<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>DZKF WEBLOG &#187; Viren</title>
	<atom:link href="http://www.dzkfblog.de/tag/viren/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.dzkfblog.de</link>
	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 15:25:58 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Schlafende Viren – alles eine Frage des Gleichgewichts?!</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/06/08/schlafende-viren-alles-eine-frage-des-gleichgewichts/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/06/08/schlafende-viren-alles-eine-frage-des-gleichgewichts/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 18:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[LANA]]></category>
		<category><![CDATA[SLK-Zelle]]></category>
		<category><![CDATA[Viren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=2230</guid>
		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/slk-zellen.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Immunfluoreszenzf&#228;rbung von LANA in SLK-Zellen (T. G&#252;nther, HPI)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/slk-zellen.thumbnail.jpg" alt="Immunfluoreszenzf&#228;rbung" width="255" height="170" class="attachment wp-att-2229" /></a><div class="imagecaption">Immunfluoreszenzf&#228;rbung von LANA in SLK-Zellen (T. G&#252;nther, HPI)</div></div><strong>Was veranlasst Viren, sich entweder massiv zu vermehren oder sich ruhend "wie ein Wolf im Schafspelz" im Gewebe zu verstecken und in einem so genannten latenten Zustand zu verharren? Forscher des Hamburger Heinrich-Pette-Instituts (http://www.hpi-hamburg.de)konnten jetzt nach mehrj&#228;hriger Forschung detaillierte Antworten darauf geben. Sie untersuchten das Karposi Sarcom-assoziierte Herpesvirus (KSHV) - ein Herpesvirus, das an der Entstehung b&#246;sartiger Tumore bei AIDS-Patienten beteiligt ist.</strong>
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/slk-zellen.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Immunfluoreszenzf&#228;rbung von LANA in SLK-Zellen (T. G&#252;nther, HPI)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/slk-zellen.thumbnail.jpg" alt="Immunfluoreszenzf&#228;rbung" width="255" height="170" class="attachment wp-att-2229" /></a>
<div class="imagecaption">Immunfluoreszenzf&#228;rbung von LANA in SLK-Zellen (T. G&#252;nther, HPI)</div>
</div>
<p><strong>Was veranlasst Viren, sich entweder massiv zu vermehren oder sich ruhend &#0187;wie ein Wolf im Schafspelz&#0171; im Gewebe zu verstecken und in einem so genannten latenten Zustand zu verharren? Forscher des Hamburger Heinrich-Pette-Instituts (http://www.hpi-hamburg.de)konnten jetzt nach mehrj&#228;hriger Forschung detaillierte Antworten darauf geben. Sie untersuchten das Karposi Sarcom-assoziierte Herpesvirus (KSHV) &#8211; ein Herpesvirus, das an der Entstehung b&#246;sartiger Tumore bei AIDS-Patienten beteiligt ist.</strong></p>
<p><strong>Thomas G&#252;nther und Adam Grundhoff</strong> ver&#246;ffentlichten ihre aktuelle Studie jetzt in der renommierten Fachzeitschrift &#0187;<em>PLoS-Pathogen</em>&#0171; (1). &#0187;Im schlafenden, latenten Zustand legen Herpesviren fast das gesamte Erbgut still und es werden keine neuen Viren gebildet. So kann sich ein Herpesvirus lebenslang im K&#246;rper verstecken. Sobald infizierte K&#246;rperzellen jedoch gestresst sind, z.B. durch starke Strahlenbelastungen oder zus&#228;tzliche Infektionen, wird es den Viren darin zu ungem&#252;tlich und sie schalten das volle Programm wieder an. Die Folge: Herpesviren vermehren sich, k&#246;nnen erneut streuen und weitere Zellen infizieren.&#0171;, erl&#228;utert Grundhoff. Dieses Ph&#228;nomen ist auch bei Herpes Simplex Viren und ihren typischen aufbl&#252;henden Herpesbl&#228;schen am Mund bekannt.</p>
