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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Zellen</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift fÃ¼r Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Die Lymphknoten-Dickmacher</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 16:43:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Arthritis]]></category>
		<category><![CDATA[dendritische]]></category>
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		<category><![CDATA[Zellen]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>MHH-Forscher zeigen neue Funktion f&#252;r dendritische Zellen / Ver&#246;ffentlichung in "Immunity" / Therapieans&#228;tze f&#252;r Autoimmunerkrankungen und Tumoren</h4>
<strong>Dendritische Zellen (DCs) sind wichtige Zellen des Immunsystems und in vielen Organen vorhanden â€“ vor allem in der Haut und in Schleimh&#228;uten. Dort bilden sie mit bis zu 1.000 Zellen pro Quadratmillimeter ein wahrhaft dichtes und engmaschiges Netzwerk, das Krankheitserreger nicht unbemerkt &#252;berwinden k&#246;nnen. Dringen diese ein, alarmieren DCs das Immunsystem. Sie selbst nehmen die Erreger auf, zerst&#246;ren sie und wandern anschlie&#223;end in Lymphknoten, wo sie anderen Immunzellen die Abbauprodukte pr&#228;sentieren. Ziel ist es, eine sch&#252;tzende Immunantwort auszul&#246;sen. F&#252;r diese Erkenntnisse erhielt der Entdecker der DCs, Professor Dr. Ralph Steinman, dieses Jahr posthum den Nobelpreis f&#252;r Medizin und Physiologie. Forscher des Instituts f&#252;r Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben nun eine weitere, vollkommen unerwartete Funktion der DCs gefunden: Sie fanden heraus, dass diese Zellen festlegen, wie viele Immunzellen sich in einem Lymphknoten aufhalten. Somit bestimmen DCs, wie dick Lymphknoten anschwellen. Die MHH-Forscher ver&#246;ffentlichten ihre Forschungsergebnisse jetzt in der angesehenen Fachzeitschrift "Immunity".</strong>

"Nachdem DCs in einen Lymphknoten eingewandert sind bilden sie Wachstums- und Differenzierungsfaktoren f&#252;r Blutgef&#228;&#223;e, die zur Ausbildung so genannter hoher endothelialer Venolen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>MHH-Forscher zeigen neue Funktion f&#252;r dendritische Zellen / Ver&#246;ffentlichung in &#0187;Immunity&#0171; / Therapieans&#228;tze f&#252;r Autoimmunerkrankungen und Tumoren</h4>
<p><strong>Dendritische Zellen (DCs) sind wichtige Zellen des Immunsystems und in vielen Organen vorhanden â€“ vor allem in der Haut und in Schleimh&#228;uten. Dort bilden sie mit bis zu 1.000 Zellen pro Quadratmillimeter ein wahrhaft dichtes und engmaschiges Netzwerk, das Krankheitserreger nicht unbemerkt &#252;berwinden k&#246;nnen. Dringen diese ein, alarmieren DCs das Immunsystem. Sie selbst nehmen die Erreger auf, zerst&#246;ren sie und wandern anschlie&#223;end in Lymphknoten, wo sie anderen Immunzellen die Abbauprodukte pr&#228;sentieren. Ziel ist es, eine sch&#252;tzende Immunantwort auszul&#246;sen. F&#252;r diese Erkenntnisse erhielt der Entdecker der DCs, Professor Dr. Ralph Steinman, dieses Jahr posthum den Nobelpreis f&#252;r Medizin und Physiologie. Forscher des Instituts f&#252;r Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben nun eine weitere, vollkommen unerwartete Funktion der DCs gefunden: Sie fanden heraus, dass diese Zellen festlegen, wie viele Immunzellen sich in einem Lymphknoten aufhalten. Somit bestimmen DCs, wie dick Lymphknoten anschwellen. Die MHH-Forscher ver&#246;ffentlichten ihre Forschungsergebnisse jetzt in der angesehenen Fachzeitschrift &#0187;Immunity&#0171;.</strong></p>
