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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Tumor</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 15:25:58 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Aussichtsreiche neue Therapieform bei Hautkrebs</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/02/08/aussichtsreiche-neue-therapieform-bei-hautkrebs/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Hautkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Masterzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Erster Patient erfolgreich an der Uniklinik K&#246;ln</h4>
<strong>Es ist die Art von Entwicklung, die sich wohl jeder Wissenschaftler w&#252;nscht: Nach vier Jahren experimenteller Arbeit ver&#246;ffentlichten Forscher der Uniklinik K&#246;ln und der Universit&#228;t zu K&#246;ln im Februar 2011 ihre ersten Ergebnisse zu einer neuen effektiveren Therapieform bei Hautkrebs. Ein Krebs, an dem j&#228;hrlich etwa 14.000 Menschen in Deutschland neu erkranken. Etwa ein halbes Jahr sp&#228;ter begannen sie erstmals, einen Patienten mit der neuen Immuntherapie zu behandeln – mit &#228;u&#223;erst vielversprechendem Ergebnis, wie sich jetzt herausstellt.</strong>

<strong>In den Experimenten</strong> der Wissenschaftler um Prof. Dr. Hinrich Abken zeigte sich, dass das Wachstum eines Melanoms von einigen wenigen Tumorzellen abh&#228;ngt, den sogenannten Masterzellen. Diese steuern den Tumor und machen lediglich zwei Prozent seiner Zellen aus. „Bisher war die Medizin davon ausgegangen, dass f&#252;r eine erfolgreiche Behandlung 99,99 Prozent der Krebszellen chirurgisch oder medikament&#246;s entfernt werden m&#252;ssen“, erkl&#228;rt der Mediziner. Nach Abkens neuem Ansatz m&#252;ssen lediglich bestimmte Tumorzellen vernichtet werden, um Tumore dauerhaft auszul&#246;schen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Erster Patient erfolgreich an der Uniklinik K&#246;ln</h4>
<p><strong>Es ist die Art von Entwicklung, die sich wohl jeder Wissenschaftler w&#252;nscht: Nach vier Jahren experimenteller Arbeit ver&#246;ffentlichten Forscher der Uniklinik K&#246;ln und der Universit&#228;t zu K&#246;ln im Februar 2011 ihre ersten Ergebnisse zu einer neuen effektiveren Therapieform bei Hautkrebs. Ein Krebs, an dem j&#228;hrlich etwa 14.000 Menschen in Deutschland neu erkranken. Etwa ein halbes Jahr sp&#228;ter begannen sie erstmals, einen Patienten mit der neuen Immuntherapie zu behandeln – mit &#228;u&#223;erst vielversprechendem Ergebnis, wie sich jetzt herausstellt.</strong></p>
<p><strong>In den Experimenten</strong> der Wissenschaftler um Prof. Dr. Hinrich Abken zeigte sich, dass das Wachstum eines Melanoms von einigen wenigen Tumorzellen abh&#228;ngt, den sogenannten Masterzellen. Diese steuern den Tumor und machen lediglich zwei Prozent seiner Zellen aus. &#0187;Bisher war die Medizin davon ausgegangen, dass f&#252;r eine erfolgreiche Behandlung 99,99 Prozent der Krebszellen chirurgisch oder medikament&#246;s entfernt werden m&#252;ssen&#0171;, erkl&#228;rt der Mediziner. Nach Abkens neuem Ansatz m&#252;ssen lediglich bestimmte Tumorzellen vernichtet werden, um Tumore dauerhaft auszul&#246;schen. &#0187;Mit Hilfe der neuen Strategie k&#246;nnen wir bestimmte Proteine auf der Oberfl&#228;che der Masterzellen erkennen und diese dann gezielt vernichten&#0171;, so der Forscher, der im Zentrum f&#252;r Molekulare Medizin K&#246;ln (ZMMK) und der Klinik I f&#252;r Innere Medizin t&#228;tig ist. Beide Einrichtungen sind Mitglied des Centrums f&#252;r Integrierte Onkologie K&#246;ln Bonn (CIO).</p>
<blockquote><p><strong>Ein erster Patient</strong> mit einem stark gestreuten Melanom hat jetzt von diesem neuen Ansatz profitiert. &#0187;Chirurgische Eingriffe an den multiplen Haut- und Lymphknotenmetastasen sowie chemotherapeutische Behandlungen haben dem Mann zuvor nicht geholfen&#0171;, so Prof. Dr. Dr. Cornelia Mauch, Leiterin des Hauttumorzentrums der Uniklinik K&#246;ln. Dann behandelten die &#196;rzte des Zentrums den 74-J&#228;hrigen etwa sechs Monate ambulant in einer lokalen Therapie mit einem Anti-CD20-Antik&#246;rper, der gezielt die Masterzellen des Melanoms zerst&#246;rte. Der Antik&#246;rper ist bereits l&#228;nger bekannt, wurde bisher jedoch bei anderen Erkrankungen mit anderen Zielen eingesetzt. &#0187;Was zuvor unsere Modelle vorausgesagt hatten, konnten wir jetzt bei dem Patienten beobachten&#0171;, berichtet Prof. Abken. &#0187;Der gesamte Tumor ist verschwunden, obwohl 98 Prozent der Tumorzellen nicht durch den Antik&#246;rper zerst&#246;rt wurden.&#0171; Die spannende Frage sei gewesen, so der Forscher, ob das neue Konzept richtig ist. &#0187;Es ist nicht nur irgendeine neue Therapie bei Hautkrebs, sondern die erste Best&#228;tigung f&#252;r ein vollkommen neues Verst&#228;ndnis in der Krebstherapie. Wir werden k&#252;nftig f&#252;r die Therapieplanung ber&#252;cksichtigen m&#252;ssen, welche Tumorzellen wir zerst&#246;ren m&#252;ssen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Die gezielte Zerst&#246;rung</strong> spezieller Tumorzellen, entweder durch Antik&#246;rper oder durch Immunzellen, ist au&#223;erordentlich komplex. Daher ist weitere intensive Forschung notwendig, um die Therapie in breitem Rahmen anwenden zu k&#246;nnen. Die Wissenschaftler der Uniklinik K&#246;ln sind sich sicher, dass ihre Erkenntnisse zu einem Paradigmenwechsel in der Krebstherapie f&#252;hren und die Basis zuk&#252;nftiger therapeutischer Strategien bilden.</p>
<p><strong>F&#252;r R&#252;ckfragen:</strong><br />
Univ.-Prof. Dr. Hinrich Abken<br />
Klinik I f&#252;r Innere Medizin und<br />
Zentrum f&#252;r Molekulare Medizin K&#246;ln<br />
Uniklinik K&#246;ln Telefon: 0221 478-89614<br />
E-Mail: hinrich.abken@uk-koeln.de</p>
<p>Univ.-Prof. Dr. Dr. Cornelia Mauch<br />
Klinik und Poliklinik f&#252;r Dermatologie<br />
Uniklinik K&#246;ln Telefon: 0221 478-86194<br />
E-Mail: cornelia.mauch@uk-koeln.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Kontrast(Mittel zum Zweck)&#8230;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/01/08/kontrastmittel-zum-zweck/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 17:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrastmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dr. Leonie Jestaedt, Assistenz&#228;rztin der Abteilung f&#252;r Neuroradiologie am Universit&#228;tsklinikum Heidelberg. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg.

