong></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Dr. med. Marc Azémar, E-mail: azemar@tumorbio.uni-freiburg<br />
Tel.0761 206 1841<br />
<strong><br />
Informationsdienst</strong><br />
Tel. 0761 206 1220<br />
pdir@tumorbio.uni-freiburg</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Studie: Kann Defibrillatortest bei der OP k&#252;nftig entfallen?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/03/12/neue-studie-kann-defibrillatortest-bei-der-op-kuenftig-entfallen/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 14:34:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Defibrillator]]></category>
		<category><![CDATA[plötzlichen Herztod]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Rostocker initiieren Studie zur Behandlung des pl&#246;tzlichen Herztods</h4>
<strong>In Rostock startet eine internationale Studie zur Behandlung des pl&#246;tzlichen Herztods.</strong> Unter dem Namen NORDIC ICD geht es um die Revolutionierung eines Verfahrens, bei dem so genannte Defibrillatoren (Schockgeber) implantiert werden. Diese Ger&#228;te kommen bei Herzstillstand oder akutem Kammerflimmern zum Einsatz. Bei dem Verfahren handelt es sich um einen Standardeingriff, der allerdings noch immer Gefahren birgt. An der Studie werden auch 100 Patientinnen und Patienten aus Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Rostocker initiieren Studie zur Behandlung des pl&#246;tzlichen Herztods</h4>
<p><strong>In Rostock startet eine internationale Studie zur Behandlung des pl&#246;tzlichen Herztods.</strong> Unter dem Namen NORDIC ICD geht es um die Revolutionierung eines Verfahrens, bei dem so genannte Defibrillatoren (Schockgeber) implantiert werden. Diese Ger&#228;te kommen bei Herzstillstand oder akutem Kammerflimmern zum Einsatz. Bei dem Verfahren handelt es sich um einen Standardeingriff, der allerdings noch immer Gefahren birgt. An der Studie werden auch 100 Patientinnen und Patienten aus Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen.</p>
<p><strong>&#0187;Das bislang angewandte Verfahren verlangt einen Test des frisch eingesetzten Defibrillators&#0171;, erkl&#228;rt Professor Dr. Dietmar B&#228;nsch, der am Universit&#228;tsklinikum Rostock den Bereich Elektrophysiologie leitet und die NORDIC ICD-Studie entwickelt hat. Bei diesem Test wird das Herz des Patienten k&#252;nstlich in Kammerflimmern versetzt, was der frisch eingesetzte Defibrillator erkennt und durch einen Schock beendet. &#0187;Das Risiko ist gering, aber in seltenen F&#228;llen kann dieser Test einen Schlaganfall hervorrufen und sogar t&#246;dlich enden&#0171;, sagt Professor Dr. B&#228;nsch.</p>
<p>&#0187;Die Technik hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, der Test des Defibrillators ist schonender geworden als noch vor 15 Jahren, aber bis heute wird das Ger&#228;t zwingend beim Einsetzen ausprobiert&#0171;, so Professor B&#228;nsch weiter. Um jedes Restrisiko f&#252;r den Patienten k&#252;nftig ausschlie&#223;en zu k&#246;nnen, entwickelte der Rostocker ein Verfahren, das ohne diesen Test auskommt. &#0187;Ziel der Studie ist es nachzuweisen, dass die Behandlung auch auf diese Weise durchgef&#252;hrt werden kann.&#0171; Daf&#252;r sollen fast 600 Patientinnen und Patienten in die Studie einbezogen werden. Federf&#252;hrend ist dabei das Universit&#228;tsklinikum Rostock.</strong><br />
Weitere Krankenh&#228;user aus ganz Deutschland sowie aus D&#228;nemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Lettland und Tschechien sind beteiligt.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Professor Dr. med. Dietmar B&#228;nsch<br />
Tel. 0381 494-7797<br />
e-mail: dietmar.baensch@uni-rostock.de</p>
<p>Professor Dr. med. Peter Schuff-Werner<br />
&#196;rztlicher Direktor<br />
Tel. 0381 494-5011<br />
e-mail: Peter.schuff-werner@uni-rostock.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Studie: Versorgung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhaft</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/09/21/neue-studie-versorgung-von-alzheimer-patienten-in-deutschland-mangelhaft/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/09/21/neue-studie-versorgung-von-alzheimer-patienten-in-deutschland-mangelhaft/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 14:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Patienten]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.jpg" rel="lightbox[pics2475]" title="Alzheimerpatientin (Photo: DGN)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.thumbnail.jpg" alt="Alzheimerpatientin" width="255" height="170" class="attachment wp-att-2476" /></a><div class="imagecaption">Alzheimerpatientin (Photo: DGN)</div></div><strong>Dienstag, der 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag. Gleichzeitig beginnt die Neurowoche 2010 in Mannheim, der gr&#246;&#223;te neuromedizinische Kongress Europas.</strong>
<strong>Eine neue Studie</strong> gibt der Betreuung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhafte Noten: Nur etwa zehn Prozent von ihnen werden mit modernen Untersuchungsverfahren (z.B. neuropsychologische Tests, Bildgebung) untersucht, weniger als die H&#228;lfte erh&#228;lt die zur Verf&#252;gung stehenden Medikamente. Die Behandlungskosten sind dennoch hoch: Sie beliefen sich pro Patient und Jahr auf rund 18 500 Euro, davon wurden etwa 8800 Euro durch die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen verursacht. Insgesamt wurden rund 400 Alzheimer-Patienten untersucht, teilte heute die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie mit. In Deutschland sind rund eine halbe Million Menschen von der Erkrankung betroffen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.jpg" rel="lightbox[pics2475]" title="Alzheimerpatientin (Photo: DGN)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.thumbnail.jpg" alt="Alzheimerpatientin" width="255" height="170" class="attachment wp-att-2476" /></a>
<div class="imagecaption">Alzheimerpatientin (Photo: DGN)</div>
</div>
<p><strong>Dienstag, der 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag. Gleichzeitig beginnt die Neurowoche 2010 in Mannheim, der gr&#246;&#223;te neuromedizinische Kongress Europas.</strong><br />
<strong>Eine neue Studie</strong> gibt der Betreuung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhafte Noten: Nur etwa zehn Prozent von ihnen werden mit modernen Untersuchungsverfahren (z.B. neuropsychologische Tests, Bildgebung) untersucht, weniger als die H&#228;lfte erh&#228;lt die zur Verf&#252;gung stehenden Medikamente. Die Behandlungskosten sind dennoch hoch: Sie beliefen sich pro Patient und Jahr auf rund 18 500 Euro, davon wurden etwa 8800 Euro durch die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen verursacht. Insgesamt wurden rund 400 Alzheimer-Patienten untersucht, teilte heute die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie mit. In Deutschland sind rund eine halbe Million Menschen von der Erkrankung betroffen.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Unsere Studie zeigt eindeutig</strong>, dass die modernen Standards der Diagnose und Behandlung, wie sie in den Behandlungsstandards, den Leitlinien, beschrieben sind, nur unzureichend im Betreuungsalltag umgesetzt werden&#0171;, sagt Studienleiter Professor Richard Dodel, Neurologe am Universit&#228;tsklinikum Marburg. Nie zuvor wurde die Qualit&#228;t der Versorgung von Patienten auf verschiedenen Versorgungsebenen wie Kliniken, Pflegeheime, haus&#228;rztlicher oder fach&#228;rztlicher Betreuung so eingehend untersucht. Professor Dodel stellt die Ergebnisse erstmals in einem Fachvortrag auf der Neurowoche 2010 in Mannheim vor. Diese Tagung, die vom Heidelberger Neurologen Professor Werner Hacke organisiert wird, findet nur alle f&#252;nf Jahre statt und ist mit mehr als 6000 Spezialisten f&#252;r Gehirn und Nerven der gr&#246;&#223;te klinisch-neurowissenschaftliche Kongress Europas.