<p>&#0187;Nachdem DCs in einen Lymphknoten eingewandert sind bilden sie Wachstums- und Differenzierungsfaktoren f&#252;r Blutgef&#228;&#223;e, die zur Ausbildung so genannter hoher endothelialer Venolen (HEVs) ben&#246;tigt werden. Da Immunzellen aus dem Blut ausschlie&#223;lich &#252;ber diese Blutgef&#228;&#223;e in den Lymphknoten gelangen, regulieren DCs somit, wie vielen Zellen Zugang gew&#228;hrt wird&#0171;, sagt Dr. Meike Wendland, Mitarbeiterin des Instituts und Erstautorin der Studie. &#0187;Dar&#252;ber hinaus stimulieren DCs im Lymphknoten die Produktion eines Lockstoffs, den sie an sich binden. So locken sie Lymphozyten an, die sich dann l&#228;nger im Lymphknoten aufhalten&#0171;, erg&#228;nzt Professor Dr. Reinhold F&#246;rster, Leiter der Studie und Direktor des Instituts.</p>
<blockquote><p><strong>Mit Hilfe dieser neuen Erkenntnisse</strong> sollte es zuk&#252;nftig m&#246;glich sein, das Einwandern von Immunzellen &#252;ber HEVs in Gewebe und deren Verweildauer besser zu kontrollieren. Dies ist beispielsweise bei Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis von Interesse. Bei dieser Erkrankung wandern Immunzellen st&#228;ndig &#252;ber HEVs in die Gelenkkapseln ein und zerst&#246;ren so den Gelenkknorpel. &#0187;Ein R&#252;ckbilden der HEVs w&#228;re daher bei dieser und auch anderen Autoimmunerkrankungen von hohem Interesse&#0171;, erl&#228;utert Professor F&#246;rster. Im Gegensatz dazu sei es w&#252;nschenswert, dass sich in Tumoren solche Gef&#228;&#223;e in hoher Anzahl ausbilden. So k&#246;nnten Killerzellen effektiv einwandern, dort lange verweilen und die entarteten Zellen zerst&#246;ren. &#0187;Die DCs sind als Regulatoren der HEV-Differenzierung ein neuer m&#246;glicher Ansatzpunkt zur Behandlung dieser Erkrankungen&#0171;, sagt Professor F&#246;rster.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen</strong> erhalten Sie bei Professor Dr. Reinhold F&#246;rster, foerster.reinhold@mh-hannover.de.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Seidenweich Sehnerv und Augenlicht retten</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/12/14/seidenweich-sehnerv-und-augenlicht-retten/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:19:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nerven]]></category>
		<category><![CDATA[Regeneration]]></category>
		<category><![CDATA[Zellen]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/12/augennerv-regeneration.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="augennervregeneration"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/12/augennerv-regeneration.thumbnail.jpg" alt="augennervregeneration" width="255" height="106" class="attachment wp-att-3267" /></a><div class="imagecaption">augennervregeneration</div></div><em>Leipzig</em> â€“ <strong>Wenn etwa durch einen Unfall der Sehnerv durchtrennt wird, erblinden die Betroffenen unabwendbar. Zur Selbsterneuerung ist der Nerv, der die Lichtreize der Netzhaut ins Sehzentrum des Gehirns leitet, nicht in der Lage. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus den USA und Frankreich haben Forscher der Universit&#228;tsaugenklinik Leipzig nun ein Material entwickelt, das verletzten Nerven beim Wachsen helfen k&#246;nnte: elektrisch gesponnene Seidenf&#228;den. Die Ergebnisse der Zellkulturversuche sind vielversprechend.</strong>

"Anders als Nerven des peripheren Nervensystems, zu denen etwa der Ischiasnerv geh&#246;rt, sind Nerven des Zentralen Nervensystems, also Gehirn, R&#252;ckenmark und Sehnerv, nicht zur Regeneration f&#228;hig", erkl&#228;rt Professor Dr. Thomas Claudepierre, Wissenschaftler an der Klinik und Poliklinik f&#252;r Augenheilkunde am Universit&#228;tsklinikum Leipzig. "Um einen Nerv des Zentralen Nervensystems zum regenerativen Wachstum zu bewegen, brauchen wir Biomaterialien, die f&#252;r den verletzten Nerv eine Art Ger&#252;st bilden, an dem er entlang wachsen kann. Gleichzeitig sollten sie sein Wachstum anregen", so der Experte.

