Weblog & Magazin für medizinische Forschung, Innovation und Praxis

Beiträge zum Stichwort ‘ Zellen ’

Forscher identifizieren Eiweißmolekül, das Fettspeicherung kontrolliert

8. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten

Potsdam-RehbrückeEin Wissenschaftlerteam unter Führung von Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiweißmolekül identifiziert, das die Fettspeicherung fördert. Das Protein sorgt dafür, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form großer Fetttröpfchen gespeichert werden können. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. »Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen«, sagt Annette Schürmann. Das Eiweißmolekül sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.

Das Forscherteam, zu dem auch Wissenschaftler der Universitäten Münster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried gehören, veröffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09).

Überschüssige Nahrungsenergie wird langfristig in Form von Körperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt – weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team…



T-Helferzellen umprogrammieren – Neue Therapieoptionen gegen Asthma und Allergien

15. Januar 2010 | Von FR | Kategorie: Klinische Forschung

Berlin, 14. Januar 2010Bei der Abwehr von Krankheitserregern durch das Immunsystem spielen bestimmte weiße Blutkörperchen eine zentrale Rolle. Die so genannten T-Helferzellen (Th-Zellen) spezialisieren sich nach ihrer Aktivierung, je nachdem, ob sie etwa Viren, Bakterien oder Parasiten bekämpfen sollen. Manche haben gleichzeitig Allergie verstärkende Eigenschaften und können auch Asthma mit verursachen. Bisher gingen Forscher davon aus, dass die Prägung von Th-Zellen auf einen bestimmten Erregertyp unwiderruflich sei. Nun konnten Immunologen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) erstmals zeigen, dass sich diese Zellen umprogrammieren lassen. Die Entdeckung eröffnet neue Optionen zur Therapie von Asthma, Allergien und anderen immunologischen Erkrankungen.

Wenn Krankheitserreger in den Organismus eindringen, aktiviert dies die Th-Zellen und prägt sie auf …



Das Geheimnis der Telomere: Auf deren Länge kommt es an

23. Oktober 2009 | Von FR | Kategorie: Weiterbildung/Universitäten

Eine Forschungsgruppe der Klinik für Hämatologie am Essener Universitätsklinikum arbeitet mit den modernsten Methoden zur Messung der Länge der Chromosom-Enden, der so genannten Telomere. Diese Telomer-Länge gibt Auskunft über das tatsächliche biologische Alter eines Menschen. Auch zur Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs können die dabei gewonnenen Erkenntnisse beitragen…

Der diesjährige Nobelpreis für Medizin ging an drei Wissenschaftler aus den USA, die bahnbrechende Erkenntnisse zur Alterung und dem Absterben von Zellen erarbeitet haben. Die Professoren Blackburn, Greider und Szostak wurden für Ihre Telomer-Forschung ausgezeichnet, die unser Verständnis von den Vorgängen in der Zelle grundlegend erweitert hat und heute als Grundlage für weitere Studien dient.

Auch am Essener Universitätsklinikum zeigt die Telomer-Forschung neue Wege für die Behandlung von verschiedenartigen Krankheiten auf. Eine Forschungsgruppe in der Klinik für Hämatologie arbeitet mit den modernsten Methoden zur Messung der Telomerlänge.



Mechanismus für die Entstehung von Blutzellen endgültig entschlüsselt

3. April 2009 | Von FR | Kategorie: TOP-NEWS

Neuherberg, (1. April 2009). Ein Wissenschaftlerteam um Dr. Timm Schroeder vom Helmholtz Zentrum München hat die Existenz eines Blut bildenden Endothels bewiesen. Damit wird die bislang ungeklärte Frage beantwortet, wie in der Embryonalentwicklung Blutzellen entstehen. Blutzellen können so in Zukunft im Labor zielgerichteter erzeugt werden. Damit leisten die jüngsten Erkenntnisse einen wichtigen Beitrag für zukünftige klinische Therapieansätze.

Die Untersuchung wurde im renommierten Wissenschaftsmagazin »Nature« publiziert und wird ein zentrales Thema auf dem von 2. bis 4. April in München stattfindenden internationalen Fachkongress über molekulare Mechanismen der Blutbildung sein.
Vom 2. bis 4. April werden auf dem internationalen Kongress »Molecular Mechanisms of Normal and Malignant Hematopoiesis« in München molekulare Mechanismen der Blutbildung (Hämatopoese) präsentiert. Eine Frage, die Wissenschaftler seit Jahrzehnten beschäftigte, konnte nun gelöst werden: Wie entstehen genau die ersten Blutzellen im Embryo? Dr. Timm Schroeder, Arbeitsgruppenleiter am Institut für Stammzellforschung des Helmholtz Zentrums München, fand zusammen mit seinen Kollegen heraus, dass es eine besondere Art von Endothelzellen gibt, die sich in Blutzellen verwandeln können. Endothelzellen kleiden Blutgefäße von innen aus.