<p><strong>Grundhoff und G&#252;nther entdeckten</strong>, dass Karposi Sarcom-assoziierte Herpesviren einen ausgekl&#252;gelten mehrschichtigen Kontrollmechanismus zur Steuerung ihrer Latenz nutzen, der normalerweise in den Stammzellen unseres K&#246;rpers angesto&#223;en wird, sobald diese in bestimmte Zelltypen ausreifen. &#0187;Auch das KSHV-Erbgut befindet sich in einem fein ausbalancierten Gleichgewicht, das jederzeit in eine Richtung ausschlagen kann – zwischen Wachen und Schlafen. Herpesviren nutzen diese Mechanismen gezielt aus, um die Aktivit&#228;t ihrer Gene zu steuern &#8211; eine perfekte Anpassung an die menschliche Wirtszelle&#0171;, so das Forscher-Team.</p>
<p><strong>Dieses Gleichgewicht ist sehr sensibel</strong> und wird durch hochkomplexe Muster am Erbgut gesteuert. Sie hei&#223;en epigenetische Modifikationsmuster. Darunter verstehen Genetiker zahlreiche biochemische Ver&#228;nderungen &#8211; sowohl am Erbgut selbst, wie auch an dessen Verpackungsproteinen. Den HPI-Forschern gelang es jetzt erstmals, diese Muster zu entschl&#252;sseln. Da&#252;ber hinaus entdeckten sie neue bisher unbekannte Bereiche im KSHV-Erbgut, die bei der Latenz eine Rolle spielen k&#246;nnten. &#0187;Das ist auch deswegen so wichtig, weil latente Viren an der Krebsentstehung beteiligt sind und wir diese Mechanismen verstehen und ihnen letztendlich auch entgegenwirken wollen&#0171;, so Grundhoff.</p>
<p>(1)<strong>Publikation:</strong> <em>G&#252;nther T, Grundhoff A (2010) The Epigenetic Landscape of Latent Kaposi Sarcoma-Associated Herpesvirus Genomes. PLoS Pathog 6(6): e1000935. doi:10.1371/journal.ppat.1000935</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong> Dr. Adam Grundhoff, HPI; E-Mail: adam.grundhoff@hpi.uni-hamburg.de<br />
http://www.hpi-hamburg.de &#8211; Heinrich-Pette-Institut f&#252;r Experimentelle Virologie und Immunologie, Hamburg</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2010/06/08/schlafende-viren-alles-eine-frage-des-gleichgewichts/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dendritische Zellen &#8211; Nicht alle erkennen Viren</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/19/dendritische-zellen-nicht-alle-erkennen-viren/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/02/19/dendritische-zellen-nicht-alle-erkennen-viren/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 05:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[dendritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Protein]]></category>
		<category><![CDATA[Viren]]></category>
		<category><![CDATA[Zelle]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=1999</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Um uns vor Viren, Bakterien und Parasiten</strong> zu sch&#252;tzen, sind die Immunzellen unseres K&#246;rpers mit verschiedenen Abwehrsystemen ausgestattet. Wissenschaftler des MPI f&#252;r Biochemie und der Biotech-Firma Bavarian Nordic GmbH in Martinsried haben jetzt erstmals eine hochspezialisierte Familie der Abwehrzellen auf Ebene ihrer Proteine untersucht. "<em>Zu unserer &#220;berraschung erkannten wir, dass nicht alle Mitglieder der dendritischen Zellfamilie Krankheitserreger wie Viren erkennen k&#246;nnen</em>", erl&#228;utert Christian A. Luber, Wissenschaftler am MPI f&#252;r Biochemie. "<em>Dieses Verhalten konnten wir allein aus ihrer Proteinausstattung vorhersagen.