<div class="imageframe alignright" style="width:263px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/prof-dodel.jpg" rel="lightbox[pics2475]" title="Prof. Richard Dodel (Photo Uni Marburg/Wort&amp;Bild "><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/prof-dodel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Richard Dodel " width="255" height="168" class="attachment wp-att-2477" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Richard Dodel (Photo Uni Marburg/Wort&amp;Bild </div>
</div>
<p><strong>&#0187;Alzheimer-Patienten werden noch immer diskriminiert, weil ihnen die Lobby fehlt&#0171;</strong>, erl&#228;utert Professor G&#252;nther Deuschl, Direktor der Universit&#228;tsneurologie in Kiel und federf&#252;hrender Neurologe der so genannten „S3-Leitlinie Demenz“, die im vergangenen Herbst von insgesamt 28 Fachorganisationen gemeinsam ver&#246;ffentlicht wurde. &#0187;Ohne den politischen Willen werden diese Standards nicht den Weg in die Versorgung finden&#0171;, so G&#252;nther Deuschl, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie. So gebe es derzeit zum Beispiel Streit um ein wirksames Medikament, das aus Kostengr&#252;nden aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen fallen soll.</p></blockquote>
<p>Lichtblicke seien allerdings das im Jahr 2009 gegr&#252;ndete Deutsche Zentrum f&#252;r Neurodegenerative Erkrankungen mit Hauptsitz in Bonn und 5 Satellitenstandorten. Hoffnung setzen Wissenschaftler auch in die Entwicklung einer Impfung gegen die Alzheimer-Demenz, allerdings werde es noch einige Jahre dauern, bis diese Immunisierung zur Verf&#252;gung steht.</p>
<p>Seit 1994 finden am 21. September unter dem Dach der Alzheimer’s Disease International in aller Welt vielf&#228;ltige Aktivit&#228;ten statt, um die &#214;ffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angeh&#246;rigen aufmerksam zu machen.</p>
<p>Fachlicher Kontakt f&#252;r R&#252;ckfragen<br />
Prof. Dr. med. Richard Dodel<br />
Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Marburg<br />
Tel.: 06421 &#8211; 586 6251<br />
dodel@med.uni-marburg.de</p>
<p>Prof. Dr. med. G&#252;nther Deuschl<br />
Direktor der Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Schleswig-Holstein<br />
Neurozentrum Kiel<br />
Tel.: 0431 / 597 &#8211; 8550<br />
g.deuschl@neurologie.uni-kiel.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kleinhirn-Ataxie: Erstmals ein wirksames Medikament gegen Koordinationsst&#246;rungen gefunden</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/04/30/kleinhirn-ataxie-erstmals-ein-wirksames-medikament-gegen-koordinationsstoerungen-gefunden/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/04/30/kleinhirn-ataxie-erstmals-ein-wirksames-medikament-gegen-koordinationsstoerungen-gefunden/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 05:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Amyotrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Ataxie]]></category>
		<category><![CDATA[Lateralsklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Pilot]]></category>
		<category><![CDATA[Riluzol]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>In einer Pilotstudie ist es Neurologen erstmals gelungen, Koordinationsst&#246;rungen, die im Kleinhirn entstehen, mit einem Medikament erfolgreich zu behandeln: Bei 13 von 19 Patienten mit Kleinhirn-Ataxien besserten sich Koordinationsst&#246;rungen und andere Beschwerden in nur acht Wochen erheblich, nachdem sie mit einem Medikament gegen Amyotrophe Lateralsklerose behandelt worden waren. Dies vermelden Wissenschaftler der r&#246;mischen Sapienza-Universit&#228;t in der Fachzeitschrift Neurology.
Sollten sich diese Resultate in gr&#246;&#223;eren Untersuchungen best&#228;tigen, so k&#246;nnten von dieser Forschung alleine in Deutschland mehrere Tausend Patienten profitieren, kommentiert Professor Thomas Klockgether von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie die Arbeit der italienischen Kollegen. Eine Studie mit einer gr&#246;&#223;eren Patientengruppe in Deutschland sei bereits in Planung.</strong>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In einer Pilotstudie ist es Neurologen erstmals gelungen, Koordinationsst&#246;rungen, die im Kleinhirn entstehen, mit einem Medikament erfolgreich zu behandeln: Bei 13 von 19 Patienten mit Kleinhirn-Ataxien besserten sich Koordinationsst&#246;rungen und andere Beschwerden in nur acht Wochen erheblich, nachdem sie mit einem Medikament gegen Amyotrophe Lateralsklerose behandelt worden waren. Dies vermelden Wissenschaftler der r&#246;mischen Sapienza-Universit&#228;t in der Fachzeitschrift Neurology.<br />
Sollten sich diese Resultate in gr&#246;&#223;eren Untersuchungen best&#228;tigen, so k&#246;nnten von dieser Forschung alleine in Deutschland mehrere Tausend Patienten profitieren, kommentiert Professor Thomas Klockgether von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie die Arbeit der italienischen Kollegen. Eine Studie mit einer gr&#246;&#223;eren Patientengruppe in Deutschland sei bereits in Planung.</strong></p>
<p><strong>St&#246;rungen der Bewegungskoordination (Ataxien)</strong>, die auf Sch&#228;den am Kleinhirn (Cerebellum) zur&#252;ck gehen, treffen h&#228;ufig Kinder und junge Erwachsene und sind – neben dem Leid der Betroffenen und der Angeh&#246;rigen – auch mit erheblichen Kosten verbunden. Einige Patienten k&#246;nnen mit regelm&#228;&#223;iger Krankengymnastik und logop&#228;dischen &#220;bungen lernen, besser mit ihren Problemen umzugehen. Versuche, den Krankheitsprozess durch Medikamente zu verlangsamen, waren bislang aber nicht erfolgreich, schreiben Giovanni Ristori, Marco Salvetti und deren Kollegen vom Zentrum f&#252;r Neurologie und Experimentelle Therapien in der Fachzeitschrift Neurology.</p>
<p><strong>Nach Pilotstudie in Italien soll nun gr&#246;&#223;ere Studie in Deutschland folgen</strong><br />
Mit dem Wirkstoff <em>Riluzol</em> habe man deshalb versucht, &#252;beraktive Nervenzellen zu regulieren, die laut neuerer Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung bei vielen Formen der Kleinhirn-Ataxie eine Rolle spielen k&#246;nnten. Riluzol ist bisher ausschlie&#223;lich bei Patienten mit <em>Amyotropher Lateralsklerose</em> zugelassen, einer Erkrankung mit Muskelschwund und L&#228;hmungen.</p>
