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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Vorhofflimmern</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Neue Substanz zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern heute zugelassen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/08/04/neue-substanz-zur-schlaganfallpraevention-bei-patienten-mit-vorhofflimmern-heute-zugelassen/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 16:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>(4. August 2011) Daten aus einer der gr&#246;&#223;ten Studien zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen k&#246;nnen. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass &#228;ltere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer h&#246;heren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federf&#252;hrenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN).</strong>

<strong>"Jeder hundertste Mensch</strong> leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den &#252;ber 80-J&#228;hrigen ist es sogar jeder Zehnte. ", erl&#228;utert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. "Angesichts dieser Zahlen ist es ein gro&#223;er Fortschritt, dass f&#252;r diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganf&#228;llen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur st&#228;ndigen &#220;berwachung der Blutgerinnung zu belasten", so Grond.
Best&#228;rkt wird der Neurologe in dieser Erwartung durch eine neue Auswertung der RE-LY-Studie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(4. August 2011) Daten aus einer der gr&#246;&#223;ten Studien zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen k&#246;nnen. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass &#228;ltere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer h&#246;heren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federf&#252;hrenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN).</strong></p>
<p><strong>&#0187;Jeder hundertste Mensch</strong> leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den &#252;ber 80-J&#228;hrigen ist es sogar jeder Zehnte. &#0171;, erl&#228;utert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. &#0187;Angesichts dieser Zahlen ist es ein gro&#223;er Fortschritt, dass f&#252;r diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganf&#228;llen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur st&#228;ndigen &#220;berwachung der Blutgerinnung zu belasten&#0171;, so Grond.<br />
Best&#228;rkt wird der Neurologe in dieser Erwartung durch eine neue Auswertung der RE-LY-Studie (Randomized Evaluation of Long-Term Anticoagulant Therapy), die k&#252;rzlich in der Fachzeitschrift Circulation ver&#246;ffentlicht wurde. Mehr als 18.000 Patienten, die wegen Vorhofflimmerns ein erh&#246;htes Risiko f&#252;r einen Schlaganfall aufweisen, hatten an dieser Studie in 44 L&#228;ndern teilgenommen. Ein Drittel der Patienten hatte die bislang gebr&#228;uchliche Arznei Warfarin erhalten, f&#252;r die eine engmaschige Kontrolle der Blutgerinnungswerte (INR) erforderlich ist. Warfarin, das nach dem gleichen Prinzip wirkt wie das in Deutschland standardm&#228;&#223;ig verabreichte Medikament Phenprocoumon (Marcumar®), wurde verglichen mit Dabigatran &#8211; dem ersten aus einer Reihe von Medikamenten, die den Patienten die INR-Messungen ersparen k&#246;nnten.</p>
<p><strong>Um heraus zu finden</strong>, wie man das Schlaganfall-Risiko am besten senken kann, ohne daf&#252;r schwere Blutungen als Nebenwirkung in Kauf nehmen zu m&#252;ssen, wurden in der RE-LY-Studie zwei verschiedene Dosierungen von Dabigatran getestet, n&#228;mlich zwei Mal t&#228;glich 110 Milligramm und zwei Mal t&#228;glich 150 Milligramm.</p>
<p><strong>Ergebnisse der RE-LY Studie</strong><br />
Die bereits im Jahr 2009 im New England Journal of Medicine ver&#246;ffentliche erste Auswertung der RE-LY-Studie hatte gezeigt, dass mit der niedrigeren Dosis von Dabigatran das Risiko von Schlaganf&#228;llen und systemischen Embolien ebenso stark gesenkt wurde, wie mit Warfarin und dass schwerwiegende Blutungen als Nebenwirkung mit 110 Milligramm Dabigatran eindeutig seltener waren. Die h&#246;here Dosis von Dagibatran war dagegen eindeutig besser wirksam als Warfarin, Blutungen traten hier vergleichbar h&#228;ufig auf wie mit Warfarin.</p>
<blockquote><p><strong>Zur Verwunderung vieler Experten</strong> hatte die bei Arzneimittelzulassungen h&#228;ufig tonangebende US-Beh&#246;rde FDA Dabigatran dann im Oktober 2010 zwar in der hohen Dosierung von 150 Milligramm zugelassen, nicht aber mit jeweils 110 Milligramm. Stattdessen wurden f&#252;r eine kleine Untergruppe von Patienten mit Nierensch&#228;den eine Dosierung von zwei Mal t&#228;glich 75 Milligramm genehmigt. &#0187;Die Kritik an dieser Entscheidung wird nun durch die neue Auswertung der RE-LY-Daten best&#228;tigt&#0171;, so Professor Hans-Christoph Diener, einer der federf&#252;hrenden Autoren der RE-LY Studie. &#0187;Die Auswertung nach Alter zeigt, dass beide Dosierungen gebraucht werden. F&#252;r Patienten unter 80 Jahren k&#246;nnten demnach 2 Mal 150 Milligramm Dabigatran t&#228;glich den besten Kompromiss aus Wirksamkeit und Sicherheit darstellen, bei den &#228;lteren Patienten mit erh&#246;htem Blutungsrisiko aber sollten die &#196;rzte erw&#228;gen, 2 Mal 110 Milligramm t&#228;glich zu verschreiben, um das Risiko extrakranialer Blutungen zu verringern&#0171;, so der Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik in Essen.</p></blockquote>
<p><strong>Die heute f&#252;r Deutschland ergangene Zulassung erstreckt sich &#252;ber die beiden Dosierungen, so dass beide Altersgruppen optimal behandelt werden k&#246;nnen.</strong></p>
<p><strong>Quellen:</strong><br />
<em>Eikelboom JW et al. Risk of bleeding with 2 doses of dabigatran compared with warfarin in older and younger patients with atrial fibrillation: an analysis of the randomized evaluation of long-term anticoagulant therapy (RE-LY) trial.Circulation. 2011 May 31;123(21):2363-72. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21576658<br />
Connolly SJ, Connolly SJ et al. Dabigatran versus warfarin in patients with atrial fibrillation. N Engl J Med. 2009 Sep 17;361(12):1139-51. Epub 2009 Aug 30 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19717844</em></p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt bei R&#252;ckfragen:</strong><br />
Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener<br />
Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie<br />
Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik Duisburg-Essen<br />
Hufelandstr. 55, 45122 Essen<br />
Tel.: 0201-7232460<br />
E-Mail: hans.diener@uni-duisburg-essen.de</p>
<p>Prof. Dr. med. Martin Grond<br />
Vorstandsmitglied Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und<br />
Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie<br />
Chefarzt der Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Kreisklinikum Siegen<br />
Weidenauer Str. 76, 57076 Siegen<br />
Tel.: 0271-7051800<br />
E-Mail: m.grond@kreisklinikum-siegen.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Vorhofflimmern: Neue Behandlungskonzepte:</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/06/28/vorhofflimmern-neue-behandlungskonzepte/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 16:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Herzkreislauferkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Trotz der j&#252;ngsten Fortschritte in der Behandlung von Herzrhythmusst&#246;rungen, sind die mit Vorhofflimmern verbundene Morbidit&#228;t und Mortalit&#228;t immer noch "unakzeptabel hoch". Dies geht aus einem Konsensusbericht hervor, den Wissenschafter des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) gemeinsam erarbeitet haben. Vorgestellt wird der Bericht beim EHRA Europace Kongress, der vom 26. bis 29. Juni in Madrid, Spanien, stattfindet.