</em>" Die Arbeit wurde jetzt in "<em>Immunity</em>" publiziert ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um uns vor Viren, Bakterien und Parasiten</strong> zu sch&#252;tzen, sind die Immunzellen unseres K&#246;rpers mit verschiedenen Abwehrsystemen ausgestattet. Wissenschaftler des MPI f&#252;r Biochemie und der Biotech-Firma Bavarian Nordic GmbH in Martinsried haben jetzt erstmals eine hochspezialisierte Familie der Abwehrzellen auf Ebene ihrer Proteine untersucht. &#0187;<em>Zu unserer &#220;berraschung erkannten wir, dass nicht alle Mitglieder der dendritischen Zellfamilie Krankheitserreger wie Viren erkennen k&#246;nnen</em>&#0171;, erl&#228;utert Christian A. Luber, Wissenschaftler am MPI f&#252;r Biochemie. &#0187;<em>Dieses Verhalten konnten wir allein aus ihrer Proteinausstattung vorhersagen.</em>&#0171; Die Arbeit wurde jetzt in &#0187;<em>Immunity</em>&#0171; publiziert.<br />
Die Immunabwehr ist ein hochkomplexes System, welches aus vielen verschiedenen Zelltypen besteht. F&#252;r eine erfolgreiche Bek&#228;mpfung von unerw&#252;nschten Eindringlingen ist es deshalb notwendig, all diese Zellen eng zu koordinieren. <strong>Die Entscheidung, bei welcher Infektion welcher Zelltyp wie eingesetzt wird, trifft hierbei eine hochspezialisierte Familie von Abwehrzellen: die dendritischen Zellen.</strong></p>
<p><strong>Wie eine Art Polizei sitzen</strong> dendritische Zellen in Geweben wie der Haut und warten auf Eindringlinge. Treffen sie auf einen solchen, nehmen sie alle Informationen &#252;ber den Fremdling auf. Anschlie&#223;end wandern sie zu den Lymphknoten, wo sie die Informationen anderen Abwehrzellen wie ein Fahndungsfoto pr&#228;sentieren. Diese k&#246;nnen dann mit der zielgerichteten Abwehr beginnen. &#0187;Dendritische Zellen sind sozusagen Zellen im Generalsrang, die den anderen Truppen die Richtung zur Bek&#228;mpfung einer Infektion vorgeben&#0171;, erkl&#228;rt Christian A. Luber. &#0187;Genau diese F&#252;hrungsrolle macht sie f&#252;r uns so interessant.&#0171;</p>
<p><strong>Bisher nahmen Wissenschaftler an</strong>, dass jede dendritische Zelle Viren erkennen kann. Die Ergebnisse der Forschungsabteilung Proteomics und Signaltransduktion unter Leitung von Matthias Mann zeigen jedoch, dass nur bestimmte Mitglieder der dendritischen Zellfamilie die daf&#252;r notwendige Proteinausstattung besitzen.</p>
<p><strong>In Zusammenarbeit mit der Bavarian Nordic GmbH</strong> konnte dieses Ergebnis best&#228;tigt werden. Die Forscher infizierten dendritischen Zellen mit verschiedenen Viren, darunter auch Grippeviren, und stellten fest, dass ein bestimmtes Familienmitglied der dendritischen Zellen keine Reaktion zeigt. Ihm fehlen die notwendigen Proteine, um die Viren erkennen zu k&#246;nnen. </p>
<blockquote><p>&#0187;Es ist schon seit l&#228;ngerem bekannt, dass dendritische Zellen so etwas wie Arbeitsteilung kennen. Dass dies auch f&#252;r etwas so Fundamentales wie die Erkennung von Grippeviren gilt, hat uns sehr erstaunt&#0171;, so Christian A. Luber. &#0187;Unsere Ergebnisse k&#246;nnten helfen, die komplexen Mechanismen des Immunsystems noch besser zu verstehen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong><br />