<strong>Elektrisch gesponnene Seidenfasern</strong> â€“ nur wenige Millionstel Millimeter dick â€“ eignen sich hierf&#252;r gut]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/12/augennerv-regeneration.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="augennervregeneration"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/12/augennerv-regeneration.thumbnail.jpg" alt="augennervregeneration" width="255" height="106" class="attachment wp-att-3267" /></a>
<div class="imagecaption">Nervenzellen der Netzhaut (gr&#252;n), die an elektrisch gesponnenen Seidenf&#228;den (rot) entlangwachsen. (Ma&#223;stabsbalken: 50 Mikrometer; )</div>
</div>
<p><em>Leipzig</em> â€“ <strong>Wenn etwa durch einen Unfall der Sehnerv durchtrennt wird, erblinden die Betroffenen unabwendbar. Zur Selbsterneuerung ist der Nerv, der die Lichtreize der Netzhaut ins Sehzentrum des Gehirns leitet, nicht in der Lage. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus den USA und Frankreich haben Forscher der Universit&#228;tsaugenklinik Leipzig nun ein Material entwickelt, das verletzten Nerven beim Wachsen helfen k&#246;nnte: elektrisch gesponnene Seidenf&#228;den. Die Ergebnisse der Zellkulturversuche sind vielversprechend.</strong></p>
<p>&#0187;Anders als Nerven des peripheren Nervensystems, zu denen etwa der Ischiasnerv geh&#246;rt, sind Nerven des Zentralen Nervensystems, also Gehirn, R&#252;ckenmark und Sehnerv, nicht zur Regeneration f&#228;hig&#0171;, erkl&#228;rt Professor Dr. Thomas Claudepierre, Wissenschaftler an der Klinik und Poliklinik f&#252;r Augenheilkunde am Universit&#228;tsklinikum Leipzig. &#0187;Um einen Nerv des Zentralen Nervensystems zum regenerativen Wachstum zu bewegen, brauchen wir Biomaterialien, die f&#252;r den verletzten Nerv eine Art Ger&#252;st bilden, an dem er entlang wachsen kann. Gleichzeitig sollten sie sein Wachstum anregen&#0171;, so der Experte.</p>
<p><strong>Elektrisch gesponnene Seidenfasern</strong> â€“ nur wenige Millionstel Millimeter dick â€“ eignen sich hierf&#252;r gut, fanden Claudepierre und Kollegen heraus. Insbesondere wenn sie bei der Herstellung mit Wachstumsfaktoren versehen werden, sind sie ideale Richtungsweiser f&#252;r Nervenzellen, berichteten die Wissenschaftler j&#252;ngst im Fachmagazin â€žAdvanced Functional Materialsâ€œ. Neben Professor Dr. Thomas Claudepierre und Professor Dr. Peter Wiedemann, Direktor der Universit&#228;tsaugenklinik Leipzig, waren Wissenschaftler der Tufts Universit&#228;t in Boston, USA, und der franz&#246;sischen Universit&#228;ten Stra&#223;burg und CompiÃ¨gne an der Studie beteiligt.</p>
<blockquote><p><strong>F&#252;r ihre Versuche nutzten</strong> die Forscher Zellkulturen von Netzhautnervenzellen der Ratte, die sie â€“ um die Zerst&#246;rung des Nervs zu simulieren â€“ in ein sch&#228;digendes Medium setzten. Wie sich zeigte, konnten die Zellen â€“ trotz der widrigen Bedingungen â€“ an parallel angeordneten Seidenf&#228;den auf einem Deckgl&#228;schen entlang wachsen. Indem die Forscher die Seidenf&#228;den bei der Herstellung mit bestimmten Wachstumsfaktoren versetzten, konnten sie diesen Effekt noch verst&#228;rken. &#0187;Wachstumsfaktoren, die in die Fasern eingeschlossen sind, k&#246;nnen ihre Funktion &#252;ber einen langen Zeitraum beibehalten&#0171;, erl&#228;utert Claudepierre. Die Ausl&#228;ufer von Nervenzellen, die an diesen speziell funktionalisierten Seidenf&#228;den wuchsen, erzielten im Vergleich zu den Versuchen mit â€žnormalenâ€œ Seidenf&#228;den die zwei- bis dreifache L&#228;nge.</p></blockquote>
<p><strong>Zum elektrischen Spinnen</strong> von Seidenf&#228;den wird eine Fl&#252;ssigkeit mit dem Seidenprotein â€žFibroinâ€œ in eine Spritze geladen und durch das Anlegen einer starken Spannung elektrostatisch aufgeladen. Anschlie&#223;end wird die Fl&#252;ssigkeit als feiner Strahl zu einer negativ geladenen, rotierenden Kollektorspule geleitet. Um den Seidenfaden in paralleler Anordnung â€žeinzufangenâ€œ, befestigten die Wissenschaftler auf der Spule kleine Deckgl&#228;schen.</p>
<p>&#0187;Unser Ziel ist die Entwicklung eines 3-D-Ger&#252;sts, das an der Stelle einer Nervensch&#228;digung implantiert wird und die Zellen dabei unterst&#252;tzt, ihre Nervenforts&#228;tze zu regenerieren&#0171;, erkl&#228;rt Claudepierre. Als n&#228;chsten Schritt wollen die Leipziger Wissenschaftler mit ihren Kollegen untersuchen, inwieweit auch die Gliazellen, die das St&#252;tzgewebe der Nervenzellen bilden, mithilfe der Seidenfasern ihre Orientierung wiedererlangen k&#246;nnen. Anschlie&#223;end soll das Modell im Tierversuch getestet werden. Sind die Versuche erfolgreich, k&#246;nnte die Methode eines Tages dabei helfen, Menschen vor gravierenden Behinderungen, etwa einer Erblindung, zu bewahren.</p>
<p>Die Studie wurde unterst&#252;tzt von der Franz&#246;sischen Stiftung Gueules CassÃ©es und dem Stifterverband f&#252;r die Deutsche Wissenschaft.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Forscher identifizieren Eiwei&#223;molek&#252;l, das Fettspeicherung kontrolliert</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/08/forscher-identifizieren-eiweissmolekuel-das-fettspeicherung-kontrolliert/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 21:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[ARFRP1]]></category>
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		<category><![CDATA[Fett]]></category>
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		<description><![CDATA[<em>Potsdam-Rehbr&#252;cke</em> - <strong>Ein Wissenschaftlerteam unter F&#252;hrung von Annette Sch&#252;rmann vom Deutschen Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiwei&#223;molek&#252;l identifiziert, das die Fettspeicherung f&#246;rdert. Das Protein sorgt daf&#252;r, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form gro&#223;er Fetttr&#246;pfchen gespeichert werden k&#246;nnen. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. "<em>Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen</em>", sagt Annette Sch&#252;rmann. Das Eiwei&#223;molek&#252;l sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.