Vorhofflimmern, so hei&#223;t es im Bericht, zeichnet sich als "die neue Epidemie" der Herzkreislauferkrankungen ab. Den Autoren zufolge sind Verbesserungen im Management von Vorhofflimmern erreichbar durch verschiedene synergistische Schritte: die Erkennung und das bessere Management von Risikofaktoren, eine gute klinische Anwendung neuer antithrombotischer Therapien, eine fr&#252;he Erkennung neu aufgetretener Arrhythmien und eine rechtzeitige rhythmuserhaltende Behandlung.</strong>

<strong>Risikofaktoren identifizieren</strong>
Der Bericht nennt  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trotz der j&#252;ngsten Fortschritte in der Behandlung von Herzrhythmusst&#246;rungen, sind die mit Vorhofflimmern verbundene Morbidit&#228;t und Mortalit&#228;t immer noch &#0187;unakzeptabel hoch&#0171;. Dies geht aus einem Konsensusbericht hervor, den Wissenschafter des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) gemeinsam erarbeitet haben. Vorgestellt wird der Bericht beim EHRA Europace Kongress, der vom 26. bis 29. Juni in Madrid, Spanien, stattfindet.<br />
Vorhofflimmern, so hei&#223;t es im Bericht, zeichnet sich als &#0187;die neue Epidemie&#0171; der Herzkreislauferkrankungen ab. Den Autoren zufolge sind Verbesserungen im Management von Vorhofflimmern erreichbar durch verschiedene synergistische Schritte: die Erkennung und das bessere Management von Risikofaktoren, eine gute klinische Anwendung neuer antithrombotischer Therapien, eine fr&#252;he Erkennung neu aufgetretener Arrhythmien und eine rechtzeitige rhythmuserhaltende Behandlung.</strong></p>
<p><strong>Risikofaktoren identifizieren</strong><br />
Der Bericht nennt als nachgewiesene Risikofaktoren f&#252;r Vorhofflimmern: Alter, m&#228;nnliches Geschlecht, Bluthochdruck, Herzklappenfehler, Diabetes, koronare Herzkrankheit und genetische Faktoren. W&#228;hrend das Alter einer der Hauptrisikofaktoren f&#252;r Vorhofflimmern ist, spielen genetische Faktoren eine wesentliche Rolle, wenn die Rhythmusst&#246;rung in jungen Jahren auftritt.</p>
<p><strong>Das m&#228;nnliche Geschlecht</strong> ist stark mit dem Auftreten von Vorhofflimmern assoziiert, das hei&#223;t mehr M&#228;nner als Frauen erkranken an Vorhofflimmern. Das weibliche Geschlecht ist allerdings ein Risikofaktor f&#252;r Schlaganf&#228;lle bei Patienten mit nachgewiesenem Vorhofflimmern, das hei&#223;t weibliche Vorhofflimmerpatienten haben ein h&#246;heres Schlaganfallrisiko als m&#228;nnliche.</p>
<p><strong>Zus&#228;tzlich zeichnen sich weitere</strong>, bisher noch weniger belegte Risikofaktoren ab wie &#220;bergewicht, K&#246;rpergr&#246;&#223;e (wobei das relative Risiko bei einer Zunahme der Gr&#246;&#223;e um 10 cm merklich ansteigt), Schlafapnoe, &#252;berm&#228;&#223;iger Alkoholkonsum, exzessiver Ausdauersport, Rauchen, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Nierenleiden.</p>
<p><strong>Die Autoren des Konsensusberichtes</strong> empfehlen die Analyse verschiedener kardialer Biomarker, insbesondere der natriuretischen Peptide, um die Beurteilung des Risikos f&#252;r Vorhofflimmern weiter zu verbessern. Da genetische Faktoren bei jungen Patienten eine wesentliche Rolle spielen, k&#246;nnten genetische Biomarker, die auf erblich bedingte Herzmuskelerkrankungen hinweisen, ebenfalls helfen, das Vorhofflimmerrisiko zu bewerten.</p>
<p><strong>Trotzdem bleiben viele</strong> der bestimmenden Faktoren des Vorhofflimmerrisikos schwer fassbar. Dar&#252;ber hinaus betonen die Autoren einen &#0187;dringenden Bedarf, die Faktoren, die mit dem Fortschreiten von Vorhofflimmern verbunden sind, zu identifizieren und zu charakterisieren.&#0171;</p>
<p><strong>Schlaganf&#228;lle verhindern</strong><br />
Schlaganfall ist das Hauptrisiko bei Vorhofflimmern. Die Antikoagulation stellt dabei eine potentiell lebensrettende Therapie dar. Die Gabe von Antikoagulanzien geht jedoch mit dem Risiko schwerwiegender Blutungen einher. Die Herausforderung besteht darin, das eine gegen das andere abzuw&#228;gen.</p>
<p><strong>Vitamin K Antagonisten</strong> (wie Warfarin), die die Blutgerinnung vermindern, sind die &#252;bliche Behandlung, aber ihre Anwendbarkeit ist limitiert durch Wechselwirkungen mit der Nahrung, durch das Blutungsrisiko und durch die Notwendigkeit der st&#228;ndigen Kontrolle. Neuere Antikoagulanzien wie Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban oder Edoxaban, haben diese Schwierigkeiten weitgehend &#252;berwunden. In klinischen Studien haben sie sich als sehr wirksam erwiesen, aber ihr Einsatz im Alltag wurde noch nicht untersucht. Die Autoren des Konsensusberichtes begr&#252;&#223;en die Einf&#252;hrung dieser neuen Therapien, aber sie fordern mehr Information und eine sorgf&#228;ltige &#220;berwachung der Wirksamkeit in der klinischen Praxis.</p>
<p><strong>Fr&#252;hzeitig behandeln</strong><br />