C. A. Luber, J. Cox, H. Lauterbach, B. Fancke, M. Selbach, J.Tschopp, S. Akira, M. Wiegand, H. Hochrein, M. O&#8249;Keeffe, M. Mann: Quantitative proteomics reveals subset-specific viral recognition in dendritic cells. Immunity, February 18, 2010.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Matthias Mann<br />
Proteomics and Signaltransduktion<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r Biochemie<br />
An Klopferspitz 18<br />
82152 Martinsried<br />
mmann@biochem.mpg.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2010/02/19/dendritische-zellen-nicht-alle-erkennen-viren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neue Hautkrebs-Therapie im Mausversuch erfolgreich</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/08/13/neue-hautkrebs-therapie-im-mausversuch-erfolgreich/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/08/13/neue-hautkrebs-therapie-im-mausversuch-erfolgreich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 16:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Chemo]]></category>
		<category><![CDATA[Erbgut]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Melanom]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>
		<category><![CDATA[Viren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=1636</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Eine neue Kombinationstherapie kann augenscheinlich sogar gegen weit fortgeschrittenen Hautkrebs Erstaunliches ausrichten - zumindest in M&#228;usen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universit&#228;t Bonn, die in der Zeitschrift Cancer Research erschienen ist (doi:10.1158/0008-5472.CAN-09-0579). Die Forscher konnten selbst schwerkranke Tiere erfolgreich behandeln: Sowohl die Prim&#228;r-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen verschwanden vollst&#228;ndig. Eine Studie mit menschlichen Patienten steht noch aus.</strong>

<strong>Mit kombinierten Chemoimmuntherapien</strong> konnten in den USA bereits Menschen mit fortgeschrittenem Hautkrebs erfolgreich behandelt werden. Dies erfolgte jedoch im Rahmen von sehr aufw&#228;ndigen und teueren wissenschaftlichen Studien. Diese sind derzeit weltweit nur an ganz wenigen Zentren m&#246;glich. Die Bonner Wissenschaftler haben nun eine neue Form von Chemoimmuntherapie entwickelt. Sie kombinierten dazu drei verschiedene Ans&#228;tze: Zun&#228;chst unterzogen sie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine neue Kombinationstherapie kann augenscheinlich sogar gegen weit fortgeschrittenen Hautkrebs Erstaunliches ausrichten &#8211; zumindest in M&#228;usen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universit&#228;t Bonn, die in der Zeitschrift Cancer Research erschienen ist (doi:10.1158/0008-5472.CAN-09-0579). Die Forscher konnten selbst schwerkranke Tiere erfolgreich behandeln: Sowohl die Prim&#228;r-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen verschwanden vollst&#228;ndig. Eine Studie mit menschlichen Patienten steht noch aus.</strong></p>