<strong>Das Forscherteam, zu dem auch</strong> Wissenschaftler der Universit&#228;ten M&#252;nster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts f&#252;r Biochemie in Martinsried geh&#246;ren, ver&#246;ffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (<em>Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09</em>).</strong>

<strong>&#220;bersch&#252;ssige Nahrungsenergie wird langfristig</strong> in Form von K&#246;rperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt - weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/fettzellen.jpg" rel="lightbox[pics2027]" title="Elektronenmikroskopische Aufnahmen. Fettr&#246;pfchen sind mit schwarzen Pfeilen markiert. Foto: DIfE)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/fettzellen.thumbnail.jpg" alt="Fettzellen" width="255" height="106" class="attachment wp-att-2028" /></a>
<div class="imagecaption">Elektronenmikroskopische Aufnahmen. Fettr&#246;pfchen sind mit schwarzen Pfeilen markiert. (DIfE)</div>
</div>
<p><em>Potsdam-Rehbr&#252;cke</em> &#8211; <strong>Ein Wissenschaftlerteam unter F&#252;hrung von Annette Sch&#252;rmann vom Deutschen Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiwei&#223;molek&#252;l identifiziert, das die Fettspeicherung f&#246;rdert. Das Protein sorgt daf&#252;r, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form gro&#223;er Fetttr&#246;pfchen gespeichert werden k&#246;nnen. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. &#0187;<em>Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen</em>&#0171;, sagt Annette Sch&#252;rmann. Das Eiwei&#223;molek&#252;l sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.</p>
<p><strong>Das Forscherteam, zu dem auch</strong> Wissenschaftler der Universit&#228;ten M&#252;nster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts f&#252;r Biochemie in Martinsried geh&#246;ren, ver&#246;ffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (<em>Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09</em>).</strong></p>
<p><strong>&#220;bersch&#252;ssige Nahrungsenergie wird langfristig</strong> in Form von K&#246;rperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt &#8211; weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team um Annette Sch&#252;rmann einerseits ein Zellkulturmodell und andererseits ein besonderes Mausmodell. Bei letzterem handelt es sich um Tiere, bei denen im Vergleich zu Kontrollm&#228;usen die Forscher das Eiwei&#223;molek&#252;l ARFRP1 spezifisch entfernten. Durch den Vergleich der physiologischen Daten der M&#228;use, die in ihrem Fettgewebe kein ARFRP1-Protein produzieren, mit den Daten von Kontrolltieren konnten die Wissenschaftler R&#252;ckschl&#252;sse auf die Funktion des Eiwei&#223;molek&#252;ls ziehen. Ebenso lieferten zus&#228;tzliche Zellkulturexperimente erg&#228;nzende biochemische Daten.</p>
<p><strong>Die Tiere ohne ARFRP1</strong> speicherten die Lipide kaum im Fettgewebe; die in den einzelnen Fettzellen eingelagerten Fetttr&#246;pfchen waren winzig. Zus&#228;tzliche biochemische Analysen zeigten dar&#252;ber hinaus, dass ein fettabbauendes Enzym (hormone-sensitive lipase) st&#228;rker aktiviert wurde. Der Speicherdefekt des Fettgewebes hatte zur Folge, dass die Tiere bereits im Alter von nur sieben Tagen Lipide in anderen Geweben, z.B. der Leber, einlagerten &#8211; ein Vorgang, der zu einer Insulinresistenz f&#252;hren kann, einer Vorstufe des Typ-2-Diabetes.</p>
<blockquote><p>&#0187;Aufgrund unserer Daten gehen wir davon aus, dass das identifizierte Protein gleichzeitig zwei Prozesse reguliert. Einerseits f&#246;rdert es die Fusion kleiner Fettpartikel zu gr&#246;&#223;eren Fetttropfen. Andererseits hemmt es den enzymatischen Fettabbau&#0171;, erkl&#228;rt Angela Hommel, Erstautorin der Studie. Damit sei die Forschung wieder ein kleines St&#252;ckchen weitergekommen, um die molekularen Grundlagen der Fettspeicherung zu verstehen, erg&#228;nzt Annette Sch&#252;rmann.</p></blockquote>