<blockquote><p> &#0187;Die Ergebnisse dieser Pilotstudie sind &#252;beraus beeindruckend. Fast alle Patienten haben von Riluzol profitiert und bei 13 von 19 Patienten besserten sich die Beschwerden erheblich. Bemerkenswert ist auch, dass diese bedeutsamen Verbesserungen in nur acht Wochen erzielt wurden und dass es zu keinen nennenswerten Nebenwirkungen kam&#0171;, so DGN-Experte Professor Thomas Klockgether, Direktor der Klinik und Poliklinik f&#252;r Neurologie am Universit&#228;tsklinikum Bonn und einer der f&#252;hrenden Experten auf dem Gebiet der Kleinhirnerkrankungen. Gleichzeitig seien die kurze Studiendauer und die unausgewogene Zusammensetzung der beiden Vergleichsgruppen jedoch Faktoren, die die Aussagekraft der italienischen Untersuchung einschr&#228;nken, so Klockgether. Nach diesen ersten hoffnungsvollen Ergebnissen seien daher &#220;berlegungen f&#252;r eine m&#246;glichst gro&#223;e Studie auch in Deutschland – m&#246;glicherweise gef&#246;rdert vom Bundesforschungsministerium und der Deutschen Forschungsgesellschaft – im Gange.</p></blockquote>
<p><strong>Bei der gerade ver&#246;ffentlichten italienischen Studie</strong> waren am S. Andrea Hospital der Medizinischen Fakult&#228;t II der Sapienza-Universit&#228;t Rom insgesamt 38 Patienten im Alter zwischen 20 und 78 Jahren im Losverfahren auf zwei Gruppen verteilt worden. Die eine Gruppe hatte acht Wochen lang zwei Mal t&#228;glich Tabletten mit 50 Milligramm Riluzol erhalten, die andere Gruppe ein Scheinmedikament. Gemessen wurde der Nutzen der Behandlung anhand der 100 Punkte umfassenden Skala ICARS (International Cooperative Ataxia Rating Scale). Hier verbesserten sich im Vergleich zum Ausgangswert bereits nach vier Wochen 9 von 19 Patienten um f&#252;nf oder mehr Punkte gegen&#252;ber lediglich einem Patienten unter Placebo. Nach acht Wochen hatten sich sogar 13 Patienten unter Riluzol um mindestens f&#252;nf Punkte verbessert, aber weiterhin nur einer, der ein Scheinmedikament erhalten hatte. Im Durchschnitt hatten die Riluzol-Empf&#228;nger zum Studienende sieben Punkte hinzugewonnen – ein statistisch signifikanter Unterschied zu den 0,16 Punkten, um die sich die Placeboempf&#228;nger verschlechtert hatten. Dies sei ein &#0187;<em>substanzieller klinischer Effekt innerhalb eines derart kurzen Zeitfensters</em>&#0171;, kommentierten Salvetti und Kollegen.</p>
<p><strong>Haltung, Bewegung und Sprachverm&#246;gen verbessert</strong><br />
<strong>Verschiedene Unterskalen der ICARS</strong> erlaubten es den Wissenschaftlern, Ver&#228;nderungen bez&#252;glich verschiedener Beschwerden getrennt zu erfassen. Sowohl f&#252;r die K&#246;rperhaltung als auch f&#252;r die Bewegungskoordination wie auch f&#252;r das Sprechverm&#246;gen konnten sie dabei hochsignifikante Verbesserungen unter Riluzol belegen – einzig bei den Augenbewegungen ergab sich kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen. &#0187;<em>Bisher konnte den meisten Ataxie-Patienten nur mit Krankengymnastik und logop&#228;dischen &#220;bungen geholfen werden</em>&#0171;, sagt Professor Hans-Christoph Diener (Essen) von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie: &#0187;<em>Nun sieht es so aus, als ob wir endlich auch ein wirksames Medikament f&#252;r die Mehrzahl aller F&#228;lle anbieten k&#246;nnen.</em>&#0187;</p>
<p><strong>Lediglich vier Meldungen &#252;ber milde Nebenwirkungen wurden erfasst:</strong> Zwei Verum-Empf&#228;nger zeigten erh&#246;hte Leberwerte (Alanin-Aminotransferase >1,5 &#252;ber Normallimit), und in beiden Gruppen litt jeweils ein Patient vor&#252;bergehend unter Schwindel. Insgesamt k&#246;nnten diese Ergebnisse den Langzeitgebrauch von Riluzol bei Patienten mit chronischen Kleinhirn-Ataxien rechtfertigen, meinen die italienischen Wissenschaftler. Weitere Studien mit l&#228;ngerer Beobachtungsdauer und gr&#246;&#223;eren Patientendaten zur Best&#228;tigung der Ergebnisse seien zwar notwendig. Dann aber k&#246;nne Riluzol wom&#246;glich als symptomatische Therapie der ersten Wahl betrachtet werden, und zwar bereits noch w&#228;hrend die oftmals aufw&#228;ndige und zeitraubende Diagnose der genauen Ataxie-Form noch im Gange ist – oder sogar als zus&#228;tzliche Therapie bei heilbaren Formen der Kleinhirn-Ataxie.</p>
<blockquote><p><strong>Hintergrundinformationen &#252;ber Ataxien</strong><br />
Als Ataxien werden Krankheiten des Kleinhirns und seiner Verbindungen bezeichnet, deren gemeinsames Merkmal fortschreitende oder wiederkehrende St&#246;rungen der Bewegungskoordination sind. Der Verlust von Nervenzellen f&#252;hrt dabei zu einem fehlerhaften Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen und oft zu St&#246;rungen des Gleichgewichts, der K&#246;rperhaltung und des Lagesinns. Das Greifen von Gegenst&#228;nden wird ebenso erschwert wie das Gehen und das Sprechen. Abh&#228;ngig vom Typ der Ataxie k&#246;nnen Schw&#228;che und Muskelschwund hinzukommen und in der Folge Deformationen des Skelettes, St&#246;rungen des Seh- und H&#246;rverm&#246;gens oder vielf&#228;ltige andere Beeintr&#228;chtigungen.<br />
Da es sehr viele unterschiedliche Arten von Ataxien gibt, die zudem oftmals nur schwierig zu diagnostizieren sind, varieren auch die Sch&#228;tzungen zu der Zahl der Patienten in Deutschland zwischen etwa 4000 bis zu 15 000. Zu den erblichen Ataxien z&#228;hlen die Friedreich-Krankheit, die Ataxie-Telangiektasie, und die Gruppe der spinozerebell&#228;ren Ataxien (SCA) mit mehr als 25 genetischen Subtypen. Au&#223;erdem gibt es nicht genetisch bedingte Ataxien wie die Multisystematrophie (MSA), Ataxien als Folge von Alkoholmissbrauch oder Tumorerkrankungen des Kleinhirn, die Gluten-Ataxie als Folge eines Zusammenspiels des Getreideinhaltsstoffes Gluten mit bestimmten erblichen Merkmalen sowie die so genannten sporadischen Ataxien unbekannter Ursache im Erwachsenenalter (SAOA).</p></blockquote>
<p><strong>Fachlicher Kontakt bei R&#252;ckfragen</strong><br />
Prof. Dr. Thomas Klockgether<br />
Direktor der Klinik und Poliklinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Bonn<br />
Sigmund-Freud-Str. 25<br />
D-53105 Bonn<br />
Tel: 0228-287-15750<br />
Fax: 0228-287-15024<br />
E-Mail: klockgether@uni-bonn.de </p>
<p><strong>Weitere Info zum Thema:</strong><br />
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20211908 Ristori G. et al. Riluzole in cerebellar ataxia: A randomized, double-blind, placebo-controlled pilot trial. Neurology. 2010 Mar 9;74(10):839-45<br />
http://www.ataxie.de Deutsche Heredo-Ataxie Gesellschaft</p>
<p>http://www.ataxia-study-group.net</p>
<p>http://de.wikibooks.org/wiki/Topographische_Anatomie:_Neuroanatomie:_Kleinhirn Das Kleinhirn bei Wikibooks</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Macht Schienenl&#228;rm krank?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/04/30/macht-schienenlaerm-krank/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 05:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[Lärm]]></category>
		<category><![CDATA[Schienen]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Unter dem Titel "Macht Schienenl&#228;rm krank?" hat das Universit&#228;tsklinikum Freiburg im Auftrag des Regionalverbands S&#252;dlicher Oberrhein (RVSO) eine Studie &#252;ber die gesundheitlichen Folgen von Schienenl&#228;rm verfasst, die heute der &#214;ffentlichkeit vorgestellt wurde.