Hirntumoren pr&#228;zise markiert
Eine Nachwuchswissenschaftlerin des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg zeigt &#220;berlegenheit eines neuen Kontrastmittels. Das neue Kontrastmittel Gadofluorine M markiert die Ausdehnung von Hirntumoren pr&#228;ziser als die in der klinischen Praxis eingesetzten Produkte. Zudem &#252;bertrifft es konventionelle Kontrastmittel noch in einem weiteren Punkt: Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/01/dr-jestaedt.jpg" rel="lightbox[pics2676]" title="Dr. Leonie Jestaedt, Assistenz&#228;rztin der Abteilung f&#252;r Neuroradiologie am Universit&#228;tsklinikum Heidelberg. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg."><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/01/dr-jestaedt.thumbnail.jpg" alt="Dr. Leonie Jestaedt, Assistenz&#228;rztin der Abteilung f&#252;r Neuroradiologie am Universit&#228;tsklinikum Heidelberg. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg." width="255" height="337" class="attachment wp-att-2677" /></a>
<div class="imagecaption">Dr. Leonie Jestaedt, Assistenz&#228;rztin der Abteilung f&#252;r Neuroradiologie am Universit&#228;tsklinikum Heidelberg. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg.</div>
</div>
<h4>Hirntumoren pr&#228;zise markiert</h4>
<p><strong>Eine Nachwuchswissenschaftlerin des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg</strong> zeigt &#220;berlegenheit eines neuen Kontrastmittels. Das neue Kontrastmittel <em>Gadofluorine M</em> markiert die Ausdehnung von Hirntumoren pr&#228;ziser als die in der klinischen Praxis eingesetzten Produkte. Zudem &#252;bertrifft es konventionelle Kontrastmittel noch in einem weiteren Punkt: Es f&#228;rbt auch fr&#252;he Tumorstadien vollst&#228;ndig an. Diese Eigenschaften hat Dr. Leonie Jestaedt, Nachwuchswissenschaftlerin am Universit&#228;tsklinikum Heidelberg, im Rahmen einer Studie erstmals beschrieben. Das Mittel kann nun im Tierversuch dazu beitragen, die Wirkung neuer Therapien genau zu verfolgen und zu verbessern. Auch ein zuk&#252;nftiger Einsatz bei Patienten ist denkbar.</p>
<p><strong>Ob ein b&#246;sartiger Hirntumor vollst&#228;ndig entfernt</strong> werden kann und wie die Behandlung nach der Operation weitergeht, h&#228;ngt u.a. von seiner Gr&#246;&#223;e und Lage ab. Je genauer Neuroradiologen daher die Tumorgrenzen mit Hilfe von Magnetresonanztomographie (MRT) und Kontrastmitteln darstellen k&#246;nnen, desto passender ist die Therapie. Auch der Erfolg des Eingriffs selbst h&#228;ngt von guter Bildgebung ab: Die Tumoren lassen sich unter dem OP-Mikroskop oftmals nicht sicher vom gesunden Hirngewebe unterscheiden. Daher flie&#223;en die Bilddaten der MRT in die dreidimensionale OP-Planung am Computer ein.</p>
<blockquote><p><strong>Das Kontrastmittel bindet sich spezifisch an Tumorzellen</strong><br />
<strong>&#0187;Die bisher zur Verf&#252;gung stehenden Kontrastmittel zeigen die Tumorausdehnung und Tumorr&#228;nder nicht sehr genau an&#0171;</strong>, erkl&#228;rt Dr. Leonie Jestaedt, Assistenz&#228;rztin der Abteilung f&#252;r Neuroradiologie (&#196;rztlicher Direktor: Professor Dr. Martin Bendszus) am Universit&#228;tsklinikum Heidelberg. Sie verglich an M&#228;usen mit Hirntumoren das neue MRT-Kontrastmittel Gadofluorine M (GfM) mit dem in der klinischen Praxis g&#228;ngigen Gadolinium-DTPA. Letzteres sammelt sich dort, wo der Tumor die W&#228;nde der Blutgef&#228;&#223;e im Gehirn durchl&#228;ssig gemacht hat. GfM dagegen bindet spezifisch an Tumorzellen. </p></blockquote>
<p><strong>Das Ergebnis, zu dem die Neuroradiologin kommt:</strong> GfM ist dem konventionellen Kontrastmittel &#252;berlegen. Besonders bei fr&#252;hen Stadien zeigt es die Ausdehnung der Tumoren deutlich pr&#228;ziser an. Au&#223;erdem bindet es dauerhaft an die Zellen; f&#252;r Folgeuntersuchungen mit dem MRT, z.B. w&#228;hrend der Operation, m&#252;sste dem Patienten kein weiteres Kontrastmittel gespritzt werden. GfM kann mit einem f&#252;r das Auge sichtbaren Farbstoff gekoppelt werden; das Tumorgewebe w&#228;re daher bei der Pr&#228;paration gut von gesunden Gehirnzellen zu unterscheiden. &#0187;Die zuverl&#228;ssige Anf&#228;rbung des gesamten Tumors k&#246;nnte dem Neurochirurgen die Arbeit bei der Operation erleichtern&#0171;, so Dr. Jestaedt, die f&#252;r ihre Studie jetzt von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neuroradiologie mit dem Marc-D&#252;nzl-Preis ausgezeichnet wurde. Er ist projektgebunden mit 3.000 Euro dotiert.</p>
<p><strong>Neue Therapien im Tierversuch genau verfolgen</strong></p>
<p><strong>Bisher ist GfM nur f&#252;r den experimentellen Gebrauch zugelassen:</strong> Wissenschaftler k&#246;nnen damit den Verlauf neuer Therapien im Tiermodell genauer verfolgen als mit anderen Kontrastmitteln – eine Voraussetzung, um sie stetig zu verbessern. Bevor ein Einsatz des Kontrastmittels bei Patienten m&#246;glich ist, m&#252;ssen allerdings noch zahlreiche weitere Untersuchungen durchgef&#252;hrt werden. </p>
<p><strong>Weitere Informationen &#252;ber die Abteilung f&#252;r Neuroradiologie im Internet:</strong></p>
<p>http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Neuroradiologie.106685.0.html</p>
<p><strong>Ansprechpartnerin:</strong><br />
Dr. Leonie Jestaedt<br />
Abteilung f&#252;r Neuroradiologie<br />
Neurologische Universit&#228;tsklinik Heidelberg<br />
Tel.: 06221 / 56 75 66 (Sekr.)<br />
E-Mail: Leonie.Jestaedt@med.uni-heidelberg.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit (Laser)Licht im Gallengang Tumor zerst&#246;ren</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/11/14/mit-laserlicht-im-gallengang-tumor-zerstoeren/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Nov 2010 13:52:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[PDT]]></category>
		<category><![CDATA[photodynamische Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Laserstrahlen gegen b&#246;sartige Krebszellen</h4>
<strong>An der Klinik f&#252;r Innere Medizin A des Universit&#228;tsklinikums Greifswald wurde Anfang des Jahres eine neue Behandlungsmethode eingef&#252;hrt, die Tumorzellen direkt im Gallengang angreifen soll. Diese so genannte photodynamische Therapie (PDT) durch Laserlicht ist ein noch relativ neues Behandlungsprinzip, das insbesondere Patienten mit Gallengangkrebs besser helfen soll. Inzwischen haben bereits zw&#246;lf Patienten das spezielle Verfahren durchlaufen, das momentan im Land nur in Greifswald angeboten wird.</strong>

"<em>B&#246;sartige Tumore der Galleng&#228;nge sind leider nur zu einem geringen Teil durch eine vollst&#228;ndige chirurgische Entfernung heilbar</em>", sagte Prof. Dr. Markus Lerch, Direktor der Klinik f&#252;r Innere Medizin A am Universit&#228;tsklinikum Greifswald. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:350px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/11/nov-14.jpg" rel="lightbox[pics2575]" title="Die erste Greifswalder Patientin, die mit der photodynamischen Therapie behandelt wurde, zwischen Oberarzt Dr. Matthias Kraft (li.) und Dr. Tilmann Pickartz, hat sich f&#252;r den Sonnenschutz ger&#252;stet. Foto: UKG/Hausmann"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/11/nov-14.thumbnail.jpg" alt="Foto: UKG/Hausmann" width="350" height="223" class="attachment wp-att-2576" /></a>
<div class="imagecaption">Die erste Greifswalder Patientin, die mit der photodynamischen Therapie behandelt wurde, zwischen Oberarzt Dr. Matthias Kraft (li.) und Dr. Tilmann Pickartz, hat sich f&#252;r den Sonnenschutz ger&#252;stet. Foto: UKG/Hausmann</div>
</div>
<h4>Laserstrahlen gegen b&#246;sartige Krebszellen</h4>
<p><strong>An der Klinik f&#252;r Innere Medizin A des Universit&#228;tsklinikums Greifswald wurde Anfang des Jahres eine neue Behandlungsmethode eingef&#252;hrt, die Tumorzellen direkt im Gallengang angreifen soll. Diese so genannte photodynamische Therapie (PDT) durch Laserlicht ist ein noch relativ neues Behandlungsprinzip, das insbesondere Patienten mit Gallengangkrebs besser helfen soll. Inzwischen haben bereits zw&#246;lf Patienten das spezielle Verfahren durchlaufen, das momentan im Land nur in Greifswald angeboten wird.</strong></p>
<p>&#0187;<em>B&#246;sartige Tumore der Galleng&#228;nge sind leider nur zu einem geringen Teil durch eine vollst&#228;ndige chirurgische Entfernung heilbar</em>&#0171;, sagte Prof. Dr. Markus Lerch, Direktor der Klinik f&#252;r Innere Medizin A am Universit&#228;tsklinikum Greifswald. &#0187;<em>Meistens wird der Tumor erst entdeckt, wenn er den Hauptgallengang oder seine Abzweigungen in der Leber verschlossen hat und zu einem Aufstau der Galle im K&#246;rper f&#252;hrt. In diesem Fall ist dann nur noch bei einem Viertel der betroffenen Patienten eine chirurgische Operation des Tumors m&#246;glich. Das wichtigste Symptom, die Gelbf&#228;rbung der Haut durch den Verschluss der Gallenwege, kann man zwar durch das endoskopische Einlegen von so genannten Stents in den Gallengang beheben und damit eine lebensgef&#228;hrliche Blutvergiftung beim Patienten verhindern. Das weitere Wachstum des Tumors wird dadurch jedoch nicht beeinflusst. Leider sind auch die Strahlentherapie und die Chemotherapie bei dieser Krebsart meist wenig wirksam.</em>&#0187;</p>
<p><strong>F&#252;r die photodynamische Therapie (PDT)</strong> wurden Medikamente entwickelt, die das Gewebe lichtempfindlich machen k&#246;nnen. Werden diese Pr&#228;parate dem Patienten in die Vene verabreicht, verteilen sie sich im ganzen K&#246;rper. In den meisten Geweben wird die Substanz, die die Lichtempfindlichkeit vermittelt, rasch wieder ausgeschieden. In den Krebszellen dagegen, insbesondere auch des Gallenganges, verbleiben sie erheblich l&#228;nger und in h&#246;herer Konzentration gespeichert als in gesundem Gewebe. Dadurch wird das Tumorgewebe sehr lichtempfindlich. <strong>Durch eine endoskopische Laserlichtbestrahlung des jetzt gut identifizierbaren lichtempfindlichen Tumorgewebes kann eine gezielte Zerst&#246;rung der Tumorzellen und Verkleinerung des Tumorgewebes erfolgen.</strong></p>
<blockquote><p><strong>Nach den Pionierarbeiten zu diesem Verfahren in den USA wurde die Methode jetzt auch in Greifswald etabliert.</strong> &#0187;Wir haben bereits mehrere Patienten behandelt, bei denen der Gallengangskrebs erfolgreich mit photodynamischer Lasertherapie zerst&#246;rt oder verkleinert wurde&#0171;, so der Leitende Oberarzt des Bereichs Endoskopie an der Klinik f&#252;r Innere Medizin A, Dr. Matthias Kraft. <strong>Bei &#252;ber der H&#228;lfte der bisher so behandelten Patienten mit Gallengangskrebs</strong> wurde der gr&#246;&#223;te Teil der Geschwulst &#246;rtlich zerst&#246;rt, ohne dass es zu schweren sch&#228;dlichen Nebenwirkungen gekommen ist.&#0171;</p>