<strong>Aber selbst wenn die antithrombotische Therapie</strong> optimal angewandt wird, geht es Patienten mit Vorhofflimmern immer noch schlechter als Patienten mit anderen kardiovaskul&#228;ren Erkrankungen. Empfehlenswert sind daher zus&#228;tzlich eine Frequenzkontrolle und eine rhythmuserhaltende Behandlung, insbesondere wenn diese fr&#252;hzeitig angewandt wird. Ein solch umfassendes Konzept, schlie&#223;en die Autoren, wird dazu beitragen, das Behandlungsergebnis f&#252;r Vorhofflimmerpatienten zu verbessern.</p>
<p><strong>Obwohl die dauerhafte orale Antikoagulation</strong> als Eckpfeiler der Schlaganfallpr&#228;vention bei Vorhofflimmerpatienten allgemein anerkannt ist, weisen die Verfasser des Konsensusberichtes darauf hin, dass &#0187;selbst unter optimaler Antikoagulation in kontrollierten Studien die Schlaganfallquote bei Patienten mit Vorhofflimmern mit rund 1,5 Prozent pro Jahr nach wie vor unakzeptabel hoch ist&#0171;.</p>
<p><strong>Der federf&#252;hrende Autor des Berichtes</strong>, Prof. Paulus Kirchhof, Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster, fasst zusammen: „Die Behandlung von Vorhofflimmern erlebt zurzeit au&#223;ergew&#246;hnliche Ver&#228;nderungen: neue antithrombotische Wirkstoffe, Fortschritte bei der Katheterablation und neue Einblicke in die Mechanismen der Rhythmusst&#246;rung. Unser Konsensusbericht gibt erste Empfehlungen f&#252;r den guten Einsatz dieser neuen – und zurzeit noch teuren – therapeutischen Optionen.“</p>
<p><em>Der Bericht mit dem Titel &#0187;Comprehensive risk reduction in patients with atrial fibrillation: Emerging diagnostic and therapeutic options&#0171; ist das Ergebnis einer gemeinsamen Konsensuskonferenz des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) im November 2010.</em></p>
<p><strong>Mehr Informationen:</strong><br />
Kompetenznetz Vorhofflimmern<br />
Netzwerkzentrale am Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster<br />
Albert-Schweitzer-Campus 1<br />
Domagkstra&#223;e 11<br />
48149 M&#252;nster<br />
Tel: 0251-83-45341<br />
Fax: 0251-83-45343<br />
info@kompetenznetz-vorhofflimmern.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Schlaganfallvorbeugung bei Vorhofflimmern</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/02/13/schlaganfallvorbeugung-bei-vorhofflimmern/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 13:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerinnungshemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Studie zeigt: Aspirin spielt in Zukunft keine Rolle mehr</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:257px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.jpg" rel="lightbox[pics2749]" title="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)" width="255" height="251" class="attachment wp-att-2750" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)</div></div><strong>Der Direktor der Essener Uni-Klinik f&#252;r Neurologie Prof. Hans Christoph Diener ver&#246;ffentlichte jetzt als Mitautor online eine Studie im New England Journal of Medicine - der bedeutendsten medizinischen Fachzeitschrift. Die Ergebnisse stellen einen Durchbruch in der modernen Schlaganfallpr&#228;vention dar.</strong>

<strong>In dieser AVERROES-Studie wurden 5.599 Patienten mit Vorhofflimmern</strong> eingeschlossen, die entweder Marcumar nicht einnehmen wollten oder bei denen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Studie zeigt: Aspirin spielt in Zukunft keine Rolle mehr</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.jpg" rel="lightbox[pics2749]" title="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)" width="255" height="251" class="attachment wp-att-2750" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)</div>
</div>
<p><strong>Der Direktor der Essener Uni-Klinik f&#252;r Neurologie Prof. Hans Christoph Diener ver&#246;ffentlichte jetzt als Mitautor online eine Studie im New England Journal of Medicine &#8211; der bedeutendsten medizinischen Fachzeitschrift. Die Ergebnisse stellen einen Durchbruch in der modernen Schlaganfallpr&#228;vention dar.</strong></p>
<p><strong>In dieser AVERROES-Studie wurden 5.599 Patienten mit Vorhofflimmern</strong> eingeschlossen, die entweder Marcumar nicht einnehmen wollten oder bei denen nach Ansicht des behandelnden Arztes Gegenanzeigen gegen Marcumar bestanden. Diese Patienten wurden zur einen H&#228;lfte mit dem neuen Gerinnungshemmer Apixaban 5 mg zweimal t&#228;glich oder mit Aspirin in Tagesdosen zwischen 81 und 344 mg am Tag behandelt. Das Studienziel lag darin, Schlaganf&#228;lle zu verhindern. </p>
<blockquote><p>&#0187;Die Studie wurde vorzeitig abgebrochen, da sich eine <strong>hoch signifikante Verminderung von Schlaganf&#228;llen</strong> in der Patientengruppe ergab, die mit Apixaban behandelt wurde&#0171;, berichtet Prof. Diener. Die relative Risikominderung betrug 55 Prozent, die Zahl von Blutungskomplikationen war f&#252;r beide Behandlungen gleich.</p></blockquote>