<p><strong>Die Wissenschaftler gehen derzeit nicht</strong> davon aus, dass ihre Erkenntnisse in naher Zukunft dazu genutzt werden k&#246;nnen, neue Medikamententherapien gegen krankhaftes &#220;bergewicht zu entwickeln. Denn das identifizierte Protein spielt auch w&#228;hrend der Embryonalentwicklung sowie in anderen Organen wie der Leber, den Nieren oder dem Gehirn eine wichtige Rolle. W&#252;rde man also beispielsweise versuchen, die Wirkung des Proteins ARFRP1 und damit auch die Fettspeicherung medikament&#246;s zu unterdr&#252;cken, w&#228;ren sicher zu starke Nebenwirkungen zu erwarten. </p>
<p><strong>Allerdings stellt</strong> die von der Arbeitsgruppe Sch&#252;rmann entwickelte Maus ein neues Modell zur Untersuchung der Ursachen und Mechanismen der Insulinresistenz dar. &#0187;Aufgrund der defekten Fettspeicherung im Fettgewebe lagert der K&#246;rper Fette in anderen Organen, wie z.B. der Leber, dem Skelettmuskel und dem Herz ein, wie es auch bei &#252;bergewichtigen und adip&#246;sen Personen beobachtet wird. Diese &#8250;fehlerhafte&#8249; Fettspeicherung wird mit einer verminderten Insulinwirkung in Verbindung gebracht, deren molekularen Ursachen nun in unserem Modell aufgekl&#228;rt werden k&#246;nnen&#0171;, sagt Annette Sch&#252;rmann.</p>
<p><strong>Hintergrundinformation:</strong><br />
Das Fettgewebe spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulation des Energiehaushalts des K&#246;rpers. Dabei muss man zwischen zwei Gewebetypen unterscheiden:<br />
Das so genannte braune Fettgewebe tr&#228;gt dazu bei, die K&#246;rpertemperatur aufrecht zu erhalten. Das in ihm gespeicherte Fett wird direkt f&#252;r die W&#228;rmeproduktion verwendet, so dass hier gr&#246;&#223;ere Mengen an Energie verbraucht werden. Lange ging man davon aus, dass das braune Fettgewebe beim Menschen eher eine untergeordnete Rolle spielt und er nur im S&#228;uglingsalter wenig davon besitzt. Neuere Studien belegen jedoch, dass auch der erwachsene Mensch &#252;ber braunes Fettgewebe verf&#252;gt, wobei allerdings adip&#246;se Personen kein oder nur geringe Mengen dieses stoffwechselaktiven Gewebes aufweisen.</p>
<p>Das so genannte wei&#223;e Fettgewebe erf&#252;llt drei verschiedene Aufgaben:</p>
<ul>
<li>Es ist Speicher- und Depotfett; ein Mensch mit einer Fettreserve von 15 Kilo kann etwa 50 bis 60 Tage ohne Nahrung auskommen.</li>
<li>Es bietet &#228;hnlich wie ein &#0187;Airbag&#0171; einen gewissen Schutz vor mechanischen Verletzungen.</li>
<li>Es dient der W&#228;rmed&#228;mmung, denn Fett ist ein schlechter W&#228;rmeleiter.</li>
</ul>
<p><strong>Die Fettzellen (Adipocyten)</strong> des wei&#223;en Fettgewebes sind vergleichsweise gro&#223;e Zellen. Die Zelle ist fast vollst&#228;ndig mit einem gro&#223;en Fetttropfen ausgef&#252;llt, wobei der Zellkern dicht an den Zellrand gedr&#252;ckt ist. Stark vereinfacht, kann man sich die Fettzelle als einen dehnbaren &#214;ltank vorstellen. </p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Annette Sch&#252;rmann<br />
Deutsches Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung<br />
Potsdam-Rehbr&#252;cke (DIfE)<br />
Abteilung Experimentelle Diabetologie<br />
Arthur-Scheunert-Allee 114-116<br />
D-14558 Nuthetal<br />
Tel.: ++49 (0)33200 88 368<br />
E-Mail: schuermann@dife.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>T-Helferzellen umprogrammieren &#8211; Neue Therapieoptionen gegen Asthma und Allergien</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 16:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[allergie]]></category>
		<category><![CDATA[Asthma]]></category>
		<category><![CDATA[Immun]]></category>