<p>&#0187;<strong>Die Licht sensibilisierende Substanz wird dem Patienten zwei bis drei Tage vor der Therapie verabreicht</strong>&#0171;, erl&#228;uterte Dr. Tilman Pickartz, der sich auf das neue Verfahren spezialisiert hat. &#0187;Anschlie&#223;end wird durch den Arbeitskanal eines Endoskops eine d&#252;nne Laserlichtfaser direkt vor den Tumor herangef&#252;hrt. Die Bestrahlung des Tumors mit kaltem Laserlicht einer bestimmten Wellenl&#228;nge, Energie und Beleuchtungsdauer f&#252;hrt dann zur Zerst&#246;rung des Tumorgewebes. &#220;ber den mit einem Kunststoffr&#246;hrchen offen gehaltenen Gallengang kann der Gallenabfluss abflie&#223;en. Die einzige wirkliche Nebenwirkung ist, dass die Haut teilweise etwas lichtempfindlich bleibt. Dagegen m&#252;ssen sich so behandelte Patienten f&#252;r etwa eine Woche mit Handschuhen und Sonnenhut sch&#252;tzen, wenn sie sich viel im Freien aufhalten&#0171;, so Pickartz.</p></blockquote>
<p><strong> Das Verfahren wird von der Gesetzlichen Krankenkasse anerkannt.</strong></p>
<p><strong>Ansprechpartner am Universit&#228;tsklinikum Greifswald</strong><br />
Klinik und Poliklinik f&#252;r Innere Medizin A<br />
Direktor: Prof. Dr. Markus M. Lerch<br />
Friedrich-Loeffler-Stra&#223;e 23 a, 17475 Greifswald<br />
T + 49 3834 86-72 30<br />
E gastro@uni-greifswald.de</p>
<p>http://www.klinikum.uni-greifswald.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Micro-RNA entscheidet &#252;ber B&#246;sartigkeit von Lungenkrebs</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/09/10/micro-rna-entscheidet-ueber-boesartigkeit-von-lungenkrebs/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/09/10/micro-rna-entscheidet-ueber-boesartigkeit-von-lungenkrebs/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 05:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Metastase]]></category>
		<category><![CDATA[Micro-RNA]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/lungen-karz.jpg" rel="lightbox[pics2464]" title="Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (Bild: dkfz.de)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/lungen-karz.thumbnail.jpg" alt="Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (Bild: dkfz.de)" width="255" height="191" class="attachment wp-att-2465" /></a><div class="imagecaption">Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (Bild: dkfz.de)</div></div><strong>Ein kleines RNA-Molek&#252;l bestimmt dar&#252;ber, ob Lungenkrebszellen invasiv wachsen und Metastasen bilden. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universit&#228;tsmedizin Mannheim entdeckten dies an Tumorzellen in der Kulturschale und erkannten dar&#252;ber hinaus, dass auch bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs gilt: Je weniger der Micro-RNA die Tumorzellen produzieren, desto h&#228;ufiger kommt es zu Metastasen.
Eine Krebserkrankung wird lebensgef&#228;hrlich, wenn Tumorzellen beginnen, sich vom urspr&#252;nglichen Krebsherd abzul&#246;sen. &#220;ber Lymph- oder Blutbahnen wandern sie in andere Gewebe ein und wachsen dort zu Metastasen heran. Diese Wende zur B&#246;sartigkeit geht mit charakteristischen Ver&#228;nderungen der Krebszellen einher: Die Aktivit&#228;t mehrerer Gene wird umprogrammiert und dadurch die Produktion von Proteinen, die die Zellen im Gewebeverband verankern, gedrosselt. Dagegen steigt die Menge an Oberfl&#228;chenmarkern, die der Krebszelle Beweglichkeit verleihen.</strong>

<strong>Professor Dr. Heike Allgayer</strong> leitet eine Klinische Kooperationseinheit des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universit&#228;tsmedizin Mannheim. Sie ist Expertin f&#252;r die zellul&#228;ren Vorg&#228;nge, die bei Krebs zu Metastasen f&#252;hren. In den letzten Jahren haben Wissenschaftler entdeckt, dass die Herstellung vieler Proteine durch so genannte Mikro-RNAs gesteuert wird. Diese RNA-Molek&#252;le, die aus nur etwa 23 Bausteinen bestehen, heften sich gezielt an Boten-RNAs, die die Bauanleitung f&#252;r Proteine enthalten. So blockieren sie die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/lungen-karz.jpg" rel="lightbox[pics2464]" title="Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (Bild: dkfz.de)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/lungen-karz.thumbnail.jpg" alt="Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (Bild: dkfz.de)" width="255" height="191" class="attachment wp-att-2465" /></a>
<div class="imagecaption">Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (Bild: dkfz.de)</div>
</div>
<p><strong>Ein kleines RNA-Molek&#252;l bestimmt dar&#252;ber, ob Lungenkrebszellen invasiv wachsen und Metastasen bilden. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universit&#228;tsmedizin Mannheim entdeckten dies an Tumorzellen in der Kulturschale und erkannten dar&#252;ber hinaus, dass auch bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs gilt: Je weniger der Micro-RNA die Tumorzellen produzieren, desto h&#228;ufiger kommt es zu Metastasen.<br />
Eine Krebserkrankung wird lebensgef&#228;hrlich, wenn Tumorzellen beginnen, sich vom urspr&#252;nglichen Krebsherd abzul&#246;sen. &#220;ber Lymph- oder Blutbahnen wandern sie in andere Gewebe ein und wachsen dort zu Metastasen heran. Diese Wende zur B&#246;sartigkeit geht mit charakteristischen Ver&#228;nderungen der Krebszellen einher: Die Aktivit&#228;t mehrerer Gene wird umprogrammiert und dadurch die Produktion von Proteinen, die die Zellen im Gewebeverband verankern, gedrosselt. Dagegen steigt die Menge an Oberfl&#228;chenmarkern, die der Krebszelle Beweglichkeit verleihen.</strong></p>
<p><strong>Professor Dr. Heike Allgayer</strong> leitet eine Klinische Kooperationseinheit des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universit&#228;tsmedizin Mannheim. Sie ist Expertin f&#252;r die zellul&#228;ren Vorg&#228;nge, die bei Krebs zu Metastasen f&#252;hren. In den letzten Jahren haben Wissenschaftler entdeckt, dass die Herstellung vieler Proteine durch so genannte Mikro-RNAs gesteuert wird. Diese RNA-Molek&#252;le, die aus nur etwa 23 Bausteinen bestehen, heften sich gezielt an Boten-RNAs, die die Bauanleitung f&#252;r Proteine enthalten. So blockieren sie die Herstellung des betreffenden Proteins.</p>
<p>&#0187;Wir glauben, dass die Mikro-RNAs auch eine wichtige Rolle bei der Metastasierung spielen und die Zellen zu b&#246;sartigem Wachstum programmieren&#0171;, erkl&#228;rt die Medizinerin Heike Allgayer. In verschiedenen Zelllinien von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs untersuchten sie und ihr Team nun in einer internationalen Kooperation mit Forschern in Turin einen besonders verd&#228;chtigen Kandidaten, genannt miR-200c, auf seine Rolle beim b&#246;sartigen Wachstum. Je weniger miR-200c eine Zelllinie bildet, so erkannte das Forscherteam, desto beweglicher ist sie und desto weiter wandert sie in umgebendes Gewebe ein – die Forscher bezeichnen dies als Invasionsf&#228;higkeit. Wurden die Krebszellen experimentell mit zus&#228;tzlicher miR-200c ausgestattet, so stieg die Menge der gewebeverankernden Molek&#252;le auf ihrer Oberfl&#228;che, und die Invasionsf&#228;higkeit ging zur&#252;ck. Im Tierexperiment bildeten diese Zellen weniger Metastasen aus.</p>
<p><strong>Eine gef&#252;rchtete Eigenschaft von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs</strong> ist die Resistenz gegen Chemotherapie sowie gegen zielgerichtete Krebsmedikamente. Auch dabei scheint ein Mangel an miR-200c eine Rolle zu spielen: Nachdem therapieresistente Lungenkrebs-Zelllinien experimentell mit miR-200c ausgestattet wurden, lie&#223;en sie sich durch das Chemotherapeutikum Cisplatin abt&#246;ten und reagierten auf Cetuximab, ein Medikament, das Wachstumssignale abblockt.</p>
<p><strong>Allgayers Team entdeckte dar&#252;ber hinaus</strong>, wie es in den Krebszellen zum Verlust von miR-200c kommt: In den hochaggressiven Zellen sind die miR-200c-Gene durch chemische Markierungen mit Methylgruppen abgeschaltet. Medikamente, die diese Markierung r&#252;ckg&#228;ngig machen, kurbelten die Produktion von miR-200c wieder an.</p>
<blockquote><p><strong>Dass miR-200c nicht nur in der Kulturschale eine Rolle spielt</strong>, erkannten die Wissenschaftler, als sie die Tumorzellen von 69 Lungenkrebspatienten untersuchten: Sie bestimmten die miR-200c-Mengen und stellten die Werte den Krankheitsdaten der Krebspatienten gegen&#252;ber. Je niedriger der miR-200c-Spiegel in den Krebszellen war, desto h&#228;ufiger war der Krebs bereits metastasiert. &#0187;Unsere Ergebnisse zeigen ganz klar einen Zusammenhang zwischen dem Verlust von miR-200c und dem &#220;bergang zu aggressivem, invasivem Wachstum, Metastasenbildung und Chemoresistenz&#0171;, fasst Heike Allgayer zusammen. &#0187;Daher wollen wir nun pr&#252;fen, ob sich die miR-200c-Produktion in Krebszellen zur Vorhersage von Metastasen und damit als Prognosefaktor f&#252;r den Verlauf einer Lungenkrebserkrankung eignet. M&#246;glicherweise l&#228;sst sich auch die Wirksamkeit bestimmter Medikamente anhand des miR-200c-Spiegels besser voraussagen.&#0171;</p></blockquote>
<p><em>Paolo Ceppi, Giridhar Mudduluru, Regalla Kumarswamy, Ida Rapa, Giorgio V. Scagliotti, Mauro Papotti und Heike Allgayer: Loss of miR-200c Expression Induces an Aggressive, Invasive, and Chemoresistant Phenotype in Non-Small Cell Lung Cancer. Molecular Cancer Research 2010, DOI: 10.1158/1541-7786.MCR-10-0052</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.dkfz.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Neuer Ansatz zur Behandlung von Tumoren</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/07/30/neuer-ansatz-zur-behandlung-von-tumoren/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 19:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gap Junctions]]></category>
		<category><![CDATA[Gefässe]]></category>
		<category><![CDATA[shunt problem]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/blutversorgg.jpeg" rel="lightbox[pics0]" title="Blaue und violette Bereiche leiden unter Sauerstoffmangel Charité - Universit&#228;tsmedizin Berlin"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/blutversorgg.thumbnail.jpeg" alt="Blaue und violette Bereiche leiden unter Sauerstoffmangel Charité - Universit&#228;tsmedizin Berlin" width="255" height="167" class="attachment wp-att-2344" /></a><div class="imagecaption">Blaue und violette Bereiche leiden unter Sauerstoffmangel Charité - Universit&#228;tsmedizin Berlin</div></div><h4>Charité-Forscher finden Ursache f&#252;r Fehlfunktion von Tumorgef&#228;&#223;en</h4>
<strong>Wissenschaftler der Charité – Universit&#228;tsmedizin Berlin haben eine Erkl&#228;rung entwickelt, weshalb die Versorgung eines Tumors mit Blut und Sauerstoff h&#228;ufig fehlgesteuert ist. Daraus ergeben sich L&#246;sungswege, um den Zugang f&#252;r Medikamente zu verbessern. Das Team um Prof. Axel Pries, Direktor des Instituts f&#252;r Physiologie am Campus Benjamin Franklin, beschreibt in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature Reviews Cancer* zusammen mit Wissenschaftlern des Max-Delbr&#252;ck-Centrums in Berlin Buch, der University of Arizona und der Duke University in North Carolina Ursachen der Fehlversorgung und m&#246;gliche therapeutische Ansatzpunkte.