<p><strong>Mit kombinierten Chemoimmuntherapien</strong> konnten in den USA bereits Menschen mit fortgeschrittenem Hautkrebs erfolgreich behandelt werden. Dies erfolgte jedoch im Rahmen von sehr aufw&#228;ndigen und teueren wissenschaftlichen Studien. Diese sind derzeit weltweit nur an ganz wenigen Zentren m&#246;glich. Die Bonner Wissenschaftler haben nun eine neue Form von Chemoimmuntherapie entwickelt. Sie kombinierten dazu drei verschiedene Ans&#228;tze: Zun&#228;chst unterzogen sie die krebskranken M&#228;use einer Chemotherapie. Im Anschluss spritzten sie den Tieren Killerzellen des Immunsystems in die Blutbahn, die Hautkrebszellen spezifisch erkennen k&#246;nnen. Zus&#228;tzlich injizierten die Forscher k&#252;nstlich hergestelltes Viren-Erbgut, um die nat&#252;rliche Immunabwehr in Alarmbereitschaft zu versetzen. Alle Komponenten waren f&#252;r den Erfolg der Therapie notwendig.</p>
<blockquote><p>&#0187;Um erfolgreiche Kombinationstherapien zu finden, braucht man vor allem neue experimentelle Modelle, die die Situation beim Menschen simulieren&#0171;, erkl&#228;rt der Bonner Hautkrebsforscher Professor Dr. Thomas T&#252;ting.</p></blockquote>
<p><strong><br />
Hierzu haben die Bonner Forscher</strong> einen besonderen genetisch ver&#228;nderten Mausstamm verwandt. Diese Tiere bekommen Melanome, die in ihrer Entstehung und Morphologie den menschlichen Tumoren verbl&#252;ffend &#228;hnlich sind. Bei der Behandlung waren alleinige Chemo- oder Immuntherapien weitgehend unwirksam. Durch ihre Dreierstrategie konnten die Forscher jedoch sowohl die Prim&#228;r-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen gezielt zerst&#246;ren.</p>
<p><strong>Tumor in die Zange genommen</strong></p>
<p>strong>Ein Schl&#252;ssel zum Erfolg</strong> war die Nutzung eines uralten k&#246;rpereigenen Abwehrsystems: Normalerweise macht unser Immunsystem Krebszellen den Garaus. In vielen F&#228;llen erkennt es jedoch die entarteten Tumorzellen nicht als Feind. Durch den Einsatz von k&#252;nstlicher Erbsubstanz lassen sich diese Tumoren gewisserma&#223;en enttarnen. </p>
<blockquote><p>&#0187;Wir nutzen dabei einen Abwehrmechanismus unseres K&#246;rpers gegen Viren&#0171;, sagt Professor Dr. Gunther Hartmann, Direktor des Instituts f&#252;r Klinische Chemie und Pharmakologie. &#0187;Unsere Zellen erkennen das Erbgut von Viren mit Hilfe spezifischer Rezeptoren. Dies f&#252;hrt zur Aktivierung der k&#246;rpereigenen Abwehr. Mit neuen Designer-Molek&#252;len k&#246;nnen wir diese Rezeptoren sowohl in Immunzellen als auch direkt in Tumorzellen gezielt stimulieren. Dieses neue Therapieprinzip nimmt Tumorzellen in die Zange und treibt sie in den Selbstmord.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Gef&#228;hrlichster Hauttumor</strong></p>
<p><strong>Der schwarze Hautkrebs</strong>, fachsprachlich auch &#0187;<em>malignes Melanom</em>&#0171; genannt, bildet sehr schnell Tochtergeschw&#252;lste (Metastasen) in Lymphknoten und inneren Organen. Daher gilt er als der b&#246;sartigste Hauttumor. L&#228;sst er sich chirurgisch entfernen, ist eine Heilung m&#246;glich. Im fortgeschrittenen Stadium versagen jedoch etablierte Behandlungsmethoden wie die Chemo- und Strahlentherapie. In den letzten Jahrzehnten haben Wissenschaftler weltweit untersucht, wie das Immunsystem zur Bek&#228;mpfung von Hautkrebszellen aktiviert werden kann. &#0187;<em>Unsere Experimente in einem dem Menschen &#228;hnlichen Tiermodell k&#246;nnten uns helfen, diese neuen Therapieformen besser zu verstehen und zu vereinfachen</em>&#0171;, meint Professor T&#252;ting. </p>
<p><strong>Die klinische Entwicklung ist mit enormen Kosten verbunden und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.</strong></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Professor Dr. Thomas T&#252;ting<br />