<p><strong>Prof. Hans Christoph Diener von der Neurologischen Universit&#228;tsklinik in Essen</strong> war an der Studie ma&#223;geblich beteiligt. Er leitete das Adjudizierungskomitee. Adjudizierung bedeutet, dass in einer verblindeten Studie, in der &#196;rzte und Patienten nicht wissen, welches der beiden Medikamente sie einnehmen, Ereignisse wie Schlaganf&#228;lle, Herzinfarkte oder Todesf&#228;lle von einem unabh&#228;ngigen Komitee aus Experten begutachtet werden und endg&#252;ltige Diagnosen gestellt werden. Die Studie wurde jetzt auch auf der Pressekonferenz der American Heart Association von Prof. Diener vorgestellt.</p>
<blockquote><p><strong>Zum Hintergrund:</strong><br />
Vorhofflimmern ist eine bei &#228;lteren Menschen h&#228;ufig vorkommende Herzrhythmusst&#246;rung, bei der das Herz unregelm&#228;&#223;ig schl&#228;gt. Neben der Tatsache, dass dies subjektiv sehr unangenehm ist, kann es durch den unregelm&#228;&#223;igen Herzschlag zur Bildung von Blutgerinnseln im Herz kommen, die abrei&#223;en und ins Gehirn gelangen und dort Blutgef&#228;&#223;e verstopfen k&#246;nnen. Daraus resultiert dann ein Schlaganfall. Menschen mit Vorhofflimmern haben ein f&#252;nffach h&#246;heres Schlaganfallrisiko als Menschen ohne. Vor mehr als 50 Jahren wurde entdeckt, dass eine weitgehende Ausschaltung des Gerinnungssystems durch so genannte. Vitamin K-Antagonisten &#8211; in Deutschland vorwiegend Marcumar &#8211; das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Vorhofflimmern um etwa 70 bis 80 Prozent senken kann. Allerdings lehnen fast die H&#228;lfte aller Patienten, denen eine orale Antikoagulation mit Vitamin K-Antagonisten empfohlen wird, diese ab oder es bestehen Gegenanzeigen wie beispielsweise Schwierigkeiten, regelm&#228;&#223;ige Kontrollen der Blutgerinnung durchzuf&#252;hren.
</p></blockquote>
<p><strong>In den letzten Jahren wurde eine ganze Reihe von neuen Substanzen</strong> entwickelt, welche ebenfalls zu einer Hemmung der Blutgerinnung f&#252;hren aber die meisten Nachteile, die Vitamin K-Antagonisten haben, nicht aufweisen. Diese Substanzen k&#246;nnen in einer festen Dosis unabh&#228;ngig von Gr&#246;&#223;e, Gewicht, Alter und Geschlecht gegeben werden und f&#252;hren zu einer zuverl&#228;ssigen Hemmung der Blutgerinnung, ohne dass Gerinnungskontrollen im Labor notwendig sind. Eine solche Substanz ist Apixaban.</p>
<p><strong>Apixaban in patients with atrial fibrillation unsuitable for Vitamin K antagonist</strong><br />
<em>Stuart J. Connolly (1), John Eikelboom (1), Campbell Joyner (2), Hans-Christoph Diener (3), Robert Hart (4), Sergey Golitsyn (5), Greg Flaker (6), Alvaro Avezum (7), Stefan Hohnloser (8), Raphael Diaz (9), Mario Talajic (10), Zhu Jun (11), Prem Pias (12), Andrzej Budaj (13), Alexander Parkhomenko (14), Petr Jansky (15), Patrick Commerford (16), RS Tan (17), Kui-Hian Sim (18) Basil Lewis (19), Walter Van Meighem (20) Gregory YH Lip (21) Jae Hyung Kim (22), Fernando Lanas-Zanetti (23), Antonio Gonzalez-Hermosillo (24), Martin O’Donnell (25), John Lawrence (26), Gayle Lewis (1), Rizwan Afzal (1), Salim Yusuf (1), on behalf of the AVERROES Steering Committee and Investigators<br />
1. McMaster University, Hamilton, ON 2. University of Toronto, Toronto ON 3. University Duisburg-Essen, Essen, DEU 4. University of Texas, San Antonio, TX 5. Russian Cardiology Research and Production Center, Moscow, RU 6. University of Missouri, Columbia, MO 7. Instituto Dante Pazzanese de Cardiologia, Sao Paulo, BRA 8. Johann Wolfgang Goethe-Universit&#228;t Frankfurt am Main, Frankfurt, DEU 9. ECLA, Rosario, Santa Fe, AR 10. Montreal Heart Institute, Montreal, QC 11. FuWai Hospital, CAMS &#038; PUMC, Beijing, CHN 12. St. John&#8217;s Research Institute, Bangalore, IND 13. Grochowski Hospital, Warsaw, POL 14. Institute Of Cardiology, Kyiv, UA 15. Mainmed, S.R.O., Prague 5, CZE 16. The Cardiac Clinic, Cape Town, ZA 17. National Heart Center, Singapore, SGP 18. Clinical Research Centre, Sarawak, MYS 19. Lady Davis Carmel Medical Centre, Haifa, ISR 20. Ziekenhuis Oost-Limburg Campus St.-Jan, Genk, BEL 21. City Hospital, Birmingham, UK 22. St. Paul&#8217;s Hospital, Catholic University of Korea, Seoul, KOR 23. Universidad de La Frontera, Temuco, CHL 24. Instituto N de Cardiologia Ignacio Chavez, Mexico, MX 25. HRB Clinical Research Facility, Ireland, UK 26. Bristol-Myers Squibb, Princeton, NJ<br />
</em><br />
<strong>N&#228;here Informationen:</strong><br />
Prof. Dr. Hans-Christoph Diener<br />
Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Essen<br />
Hufelandstr. 55<br />
45147 Essen<br />
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		<title>Neu: Fehlregulation des Natrium-Kanals verursacht Vorhofflimmern</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/06/09/fehlregulation-des-natrium-kanals-verursacht-vorhofflimmern/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 06:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Kanal]]></category>
		<category><![CDATA[Natrium]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Mediziner am Herzzentrum der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen beschreiben erstmals die Rolle des Natriums-Kanals f&#252;r Herzrhythmusst&#246;rungen und Herzschw&#228;che. Ver&#246;ffentlicht im renommierten</strong> "<em>Journal of the American College of Cardiology</em>" (JACC).