In der Studie wurden in einer &#220;bersicht 119 empirische Forschungsarbeiten zu dieser Fragestellung zusammengetragen und hinsichtlich sieben verschiedener Auswirkungen auf die Gesundheit ausgewertet: Bel&#228;stigung, St&#246;rung von Aktivit&#228;ten, Schlaf, Leistung, physiologische Reaktionen, Auswirkungen auf Herz-Kreislauferkrankungen und Kinder. Zu den eher subjektiven, variablen Bel&#228;stigungen und St&#246;rungen liegen die meisten Studien vor, zu manifesten Erkrankungen in Folge von langfristiger Exposition gegen&#252;ber Schienenl&#228;rm gibt es bisher keine Studien.</strong>

<strong>Hinsichtlich der wahrgenommenen Bel&#228;stigung von Schienenanwohnern</strong> zeigt sich ein deutlicher Dosis-Wirkungszusammenhang. Im Vergleich zum Stra&#223;enverkehr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter dem Titel &#0187;Macht Schienenl&#228;rm krank?&#0171; hat das Universit&#228;tsklinikum Freiburg im Auftrag des Regionalverbands S&#252;dlicher Oberrhein (RVSO) eine Studie &#252;ber die gesundheitlichen Folgen von Schienenl&#228;rm verfasst, die heute der &#214;ffentlichkeit vorgestellt wurde.<br />
In der Studie wurden in einer &#220;bersicht 119 empirische Forschungsarbeiten zu dieser Fragestellung zusammengetragen und hinsichtlich sieben verschiedener Auswirkungen auf die Gesundheit ausgewertet: Bel&#228;stigung, St&#246;rung von Aktivit&#228;ten, Schlaf, Leistung, physiologische Reaktionen, Auswirkungen auf Herz-Kreislauferkrankungen und Kinder. Zu den eher subjektiven, variablen Bel&#228;stigungen und St&#246;rungen liegen die meisten Studien vor, zu manifesten Erkrankungen in Folge von langfristiger Exposition gegen&#252;ber Schienenl&#228;rm gibt es bisher keine Studien.</strong></p>
<p><strong>Hinsichtlich der wahrgenommenen Bel&#228;stigung von Schienenanwohnern</strong> zeigt sich ein deutlicher Dosis-Wirkungszusammenhang. Im Vergleich zum Stra&#223;enverkehr erweist sich Schienenl&#228;rm als st&#246;render f&#252;r bestimmte Aktivit&#228;ten, insbesondere bei der Kommunikation, jedoch als weniger st&#246;rend hinsichtlich der allgemeinen Ruhe und Erholung. Feldstudien ergaben jedoch, dass der Schienenl&#228;rm sich weit weniger st&#246;rend auf das Schlafverhalten auswirkt als andere Verkehrsarten. In Laborstudien allerdings zeigte sich bei verschiedenen Schlafparametern eine gr&#246;&#223;ere Beeintr&#228;chtigung des Schlafes durch Schienenl&#228;rm als durch Stra&#223;en- und Flugverkehrsl&#228;rm. Zusammenfassend wird vor allem bem&#228;ngelt, dass der Zusammenhang zwischen L&#228;rmexposition und Herz-Kreislauferkrankungen, wie er f&#252;r den Stra&#223;en- und Flugverkehr nachgewiesen wurde, <strong>bisher f&#252;r Schienenl&#228;rm nicht untersucht wurde</strong>.</p>
<p><strong>Insbesondere die Schlafstudien zeigen einen starken Einfluss von Schienenl&#228;rm auf das Schlafverhalten</strong>, bedingt durch die im Vergleich zum Stra&#223;enverkehr relativ hohen Spitzenpegel der vorbeifahrenden Z&#252;ge. Die dabei verursachte Erregung des autonomen Nervensystems ist selbst dann nachzuweisen, wenn kein Aufwachen stattfindet. <strong>Die gesetzlichen Vorgaben zum L&#228;rmschutz ber&#252;cksichtigen allerdings beim Schienenl&#228;rm keine Spitzenpegel und erm&#246;glichen so auch nachts hohe L&#228;rmspitzen!</strong></p>
<p><strong>Zudem erlaubt der so genannte &#0187;Schienenbonus&#0171; dem Schienenverkehr </strong>im Vergleich zum Stra&#223;enverkehr einen um <strong>5 dB(A) h&#246;heren &#228;quivalenten Dauerschallpegel</strong>. Die Rechtfertigung f&#252;r diesen Bonus <strong>beruht auf alten Daten</strong> und ber&#252;cksichtigte nur subjektive St&#246;rungen. <strong>Neue Untersuchungen best&#228;tigen diesen Bonus nicht.</strong> Sie zeigen stattdessen, dass beim Schienenl&#228;rm ein gesundheitliches Risiko vor allem durch eine regelm&#228;&#223;ige St&#246;rung des Schlafes entsteht. Dieses Risiko wird durch den Schienenbonus sowie das Fehlen eines Grenzwertes f&#252;r Spitzenpegel erh&#246;ht. <strong>Daher ist der Schienenl&#228;rmbonus aus wissenschaftlicher Sicht nicht mehr haltbar.</strong></p>
<p><strong>Die Studie ist beim Regionalverband S&#252;dlicher Oberrhein, www.region-suedlicher-oberrhein.de erh&#228;ltlich.</strong></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann<br />
Institut f&#252;r Umweltmedizin und Krankenhaushygiene<br />
Tel.: 0761/270-8205<br />
E-Mail: volker.mersch-sundermann@uniklinik-freiburg.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Beweis erbracht: Reiner Sauerstoff hilft gegen Clusterkopfschmerz</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/01/31/beweis-erbracht-reiner-sauerstoff-hilft-gegen-clusterkopfschmerz/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 05:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Cluster]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfschmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Die bislang besten Beweise f&#252;r den Nutzen von inhaliertem Sauerstoff gegen so genannte Cluster-Kopfschmerzen hat eine Studie mit 76 Erwachsenen erbracht, die vor Kurzem in der Fachzeitschrift JAMA ver&#246;ffentlicht wurde. Die stets als unertr&#228;glich heftig erlebten Qualen bei dieser Kopfschmerz-Art konnten bei nahezu vier F&#252;nftel dieser Patienten binnen 15 Minuten ad&#228;quat gelindert werden.</strong>
"<em>Seit mehr als 40 Jahren wird in allen Lehrb&#252;chern der Neurologie und Schmerztherapie die Inhalation von reinem Sauerstoff bei Clusterattacken empfohlen, auch zeigte die klinische Erfahrung eine gute Wirksamkeit</em>", erinnerte der Essener Neurologe und Kopfschmerz-Experte Professor Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie. "<em>Erstaunlich ist, wie lange es gedauert hat, bis eine wissenschaftlich sauber durchgef&#252;hrte Studie die Wirksamkeit dieses Ansatzes bewiesen hat.</em>"

<strong>Clusterkopfschmerzen z&#228;hlen</strong> zu den vier wichtigsten der 176 verschiedenen Kopfschmerzarten. Sie sind zwar vergleichsweise selten - sch&#228;tzungsweise jeder ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die bislang besten Beweise f&#252;r den Nutzen von inhaliertem Sauerstoff gegen so genannte Cluster-Kopfschmerzen hat eine Studie mit 76 Erwachsenen erbracht, die vor Kurzem in der Fachzeitschrift JAMA ver&#246;ffentlicht wurde. Die stets als unertr&#228;glich heftig erlebten Qualen bei dieser Kopfschmerz-Art konnten bei nahezu vier F&#252;nftel dieser Patienten binnen 15 Minuten ad&#228;quat gelindert werden.</strong><br />