Klinik f&#252;r Dermatologie und Allergologie, Universit&#228;tsklinikum Bonn<br />
Telefon: 0228/287-19257<br />
E-Mail: Thomas.Tueting@ukb.uni-bonn.de</p>
<p>Professor Dr. Gunther Hartmann<br />
Direktor des Instituts f&#252;r Klinische Chemie und Pharmakologie,<br />
Universit&#228;tsklinikum Bonn<br />
Telefon: 0228/287-16080<br />
E-Mail: gunther.hartmann@ukb.uni-bonn.de </p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2009/08/13/neue-hautkrebs-therapie-im-mausversuch-erfolgreich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sanft statt radikal. Autoimmunkrankheiten besser behandeln</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/06/21/sanft-statt-radikal-autoimmunkrankheiten-besser-behandeln/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/06/21/sanft-statt-radikal-autoimmunkrankheiten-besser-behandeln/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 13:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Autoimmun]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Viren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=1525</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Forscherteam der Uni Konstanz entwickelt neue Behandlungsmethode von Autoimmunkrankheiten</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/prof-groettrupp.jpg" rel="lightbox[pics1525]" title=""><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/prof-groettrupp.thumbnail.jpg" alt="Prof. Marcus Groettrup Foto: Universit&#228;t Konstanz" width="255" height="213" class="attachment wp-att-1526" /></a><div class="imagecaption"></div></div><strong>Bisher werden Autoimmunkrankheiten</strong> mit Medikamenten behandelt, die das gesamte Immunsystem blockieren und so den K&#246;rper extrem anf&#228;llig machen f&#252;r Infektionen aller Art. Ein Konstanzer Forscherteam um den Immunologen Prof. Marcus Groettrup hat jetzt eine Behandlungsmethode entwickelt, die das Immunsystem nur in Teilen drosselt und somit deutlich besser vertr&#228;glich ist.
Funktioniert das Immunsystem einwandfrei, zeigt es Viren die rote Karte und der K&#246;rper startet die Immunabwehr. Liegt eine Autoimmunkrankheit vor - zu den h&#228;ufigsten geh&#246;ren rheumatoide Arthritis, Typ-1 Diabetes mellitus, Multiple Sklerose und Morbus Crohn, eine entz&#252;ndliche Dickdarmerkrankung - ist das Immunsystem gest&#246;rt. Es wird hyperaktiv und greift k&#246;rpereigene, gesunde Zellen an. Schwere Entz&#252;ndungen sind die Folge. Menschen, die unter einer Autoimmunkrankheit leiden, m&#252;ssen ein Leben lang so genannte Immunsupressiva einnehmen. Sie drosseln das Immunsystem, treten radikal auf die Bremse: "Gut gegen die Autoimmunkrankheiten, insgesamt h&#228;ufig problematisch f&#252;r den Patienten. Denn wenn unser Immunsystem komplett auf Sparflamme gefahren wird, dann kann es auch gegen andere Eindringlinge nicht mehr richtig wirksam sein", so der Immunologe Prof. Marcus Groettrup.

<strong>Feinste Dosierung m&#246;glich</strong>

An der Universit&#228;t Konstanz hat er gemeinsam mit seinem f&#252;nfk&#246;pfigen Team bahnbrechende neue Forschungserkenntnisse gewonnen, die der Schl&#252;ssel zu einer ma&#223;geschneiderten D&#228;mpfung des Immunsystems sind. "Das w&#228;re nicht mehr das Alles-oder-Nichts-Prinzip. Eine feinste Dosierung und damit wesentlich bessere Vertr&#228;glichkeit f&#252;r die Betroffenen w&#228;re m&#246;glich", erkl&#228;rt Prof. Groettrup.