</strong>

<strong>Bekannt ist, dass Blutgef&#228;&#223;e in Tumoren</strong> nur eine ungleichm&#228;&#223;ige Verteilung von Blut und Sauerstoff...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/blutversorgg.jpeg" rel="lightbox[pics0]" title="Blaue und violette Bereiche leiden unter Sauerstoffmangel Charité - Universit&#228;tsmedizin Berlin"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/blutversorgg.thumbnail.jpeg" alt="Blaue und violette Bereiche leiden unter Sauerstoffmangel Charité - Universit&#228;tsmedizin Berlin" width="255" height="167" class="attachment wp-att-2344" /></a>
<div class="imagecaption">Blaue und violette Bereiche leiden unter Sauerstoffmangel Charité &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin</div>
</div>
<h4>Charité-Forscher finden Ursache f&#252;r Fehlfunktion von Tumorgef&#228;&#223;en</h4>
<p><strong>Wissenschaftler der Charité – Universit&#228;tsmedizin Berlin haben eine Erkl&#228;rung entwickelt, weshalb die Versorgung eines Tumors mit Blut und Sauerstoff h&#228;ufig fehlgesteuert ist. Daraus ergeben sich L&#246;sungswege, um den Zugang f&#252;r Medikamente zu verbessern. Das Team um Prof. Axel Pries, Direktor des Instituts f&#252;r Physiologie am Campus Benjamin Franklin, beschreibt in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature Reviews Cancer* zusammen mit Wissenschaftlern des Max-Delbr&#252;ck-Centrums in Berlin Buch, der University of Arizona und der Duke University in North Carolina Ursachen der Fehlversorgung und m&#246;gliche therapeutische Ansatzpunkte.<br />
</strong></p>
<p><strong>Bekannt ist, dass Blutgef&#228;&#223;e in Tumoren</strong> nur eine ungleichm&#228;&#223;ige Verteilung von Blut und Sauerstoff gew&#228;hrleisten. Diese suchen sich Umgehungswege (‚Shunts’), wodurch unterversorgte Bereiche entstehen. Leider ist es nicht so, dass der Tumor durch die teilweise Mangeldurchblutung komplett abstirbt. „Schlecht durchblutete Tumoren sind im Gegenteil resistenter gegen Therapien mit Medikamenten oder Strahlen“, erkl&#228;rt Prof. Pries .</p>
<p><strong>In gesunden Gef&#228;&#223;en bestehen elektrische Verbindungen</strong> zwischen den Zellen, die das Blutgef&#228;&#223; auskleiden, den so genannten Endothelzellen. Diese leiten elektrische Signale &#252;ber gemeinsam Poren, so genannte <em>Gap Junctions</em>, an Nachbarzellen weiter. Die Arbeitsgruppe entdeckte unter Benutzung mathematischer Simulationsverfahren, dass in Tumoren durch den Verlust dieser Poren ein wesentliches Signal zur Steuerung der Gef&#228;&#223;weite fehlt. Es entstehen Kurzschlussverbindungen, die dazu f&#252;hren, dass Teile des Tumors kaum mit Blut, oder auch Medikamenten versorgt werden.</p>
<p><strong>Die Gruppe schl&#228;gt vor</strong>, diese Verbindungen durch spezielle Mittel, unter anderem so genannte antiangiogene Substanzen, wieder aufzubauen. &#0187;Wenn durch eine optimierte Weiterleitung von Informationen zwischen den Zellen das Gef&#228;&#223;netzwerk im Tumor wieder normal arbeitet, erh&#228;lt man eine bessere Sauerstoffversorgung und somit die Chance, mit chemotherapeutischen Medikamenten in alle Bereiche des Geschw&#252;rs vorzudringen,&#0171; erkl&#228;rt Prof. Pries. Als n&#228;chstes werden die Forscher laut Prof. Pries die Mechanismen der Kommunikation unter den Zellen genauer untersuchen. <strong>Fernziel sei die Entwicklung neuer Therapiestrategien gegen solide Tumoren.</strong></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Axel Pries<br />
Direktor des Instituts f&#252;r Physiologie<br />
t: +49 30 8445 1632<br />
axel.pries@charite.de</p>
<p><strong>*</strong> <em>Prof. Axel R. Pries, Michael Hopfner et. al: The shunt problem: control of functional shunting in normal and tumour vasculature, in: Nature Reviews Cancer, Vol 10 No 8, August 2010, 587, doi: 10.1038/nrc2895</em> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Mit 20 000 Watt pro Quadratzentimeter gegen den Krebs</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/06/17/mit-20-000-watt-pro-quadratzentimeter-gegen-den-krebs/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 04:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[HITU]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>
		<category><![CDATA[ultraschall]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Wissenschaftler der PTB entwickeln Messverfahren zur besseren Planung der Tumortherapie mit Ultraschall</h4>
<strong>Ob in der Schwangerschaftsvorsorge, zur Diagnose von Gallensteinen oder zur Untersuchung des Herzens: Der Ultraschall geh&#246;rt zu den Standardverfahren der Medizin. Bisher wird er vor allem zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt. Wenn man aber die Intensit&#228;t der Ultraschallwellen erh&#246;ht und sie auf einen Tumor fokussiert, k&#246;nnen sie auch zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden und diesen gezielt zerst&#246;ren. Bevor diese neuartige Therapie genauso breit angewendet werden kann wie der Ultraschall zu Diagnose-Zwecken, muss noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden. Ziel der Forschung ist es, eine bessere Grundlage f&#252;r die Therapieplanung und -kontrolle zu schaffen. Um die Sicherheit der Behandlung und ihre Effektivit&#228;t zu erh&#246;hen, sollte zum Beispiel die Leistung des Ultraschalls zuverl&#228;ssig bestimmt werden k&#246;nnen. Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben nun im Rahmen eines europ&#228;ischen Forschungsprojekts ein etabliertes Messverfahren weiter entwickelt, das die Leistung des hochintensiven Ultraschalls bis 500 Watt bestimmen kann. Ein Ringvergleich mit den europ&#228;ischen Partnerinstituten wurde erfolgreich abgeschlossen und bewies die korrekte Arbeitsweise des Messverfahrens.</strong>

<strong>Diese Krebstherapie mittels</strong> "High Intensity Therapeutic Ultrasound" (HITU) ist weitgehend nicht-invasiv, denn sie kommt ohne Schnitte aus. Sie kann gegen Tumore eingesetzt werden, die als inoperabel gelten, weil sie zum Beispiel zu nahe an lebenswichtigen Blutgef&#228;&#223;en, Organen, Nervenb&#252;ndeln oder Hirnregionen liegen, die bei einer herk&#246;mmlichen Operation ebenfalls verletzt werden k&#246;nnten. <strong>HITU wird heute bereits zur Behandlung von Tumoren der Prostata, der Leber und der Geb&#228;rmutter eingesetzt.</strong> Weitere Anwendungsm&#246;glichkeiten f&#252;r Mammakarzinome und Hirntumore werden erforscht.