&#0187;<em>Seit mehr als 40 Jahren wird in allen Lehrb&#252;chern der Neurologie und Schmerztherapie die Inhalation von reinem Sauerstoff bei Clusterattacken empfohlen, auch zeigte die klinische Erfahrung eine gute Wirksamkeit</em>&#0171;, erinnerte der Essener Neurologe und Kopfschmerz-Experte Professor Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie. &#0187;<em>Erstaunlich ist, wie lange es gedauert hat, bis eine wissenschaftlich sauber durchgef&#252;hrte Studie die Wirksamkeit dieses Ansatzes bewiesen hat.</em>&#0187;</p>
<p><strong>Clusterkopfschmerzen z&#228;hlen</strong> zu den vier wichtigsten der 176 verschiedenen Kopfschmerzarten. Sie sind zwar vergleichsweise selten &#8211; sch&#228;tzungsweise jeder Hundertste bis Tausendste hat Clusterkopfschmerzen &#8211; die Patienten erleben sie jedoch als extrem qualvoll. Geburtsschmerzen seien dagegen leichter auszuhalten, berichten weibliche Betroffene und ein erschreckend hoher Anteil jener Patienten, denen die &#196;rzte nicht helfen k&#246;nnen, begeht Selbstmord. Typisch ist, dass die Attacken anfallsartig auftreten, immer auf derselben Seite des Kopfes und dort hinter dem Auge, in der Schl&#228;fe oder der Stirn w&#252;ten.</p>
<p><strong>Der qualvolle Rhythmus gab dem Leiden seinen Namen</strong></p>
<p><strong>Seinen Namen (Cluster) hat dieser spezielle Kopfschmerz-Typ</strong> daher, dass die Qualen in einem regelm&#228;&#223;igen Rhythmus geh&#228;uft wiederkehren &#8211; zum Teil t&#228;glich &#8211;, mitunter sogar jeweils zur gleichen Tageszeit, und zwischen 15 Minuten und drei Stunden anhalten. Behandelt wird das Leiden zuvorderst mit bestimmten Migr&#228;nemitteln aus der Gruppe der Triptane. Diese m&#252;ssen gespritzt oder als Nasenspray angewandt werden m&#252;ssen, um eine m&#246;glichst schnelle Wirkung zu erzielen. Sie sind wegen ihrer Nebenwirkungen beispielsweise f&#252;r Herzpatienten nicht ratsam.</p>
<p><strong>In den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie</strong>, in denen renommierte Experten die jeweils neuesten Erkenntnisse der Forschung f&#252;r ihre Kollegen zusammenfassen, ist die Sauerstofftherapie bereits enthalten. Mit der jetzt ver&#246;ffentlichten Studie d&#252;rfte sich deren Akzeptanz und Verbreitung in der Praxis aber weiter verbessern. Zu verdanken ist dies Anna S. Cohen und Brian Burns von der Kopfschmerzgruppe der Nationalen Klinik f&#252;r Neurologie und Neurochirurgie in London, sowie Peter J. Goadsby, dem Leiter der Kopfschmerz-Abteilung an der Universit&#228;t von Kalifornien in San Francisco, die mit ihrer Ver&#246;ffentlichung die Sauerstofftherapie nun endg&#252;ltig auf eine solide Basis gestellt haben.</p>
<p><strong>In ihrer Studie hatten die Neurologen </strong>die Teilnehmer im Gebrauch von Atemmasken unterrichtet und ihnen jeweils zwei Beh&#228;lter mit nach Hause gegeben, die mit &#0187;Behandlung 1&#8243; und &#0187;Behandlung 2&#8243; gekennzeichnet waren. In einem der Beh&#228;lter war reiner Sauerstoff, im anderen normale Atemluft, und die Patienten wurden instruiert, die beiden Beh&#228;lter jeweils bei vier aufeinander folgenden Attacken abwechselnd zu benutzen. Dabei sollten sie notieren, ob sie nach 15 beziehungsweise 30 Minuten schmerzfrei waren und absch&#228;tzen, wie sehr sich die Schmerzen in der ersten Stunde verringerten. Mit 78 gegen&#252;ber 20 Prozent erwies sich der Sauerstoff in punkto &#0187;Schmerzfreiheit nach 15 Minuten&#0171; als eindeutig &#252;berlegen und auch nach einer halben Stunde betrug das Verh&#228;ltnis 72 zu 24 Prozent zugunsten der Sauerstofftherapie. W&#228;hrend mehr als die H&#228;lfte der Patienten bei einer Luftbehandlung auf zus&#228;tzliche Medikamente zur&#252;ck greifen mussten, war es mit Sauerstoff nur etwa ein Viertel.</p>
<blockquote><p>&#0187;Der gro&#223;e Vorteil der Sauerstofftherapie ist, dass sie offenbar keine Nebenwirkungen hat, leicht mit anderen Behandlungen zu kombinieren ist und mehrmals t&#228;glich angewandt werden kann&#0171;, erg&#228;nzen die Autoren. Nun sei der Weg frei f&#252;r eine h&#228;ufigere Anwendung dieser Behandlung, die eine Alternative darstelle f&#252;r diejenigen Patienten, die Triptane nicht einnehmen k&#246;nnen.</p></blockquote>
<p><strong>Quellen</strong><br />
<em>Cohen AS, Burns B, Goadsby PJ. High-flow oxygen for treatment of cluster headache: A randomized trial. JAMA 2009 Dec 9;302(22) :2451-7<br />
Leitlinie der DGN: Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen</em><br />
<strong>Fachlicher Kontakt bei R&#252;ckfragen</strong><br />
Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener<br />
Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik Duisburg-Essen<br />
Hufelandstr 55, 45122 Essen<br />
Tel.: +49-(0)201-7232460<br />
E-Mail: hans.diener@uni-duisburg-essen.de </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Internationale Hepatitis D-Studie nach nur drei Monaten zugelassen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/09/26/internationale-hepatitis-d-studie-nach-nur-drei-monaten-zugelassen/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/09/26/internationale-hepatitis-d-studie-nach-nur-drei-monaten-zugelassen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 16:53:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Hepatitis-D]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[VHP]]></category>
		<category><![CDATA[Zulassung]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Weltweit gr&#246;&#223;te Hepatitis D-Studie gestartet - Erste europ&#228;ische Studie nach dem neuen, vereinfachten VHP-Zulassungsverfahren</strong>
F&#252;r eine bessere Therapie der Hepatitis D, der schwerwiegendsten aller viralen Lebererkrankungen, haben das Kompetenznetz Hepatitis (Hep-Net), ein Projekt der Deutschen Leberstiftung, und das Hannover Clinical Trial Center (HCTC), eine Ausgr&#252;ndung der Medizinschen Hochschule Hannover (MHH), jetzt eine neue internationale Studie gestartet. Die HIDIT II-Studie ist die weltweit gr&#246;&#223;te randomisierte Studie zu Hepatitis D und zugleich die erste Studie in Europa, die nach der neuen EU-weiten "freiwilligen Harmonisierungsprozedur" (Voluntary Harmonisation Procedure, VHP) f&#252;r klinische Pr&#252;fungen zugelassen wurde. An der von PD Dr. Heiner Wedemeyer und Professor Dr. Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung und Direktor der MHH-Klinik f&#252;r Gastronenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, initiierten Studie nehmen Hepatologie-Zentren aus Deutschland, Rum&#228;nien, Griechenland und sp&#228;ter auch aus der T&#252;rkei mit insgesamt 120 Patienten teil.