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		<category><![CDATA[Zellen]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Berlin, 14. Januar 2010</em> â€“ <strong>Bei der Abwehr von Krankheitserregern durch das Immunsystem spielen bestimmte wei&#223;e Blutk&#246;rperchen eine zentrale Rolle. Die so genannten T-Helferzellen (Th-Zellen) spezialisieren sich nach ihrer Aktivierung, je nachdem, ob sie etwa Viren, Bakterien oder Parasiten bek&#228;mpfen sollen. Manche haben gleichzeitig Allergie verst&#228;rkende Eigenschaften und k&#246;nnen auch Asthma mit verursachen. Bisher gingen Forscher davon aus, dass die Pr&#228;gung von Th-Zellen auf einen bestimmten Erregertyp unwiderruflich sei. Nun konnten Immunologen der CharitÃ© â€“ Universit&#228;tsmedizin Berlin und des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) erstmals zeigen, dass sich diese Zellen umprogrammieren lassen. Die Entdeckung er&#246;ffnet neue Optionen zur Therapie von Asthma, Allergien und anderen immunologischen Erkrankungen.</strong>

<strong>Wenn Krankheitserreger in den Organismus eindringen</strong>, aktiviert dies die Th-Zellen und pr&#228;gt sie auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Berlin, 14. Januar 2010</em> â€“ <strong>Bei der Abwehr von Krankheitserregern durch das Immunsystem spielen bestimmte wei&#223;e Blutk&#246;rperchen eine zentrale Rolle. Die so genannten T-Helferzellen (Th-Zellen) spezialisieren sich nach ihrer Aktivierung, je nachdem, ob sie etwa Viren, Bakterien oder Parasiten bek&#228;mpfen sollen. Manche haben gleichzeitig Allergie verst&#228;rkende Eigenschaften und k&#246;nnen auch Asthma mit verursachen. Bisher gingen Forscher davon aus, dass die Pr&#228;gung von Th-Zellen auf einen bestimmten Erregertyp unwiderruflich sei. Nun konnten Immunologen der CharitÃ© â€“ Universit&#228;tsmedizin Berlin und des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) erstmals zeigen, dass sich diese Zellen umprogrammieren lassen. Die Entdeckung er&#246;ffnet neue Optionen zur Therapie von Asthma, Allergien und anderen immunologischen Erkrankungen.</strong></p>
<p><strong>Wenn Krankheitserreger in den Organismus eindringen</strong>, aktiviert dies die Th-Zellen und pr&#228;gt sie auf genau diese &#0187;Angreifer&#0171;. Bislang waren f&#252;nf Untergruppen von Th-Zellen bekannt. Th1-Zellen bek&#228;mpfen krankmachende Keime und Viren innerhalb der Zellen des menschlichen K&#246;rpers. Th2-Zellen dagegen wehren au&#223;erhalb der Zellen vorkommende Erreger und Parasiten ab. Sie sind aber auch f&#252;r die Entstehung von Asthma und Allergien verantwortlich. Jeder Th-Zelltyp wird gesteuert von einem bestimmten Genregulator â€“ dem so genannten Schl&#252;ssel-Transkriptionsfaktor. <strong>Die Pr&#228;gung der Th-Zellen galt bisher als unumkehrbar.</strong></p>
<p><strong>Eine Forschergruppe der CharitÃ© und des DRFZ</strong> um <em>Professor Dr. rer. nat. Max L&#246;hning</em> konnte jetzt nachweisen, dass sich bereits spezialisierte Th2-Zellen umprogrammieren lassen. Daf&#252;r injizierten sie M&#228;usen diese Zellen, die auf die Abwehr von Parasiten gepr&#228;gt sind. Anschlie&#223;end infizierten sie die M&#228;use aber gezielt mit Viren. Die Virusinfektion l&#246;st bestimmte Immunsignale aus. Mit diesen Signalen gelang es den Forschern, die Th2-Zellen auch zur Bek&#228;mpfung der viralen Erreger anzuregen.</p>
<p><strong>Sie fanden heraus, dass durch die neue Pr&#228;gung auf Viren</strong> die anf&#228;ngliche Spezialisierung auf Parasiten nicht verloren geht. Stattdessen entsteht ein neuer Zwischentyp, die so genannten â€šTh2+1â€™-Zellen. Sie vereinen in sich das Abwehrpotential beider Untergruppen und erwiesen sich in der Studie als stabil, wie die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift &#0187;Immunity&#0171; berichten: Auch Monate nach Abklingen der Virusinfektion war die neue Abwehrfunktion noch in den Ged&#228;chtnis-T-Zellen anzutreffen. Zudem kl&#228;rten die Forscher die molekularen Grundlagen: Jede der neuen Th-Zellen bildet zwei Schl&#252;ssel-Transkriptionsfaktoren â€“ sowohl den Genregulator zur Parasitenabwehr als auch den Faktor zur Virusbek&#228;mpfung.</p>