(<em>umg</em>) <strong>Wissenschaftler am Herzzentrum der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen haben erstmals einen bisher unbekannten Mechanismus im Herzen von Patienten mit Vorhofflimmern, einer Form von Herzrhythmusst&#246;rung, erforscht und beschrieben. Die Forschergruppe aus Kardiologen und Herzchirurgen unter der Leitung von Prof. Dr. Lars S. Maier, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie und Pneumologie (Direktor: Prof. Dr. Gerd Hasenfu&#223;) fand heraus, dass auch die Natrium-Kan&#228;le des Herzens von Bedeutung sind, wenn Patienten an Vorhofflimmern erkranken.</strong>

<strong>Die Forschungsergebnisse wurden im Mai 2010</strong> in der renommierten Fachzeitschrift "<em>Journal of the American College of Cardiology</em>" (JACC) in einer Spezialausgabe des Journals ver&#246;ffentlicht.
<strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>Sossalla et al. Altered Na+ Currents in Atrial Fibrilla-tion: Effects of Ranolazine on Arrhythmias and Contractility in Human Atrial Myocardium. J Am Coll Cardiol. 55:2330-42.2010.</em>

<strong>Natrium-Kan&#228;le beeinflussen entscheidend</strong> die elektrische Aktivit&#228;t des Herzmuskels. Sie dienen quasi als "Taktgeber" f&#252;r die normale elektrische Erregung des Herzens. Entscheidend f&#252;r einen gesunden Takt ist eine eng aufeinander abgestimmte Menge an fr&#252;hem und sp&#228;tem Natrium-Einstrom. 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:575px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/prof-dr-lars-maier.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Lars S. Maier im Labor (Foto: privat)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/prof-dr-lars-maier.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Lars S. Maier" width="575" height="383" class="attachment wp-att-2233" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Lars S. Maier im Labor (Foto: privat)</div>
</div>
<p><strong>Mediziner am Herzzentrum der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen beschreiben erstmals die Rolle des Natriums-Kanals f&#252;r Herzrhythmusst&#246;rungen und Herzschw&#228;che. Ver&#246;ffentlicht im renommierten</strong> &#0187;<em>Journal of the American College of Cardiology</em>&#0171; (JACC).<br />
(<em>umg</em>) <strong>Wissenschaftler am Herzzentrum der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen haben erstmals einen bisher unbekannten Mechanismus im Herzen von Patienten mit Vorhofflimmern, einer Form von Herzrhythmusst&#246;rung, erforscht und beschrieben. Die Forschergruppe aus Kardiologen und Herzchirurgen unter der Leitung von Prof. Dr. Lars S. Maier, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie und Pneumologie (Direktor: Prof. Dr. Gerd Hasenfu&#223;) fand heraus, dass auch die Natrium-Kan&#228;le des Herzens von Bedeutung sind, wenn Patienten an Vorhofflimmern erkranken.</strong></p>
<p><strong>Die Forschungsergebnisse wurden im Mai 2010</strong> in der renommierten Fachzeitschrift &#0187;<em>Journal of the American College of Cardiology</em>&#0171; (JACC) in einer Spezialausgabe des Journals ver&#246;ffentlicht.<br />
<strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>Sossalla et al. Altered Na+ Currents in Atrial Fibrilla-tion: Effects of Ranolazine on Arrhythmias and Contractility in Human Atrial Myocardium. J Am Coll Cardiol. 55:2330-42.2010.</em></p>
<p><strong>Natrium-Kan&#228;le beeinflussen entscheidend</strong> die elektrische Aktivit&#228;t des Herzmuskels. Sie dienen quasi als &#0187;Taktgeber&#0171; f&#252;r die normale elektrische Erregung des Herzens. Entscheidend f&#252;r einen gesunden Takt ist eine eng aufeinander abgestimmte Menge an fr&#252;hem und sp&#228;tem Natrium-Einstrom. </p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Anders als bei gesunden Menschen</strong> fanden wir bei Vorhofflimmer-Patienten den sp&#228;ten Natrium-Einstrom in die Herzmuskelzellen deutlich verst&#228;rkt&#0171;, sagt Prof. Maier. &#0187;Normal und gesund ist ein sp&#228;ter Natrium-Einstrom von etwa ein Prozent im Vergleich zum fr&#252;hen Natrium-Einstrom. Bei Vorhofflimmer-Patienten haben wir Werte f&#252;r den sp&#228;ten Natrium-Einstrom gemessen, die rund 25 Prozent h&#246;her lagen.&#0171;</p>
<p><strong>Mit Hilfe eines spezifischen Hemmstoffes</strong> konnten die Wissenschaftler diesen gest&#246;rten sp&#228;ten Natrium-Einstrom in isolierten Herzmuskelzellen vermindern. &#0187;Wir hoffen, mit dieser Erkenntnis den Patienten in Zukunft gezielter helfen zu k&#246;nnen&#0171;, sagt Prof. Maier: &#0187;Zudem k&#246;nnte der Hemmstoff die Pumpfunktion des Herzens bei Herzschw&#228;che verbessern. Denn wir wissen mittlerweile, dass der vermehrte sp&#228;te Natrium-Einstrom auch in den Herzkammern bei Patienten mit Herzschw&#228;che (Herzinsuffizienz) zu finden ist.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Als Ursache f&#252;r Vorhofflimmern und Herzschw&#228;che</strong> war bisher nur der gest&#246;rte Kalzium-Stoffwechsel bekannt. Der jetzt beschriebene vermehrte sp&#228;te Einstrom von Natriumionen in den Herzmuskel k&#246;nnte auch erkl&#228;ren, warum Patienten mit Herzschw&#228;che h&#228;ufiger unter dieser Art von Herzrhythmusst&#246;rung leiden. Dazu untersuchten die UMG-Wissenschaftler Herzmuskelzellen von Patienten mit Vorhofflimmern im Labor.</p>
<blockquote><p>&#0187;Wir erhoffen uns von diesen Untersuchungen weitere Erkenntnisse f&#252;r neue Behandlungsans&#228;tze. Unsere aktuellen klinischen Studien helfen uns dabei, weitere Verbesserungen f&#252;r die Behandlung zu erhalten&#0171;, sagt Prof. Hasenfu&#223;, Mitautor und Direktor der Abteilung Kardiologie und Pneumologie.</p></blockquote>