<strong>Die "freiwillige Harmonisierungsprozedur" (VHP) f&#252;r klinische Pr&#252;fungen</strong> ist ein neues Verfahren innerhalb der EU, das die Zulassung europaweiter medizinische Studien stark vereinfacht und beschleunigt. Die von den 25 nationalen Medizinbeh&#246;rden der EU eingesetzte "Clinical Trial Facilitation Group" erm&#246;glicht jetzt mit der VHP eine gemeinsame koordinierte wissenschaftliche Bewertung einer eingereichten Studie. Bislang hatte jede angefragte nationale Genehmigungsbeh&#246;rde einzeln die Bewertung vorgenommen, was f&#252;r den Antragsteller einen erheblichen b&#252;rokratischen und zeitlichen Aufwand bedeutete. Aufgrund des neuen Pr&#252;fverfahrens wurde die HIDIT II-Studie in den beteiligten L&#228;ndern in nur drei Monaten bewilligt. Das Paul-Ehrlich Institut in Langen koordiniert...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Weltweit gr&#246;&#223;te Hepatitis D-Studie gestartet &#8211; Erste europ&#228;ische Studie nach dem neuen, vereinfachten VHP-Zulassungsverfahren</strong><br />
F&#252;r eine bessere Therapie der Hepatitis D, der schwerwiegendsten aller viralen Lebererkrankungen, haben das Kompetenznetz Hepatitis (Hep-Net), ein Projekt der Deutschen Leberstiftung, und das Hannover Clinical Trial Center (HCTC), eine Ausgr&#252;ndung der Medizinschen Hochschule Hannover (MHH), jetzt eine neue internationale Studie gestartet. Die HIDIT II-Studie ist die weltweit gr&#246;&#223;te randomisierte Studie zu Hepatitis D und zugleich die erste Studie in Europa, die nach der neuen EU-weiten &#0187;freiwilligen Harmonisierungsprozedur&#0171; (Voluntary Harmonisation Procedure, VHP) f&#252;r klinische Pr&#252;fungen zugelassen wurde. An der von PD Dr. Heiner Wedemeyer und Professor Dr. Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung und Direktor der MHH-Klinik f&#252;r Gastronenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, initiierten Studie nehmen Hepatologie-Zentren aus Deutschland, Rum&#228;nien, Griechenland und sp&#228;ter auch aus der T&#252;rkei mit insgesamt 120 Patienten teil.</p>
<p><strong>Die &#0187;freiwillige Harmonisierungsprozedur&#0171; (VHP) f&#252;r klinische Pr&#252;fungen</strong> ist ein neues Verfahren innerhalb der EU, das die Zulassung europaweiter medizinische Studien stark vereinfacht und beschleunigt. Die von den 25 nationalen Medizinbeh&#246;rden der EU eingesetzte &#0187;Clinical Trial Facilitation Group&#0171; erm&#246;glicht jetzt mit der VHP eine gemeinsame koordinierte wissenschaftliche Bewertung einer eingereichten Studie. Bislang hatte jede angefragte nationale Genehmigungsbeh&#246;rde einzeln die Bewertung vorgenommen, was f&#252;r den Antragsteller einen erheblichen b&#252;rokratischen und zeitlichen Aufwand bedeutete. Aufgrund des neuen Pr&#252;fverfahrens wurde die HIDIT II-Studie in den beteiligten L&#228;ndern in nur drei Monaten bewilligt. Das Paul-Ehrlich Institut in Langen koordiniert die VHP europaweit. (Weitere Informationen unter http://www.pei.de/ct-vhp)</p>
<blockquote><p>Professor Dr. Heiko von der Leyen, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Hannover Clinical Trial Center, bewertet die neue freiwillige Harmonisierungsprozedur (VHP) denn auch als einen &#0187;<em>Meilenstein, um den Menschen in Europa schneller mit neuen innovativen Therapien helfen zu k&#246;nnen.</em>&#0171; Das neue Verfahren trage au&#223;erdem wesentlich dazu bei, einen Wettbewerbsnachteil Europas im Bereich der Zulassung medizinischer Studien gegen&#252;ber den USA abzubauen.</p></blockquote>
<p><strong>HIDIT II</strong><br />
<strong>Die HIDIT II-Studie</strong> baut auf die 2004 bis 2006 durchgef&#252;hrte <em>HIDIT I-Studie</em> auf, die das Hep-Net mit griechischen und t&#252;rkischen Hepatologie-Zentren durchf&#252;hrte. HIDIT I zeigte, dass rund ein Viertel aller Hepatitis D-Patienten mit Interferon geheilt werden kann. Das Ziel der neuen HIDIT-Studie ist es zu kl&#228;ren, ob Interferon in Kombination mit dem 2008 f&#252;r die Therapie der Hepatitis B zugelassenen Medikament Tenofovir zu h&#246;heren Heilungsraten f&#252;hrt. </p>
<blockquote><p>&#0187;Hepatitis D wird von Medizinern oft untersch&#228;tzt, u.a. weil die Krankheit in Deutschland zu &#252;ber 80 Prozent Migranten betrifft&#0171;, sagt PD Dr. Heiner Wedemeyer, Oberarzt der MHH-Klinik f&#252;r Gastronenterologie, Hepatologie und Endokrinologie und Koordinator der Studie. &#0187;Ich bin sehr froh, dass wir durch diese europ&#228;ische Studie ein wenig beachtetes, aber f&#252;r die betroffenen Menschen sehr gravierendes medizinisches Problem in Zukunft hoffentlich besser behandeln k&#246;nnen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Hepatitis D</strong><br />
Mit dem Hepatitis D-Virus sind weltweit zehn bis 20 Millionen Menschen infiziert. Relativ weit verbreitet ist HDV unter anderem in Teilen Afrikas, S&#252;damerikas und Ost- und S&#252;dosteuropas. Eine Hepatitis D-Virusinfektion geht immer mit einer Hepatitis B-Virusinfektion einher, weil das Hepatitis D-Virus das Hepatitis B-Virus zur Vermehrung ben&#246;tigt. Die Entwicklung zur Leberzirrhose verl&#228;uft bei der Hepatitis D sehr schnell. Viele Hepatitis D- Patienten entwickeln au&#223;erdem einen Leberkrebs.</p>
<p><strong>Die Deutsche Leberstiftung</strong><br />
verfolgt das Ziel, die Patientenversorgung durch die F&#246;rderung der Forschungsvernetzung zu verbessern und die &#246;ffentliche Wahrnehmung f&#252;r Lebererkrankungen zu steigern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.deutsche-leberstiftung.de.</p>
<p>Das Hannover Clinical Trial Center (HCTC) ist ein akademisches Auftragsforschungsinstitut f&#252;r die Durchf&#252;hrung klinischer Studien mit Fokus auf (internationale) klinisch-wissenschaftliche multizentrische Studien. Die Medizinische Hochschule Hannover ist als Gesellschafter mehrheitlich am HCTC beteiligt. Weitere Informationen unter www.clinical-trial-center.de</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>Deutsche Leberstiftung<br />