<blockquote><p><strong>Diese grundlegenden Erkenntnisse f&#246;rdern</strong> nicht nur das Verst&#228;ndnis von â€šLernprozessenâ€™ in Immunzellen. Sie er&#246;ffnen auch neue Wege zur Therapie von Asthma und Allergien. Denn besonders die gegen Parasiten gerichteten Th2-Zellen tragen zur Entstehung dieser Erkrankungen ma&#223;geblich bei. &#0187;Durch das Umprogrammieren in die neue Hybridform hoffen wir, die Allergie verst&#228;rkenden Eigenschaften dieser Helferzellen schw&#228;chen zu k&#246;nnen&#0171;, sagt Professor L&#246;hning. &#0187;Diese therapeutische Anwendung erforschen wir derzeit.&#0171; Seine von der VolkswagenStiftung im Rahmen des Lichtenberg-Programms gef&#246;rderte Arbeitsgruppe an der Medizinischen Klinik f&#252;r Rheumatologie und Klinische Immunologie der CharitÃ© arbeitet eng mit dem DRFZ Berlin zusammen.</p>
<p>Die Studie zeige, wie wichtig Grundlagenforschung f&#252;r die Entwicklung neuer Therapien sei, betonen Professor Dr. med. Gerd-R&#252;diger Burmester, Direktor der Medizinischen Klinik f&#252;r Rheumatologie und Klinische Immunologie, und Professor Dr. rer. nat. Andreas Radbruch, Direktor des DRFZ: &#0187;Allergien und Asthma nehmen in den Industriel&#228;ndern seit Jahrzehnten zu. Unsere Entdeckung k&#246;nnte die Behandlung immunologischer Erkrankungen in der Zukunft verbessern und den Betroffenen helfen.&#0171;</p></blockquote>
<p>Quelle: Hegazy et al., â€žInterferons direct Th2 cell reprogramming to generate a stable GATA-3+T-bet+ cell subset with combined Th2 and Th1 cell functionsâ€?, Immunity (2010), doi:10.1016/j.immuni.2009.12.004<br />
<strong>Ver&#246;ffentlichung in Immunity:</strong> online am 14. Januar 2010, am 29. Januar 2010 in der Printausgabe (Download: http://www.cell.com/immunity/newarticles). </p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Max L&#246;hning<br />
Medizinische Klinik f&#252;r Rheumatologie und Klinische Immunologie<br />
â€“Lichtenberg-Professur f&#252;r Experimentelle Immunologieâ€“<br />
CharitÃ© &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin<br />
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)<br />
CharitÃ©platz 1<br />
10117 Berlin<br />
Telefon: 030 28 460 760<br />
E-Mail: loehning@drfz.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Geheimnis der Telomere: Auf deren L&#228;nge kommt es an</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/10/23/das-geheimnis-der-telomere-auf-deren-laenge-kommt-es-an/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 17:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/UniversitÃ¤ten]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[biologisch]]></category>
		<category><![CDATA[chromosom]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Telomere]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>Eine Forschungsgruppe der Klinik f&#252;r H&#228;matologie am Essener Universit&#228;tsklinikum arbeitet mit den modernsten Methoden zur Messung der L&#228;nge der Chromosom-Enden, der so genannten Telomere. Diese Telomer-L&#228;nge gibt Auskunft &#252;ber das tats&#228;chliche biologische Alter eines Menschen. Auch zur Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs k&#246;nnen die dabei gewonnenen Erkenntnisse beitragen...</strong>

<strong>Der diesj&#228;hrige Nobelpreis f&#252;r Medizin</strong> ging an drei Wissenschaftler aus den USA, die bahnbrechende Erkenntnisse zur Alterung und dem Absterben von Zellen erarbeitet haben. Die Professoren Blackburn, Greider und Szostak wurden f&#252;r Ihre Telomer-Forschung ausgezeichnet, die unser Verst&#228;ndnis von den Vorg&#228;ngen in der Zelle grundlegend erweitert hat und heute als Grundlage f&#252;r weitere Studien dient.