<p> Das Forschungsprojekt wurde wesentlich durch das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und die DFG-Klinische-Forschergruppe-155 gef&#246;rdert.</p>
<p><strong>Vorhofflimmern und Natrium-Kanal</strong><br />
<em>Vorhofflimmern ist die h&#228;ufigste Herzrhythmusst&#246;rung. Allein in Deutschland leiden rund 300.000 Menschen an dieser Erkrankung.<br />
Der Natrium-Kanal des Herzens dient als &#0187;Taktgeber&#0171; f&#252;r die normale elektrische Erregung des Herzens. So gibt er unter anderem den Ansto&#223; f&#252;r das so genannte Aktionspotential im Herzmuskel. Bei St&#246;rung der Funktion dieses Kanals kann es zu Herzrhythmusst&#246;rungen kommen. Bisher war nicht bekannt, dass eine Fehlregulation des Natrium-Kanals f&#252;r das Auftreten von Vorhofflimmern eine Rolle spielt.</em></p>
<p><strong>WEITERE INFORMATIONEN:</strong><br />
Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Georg-August-Universit&#228;t<br />
Abt. Kardiologie und Pneumologie &#8211; Herzzentrum G&#246;ttingen<br />
Prof. Dr. Lars Maier<br />
Telefon 0551 / 39-6372, lmaier@med.uni-goettingen.de</p>
<p>Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Georg-August-Universit&#228;t<br />
Direktor Abt. Kardiologie und Pneumologie &#8211; Herzzentrum G&#246;ttingen<br />
Prof. Dr. Gerd Hasenfu&#223;<br />
Telefon 0551 / 39-6351, rfaber@med.uni-goettingen.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Neuer Genort f&#252;r Vorhofflimmern entdeckt: Ansatzpunkt f&#252;r innovative Therapien</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/23/neuer-genort-fuer-vorhofflimmern-entdeckt-ansatzpunkt-fuer-innovative-therapien/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 05:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Genort]]></category>
		<category><![CDATA[Kaliumkanal]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Vorhofflimmern ist eine chronische Rhythmusst&#246;rung des Herzens</strong>, die etwa eine Million Menschen in Deutschland betrifft. Die St&#246;rung ist zwar nicht akut lebensbedrohlich, erh&#246;ht jedoch das Risiko f&#252;r schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Demenz erheblich. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des AFNET-Wissenschaftlers Privat-Dozent Dr. Stefan K&#228;&#228;b, LMU M&#252;nchen, in einer genomweiten Assoziationsstudie einen neuen Genort identifiziert, der das Risiko f&#252;r Vorhofflimmern signifikant beeinflusst.
<strong>Dieser steht in funktionellem Zusammenhang zu einem Kalium-Kanal</strong>, der bei der Erregungsbildung des Herzens eine Rolle spielt. "<em>Die Kenntnis dieses Zusammenhangs erm&#246;glicht es uns, gezielt neue Wirkstoffe zu entwickeln, die Vorhofflimmern behandeln k&#246;nnen</em>", erl&#228;utert K&#228;&#228;b. Die Meta-Analyse, in der das Genom von  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorhofflimmern ist eine chronische Rhythmusst&#246;rung des Herzens</strong>, die etwa eine Million Menschen in Deutschland betrifft. Die St&#246;rung ist zwar nicht akut lebensbedrohlich, erh&#246;ht jedoch das Risiko f&#252;r schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Demenz erheblich. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des AFNET-Wissenschaftlers Privat-Dozent Dr. Stefan K&#228;&#228;b, LMU M&#252;nchen, in einer genomweiten Assoziationsstudie einen neuen Genort identifiziert, der das Risiko f&#252;r Vorhofflimmern signifikant beeinflusst.<br />
<strong>Dieser steht in funktionellem Zusammenhang zu einem Kalium-Kanal</strong>, der bei der Erregungsbildung des Herzens eine Rolle spielt. &#0187;<em>Die Kenntnis dieses Zusammenhangs erm&#246;glicht es uns, gezielt neue Wirkstoffe zu entwickeln, die Vorhofflimmern behandeln k&#246;nnen</em>&#0171;, erl&#228;utert K&#228;&#228;b. Die Meta-Analyse, in der das Genom von 1335 Patienten mit Vorhofflimmern mit dem Erbgut von 12844 gesunden Probanden verglichen wurde, ber&#252;cksichtigt Daten aus zehn umfangreichen epidemiologischen Studien. Die Analyse entstand in enger Zusammenarbeit von Forschern der LMU M&#252;nchen, der TU M&#252;nchen und des Helmholtz Zentrums M&#252;nchen sowie mit Beitr&#228;gen aus &#252;ber 50 internationalen Forschungseinrichtungen. (<em>Nature Genetics online, 21. Februar 2010</em>)</p>
<p><strong>Um das Blut reibungslos durch den K&#246;rper</strong> zu transportieren und die Versorgung der lebenswichtigen Organe sicherzustellen, m&#252;ssen die Schl&#228;ge des Herzens perfekt koordiniert sein: Die Kontraktionen der Vorh&#246;fe und der Herzkammern m&#252;ssen in ihrer zeitlichen Folge genau aufeinander abgestimmt sein. Kann der Sinusknoten &#8211; der elektrische Taktgeber des Herzens &#8211; diese Aufgabe nicht mehr ausreichend erf&#252;llen, kommt es zu einer Herzrhythmusst&#246;rung. Im Gegensatz zum Kammerflimmern ist das Vorhofflimmern eine mildere Form der Herzrhythmusst&#246;rung, die nicht akut lebensbedrohlich ist. &#0187;Allerdings kann Vorhofflimmern zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen f&#252;hren &#8211; vor allem dadurch, dass das Blut nicht mehr vollst&#228;ndig aus dem Herzen gepumpt wird und so leichter Blutgerinnsel entstehen&#0171;, erl&#228;utert K&#228;&#228;b. &#0187;Diese k&#246;nnen wiederum Schlaganf&#228;lle oder eine Embolie &#8211; also dem Verschluss eines Blutgef&#228;&#223;es &#8211; nach sich ziehen. Zudem erh&#246;ht Vorhofflimmern das Risiko f&#252;r eine Herzinsuffizienz und kann zu einer Einschr&#228;nkung der Hirnleistung bis hin zur Demenz f&#252;hren.&#0171;</p>