<strong>Die Tumortherapie durch Ultraschall</strong> funktioniert so &#228;hnlich wie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/htu-wandler.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Tumortherapie mit Hilfe des &quot;High Intensity Therapeutic Ultrasound&quot; (HITU) Der HITU-Wandler erzeugt den hochintensiven Ultraschall und fokussiert ihn auf das Tumorgewebe. In der Fokuszone werden die Krebszellen mit bis zu 20 000 Watt pro Quadratzentimeter abget&#246;tet. Gesundes Gewebe, das in der unmittelbaren N&#228;he des Tumors liegt, bleibt unverletzt. PTB"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/htu-wandler.thumbnail.jpg" alt="HITU-Wandler" width="255" height="167" class="attachment wp-att-2259" /></a>
<div class="imagecaption">Tumortherapie mit Hilfe des &quot;High Intensity Therapeutic Ultrasound&quot; (HITU) Der HITU-Wandler erzeugt den hochintensiven Ultraschall und fokussiert ihn auf das Tumorgewebe. In der Fokuszone werden die Krebszellen mit bis zu 20 000 Watt pro Quadratzentimeter abget&#246;tet. Gesundes Gewebe, das in der unmittelbaren N&#228;he des Tumors liegt, bleibt unverletzt. PTB</div>
</div>
<h4>Wissenschaftler der PTB entwickeln Messverfahren zur besseren Planung der Tumortherapie mit Ultraschall</h4>
<p><strong>Ob in der Schwangerschaftsvorsorge, zur Diagnose von Gallensteinen oder zur Untersuchung des Herzens: Der Ultraschall geh&#246;rt zu den Standardverfahren der Medizin. Bisher wird er vor allem zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt. Wenn man aber die Intensit&#228;t der Ultraschallwellen erh&#246;ht und sie auf einen Tumor fokussiert, k&#246;nnen sie auch zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden und diesen gezielt zerst&#246;ren. Bevor diese neuartige Therapie genauso breit angewendet werden kann wie der Ultraschall zu Diagnose-Zwecken, muss noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden. Ziel der Forschung ist es, eine bessere Grundlage f&#252;r die Therapieplanung und -kontrolle zu schaffen. Um die Sicherheit der Behandlung und ihre Effektivit&#228;t zu erh&#246;hen, sollte zum Beispiel die Leistung des Ultraschalls zuverl&#228;ssig bestimmt werden k&#246;nnen. Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben nun im Rahmen eines europ&#228;ischen Forschungsprojekts ein etabliertes Messverfahren weiter entwickelt, das die Leistung des hochintensiven Ultraschalls bis 500 Watt bestimmen kann. Ein Ringvergleich mit den europ&#228;ischen Partnerinstituten wurde erfolgreich abgeschlossen und bewies die korrekte Arbeitsweise des Messverfahrens.</strong></p>
<p><strong>Diese Krebstherapie mittels</strong> &#0187;High Intensity Therapeutic Ultrasound&#0171; (HITU) ist weitgehend nicht-invasiv, denn sie kommt ohne Schnitte aus. Sie kann gegen Tumore eingesetzt werden, die als inoperabel gelten, weil sie zum Beispiel zu nahe an lebenswichtigen Blutgef&#228;&#223;en, Organen, Nervenb&#252;ndeln oder Hirnregionen liegen, die bei einer herk&#246;mmlichen Operation ebenfalls verletzt werden k&#246;nnten. <strong>HITU wird heute bereits zur Behandlung von Tumoren der Prostata, der Leber und der Geb&#228;rmutter eingesetzt.</strong> Weitere Anwendungsm&#246;glichkeiten f&#252;r Mammakarzinome und Hirntumore werden erforscht.</p>
<p><strong>Die Tumortherapie durch Ultraschall</strong> funktioniert so &#228;hnlich wie das Entz&#252;nden trockener Bl&#228;tter mit einer Lupe: So wie mit der Lupe die Lichtstrahlen auf die Bl&#228;tter geb&#252;ndelt werden, werden die Ultraschallfelder durch einen gekr&#252;mmten Ultraschallwandler auf den Tumor fokussiert. In beiden F&#228;llen entsteht im Fokus eine hohe Temperatur, die die trockenen Bl&#228;tter entz&#252;ndet oder die Krebszellen auf weit &#252;ber 65 °C erhitzt. Dadurch werden die Tumorzellen abget&#246;tet und anschlie&#223;end vom K&#246;rper abgebaut. Wichtig ist, dass die hohen Temperaturen nur in der Fokusregion der Ultraschallwellen erreicht werden. So kann das Tumorgewebe gezielt zerst&#246;rt werden, w&#228;hrend das umliegende gesunde Gewebe unverletzt bleibt.</p>
<p><strong>Das Ziel der PTB-Wissenschaftler war</strong>, die Ausgangsleistung eines HITU-Wandlers bis 500 Watt zu bestimmen. Dieses Ger&#228;ts erzeugt den hochintensiven Ultraschall. Dazu benutzten sie ein Verfahren, das normalerweise f&#252;r die Leistungsmessung des schw&#228;cheren, diagnostischen Ultraschalls verwendet wird. Da die Leistung des therapeutischen Ultraschalls bis zu 5000 mal gr&#246;&#223;er sein kann als die des diagnostischen, musste das Verfahren zuerst an die Leistung des hochintensiven therapeutischen Ultraschalls angepasst werden. Die Messungen zeigen, dass ein linearer Zusammenhang zwischen der in den HITU-Wandler eingespeisten elektrischen Leistung und der akustischen Ausgangsleistung des Ger&#228;ts besteht.</p>
<p><strong>Nach der Erprobung des Verfahrens </strong>wurde nun ein Ringvergleich mit europ&#228;ischen Partnerinstituten erfolgreich abgeschlossen. Er zeigt, dass das entwickelte Messverfahren zuverl&#228;ssig funktioniert und zur Messung von Schallfeldern ebenso eingesetzt werden kann wie zur Zertifizierung der Ultraschallger&#228;te. Die an dem europ&#228;ischen Forschungsprojekt beteiligten Wissenschaftler entwickeln dar&#252;ber hinaus Verfahren, mit denen die Verteilung von Schalldruck und -intensit&#228;ten in einem HITU-Feld und die Temperaturverteilung in der Fokuszone bestimmt werden k&#246;nnen, und entwerfen Kalibrierphantome f&#252;r die Magnetresonanz-Thermometrie. Ziel ist es, zuverl&#228;ssige Modellrechnungen f&#252;r die Therapieplanung und -kontrolle zu schaffen.</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Klaus-Vitold Jenderka, PTB-Arbeitsgruppe 1.62 Ultraschall,<br />
Tel.: (0531) 592 1432, E-Mail: klaus-vitold.jenderka@ptb.de</p>
<p><strong>Mehr Info:</strong> http://www.ptb.de/</p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie man Tumore aushungert</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/05/07/wie-man-tumore-aushungert/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 05:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Angiogenese]]></category>
		<category><![CDATA[EphrinB2]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wissenschaftler aus Gie&#223;en und Frankfurt entschl&#252;sseln neue Zielstrukturen f&#252;r die Tumortherapie - Ver&#246;ffentlichung der Ergebnisse in "Nature"
Solide Tumore sind auf ein Blutgef&#228;&#223;system angewiesen, das sie mit Sauerstoff und N&#228;hrstoffen versorgt. Insbesondere b&#246;sartige Tumore zeichnen sich durch ein starkes Blutgef&#228;&#223;wachstum aus. Ein wichtiger Ansatz in der modernen Krebstherapie besteht daher darin, den Tumor auszuhungern, indem man das Wachstum der Blutgef&#228;&#223;e (die sogenannte Angiogenese) hemmt. Damit soll nicht nur das Tumorwachstum, sondern auch die Metastasierung gestoppt werden. Erfolgreich in der Klinik eingesetzte Medikamente blockieren den Gef&#228;&#223;wachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor). Allerdings zeigen verschiedene Studien, dass Tumore Resistenzen gegen diese Therapie entwickeln k&#246;nnen - wie, das ist allerdings noch unbekannt.</strong>

<strong>Einen wichtigen Beitrag</strong> zur Entschl&#252;sselung dieses Mechanismus haben Wissenschaftler aus Gie&#223;en und Frankfurt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftler aus Gie&#223;en und Frankfurt entschl&#252;sseln neue Zielstrukturen f&#252;r die Tumortherapie &#8211; Ver&#246;ffentlichung der Ergebnisse in &#0187;Nature&#0171;<br />
Solide Tumore sind auf ein Blutgef&#228;&#223;system angewiesen, das sie mit Sauerstoff und N&#228;hrstoffen versorgt. Insbesondere b&#246;sartige Tumore zeichnen sich durch ein starkes Blutgef&#228;&#223;wachstum aus. Ein wichtiger Ansatz in der modernen Krebstherapie besteht daher darin, den Tumor auszuhungern, indem man das Wachstum der Blutgef&#228;&#223;e (die sogenannte Angiogenese) hemmt. Damit soll nicht nur das Tumorwachstum, sondern auch die Metastasierung gestoppt werden. Erfolgreich in der Klinik eingesetzte Medikamente blockieren den Gef&#228;&#223;wachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor). Allerdings zeigen verschiedene Studien, dass Tumore Resistenzen gegen diese Therapie entwickeln k&#246;nnen &#8211; wie, das ist allerdings noch unbekannt.</strong></p>
<p><strong>Einen wichtigen Beitrag</strong> zur Entschl&#252;sselung dieses Mechanismus haben Wissenschaftler aus Gie&#223;en und Frankfurt geleistet: Die Arbeitsgruppen des Neuropathologen Prof. Dr. Till Acker (Institut f&#252;r Neuropathologie der Justus-Liebig-Universit&#228;t Gie&#223;en) und seiner Ehefrau, der diesj&#228;hrigen Preistr&#228;gerin des Paul-Ehrlich-Nachwuchspreises Prof. Dr. Amparo Acker-Palmer (Exzellenzcluster Makromolekulare Komplexe der Goethe-Universit&#228;t Frankfurt), haben einen neuen molekularen Mechanismus des Blutgef&#228;&#223;wachstums in Tumoren entschl&#252;sselt. Diese Ergebnisse, die Bedeutung f&#252;r die Entwicklung neuer antiangiogene Tumortherapien haben k&#246;nnen, sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift &#0187;Nature&#0171; ver&#246;ffentlicht worden.</p>
<p><strong>Die Forscher identifizierten ein Molek&#252;l (EphrinB2)</strong>, das das Aussprossen von Blutgef&#228;&#223;en w&#228;hrend der Entwicklungs- als auch Tumorangiogenese steuert. Dieses Molek&#252;l kann Signale nicht nur vorw&#228;rts zu benachbarten Zellen weiterleiten, sondern auch r&#252;ckw&#228;rts in das Zellinnere. Diesen bislang unbekannten Signalweg innerhalb der Zelle haben die Arbeitsgruppen von Prof. Acker und Prof. Acker-Palmer jetzt entschl&#252;sselt. In ihrer Studie decken sie erstmals die Bedeutung des intrazellul&#228;ren VEGF R(ezeptor)2-Transports durch EphrinB2 f&#252;r die Angiogenese auf. Hierzu blockierten sie bei M&#228;usen das intrazellul&#228;re Ende von EphrinB2, das die Signale in das Zellinnere weiterleitet. Diese M&#228;use zeigten eine verminderte Blutgef&#228;&#223;sprossung, w&#228;hrend eine Aktivierung des Rezeptors das Wachstum der Gef&#228;&#223;e verst&#228;rkte.</p>
<blockquote><p><strong>Die Wirkung von EphrinB2 beschr&#228;nkt sich nicht</strong> nur auf den durch Medikamente blockierbaren Gef&#228;&#223;wachstumsfaktor VEGFR2, sondern auch den verwandten Wachstumsfaktor VEGFR3, wie Prof. Dr. Ralf Adams und seine Mitarbeiter vom Max-Planck-Institut f&#252;r Molekulare Biomedizin in M&#252;nster in derselben Ausgabe von &#0187;Nature&#0171; berichten. &#0187;Ephrin-B2 ist daher eine entscheidende Zielstruktur f&#252;r Wirkstoffe, die das unerw&#252;nschte Gef&#228;&#223;wachstum unterbinden sollen&#0171;, sagt Prof. Acker.
