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Beiträge zum Stichwort ‘ Transplantation ’

UKJ-Chirurgen transplantieren Herz, Lunge und Leber gleichzeitig

6. August 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Dreifache Transplantation am Universitätsklinikum Jena
Lebertransplanteur Prof. Utz Settmacher, Herz- und Lungentransplanteur OA Dr. Martin Breuer und Anästhesist OA Dr. Mark Simon mit dem Empfänger der dreifachen Transplantation am Universitätsklinikum Jena.
Foto: H.-G. Schröder/UKJ

Extrem seltene Dreifach-Transplantation am Universitätsklinikum Jena erfolgreich durchgeführt

Jena. Mit einer kombinierten Herz-, Lungen- und Leber-Transplantation haben die Chirurgen am Universitätsklinikum Jena erfolgreich einen extrem seltenen Eingriff durchgeführt. Eine solche Dreifach-Transplantation wurde in Deutschland bisher nur bei fünf Patienten vorgenommen, weltweit ist dies erst die 33. Transplantation dieser Art.

Die Operation, bei der ein 61jähriger Thüringer drei neue Organe erhalten hat, dauerte sechseinhalb Stunden bis tief in die Nacht. Am Operationstisch wechselten sich die Herzchirurgen mit den Allgemeinchirurgen ab, um das geschädigte Herz, die kranken Lungen und die versagende Leber durch neue gesunde Organe zu ersetzen. Die Operation verlief ohne Komplikationen, der Patient hat den aufwändigen Eingriff gut überstanden. »Es war uns eine große Freude zu sehen, wie dieser vorher schwerkranke Mann nach der Transplantation begeistert die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgt hat«, freut sich Operateur Dr. Martin Breuer. Ursache der schweren Erkrankung war…



TxM – LMU-Klinikum optimiert Struktur und Angebot in der Transplantationsmedizin

21. Mai 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Prof. Dr. Bruno Meiser
Prof. Dr. Bruno Meiser, Leiter des Transplantationszentrums München (Foto: Pressestelle LMU-Klinikum)

Die Eröffnung des neuen Transplantationszentrums München am Klinikum der Universität München erfolgt am 21. Mai 2010 mit einem Festakt. Auf der Basis jahrzehntelanger Forschung und klinischer Erfahrung in der Transplantationsmedizin gründet das Klinikum der Universität München (LMU) das Transplantationszentrum München (TxM). Ziel ist die kompetente und umfassende Versorgung von Patienten vor, während und nach der Transplantation von Niere, Leber, Herz, Lunge, Herz-Lunge, Pankreas, Inselzellen, Dünndarm sowie multipler Organe. Damit ist das TxM das erste dieser Art in Deutschland.

Prof. Bruno Meiser ist der Leiter des am Campus Großhadern angesiedelten Zentrums. Das Transplantationszentrum München ist Anlaufstelle sowohl für Erwachsene wie auch für Kinder und Jugendliche. Die neue Einrichtung des LMU-Klinikums schafft die Voraussetzungen für eine zukünftige Zusammenarbeit beider Münchner Universitäten mit dem Ziel, ein gemeinsames Transplantationszentrum zu gründen.

Bereits heute ist das Klinikum der Universität München …



Dopamin beim Spender angewendet, erhöht Erfolgsaussichten der Nieren-Transplantation

29. September 2009 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Originalveröffentlichung

Wird ein hirntoter Nierenspender vor der Organentnahme mit niedrig dosiertem Dopamin behandelt, so senkt dies beim Empfänger die Notwendigkeit von Dialysebehandlungen unmittelbar nach der Operation und steigert damit den Erfolg der Transplantation. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die im September von einer Forschergruppe um Professor Dr. Peter Schnülle, Kommissarischer Direktor der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (Nephrologie, Endokrinologie und Rheumatologie), im Journal der American Medical Association JAMA veröffentlicht wurde.

Weltweit stammen die meisten transplantierten Nieren von verstorbenen Spendern, deren Gehirn irreversibel so stark geschädigt ist, dass bei noch bestehendem Kreislauf und künstlicher Beatmung auf der Intensivstation der Hirntod diagnostiziert werden muss. Durch den Hirntod des Spenders sind die Nieren Einflüssen ausgesetzt, die diese schädigen und deren Funktion nach der Transplantation beeinträchtigen können.

Mit dem Ziel, im Vorfeld der Operation möglichst gute Bedingungen für die Transplantation zu schaffen, untersuchten Professor Schnülle und seine Mitarbeiter, ob sich die Behandlung von hirntoten Spendern vor der Organentnahme mit Dopamin, …



Tübinger Uniklinikum: Erstmals in Deutschland Kind erfolgreich Darm transplantiert

18. September 2009 | Von FR | Kategorie: TOP-NEWS

Das Tübinger Uniklinikum ist das einzige Transplantationszentrum in Deutschland für Kinder mit chronischem Darmversagen. Am Tübinger Universitätsklinikum wurde zum ersten Mal in Deutschland eine Transplantation von Dünn- und Dickdarm bei einem dreieinhalbjährigen Mädchen durchgeführt. Transplantation und die Wochen danach verliefen bisher ohne Komplikationen. Dem Kind geht es sehr gut, der transplantierte Darm hat seine Verdauungsfunktion aufgenommen. Das Mädchen lernt nun schrittweise Essen und entdeckt, dass Nahrungsmittel schmecken.

Die kleine Lenie wurde mit der Diagnose »Totale Aganglionose des Darms« geboren, das bedeutet, sämtliche Darm-Nerven fehlen, das Organ ist völlig funktionslos. »Seit ihrer Geburt konnte sie ausschließlich über Infusionen ernährt werden und litt zunehmend unter den Komplikationen dieser Situation«, so Dr. Andreas Busch, Kindergastroenterologe und Koor-dinator des Kinder-Darm-Transplantations-Programms der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Tübingen.

Auf Empfehlung der behandelnden Kinderärzte kam die aus Niedersachsen stammende Familie in die Tübinger Kurzdarmsprechstunde. Es war klar, dass das Mädchen ohne Transplantation keine hohe Lebenserwartung haben würde.
Nach nur zweieinhalb Monaten Wartezeit auf das Spenderorgan war es dann am 14. Juni 2009 soweit: In einer rund achtstündigen Operation, die zügig und ohne Komplikationen verlief, transplantierten die Chirurgen Prof. Dr. Alfred Königsrainer und Privatdozent Dr. Silvio Nadalin das Organ. Vor, während und nach der Op…