<p><strong>Zugleich ist Vorhofflimmern eine Erkrankung mit hoher sozio&#246;konomischer Bedeutung:</strong> Allein in Deutschland sind bis zu einer Million Menschen betroffen, weltweit wird die Zahl auf bis zu 600 Millionen Menschen gesch&#228;tzt. Ein internationales Forscherteam um Dr. K&#228;&#228;b hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die genetischen Signalwege aufzudecken, die zur Entstehung dieser bislang wenig verstandenen St&#246;rung beitragen. Dabei ist es den Wissenschaftlern in zwei hochrangig publizierten Studien bereits gelungen, mehrere wichtige Genorte zu identifizieren, die das Risiko f&#252;r Vorhofflimmern signifikant beeinflussen. So entdeckten die Forscher einen Genort auf Chromosom 16, der die Synthese eines Molek&#252;ls f&#252;r die Herzentwicklung beeinflusst. Zudem sp&#252;rten sie neun Regionen im Erbgut auf, die sich auf die Zeitdauer des PQ-Intervalls &#8211; einer Messstrecke des EKG &#8211; auswirken und &#252;ber diesen Marker auch mit dem Risiko f&#252;r das Auftreten von Vorhofflimmern zusammenh&#228;ngen.</p>
<p><strong>In der neuen Untersuchung fassten die Forscher</strong> in Kooperation mit dem Kardiologen Patrick T. Ellinor vom Massachusetts General Hospital in Boston (USA) die Daten aus f&#252;nf gro&#223; angelegten genomweiten Assoziationsstudien in einer Meta-Analyse zusammen. Dabei betrachteten sie jedoch nur eine Untergruppe der Studienteilnehmer &#8211; n&#228;mlich 1335 Personen, die von einer besonderen Form des Vorhofflimmerns betroffen waren. Dieses so genannte Lone Atrial Fibrillation (Lone AF) zeichnet sich durch einen Krankheitsbeginn vor dem 65. Lebensjahr und das Fehlen struktureller Begleiterkrankungen aus. </p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Durch diese sehr homogene Untersuchungsgruppe</strong> ist es uns gelungen, einen neuen Genort zu entdecken, der das Risiko f&#252;r Vorhofflimmern signifikant beeinflusst, n&#228;mlich KCNN3&#8243;, sagt K&#228;&#228;b. &#0187;Gl&#252;cklicherweise handelt es sich dabei um ein Gen, das an der Synthese eines Kaliumkanals beteiligt ist. Dieser spielt bei der Erregungsbildung des Herzens eine Rolle und stellt somit ein m&#246;gliches Ziel f&#252;r neue Medikamente dar.&#0171;</p>
<p><strong>So k&#246;nnten in zuk&#252;nftigen Studien neuartige Wirkstoffe</strong> entwickelt und erprobt werden, die gezielt an diesem Kaliumkanal ansetzen und auf diese Weise eine unkoordinierte Erregung des Herzens verringern. &#0187;Gleichzeitig verbessert das Ergebnis unser Verst&#228;ndnis &#252;ber die pathophysiologischen Mechanismen, die zur Entstehung des Vorhofflimmerns beitragen&#0171;, sagt K&#228;&#228;b. &#0187;Zudem hoffen wir, dass die Ergebnisse langfristig gesehen f&#252;r eine individuelle Risikovorhersage genutzt werden k&#246;nnen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Neben den M&#252;nchner Forschern</strong> waren an der Untersuchung Wissenschaftler aus mehr als 50 Forschungseinrichtungen in Deutschland, den USA, den Niederlanden, Estland und Island beteiligt. Gef&#246;rdert wurde das Projekt unter anderem durch das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN), das Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET), die internationale Fondation Leducq und den Investitionsfonds im Rahmen der Exzellenzinitiative der LMU.</p>
<p><strong>Publikation:</strong><br />
<em>&#0187;Common variants in KCNN3 are associated with lone artrial fibrillation&#0171;;<br />
Patrick T. Ellinor et al.; Nature Genetics online; 21. Februar 2010<br />
DOI: 10.1038/ng.537</em><br />
<strong>wissenschaftlicher Kontakt:</strong></p>
<p>Privatdozent Dr. Stefan K&#228;&#228;b<br />
Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen<br />
Marchioninistr. 15<br />
81377 M&#252;nchen<br />
Tel.: 089 / 7095-3049<br />
Fax: 089 / 7095-6076<br />
E-Mail: stefan.kaab@med.uni-muenchen.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>TAH-Kombination kann Schlaganfallrisiko bei Herzpatienten mit Vorhofflimmern verringern</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/04/29/tah-kombination-kann-schlaganfallrisiko-bei-herzpatienten-mit-vorhofflimmern-verringern/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 16:51:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[TAH]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/04/sono.jpg" rel="lightbox[pics1477]" title="Schlaganfallpatient bei der sonografischen Untersuchung. (Foto: M. Grond/DGN)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/04/sono.thumbnail.jpg" alt="Schlaganfallpatient bei der sonografischen Untersuchung. (Foto: M. Grond/DGN)" width="255" height="185" class="attachment wp-att-1478" /></a><div class="imagecaption">Schlaganfallpatient bei der sonografischen Untersuchung. (Foto: M. Grond/DGN)</div></div>(<em>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie - 28.04.2009</em>) <strong>Die Kombination der beiden blutgerinnungshemmenden Arzneien Clopidogrel und Acetylsalicyls&#228;ure (ASS, "Aspirin") <em>kann</em> bei Patienten mit einem so genannten Vorhofflimmern Schlaganf&#228;lle und Herzinfarkte verhindern. Dies zeigt eine Studie mit mehr als 7500 Patienten, die wegen ihrer Wichtigkeit in der renommierten Fachzeitschrift New England Journal of Medicine vorab online ver&#246;ffentlicht wurde [1] und an der zahlreiche deutsche &#196;rzte und Wissenschaftler mitgewirkt haben, darunter Prof. Dr. Stefan Hohnloser, Kardiologe vom ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/04/sono.jpg" rel="lightbox[pics1477]" title="Schlaganfallpatient bei der sonografischen Untersuchung. (Foto: M. Grond/DGN)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/04/sono.thumbnail.jpg" alt="Schlaganfallpatient bei der sonografischen Untersuchung. (Foto: M. Grond/DGN)" width="255" height="185" class="attachment wp-att-1478" /></a>