</p></blockquote>
<p><strong>Titel der Publikation:</strong><br />
<em>Suphansa Sawamiphak, Sascha Seidel, Clara L. Essmann, George A. Wilkinson, Mara E. Pitulescu, Till Acker &#038; Amparo Acker-Palmer: Ephrin-B2 regulates VEGFR2 function in developmental and tumour angiogenesis. &#0187;Nature&#0171;, online ver&#246;ffentlicht am 5. Mai 2010. DOI: 10.1038/nature08995</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Till Acker<br />
Institut f&#252;r Neuropathologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Gie&#223;en und Marburg GmbH<br />
Arndtstra&#223;e 16, 35392 Gie&#223;en<br />
Telefon: 0641 99-41180 </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Laparoskopische Nierentumorentfernung auf dem Vormarsch</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/28/laparoskopische-nierentumorentfernung-auf-dem-vormarsch/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/02/28/laparoskopische-nierentumorentfernung-auf-dem-vormarsch/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 17:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Laparoskopie]]></category>
		<category><![CDATA[Niere]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Kleiner Eingriff mit gro&#223;er Wirkung - Bei einem Nierentumor muss heute nicht mehr das ganze Organ entfernt werden</h4>	
<em>Hamburg, 26. Februar 2010</em>. <strong>Patienten mit einem Tumor an der Niere, bei denen nur ein Teil des Organs entfernt wird, haben ebenso gute Prognosen wie jene, bei denen die Niere komplett entfernt wird. Das zeigen j&#252;ngste klinische Erfahrungen, &#252;ber die Experten der Asklepios Klinik Barmbek in der Fachzeitschrift medtropole f&#252;r niedergelassene &#196;rzte berichten. Zudem sind minimal invasive Operationen auf dem Vormarsch. F&#252;r die Patienten bedeutet dies zum einen eine schonendere Operation, zum anderen behalten sie ihre volle Nierenfunktion.</strong>

<strong>Erhaltung statt totale Entfernung</strong> ist das Motto, wenn es heute um die Behandlung eines Tumors an der Niere geht. Meist erfolgt der Eingriff mit 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Kleiner Eingriff mit gro&#223;er Wirkung &#8211; Bei einem Nierentumor muss heute nicht mehr das ganze Organ entfernt werden</h4>
<p><em>Hamburg, 26. Februar 2010</em>. <strong>Patienten mit einem Tumor an der Niere, bei denen nur ein Teil des Organs entfernt wird, haben ebenso gute Prognosen wie jene, bei denen die Niere komplett entfernt wird. Das zeigen j&#252;ngste klinische Erfahrungen, &#252;ber die Experten der Asklepios Klinik Barmbek in der Fachzeitschrift medtropole f&#252;r niedergelassene &#196;rzte berichten. Zudem sind minimal invasive Operationen auf dem Vormarsch. F&#252;r die Patienten bedeutet dies zum einen eine schonendere Operation, zum anderen behalten sie ihre volle Nierenfunktion.</strong></p>
<p><strong>Erhaltung statt totale Entfernung</strong> ist das Motto, wenn es heute um die Behandlung eines Tumors an der Niere geht. Meist erfolgt der Eingriff mit so genannten Laparoskopen, also von au&#223;en steuerbaren Instrumenten, die in den Bauchraum eingef&#252;hrt werden. Der Arzt sieht &#252;ber eine Kamera genau, wo sich der Tumor befindet. Dieses Vorgehen hat sich in der j&#252;ngsten Vergangenheit immer st&#228;rker etabliert und wird heute von den &#196;rzten bevorzugt, wenn die Voraussetzungen stimmen. Dazu z&#228;hlt unter anderem, dass der Tumor nicht in die Blutgef&#228;&#223;e eingewachsen ist. Nierentumoren werden auf diese Weise effektiv entfernt und die Langzeitprognose f&#252;r die Patienten ist hoch. Gleichzeitig ist der Eingriff im Gegensatz zum offen chirurgischen Eingriff f&#252;r die Patienten risiko&#228;rmer und sie k&#246;nnen das Krankenhaus nach kurzer Zeit wieder verlassen.</p>
<p><strong>Fr&#252;herkennung erm&#246;glicht schonendere OP-Verfahren</strong><br />
<strong>Ein Gro&#223;teil der Nierentumore</strong> wird heute in einem sehr fr&#252;hen Stadium durch Ultraschalluntersuchungen bei der Vorsorge oder Untersuchung anderer Symptome festgestellt. Diese Tumore sind dann noch sehr klein und lokal klar begrenzt, ohne dass sie gesundes Gewebe gesch&#228;digt haben. Diese Tatsache spricht zus&#228;tzlich f&#252;r den laparoskopischen Eingriff von au&#223;en. Studien an entnommenen Tumoren belegen weiterhin, dass <strong>rund 15 Prozent gutartig sind</strong>. Auch dieses Ergebnis spricht f&#252;r den lokal begrenzten Eingriff, denn ansonsten w&#252;rden gesunde Nieren ohne Not entfernt. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich vorab nicht abkl&#228;ren l&#228;sst, ob der Tumor gutartig oder b&#246;sartig ist. <strong>F&#252;r den Eingriff mit Laparoskopen muss ein Patient vollkommen gesund sein</strong>. In manchen F&#228;llen kann die Teilentfernung des Tumors daher auch mit einem normalen chirurgischen Eingriff erfolgen. Dies gilt, wenn die Patienten schon einmal im Bauchraum operiert wurden oder Lungenerkrankungen haben.</p>
<p><strong>Unterschiedliche Studien zeigten</strong>, dass Patienten, denen die Niere nur teilweise entfernt wird, eine genau so hohe &#220;berlebensrate haben wie jene, bei denen das ganze Organ entfernt wurde. Neuere Studien zeigen sogar, dass dies bis zu einer <strong>Tumorgr&#246;&#223;e von sieben Zentimetern</strong> der Fall ist. Bei einer teilweisen Entnahme profitiert der Patient also bei gleichem Therapieerfolg hinsichtlich der Krebserkrankung vom Erhalt der Niere. </p>
<blockquote><p>Daher, so berichten die Autoren Dr. Holger B&#246;hme, leitender Oberarzt der Abteilung f&#252;r Urologie in der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg, und Prof. Dr. Andreas Gross, Chefarzt der Abteilung, weiter, wird bei den meisten heute diagnostizierten Nierentumoren die Teiloperation zumindest grunds&#228;tzlich versucht. Zwar werden die meisten dieser Operationen noch auf dem klassischen Weg durchgef&#252;hrt, doch ist die Laparoskopie auf dem Vormarsch, wie Erfahrungen an der Asklepios Klinik Barmbek belegen. W&#228;hrend beim konventionellen Vorgehen eine Schnittl&#228;nge von 15 bis 20 Zentimeter erforderlich ist, gen&#252;gen bei der laparoskopischen Operation drei Einschnitte von je einem Zentimeter und ein etwas gr&#246;&#223;erer Schnitt, durch den der Tumor nach au&#223;en entfernt wird. Weniger Schmerzen nach der Operation und weniger Blutverlust sind weitere Vorteile. Bei beiden Operationsarten wird zun&#228;chst die Niere freigelegt, dann werden die Blutgef&#228;&#223;e abgebunden und der Tumor entfernt. Das Nierengewebe wird vern&#228;ht und die Blutzufuhr wieder hergestellt. Anschlie&#223;end werden das Tumorgewebe und das Randgewebe untersucht. Erst wenn klar sein sollte, dass das Randgewebe von Krebszellen befallen ist, muss eine zweite Operation erfolgen, oder die Entnahme der ganzen Niere.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<a href="http://www.medtropole.de">Homepage</a> der &#196;rztezeitschrift medtropole<br />
<a href="http://www.asklepios.com/barmbek">Homepage</a> der Asklepios Klinik Barmbek</p>]]></content:encoded>
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		<title>Mit Elektroskalpell in Echtzeit b&#246;sartige Tumorzellen von gesundem Gewebe unterscheiden</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/09/29/mit-elektroskalpell-in-echtzeit-boesartige-tumorzellen-von-gesundem-gewebe-unterscheiden/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 13:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Elektroskalpell]]></category>
		<category><![CDATA[Gewebe]]></category>
		<category><![CDATA[Massenspektrometrie]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/09/elektrosalpell.jpg" rel="lightbox[pics1709]" title="Elektroskalpell"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/09/elektrosalpell.thumbnail.jpg" alt="Elektroskalpell" width="255" height="243" class="attachment wp-att-1710" /></a><div class="imagecaption">Elektroskalpell (Grafik: GDCh)</div></div><strong>Kopplung von Elektrochirurgie und Massenspektrometrie f&#252;r die Echtzeitidentifikation von Tumorgewebe</strong>