<strong>Doch wie genau funktioniert</strong> nun das verbesserte Wirkprinzip, von Prof. Groettrup? Die Hauptrolle dabei spielen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Forscherteam der Uni Konstanz entwickelt neue Behandlungsmethode von Autoimmunkrankheiten</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/prof-groettrupp.jpg" rel="lightbox[pics1525]" title=""><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/prof-groettrupp.thumbnail.jpg" alt="Prof. Marcus Groettrup Foto: Universit&#228;t Konstanz" width="255" height="213" class="attachment wp-att-1526" /></a>
<div class="imagecaption"></div>
</div>
<p><strong>Bisher werden Autoimmunkrankheiten</strong> mit Medikamenten behandelt, die das gesamte Immunsystem blockieren und so den K&#246;rper extrem anf&#228;llig machen f&#252;r Infektionen aller Art. Ein Konstanzer Forscherteam um den Immunologen Prof. Marcus Groettrup hat jetzt eine Behandlungsmethode entwickelt, die das Immunsystem nur in Teilen drosselt und somit deutlich besser vertr&#228;glich ist.<br />
Funktioniert das Immunsystem einwandfrei, zeigt es Viren die rote Karte und der K&#246;rper startet die Immunabwehr. Liegt eine Autoimmunkrankheit vor &#8211; zu den h&#228;ufigsten geh&#246;ren rheumatoide Arthritis, Typ-1 Diabetes mellitus, Multiple Sklerose und Morbus Crohn, eine entz&#252;ndliche Dickdarmerkrankung &#8211; ist das Immunsystem gest&#246;rt. Es wird hyperaktiv und greift k&#246;rpereigene, gesunde Zellen an. Schwere Entz&#252;ndungen sind die Folge. Menschen, die unter einer Autoimmunkrankheit leiden, m&#252;ssen ein Leben lang so genannte Immunsupressiva einnehmen. Sie drosseln das Immunsystem, treten radikal auf die Bremse: &#0187;Gut gegen die Autoimmunkrankheiten, insgesamt h&#228;ufig problematisch f&#252;r den Patienten. Denn wenn unser Immunsystem komplett auf Sparflamme gefahren wird, dann kann es auch gegen andere Eindringlinge nicht mehr richtig wirksam sein&#0171;, so der Immunologe Prof. Marcus Groettrup.</p>
<p><strong>Feinste Dosierung m&#246;glich</strong></p>
<p>An der Universit&#228;t Konstanz hat er gemeinsam mit seinem f&#252;nfk&#246;pfigen Team bahnbrechende neue Forschungserkenntnisse gewonnen, die der Schl&#252;ssel zu einer ma&#223;geschneiderten D&#228;mpfung des Immunsystems sind. &#0187;Das w&#228;re nicht mehr das Alles-oder-Nichts-Prinzip. Eine feinste Dosierung und damit wesentlich bessere Vertr&#228;glichkeit f&#252;r die Betroffenen w&#228;re m&#246;glich&#0171;, erkl&#228;rt Prof. Groettrup.</p>
<p><strong>Doch wie genau funktioniert</strong> nun das verbesserte Wirkprinzip, von Prof. Groettrup? Die Hauptrolle dabei spielen das so genannte Immunproteasom sowie ein Wirkstoff, der eigentlich f&#252;r die Behandlung von Leuk&#228;mie entwickelt wurde: PR-957. Das Immunproteasom ist ein Enzymkomplex mit drei Untereinheiten, der zentral f&#252;r die Immunabwehr ist. Bei einer Infektion fragmentiert es die bakteriellen und viralen Proteine, die eine Zelle befallen haben, und transportiert die Proteintr&#252;mmer an die Zelloberfl&#228;che. Dort wird die Zelle von den T-Lymphozyten, einer hoch spezialisierten Untergruppe der wei&#223;en Blutk&#246;rperchen, als infiziert erkannt und abget&#246;tet. Groettrup und sein Team haben im Knock-out-Maus-Experiment getestet, was passiert, wenn man die Untereinheiten des Immunproteasoms ausschaltet, um Autoimmunprozesse zu stoppen. Die Ergebnisse waren erstaunlich. &#0187;Diese M&#228;use haben zwar eine reduzierte Immunantwort. Aber insgesamt waren die Auswirkungen bei weitem nicht so drastisch, wie wir vermutet hatten&#0171;, erkl&#228;rt Groettrup. Ganz verbl&#252;ffend war aber, was mit den T-Lymphozyten passierte, die bei einer Autoimmunerkrankung au&#223;er Kontrolle geraten und die entz&#252;ndlichen Reaktionen hervorrufen: Ohne die Immunproteasom-Untereinheiten verschwanden sie einfach. Ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Inhibition &#8211; also Blockierung &#8211; des Immunproteasoms entz&#252;ndliche Reaktionen d&#228;mpfen kann.</p>