Heiner Wedemeyer<br />
Carl-Neuberg-Stra&#223;e 1<br />
30625 Hannover<br />
Tel | 0511 &#8211; 532 6814<br />
E-Mail | wedemeyer.heiner@mh-hannover.de</p>
<p>Hannover Clinical Trial Center<br />
Prof. Dr. Heiko von der Leyen<br />
Carl-Neuberg-Stra&#223;e 1<br />
30625 Hannover<br />
Tel | 0511 &#8211; 533 333 0<br />
E-Mail | vdleyen@clinical-trial-center.de </p>]]></content:encoded>
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		<title>Mobiler Kernspin begleitet Extremsportler auf 4500 km</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/04/16/mobiler-kernspin-begleitet-extremsportler-auf-4500-km/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 14:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[extremsport]]></category>
		<category><![CDATA[Kernspin]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/04/kernspin-mobil.jpg" rel="lightbox[pics1431]" title="Dr. Uwe Sch&#252;tz (l.) und Dr. Christian Billich bereiten das mobile MRT f&#252;r die Wissenschaftstour zum Nordkap vor Foto: UK Ulm"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/04/kernspin-mobil.thumbnail.jpg" alt="mobile MRT f&#252;r die Wissenschaftstour zum Nordkap (Foto: UK Ulm)" width="255" height="184" class="attachment wp-att-1432" /></a><div class="imagecaption">Dr. Uwe Sch&#252;tz (l.) und Dr. Christian Billich bereiten das mobile MRT f&#252;r die Wissenschaftstour zum Nordkap vor Foto: UK Ulm</div></div><strong>Von S&#252;ditalien zum Nordkap legen 68 L&#228;uferinnen und L&#228;ufer aus zw&#246;lf Nationen ab dem 19. April im "Transeurope-Footrace" 4.500 Kilometer zur&#252;ck und laufen t&#228;glich ein bis zweimal die Marathondistanz. </strong>
<strong>Ein Team von Radiologen</strong> des Universit&#228;tsklinikums Ulm begleitet die Extremsportler mit einem mobilen Kernspin-Tomographen, um die Auswirkungen der starken Belastung auf den K&#246;rper und die F&#228;higkeit zur Regeneration zu untersuchen. <strong>Es ist die erste Studie</strong>, die Extreml&#228;ufer &#252;ber zwei Monaten so engmaschig begleitet, sie wird von
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/04/kernspin-mobil.jpg" rel="lightbox[pics1431]" title="Dr. Uwe Sch&#252;tz (l.) und Dr. Christian Billich bereiten das mobile MRT f&#252;r die Wissenschaftstour zum Nordkap vor Foto: UK Ulm"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/04/kernspin-mobil.thumbnail.jpg" alt="mobile MRT f&#252;r die Wissenschaftstour zum Nordkap (Foto: UK Ulm)" width="255" height="184" class="attachment wp-att-1432" /></a>
<div class="imagecaption">Dr. Uwe Sch&#252;tz (l.) und Dr. Christian Billich bereiten das mobile MRT f&#252;r die Wissenschaftstour zum Nordkap vor Foto: UK Ulm</div>
</div>
<p><strong>Von S&#252;ditalien zum Nordkap legen 68 L&#228;uferinnen und L&#228;ufer aus zw&#246;lf Nationen ab dem 19. April im &#0187;Transeurope-Footrace&#0171; 4.500 Kilometer zur&#252;ck und laufen t&#228;glich ein bis zweimal die Marathondistanz. </strong><br />
<strong>Ein Team von Radiologen</strong> des Universit&#228;tsklinikums Ulm begleitet die Extremsportler mit einem mobilen Kernspin-Tomographen, um die Auswirkungen der starken Belastung auf den K&#246;rper und die F&#228;higkeit zur Regeneration zu untersuchen. <strong>Es ist die erste Studie</strong>, die Extreml&#228;ufer &#252;ber zwei Monaten so engmaschig begleitet, sie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 200.000 Euro gef&#246;rdert.</p>
<blockquote><p>&#0187;Wir haben die einmalige Chance, die Reaktionen des K&#246;rpers &#252;ber einen langen Zeitraum im t&#228;glichen Wechsel von Extrembelastung und Erholung zu begleiten&#0171;, freut sich Projektleiter Dr. Uwe Sch&#252;tz, Radiologe und Orthop&#228;de an der Ulmer Universit&#228;tsklinik f&#252;r diagnostische und interventionelle Radiologie</p></blockquote>
<p><strong>Das Rennen geht auch durch Deutschland</strong>, die genauen Etappen man auf der Rennhomepage (s.u.) nachschauen.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
 &#8211; <a href="http://www.uniklinik-ulm.de/radiologie">Ulmer Universit&#228;tsklinik</a> f&#252;r diagnostische und interventionelle Radiologie<br />
 &#8211; <a href="http://www.transeurope-footrace.org">Transeurope Footrace 2009</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unipolare und bipolare Depression &#8211; Aktuelle Studie.</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 18:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[depression]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe imgalignleft" style="width:330px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/06/depression.jpg" rel="lightbox[pics435]" title="Der Begriff Depression kommt vom lateinischen „deprimere“... Symbolfoto: Gerti G. &#124; photocase.de)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/06/depression.thumbnail.jpg" width="330" height="411" alt="Depression, eine ernstzunehmende oft untersch&#228;tzte und gern &#252;bersehene Krankheit" /></a><div class="imagecaption">Der Begriff Depression kommt vom lateinischen „deprimere“ und bedeutet soviel wie herunter- oder niederdr&#252;cken. Die gedr&#252;ckte Stimmung ist prim&#228;r keine Krankheit, sondern steht wie das Schmerzempfinden als anthropologische M&#246;glichkeit in einem Zusammenhang zur Lebensbew&#228;ltigung. (Symbolfoto: <a href="http://www.photocase.de/de/photobrowser.asp?u=166496">Gerti G.</a> &#124; photocase.de)</div></div><strong>Ein abrupter Depressionsbeginn ist typisch</strong> f&#252;r bipolare, nicht aber f&#252;r unipolare affektive St&#246;rungen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Universit&#228;ten Leipzig und M&#252;nchen, in der die Geschwindigkeit des Beginns depressiver Episoden erstmals systematisch untersucht wurde. Die Erkenntnisse aus der Studie k&#246;nnen f&#252;r eine fr&#252;hzeitige Diagnose und gezieltere Behandlung von depressiv erkrankten Menschen genutzt werden.