<strong>Statt mit einem klassischen Skalpell kann ein Chirurg auch mit einem Elektroskalpell operieren. Wesentlicher Vorteil ist, dass beim Schnitt gleich Gef&#228;&#223;e verschlossen und Blutungen unterbunden werden. Jetzt k&#246;nnte ein weiterer Vorteil hinzukommen: Ein deutsch-ungarisches Forscherteam hat eine auf Massenspektrometrie basierende Methode entwickelt, mit der Gewebe w&#228;hrend eines chirurgischen Eingriffs analysiert werden kann. Wie das Team um Zoltán Takáts in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, k&#246;nnte so in der Krebschirurgie in Echtzeit zwischen b&#246;sartigen Tumorzellen und umgebendem gesunden Gewebe unterschieden werden. Bisher schlie&#223;t sich an eine Tumor-OP die genaue histologische Untersuchung des entnommenen Gewebes an, die einige Tage in Anspruch nimmt. Sollte sich dabei herausstellen, dass der Tumor nicht vollst&#228;ndig entfernt wurde, ist eine zweite OP notwendig. Dies k&#246;nnte die neue Methode Patienten zuk&#252;nftig ersparen.</strong>

<strong>Bei der Elektrochirurgie wird das Gewebe lokal</strong> mit einem hochfrequenten elektrischen Strom behandelt, um einen Schnitt zu f&#252;hren, Gewebe abzutragen oder um Blutungen zu stillen. Das behandelte Gewebe wird dabei stark erhitzt und verdampft teilweise. Durch den elektrischen Strom entstehen dabei auch elektrisch geladene Molek&#252;le. Diesen Vorgang macht sich das Team aus Wissenschaftlern...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/09/elektrosalpell.jpg" rel="lightbox[pics1709]" title="Elektroskalpell"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/09/elektrosalpell.thumbnail.jpg" alt="Elektroskalpell" width="255" height="243" class="attachment wp-att-1710" /></a>
<div class="imagecaption">Elektroskalpell (Grafik: GDCh)</div>
</div>
<p><strong>Kopplung von Elektrochirurgie und Massenspektrometrie f&#252;r die Echtzeitidentifikation von Tumorgewebe</strong><br />
<strong>Statt mit einem klassischen Skalpell kann ein Chirurg auch mit einem Elektroskalpell operieren. Wesentlicher Vorteil ist, dass beim Schnitt gleich Gef&#228;&#223;e verschlossen und Blutungen unterbunden werden. Jetzt k&#246;nnte ein weiterer Vorteil hinzukommen: Ein deutsch-ungarisches Forscherteam hat eine auf Massenspektrometrie basierende Methode entwickelt, mit der Gewebe w&#228;hrend eines chirurgischen Eingriffs analysiert werden kann. Wie das Team um Zoltán Takáts in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, k&#246;nnte so in der Krebschirurgie in Echtzeit zwischen b&#246;sartigen Tumorzellen und umgebendem gesunden Gewebe unterschieden werden. Bisher schlie&#223;t sich an eine Tumor-OP die genaue histologische Untersuchung des entnommenen Gewebes an, die einige Tage in Anspruch nimmt. Sollte sich dabei herausstellen, dass der Tumor nicht vollst&#228;ndig entfernt wurde, ist eine zweite OP notwendig. Dies k&#246;nnte die neue Methode Patienten zuk&#252;nftig ersparen.</strong></p>
<p><strong>Bei der Elektrochirurgie wird das Gewebe lokal</strong> mit einem hochfrequenten elektrischen Strom behandelt, um einen Schnitt zu f&#252;hren, Gewebe abzutragen oder um Blutungen zu stillen. Das behandelte Gewebe wird dabei stark erhitzt und verdampft teilweise. Durch den elektrischen Strom entstehen dabei auch elektrisch geladene Molek&#252;le. Diesen Vorgang macht sich das Team aus Wissenschaftlern von der Universit&#228;t Gie&#223;en, der Budapester Firma Massprom, der Semmelweis-Universit&#228;t sowie dem Nationalen Forschungsinstitut f&#252;r Radiobiologie und Radiohygiene, ebenfalls Budapest, zu Nutze f&#252;r ihre neue Methode &#0187;<em>Rapid Evaporation Ionisation Mass Spectrometry</em>&#0171;, abgek&#252;rzt als <em>REIMS</em>. <strong>Sie statteten ein elektrochirurgisches Instrument mit einer speziellen Pumpe aus, die die verdampfenden Zellbestandteile &#252;ber einen Schlauch einsaugt und die geladenen Molek&#252;le in ein Massenspektrometer einleitet.</strong></p>
<blockquote><p><strong>Wie sich zeigte, werden vor allem Lipide,</strong> die Bestandteile von Zellmembranen, im Massenspektrometer registriert. &#0187;Unterschiedliche Gewebetypen zeigen charakteristische Unterschiede in ihrer Lipidzusammensetzung&#0171;, erl&#228;utert Takáts. &#0187;Auch Tumorgewebe unterscheidet sich von gesundem.&#0171; Es gelang den Wissenschaftlern, einen speziellen Algorithmus zu entwickeln, mit dem sich Gewebetypen eindeutig identifizieren und unterscheiden lassen.</p>
<p>&#0187;<strong>Die Gewebeanalyse mit REIMS inklusive Datenauswertung ben&#246;tigt nur Bruchteile von Sekunden</strong>&#0171;, so Takáts. &#0187;W&#228;hrend einer Operation erhielte der Chirurg somit praktisch Echtzeitinformationen &#252;ber die Natur des Gewebes, das er gerade schneidet.&#0171; Vor allem f&#252;r die Krebschirurgie er&#246;ffnen sich neue Perspektiven: Die Methode hilft, den Tumor w&#228;hrend des Eingriffs exakt zu lokalisieren und vom umgebenden gesunden Gewebe abzugrenzen. REIMS liefert zudem Informationen, ob sich das Karzinom noch im Anfangsstadium befindet oder schon fortgeschritten ist.</p></blockquote>
<p><strong>Autor:</strong> <em>Zoltán Takáts</em>, Justus-Liebig-Universit&#228;t Gie&#223;en (Germany), mailto:zoltan.takats@anorg.chemie.uni-giessen.de<br />
<em><strong>Angewandte Chemie</strong>, doi: 10.1002/ange.200902546</em></p>
<p>Angewandte Chemie, Postfach 101161, 69495 Weinheim, Germany </p>]]></content:encoded>
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		<title>Salmonellen vs. Tumor &#8211; Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben&#8230;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/08/26/salmonellen-vs-tumor-den-teufel-mit-dem-beelzebub-austreiben/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/08/26/salmonellen-vs-tumor-den-teufel-mit-dem-beelzebub-austreiben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 17:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[HZI]]></category>
		<category><![CDATA[Salmonellen]]></category>
		<category><![CDATA[TNF]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>In der Fachzeitschrift</strong> "<em>PLoS ONE</em>" zeigen <strong>Sara Bartels</strong> und <strong>Siegfried Wei&#223;</strong> vom Braunschweiger <em>Helmholtz-Zentrum f&#252;r Infektionsforschung (HZI)</em> jetzt, wie die Bakterien in die Tumore einwandern. Ein Botenstoff des Immunsystems verschafft ihnen den Zutritt: Er macht die Blutgef&#228;&#223;e im Krebsgewebe durchl&#228;ssig, die Bakterien k&#246;nnen einwandern und den Tumor besiedeln. Gleichzeitig sammelt sich das Blut im Gewebe und es bildet sich eine so genannte Nekrose - der Tumor stirbt ab. "<em>Der Bluteinstrom in das Tumorgewebe war der Ausgangspunkt f&#252;r unsere Suche nach dem Mechanismus</em>", sagt Siegfried Wei&#223;, Leiter der Arbeitsgruppe "Molekulare Immunologie" am HZI. "<strong>Es gibt einen Botenstoff bei Entz&#252;ndungen, der genau so eine Reaktion ausl&#246;st. Den haben wir zun&#228;chst gesucht - und gefunden.</strong>" 

<strong>Dieser Botenstoff ist</strong> nach einer seiner Aufgaben im K&#246;rper benannt: Tumornekrosefaktor, kurz TNF-alpha. Die Immunzellen senden TNF-alpha aus, wenn sie beispielsweise Salmonellen im K&#246;rper entdecken und alarmieren damit andere Zellen des Immunsystems. Durch die Entz&#252;ndungsreaktion l&#246;sen sich aber auch Blutgef&#228;&#223;e auf. Das gleiche passiert auch in einem Tumor: Hier hat TNF-alpha ein leichtes Spiel, denn die Blutgef&#228;&#223;e in einem Krebsgeschw&#252;r unterscheiden sich grundlegend von einer gesunden Arterie oder Vene. Die Gef&#228;&#223;e im Tumor sind ungleichm&#228;&#223;ig gebaut, por&#246;s und haben teilweise tote Enden. So reicht nur wenig des Faktors aus, um die W&#228;nde der Blutbahnen im Tumor aufzul&#246;sen und das Blut in das Gewebe einstr&#246;men zu lassen.