<p><strong>Erfolgreiche Versuche am Mausmodell</strong></p>
<p><strong>Zu diesem Zeitpunkt kam</strong> eine ausgesprochen fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Proteolix aus San Franzisco zustande, das auf die Publikationen des Konstanzer Forscherteams zur Funktion des Immunproteasoms aufmerksam wurde. Proteolix hat den Inhibitor PR-957 entwickelt, der eine der drei Immunproteasom-Untereinheiten ausschaltet und eigentlich f&#252;r die Behandlung von Leuk&#228;mie entwickelt wurde.</p>
<p><strong>Im Rahmen der Kooperation Konstanz</strong> &#8211; Franzisco wurde PR-957 versuchsweise zur Behandlung von M&#228;usen mit rheumatoider Arthritis eingesetzt. Das vielversprechende Ergebnis: kein Fortschreiten der Krankheit, aber ein Immunsystem, das sich erstaunlich gut gegen andere Viren, mit denen die Tiere infiziert wurden, zur Wehr setzt. Zudem zeigten die Tiere keine erkennbaren Nebenwirkungen. Die Wissenschaftler lie&#223;en nicht locker. Sie testeten die Wirkstoffe im Mausmodell auch gegen Typ-1 Diabetes mellitus. Wieder ein wissenschaftlicher Volltreffer. Die M&#228;use erkrankten nicht mehr an der Zuckerkrankheit. </p>
<blockquote><p>Was passiert im Tierk&#246;rper? &#0187;Die T-Lymphozyten, die bei dieser Erkrankung die Zellen in der Bauchspeicheldr&#252;se sch&#228;digen, die das lebenswichtige Insulin produzieren, werden in Schach gehalten&#0171;, erkl&#228;rt Groettrup, dessen Team bereits die n&#228;chsten Tests im Bezug auf weitere Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose und Morbus Crohn plant. &#0187;Gerade hier k&#246;nnen wir eine Menge f&#252;r die Patienten erreichen, wenn es uns gelingt, diese chronischen Krankheiten gleich zu Beginn zu d&#228;mpfen und neue Sch&#252;be zu verhindern.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Eine wirksame und gut vertr&#228;gliche Therapie</strong></p>
<blockquote><p><strong>Groettrup wei&#223;:</strong> Sein Team ist auf dem richtigen Weg. F&#252;nf Jahre Forschungsarbeit haben sich gelohnt. Sie ebnet den Weg zu einer gut vertr&#228;glichen und wirksamen autoimmunen Therapie, die gezielt die entz&#252;ndungsf&#246;rdernden Mechanismen absenkt, ohne das gesamte System lahmzulegen. Das pr&#228;klinische Modell steht und wird jetzt in der renommierten Zeitschrift Nature Medicine, dem meistzitierten biomedizinischen Fachorgan und T&#252;r&#246;ffner zu Pharmaunternehmen und Investoren, publiziert. Die Vorbereitungen zur Erprobung am Menschen laufen. &#0187;Wenn die Wirksamkeit von PR-957 beim Menschen so gut ist wie in den getesteten klinischen Modellen und auch die Nebenwirkungen so gering sind wie bei M&#228;usen, w&#228;re das eine Revolution f&#252;r den Behandlungserfolg&#0171;, ist Prof. Groettrup sicher.</p></blockquote>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Marcus Groettrup<br />
Universit&#228;t Konstanz<br />
Lehrstuhl f&#252;r Immunologie<br />
Universit&#228;tsstrasse 10<br />
78457 Konstanz<br />
Tel.: 0049 7531 882130<br />
E-Mail: Marcus.Groettrup@uni-konstanz.de<br />
<strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<a href="http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurrent/index.html">Homepage Nature Medicine</a>: </p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2009/06/21/sanft-statt-radikal-autoimmunkrankheiten-besser-behandeln/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