<div class="imagecaption">Schlaganfallpatient bei der sonografischen Untersuchung. (Foto: M. Grond/DGN)</div>
</div>
<p>(<em>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie &#8211; 28.04.2009</em>) <strong>Die Kombination der beiden blutgerinnungshemmenden Arzneien Clopidogrel und Acetylsalicyls&#228;ure (ASS, &#0187;Aspirin&#0171;) <em>kann</em> bei Patienten mit einem so genannten Vorhofflimmern Schlaganf&#228;lle und Herzinfarkte verhindern. Dies zeigt eine Studie mit mehr als 7500 Patienten, die wegen ihrer Wichtigkeit in der renommierten Fachzeitschrift New England Journal of Medicine vorab online ver&#246;ffentlicht wurde [1] und an der zahlreiche deutsche &#196;rzte und Wissenschaftler mitgewirkt haben, darunter Prof. Dr. Stefan Hohnloser, Kardiologe vom Klinikum der Johann-Wolfgang Goethe-Universit&#228;t in Frankfurt am Main.</strong></p>
<p><strong>Das Vorhofflimern ist</strong> die h&#228;ufigste Herzrhythmusst&#246;rung. Die Blutgerinnsel, die sich dabei bilden, sind eine der Hauptursachen f&#252;r Schlaganf&#228;lle. Zwar l&#228;sst sich dieses Risiko mit bestimmten Medikamenten &#8211; den Vitamin-K-Antagonisten (z.B. Marcumar) &#8211; deutlich verringern. In der Praxis erh&#228;lt aber nur jeder zweite Patient diese Art der Vorbeugung, weil es &#228;rztliche Bedenken gibt oder weil die Vitamin-K-Antagonisten von den Betroffenen abgelehnt werden. Die einzige Alternative ist dann die wesentlich schw&#228;cher wirkende Acetylsalizyls&#228;ure (ASS).</p>
<p><strong>In der jetzt vorgelegten Studie</strong> hat man deshalb in 33 L&#228;ndern <strong>7554 Patienten</strong> mit Vorhofflimmern &#252;ber durchschnittlich <strong>3,6 Jahre</strong> hinweg entweder mit ASS oder mit der Kombination aus ASS und Clopidogrel behandelt und beide Gruppen miteinander verglichen. Es ergab sich, dass die H&#228;ufigkeit von Schlaganf&#228;llen durch die zus&#228;tzliche Gabe von Clopidogrel um <strong>28 Prozent abnahm</strong> und dass unter der Kombinationstherapie auch die Gesamtzahl der Herz-Kreisl&#228;uf-Sch&#228;den (&#0187;vaskul&#228;re Ereignisse&#0171;) um 11 Prozent geringer war als unter alleiniger Therapie mit ASS.</p>
<p><strong>Als Nachteil der Behandlung</strong> mit zwei Gerinnungshemmern stellten die Wissenschaftler wie erwartet mehr schwere Blutungen fest. Die H&#228;ufigkeit dieser Nebenwirkung lag bei 1,3 Prozent pro Jahr mit ASS und bei <strong>2,0 Prozent, wenn zus&#228;tzlich Clopidogrel verschrieben wurde.</strong></p>
<p><strong>Hinzu kommt,</strong> dass aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Kombinationstherapie <strong>erheblich kostenintensiver</strong> wird, da Clopidogrel bekannterma&#223;en ein Vielfaches gegen&#252;ber ASS-Pr&#228;paraten kostet!</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Damit bleiben Vitamin-K-Antagonisten der Goldstandard.</strong> F&#252;r ausgew&#228;hlte Patienten mit Vorhofflimmern, die diese Option nicht nutzen k&#246;nnen, k&#246;nnte die Kombination aus Clopidogrel und ASS eine Alternative darstellen um Schlaganf&#228;lle zu verhindern. Noch aber ist Clopidogrel f&#252;r dieses Krankheitsbild nicht zugelassen&#0171;, sagt Professor Martin Grond von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft.</p></blockquote>
<p><strong>Eine Kombination von zwei Thrombozytenfunktionshemmern</strong> erh&#246;ht neben der Effektivit&#228;t aber immer auch das Blutungsrisiko. Daran erinnert aktuell eine Gruppe US-amerikanischer Neurologen um Michael D. Ezekowitz vom Lankenau Institute for Medical Research in Wynnewood, Pennsylvania, die zu diesem Problem 13 Studien mit ann&#228;hernd 90.000 Patienten ausgewertet hat [2].</p>
<blockquote><p>&#0187;Die heute verf&#252;gbaren Arzneien zur Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls sollten daher umsichtig genutzt werden und deren Nebenwirkungen sorgf&#228;ltig beachtet werden&#0171;, so Grond. &#0187;Diese Abw&#228;gung erfordert umfangreiche Fachkenntnisse. Patienten mit einem erh&#246;hten Schlaganfallrisiko sollten deshalb unbedingt mit ihrem Neurologen R&#252;cksprache halten.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Quellen:</strong><br />
<small>[1] Connolly SJ et al. Effect of Clopidogrel Added to Aspirin in Patients with Atrial Fibrillation N Engl J Med 2009; 360. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19336502</p>
<p>[2] Usman MH et al. Combination Antiplatelet Therapy for Secondary Stroke Prevention: Enhanced Efficacy or Double Trouble? Am J Cardiol. 2009 Apr 15; 103(8): 1107-12 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19361598</small></p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt bei R&#252;ckfragen</strong><br />
<em>Prof. Dr. med. Martin Grond<br />
Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft<br />
Chefarzt der Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Kreisklinikum Siegen<br />
Tel.: 0271-7051800<br />
E-Mail: m.grond@kreisklinikum-siegen</p>
<p>Pressestelle der DGN<br />
c/o albertZWEI media GmbH, Frank A. Miltner, presse@dgn.org, Tel: 089 461486-14</p>
<p>Gesch&#228;ftsstelle Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie e.V.<br />
Prof. Dr. med. Otto Busse, Reinhardtstr. 14, 10117 Berlin, Tel: 030 531437930,<br />
busse@dgn-berlin.org</em></p>]]></content:encoded>
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