<strong>Depressive Episoden im Rahmen uni- und bipolarer affektiver St&#246;rungen </strong>beginnen bei jedem Patienten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe imgalignleft" style="width:330px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/06/depression.jpg" rel="lightbox[pics435]" title="Der Begriff Depression kommt vom lateinischen „deprimere“... Symbolfoto: Gerti G. | photocase.de)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/06/depression.thumbnail.jpg" width="330" height="411" alt="Depression, eine ernstzunehmende oft untersch&#228;tzte und gern &#252;bersehene Krankheit" /></a>
<div class="imagecaption">Der Begriff Depression kommt vom lateinischen „deprimere“ und bedeutet soviel wie herunter- oder niederdr&#252;cken. Die gedr&#252;ckte Stimmung ist prim&#228;r keine Krankheit, sondern steht wie das Schmerzempfinden als anthropologische M&#246;glichkeit in einem Zusammenhang zur Lebensbew&#228;ltigung. (Symbolfoto: <a href="http://www.photocase.de/de/photobrowser.asp?u=166496">Gerti G.</a> | photocase.de)</div>
</div>
<p><strong>Ein abrupter Depressionsbeginn ist typisch</strong> f&#252;r bipolare, nicht aber f&#252;r unipolare affektive St&#246;rungen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Universit&#228;ten Leipzig und M&#252;nchen, in der die Geschwindigkeit des Beginns depressiver Episoden erstmals systematisch untersucht wurde. Die Erkenntnisse aus der Studie k&#246;nnen f&#252;r eine fr&#252;hzeitige Diagnose und gezieltere Behandlung von depressiv erkrankten Menschen genutzt werden.<br />
<strong>Depressive Episoden im Rahmen uni- und bipolarer affektiver St&#246;rungen </strong>beginnen bei jedem Patienten unterschiedlich schnell. &#0187;Zum einen gibt es Patienten, bei denen sich depressive Phasen langsam, &#252;ber mehrere Wochen einschleichen. Zum anderen gibt es aber auch Patienten, die den Beginn einer depressiven Episode oft auf die Stunde genau angeben k&#246;nnen, und das unabh&#228;ngig von &#228;u&#223;eren ausl&#246;senden Faktoren, &#0171; erl&#228;utert Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik und Poliklinik f&#252;r Psychiatrie der Universit&#228;t Leipzig und Sprecher des Kompetenznetzes Depression, Suizidalit&#228;t. Mittels eines speziellen Fragebogens (&#0187;Onset of Depression Inventory&#0171;, ODI) haben Hegerl und sein Team dieses Ph&#228;nomen nun genauer untersucht.</p>
<p><strong>Fr&#252;hzeitig richtige Diagnose &#8211; gezielte Behandlung</strong></p>
<p><strong>Die Ergebnisse zeigen</strong>, dass depressive Episoden im Rahmen bipolarer affektiver St&#246;rungen in ihrer gro&#223;en Mehrheit (58 Prozent) innerhalb einer Woche voll ausgepr&#228;gt sind, w&#228;hrend dies nur bei einer Minderheit (7,4 Prozent) der Patienten mit unipolaren Depressionen der Fall war. Die Geschwindigkeit des Depressionsbeginns stellt somit ein wichtiges Merkmal dar, um fr&#252;hzeitig zu erkennen, ob eine depressive Episode im Rahmen einer uni- oder bipolaren affektiven St&#246;rung auftritt. &#0187;Stellt sich die Depression abrupt ein, das hei&#223;t in einem oder wenigen Tagen, so spricht das f&#252;r ein bipolare affektive St&#246;rung, auch wenn bisher noch keine manische Episode aufgetreten ist. Dies kann bei der Behandlung ber&#252;cksichtigt werden, &#0171; schlussfolgert Psychiater Hegerl.</p>
<p><strong>R&#252;ckschl&#252;sse auf Neurobiologie und Genetik der Depression</strong></p>
<p><strong>Abrupter versus langsam einschleichender Beginn</strong> weisen zudem auf unterschiedliche Krankheitsmechanismen hin. Hiermit verbunden ist auch die Frage, ob Patienten je nach raschem oder langsamem Beginn der depressiven Episode unterschiedlich auf eine medikament&#246;se oder psychotherapeutische Behandlung ansprechen.</p>
<p><strong>Im Rahmen der Studie wurden</strong> bei 158 erwachsenen Patienten (108 Patienten mit unipolarer, 50 mit bipolarer Depression) die Geschwindigkeit des Beginns depressiver Episoden systematisch untersucht. Mittels der ODI-Skala wurde dabei von jedem Patienten eine strukturierte klinische Bestandaufnahme gemacht. Ausgeschlossen wurden depressive Episoden, denen ein einschneidendes Lebensereignis vorausging.</p>
<blockquote><h3>Depression als Krankheit</h3>
<div class="imageframe imgalignleft" style="width:250px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/06/prof-hegerl.jpg" rel="lightbox[pics435]" title="Foto Prof. Ulrich Hegerl"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/06/prof-hegerl.thumbnail.jpg" width="250" height="255" alt="Foto Prof. Ulrich Hegerl" /></a>
<div class="imagecaption">Foto Prof. Ulrich Hegerl</div>
</div>
<p>„Depressionen werden oft untersch&#228;tzt und irgendwo zwischen Schnupfen und Einbildung angesiedelt. In Wirklichkeit aber handelt es sich um eine lebensgef&#228;hrliche Krankheit, die wie keine andere in fundamentaler Weise die Lebensqualit&#228;t der betroffenen Menschen beeintr&#228;chtigt.“<br />
Prof. Dr. Ulrich Hegerl<br />
Die „Depression“ als psychische Krankheit ist ein affektiv unauslenkbarer und wochenlanger R&#252;ckzug, der keinerlei Neuorientierung mehr zul&#228;sst. Der urspr&#252;ngliche Sinn der gedr&#252;ckten Stimmung als Ansto&#223; zur Neuorientierung verkehrt sich ins Gegenteil. Statt Nachzudenken verf&#228;llt man ins Gr&#252;beln. Statt sich zu erholen, erm&#252;det man durch st&#228;ndige Zweifel an sich selbst und der Welt. Depression als Krankheit ist ein meist lebensgef&#228;hrlicher Zustand. Unbegr&#252;ndete Schuldgef&#252;hle qu&#228;len den Patienten, wahnhafte &#220;berzeugungen unheilbar erkrankt zu sein oder sich und die Familie durch eigenes Verschulden in tiefstes Ungl&#252;ck gest&#252;rzt zu haben k&#246;nnen sich einstellen, oft verbunden mit Suizidideen oder sogar Suizidabsichten. Die depressive Erkrankung l&#228;uft meist phasenhaft ab, wobei diese Phasen &#252;ber mehrere Monate, bei einigen Patienten auch 1-2 Jahre anhalten k&#246;nnen.<br />
<strong>Depressiv Erkrankte entwickeln</strong> in vielen F&#228;llen eine pessimistische Einstellung gegen&#252;ber sich selbst, den eigenen F&#228;higkeiten, dem eigenen Aussehen und der Zukunft, verbunden mit starker Gr&#252;belneigung. Permanente Selbstkritik, Konzentrationsprobleme und Suizidgedanken sind h&#228;ufig. Manche Patienten entwickeln auch Wahnvorstellungen, z.B. die &#220;berzeugung unheilbar erkrankt zu sein, oder sich und die Familie finanziell ruiniert zu haben.<br />
<strong>Ver&#228;ndertes Verhalten:</strong> Die Patienten vermeiden soziale Kontakte, stellen Hobbys ein, k&#246;nnen ihre Arbeit nicht mehr bew&#228;ltigen und ziehen sich ins Bett zur&#252;ck. Die Mimik und Gestik ist bei vielen Patienten wie erstarrt, die Stimme leise und monoton. Einige Patienten laufen rastlos, verzweifelt und wie getrieben hin und her (agitierte Depression).<br />
Physiologische Beschwerden: Schlaflosigkeit mit Fr&#252;herwachen, Appetitst&#246;rung mit Gewichtsverlust, Libidoverlust, schnelle Erm&#252;dung und multiple k&#246;rperliche Beschwerden geh&#246;ren zu den vielf&#228;ltigen somatischen Begleiterscheinungen einer depressiven St&#246;rung&#8230;&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Weiterf&#252;hrende Literatur:</strong><br />
HEGERL U, BOTTNER A-C, HOLTSCHMIDT-T&#196;SCHNER B, BORN C, SEEM&#220;LLER F, SCHEUNEMANN W, SCH&#220;TZE M, GRUNZE H, HENKEL V, MERGL R, ANGST J (2008): Onset of depressive episodes is faster in patients with bipolar versus unipolar depressive disorder: evidence from a comparative study. J Clin Psychiatry (E-pub ahead of print).<br />
<strong>Weitere Informationen im Internet:</strong></p>
<p>http://www.kompetenznetz-depression.de</p>
<p>http://www.psychiatrist.com</p>]]></content:encoded>
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