<strong>Die Hoffnung der Forscher:</strong> Sie wollen Salmonellen so ver&#228;ndern, dass diese f&#252;r die Krebstherapie nutzbar werden. Die Bakterien sollen in Krebspatienten gezielt in Tumore einwandern und diesen zum Absterben bringen. Der gro&#223;e Reiz dieser Art Tumore abzut&#246;ten, liegt in den Lebensgewohnheiten der Salmonellen. Sie f&#252;hlen sich nahezu &#252;berall wohl - egal ob ihnen Sauerstoff in schlecht durchbluteten Geweben zur Verf&#252;gung steht oder nicht. Genau diese schlecht versorgten Zonen in einem Geschwulst erreichen jedoch traditionelle Krebstherapien nicht, denn dort wo kein Blut mehr str&#246;mt, werden auch keinen Chemotherapeutika hin transportiert. Und selbst Strahlentherapie ben&#246;tigt Sauerstoff f&#252;r die Reaktionen im Gewebe.

<strong>Das Ph&#228;nomen, dass Tumore</strong> von Bakterien angegriffen werden, kennen Wissenschaftler schon l&#228;nger. Allerdings war eine Krebstherapie mit Krankheitserregern bislang undenkbar. Zu gro&#223; w&#228;re das Risiko f&#252;r die Patienten an der Infektion zu sterben. "<em>Wir haben jetzt einen wichtigen Hinweis bekommen wie Salmonellen in den Tumor eindringen und nun k&#246;nnen wir versuchen, die Bakterien entsprechend so zu manipulieren, dass sie f&#252;r die Krebstherapie nutzbar werden ohne gef&#228;hrliche Infektionen auszul&#246;sen</em>", sagt Sara Bartels.

<strong>Dabei helfen vor allem </strong>die Ergebnisse ihrer Studie. Die hat gezeigt, dass die Aussch&#252;ttung von TNF-alpha dazu beitr&#228;gt, dass...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:355px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/salmonnellen-tumor.jpg" rel="lightbox[pics1647]" title="Tumor mit Salmonellen. Die gelb-gr&#252;nen Punkte sind Bakterien, in blau ist die Au&#223;engrenze des Tumors dargestellt. Foto: Helmholtz-Zentrum f&#252;r Infektionsforschung (HZI)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/salmonnellen-tumor.thumbnail.jpg" alt="Foto Tumor mit Salmonellen" width="355" height="355" class="attachment wp-att-1648" /></a>
<div class="imagecaption">Tumor mit Salmonellen. Die gelb-gr&#252;nen Punkte sind Bakterien, in blau ist die Au&#223;engrenze des Tumors dargestellt. Foto: Helmholtz-Zentrum f&#252;r Infektionsforschung (HZI)</div>
</div>
<p><strong>Wissenschaftler des HZI erforschen, wie Salmonellen Tumore abt&#246;ten.</strong></p>
<p><strong>Salmonellen haftet ein schlechtes Image an</strong>. Kaum ein Sommer vergeht ohne eine Zeitungsmeldung von schweren Salmonellen-Infektionen durch Eierspeisen oder H&#252;hnerfleisch. Aber Salmonellen machen uns nicht nur krank &#8211; sie k&#246;nnten uns in Zukunft auch helfen, Krebs zu bek&#228;mpfen. Die Bakterien wandern n&#228;mlich in Tumore ein und helfen dabei, sie zu zerst&#246;ren. Au&#223;erdem finden sie eigenst&#228;ndig Metastasen im K&#246;rper von Laborm&#228;usen und k&#246;nnen auch hier zur Heilung f&#252;hren.</p>
<p><strong>In der Fachzeitschrift</strong> &#0187;<em>PLoS ONE</em>&#0171; zeigen <strong>Sara Bartels</strong> und <strong>Siegfried Wei&#223;</strong> vom Braunschweiger <em>Helmholtz-Zentrum f&#252;r Infektionsforschung (HZI)</em> jetzt, wie die Bakterien in die Tumore einwandern. Ein Botenstoff des Immunsystems verschafft ihnen den Zutritt: Er macht die Blutgef&#228;&#223;e im Krebsgewebe durchl&#228;ssig, die Bakterien k&#246;nnen einwandern und den Tumor besiedeln. Gleichzeitig sammelt sich das Blut im Gewebe und es bildet sich eine so genannte Nekrose &#8211; der Tumor stirbt ab. &#0187;<em>Der Bluteinstrom in das Tumorgewebe war der Ausgangspunkt f&#252;r unsere Suche nach dem Mechanismus</em>&#0171;, sagt Siegfried Wei&#223;, Leiter der Arbeitsgruppe &#0187;Molekulare Immunologie&#0171; am HZI. &#0187;<strong>Es gibt einen Botenstoff bei Entz&#252;ndungen, der genau so eine Reaktion ausl&#246;st. Den haben wir zun&#228;chst gesucht &#8211; und gefunden.</strong>&#0171; </p>
<p><strong>Dieser Botenstoff ist</strong> nach einer seiner Aufgaben im K&#246;rper benannt: Tumornekrosefaktor, kurz TNF-alpha. Die Immunzellen senden TNF-alpha aus, wenn sie beispielsweise Salmonellen im K&#246;rper entdecken und alarmieren damit andere Zellen des Immunsystems. Durch die Entz&#252;ndungsreaktion l&#246;sen sich aber auch Blutgef&#228;&#223;e auf. Das gleiche passiert auch in einem Tumor: Hier hat TNF-alpha ein leichtes Spiel, denn die Blutgef&#228;&#223;e in einem Krebsgeschw&#252;r unterscheiden sich grundlegend von einer gesunden Arterie oder Vene. Die Gef&#228;&#223;e im Tumor sind ungleichm&#228;&#223;ig gebaut, por&#246;s und haben teilweise tote Enden. So reicht nur wenig des Faktors aus, um die W&#228;nde der Blutbahnen im Tumor aufzul&#246;sen und das Blut in das Gewebe einstr&#246;men zu lassen.</p>
<p><strong>Die Hoffnung der Forscher:</strong> Sie wollen Salmonellen so ver&#228;ndern, dass diese f&#252;r die Krebstherapie nutzbar werden. Die Bakterien sollen in Krebspatienten gezielt in Tumore einwandern und diesen zum Absterben bringen. Der gro&#223;e Reiz dieser Art Tumore abzut&#246;ten, liegt in den Lebensgewohnheiten der Salmonellen. Sie f&#252;hlen sich nahezu &#252;berall wohl &#8211; egal ob ihnen Sauerstoff in schlecht durchbluteten Geweben zur Verf&#252;gung steht oder nicht. Genau diese schlecht versorgten Zonen in einem Geschwulst erreichen jedoch traditionelle Krebstherapien nicht, denn dort wo kein Blut mehr str&#246;mt, werden auch keinen Chemotherapeutika hin transportiert. Und selbst Strahlentherapie ben&#246;tigt Sauerstoff f&#252;r die Reaktionen im Gewebe.</p>
<p><strong>Das Ph&#228;nomen, dass Tumore</strong> von Bakterien angegriffen werden, kennen Wissenschaftler schon l&#228;nger. Allerdings war eine Krebstherapie mit Krankheitserregern bislang undenkbar. Zu gro&#223; w&#228;re das Risiko f&#252;r die Patienten an der Infektion zu sterben. &#0187;<em>Wir haben jetzt einen wichtigen Hinweis bekommen wie Salmonellen in den Tumor eindringen und nun k&#246;nnen wir versuchen, die Bakterien entsprechend so zu manipulieren, dass sie f&#252;r die Krebstherapie nutzbar werden ohne gef&#228;hrliche Infektionen auszul&#246;sen</em>&#0171;, sagt Sara Bartels.</p>
<p><strong>Dabei helfen vor allem </strong>die Ergebnisse ihrer Studie. Die hat gezeigt, dass die Aussch&#252;ttung von TNF-alpha dazu beitr&#228;gt, dass die Salmonellen den Tumor effizient besiedeln k&#246;nnen. Folglich k&#246;nnten zu stark abgeschw&#228;chte Salmonellen nicht mehr in der Lage sein, den Tumor zu besiedeln, da das Immunsystem nicht stark genug auf sie reagiert und zu wenig des Nekrosefaktors aussch&#252;ttet. </p>
<blockquote><p>&#0187;Wir m&#252;ssen jetzt das richtige Ma&#223; an Aggressivit&#228;t der Bakterien finden, so dass der Tumor besiedelt und zerst&#246;rt, der Patient aber nicht gef&#228;hrdet wird&#0171;, erkl&#228;rt die Wissenschaftlerin. Gelingt den Forschern aus Braunschweig dieses Kunstst&#252;ck, k&#246;nnen sie sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Salmonellen dazu nutzen, therapeutische Stoffe im Tumor freizusetzen, die zu dessen effektiver Zerst&#246;rung beitragen. Die w&#252;rden dann mit den Salmonellen in den Tumor gelangen und auch noch die letzten Krebszellen abt&#246;ten &#8211; und das w&#228;re eine Revolution in der Tumortherapie. &#0187;Es handelt sich hierbei aber noch um absolute Grundlagenforschung und Versuche mit Laborm&#228;usen&#0171;, sagt Siegfried Wei&#223;, &#0187;es kann noch Jahre dauern, bis diese Methode f&#252;r den Menschen einsetzbar ist.&#0171;</p></blockquote>
<p>H&#246;ren Sie zu diesem Thema auch den <a href="http://www.helmholtz-hzi.de/de/presse_und_oeffentlichkeit/medienangebot/audio/" title="Link zu den Audioangeboten des HZI">Podcast</a> &#0187;Teufel gegen Beelzebub&#0171; auf www.helmholtz-hzi.de (Forschung zum Anh&#246;ren). <strong>Sara Bartels erz&#228;hlt Ihnen</strong>, wie Salmonellen in Tumore einwandern. </p>]]></content:encoded>
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