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Beiträge zum Stichwort ‘ Vorhofflimmern ’

Neu: Fehlregulation des Natrium-Kanals verursacht Vorhofflimmern

9. Juni 2010 | Von FR | Kategorie: TOP-NEWS

Mediziner am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen beschreiben erstmals die Rolle des Natriums-Kanals für Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche. Veröffentlicht im renommierten »Journal of the American College of Cardiology« (JACC).
(umg) Wissenschaftler am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen haben erstmals einen bisher unbekannten Mechanismus im Herzen von Patienten mit Vorhofflimmern, einer Form von Herzrhythmusstörung, erforscht und beschrieben. Die Forschergruppe aus Kardiologen und Herzchirurgen unter der Leitung von Prof. Dr. Lars S. Maier, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie und Pneumologie (Direktor: Prof. Dr. Gerd Hasenfuß) fand heraus, dass auch die Natrium-Kanäle des Herzens von Bedeutung sind, wenn Patienten an Vorhofflimmern erkranken.

Die Forschungsergebnisse wurden im Mai 2010 in der renommierten Fachzeitschrift »Journal of the American College of Cardiology« (JACC) in einer Spezialausgabe des Journals veröffentlicht.
Originalveröffentlichung: Sossalla et al. Altered Na+ Currents in Atrial Fibrilla-tion: Effects of Ranolazine on Arrhythmias and Contractility in Human Atrial Myocardium. J Am Coll Cardiol. 55:2330-42.2010.

Natrium-Kanäle beeinflussen entscheidend die elektrische Aktivität des Herzmuskels. Sie dienen quasi als »Taktgeber« für die normale elektrische Erregung des Herzens. Entscheidend für einen gesunden Takt ist eine eng aufeinander abgestimmte Menge an frühem und spätem Natrium-Einstrom.



Neuer Genort für Vorhofflimmern entdeckt: Ansatzpunkt für innovative Therapien

23. Februar 2010 | Von FR | Kategorie: Weiterbildung/Universitäten

Vorhofflimmern ist eine chronische Rhythmusstörung des Herzens, die etwa eine Million Menschen in Deutschland betrifft. Die Störung ist zwar nicht akut lebensbedrohlich, erhöht jedoch das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Demenz erheblich. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des AFNET-Wissenschaftlers Privat-Dozent Dr. Stefan Kääb, LMU München, in einer genomweiten Assoziationsstudie einen neuen Genort identifiziert, der das Risiko für Vorhofflimmern signifikant beeinflusst.
Dieser steht in funktionellem Zusammenhang zu einem Kalium-Kanal, der bei der Erregungsbildung des Herzens eine Rolle spielt. »Die Kenntnis dieses Zusammenhangs ermöglicht es uns, gezielt neue Wirkstoffe zu entwickeln, die Vorhofflimmern behandeln können«, erläutert Kääb. Die Meta-Analyse, in der das Genom von …



TAH-Kombination kann Schlaganfallrisiko bei Herzpatienten mit Vorhofflimmern verringern

29. April 2009 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Schlaganfallpatient bei der sonografischen Untersuchung. (Foto: M. Grond/DGN)
Schlaganfallpatient bei der sonografischen Untersuchung. (Foto: M. Grond/DGN)

(Deutsche Gesellschaft für Neurologie – 28.04.2009) Die Kombination der beiden blutgerinnungshemmenden Arzneien Clopidogrel und Acetylsalicylsäure (ASS, »Aspirin«) kann bei Patienten mit einem so genannten Vorhofflimmern Schlaganfälle und Herzinfarkte verhindern. Dies zeigt eine Studie mit mehr als 7500 Patienten, die wegen ihrer Wichtigkeit in der renommierten Fachzeitschrift New England Journal of Medicine vorab online veröffentlicht wurde [1] und an der zahlreiche deutsche Ärzte und Wissenschaftler mitgewirkt haben, darunter Prof. Dr. Stefan Hohnloser, Kardiologe vom