<strong>Auch am Essener Universit&#228;tsklinikum</strong> zeigt die Telomer-Forschung neue Wege f&#252;r die Behandlung von verschiedenartigen Krankheiten auf. Eine Forschungsgruppe in der Klinik f&#252;r H&#228;matologie arbeitet mit den modernsten Methoden zur Messung der Telomerl&#228;nge. 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Forschungsgruppe der Klinik f&#252;r H&#228;matologie am Essener Universit&#228;tsklinikum arbeitet mit den modernsten Methoden zur Messung der L&#228;nge der Chromosom-Enden, der so genannten Telomere. Diese Telomer-L&#228;nge gibt Auskunft &#252;ber das tats&#228;chliche biologische Alter eines Menschen. Auch zur Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs k&#246;nnen die dabei gewonnenen Erkenntnisse beitragen&#8230;</strong></p>
<p><strong>Der diesj&#228;hrige Nobelpreis f&#252;r Medizin</strong> ging an drei Wissenschaftler aus den USA, die bahnbrechende Erkenntnisse zur Alterung und dem Absterben von Zellen erarbeitet haben. Die Professoren Blackburn, Greider und Szostak wurden f&#252;r Ihre Telomer-Forschung ausgezeichnet, die unser Verst&#228;ndnis von den Vorg&#228;ngen in der Zelle grundlegend erweitert hat und heute als Grundlage f&#252;r weitere Studien dient.</p>
<p><strong>Auch am Essener Universit&#228;tsklinikum</strong> zeigt die Telomer-Forschung neue Wege f&#252;r die Behandlung von verschiedenartigen Krankheiten auf. Eine Forschungsgruppe in der Klinik f&#252;r H&#228;matologie arbeitet mit den modernsten Methoden zur Messung der Telomerl&#228;nge. </p>
<blockquote><p>&#0187;Durch diese Messmethode k&#246;nnen wir zuverl&#228;ssig die L&#228;ngen der Telomere bestimmen. Die Telomer-L&#228;nge gibt Auskunft &#252;ber das tats&#228;chliche biologische Alter der Menschen und kann so Aufschluss dar&#252;ber geben, ob die Untersuchten zu bestimmten Erkrankungen neigen k&#246;nnen&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Alexander R&#246;th von der Klinik f&#252;r H&#228;matologie am UK Essen.</p></blockquote>
<p><strong>Warum altern Zellen? Warum sterben Zellen?</strong></p>
<p><strong>Als Telomere werden die Enden der Chromosomen bezeichnet</strong>. Sie verk&#252;rzen sich mit jeder Zellteilung. Beim Menschen etwa gehen bei jeder Teilung zwischen 50 und 100 Basenpaare verloren. Dieser Verlust an Basenpaaren und die damit einhergehende Verk&#252;rzung der Telomer-L&#228;nge wird als End-Replikations-Problem bezeichnet. Ab einer bestimmten Teilungszahl k&#246;nnen sich die Chromosomen wegen der dann zu kurzen Telomere nicht mehr replizieren und einige Zellen sterben ab. Wenn nicht die sogenannte Telomerase w&#228;re: Dieses Zellkern-Enzym kann die Endst&#252;cke, die so genannten Telomerkappen, der Erbsubstanz wiederherstellen und die Telomere verl&#228;ngern. &#0187;Das klingt nat&#252;rlich erst einmal nach einem riesigen Vorteil, weil dadurch theoretisch das Leben der Zellen fast unbegrenzt verl&#228;ngert werden kann&#0171;, sagt Dr. Alexander R&#246;th. &#0187;Man muss dabei allerdings bedenken, dass die Telomerase auch das Leben der Zellen verl&#228;ngert, die f&#252;r den K&#246;rper sch&#228;dlich sind&#0171;, gibt er zu bedenken. &#0187;Immerhin ist in 80 bis 90 Prozent der menschlichen Krebszellen eine krankhafte &#220;berproduktion von Telomerase-Enzymen nachweisbar.&#0171;</p>
<p><strong>Auf dem Weg zu einer neuen Krebstherapie</strong></p>
<p><strong>Die Essener Forschungsgruppe, der Dr. Alexander R&#246;th angeh&#246;rt</strong>, untersucht derzeit, ob eine gezielte Unterdr&#252;ckung der Telomerase in der Anti-Krebs-Therapie alleine eingesetzt werden kann, oder etwa unterst&#252;tzend zu einer Chemotherapie. Mit dieser Therapie und der Hemmung der Telomerase soll eben diese Reparatur der Telomere verhindert werden &#8211; so k&#246;nnen b&#246;sartige Zellen in den Tod getrieben werden.</p>
<blockquote><p> &#0187;Wir richten unser Augenmerk derzeit auf die Erforschung einer seltenen Leuk&#228;mieart, der so genannten Prolymphozytenleuk&#228;mie (T-PLL), die zu den Non-Hodgkin-Lymphomen gez&#228;hlt wird&#0171;, so Dr. R&#246;th. &#0187;Bei dieser Erkrankung trifft eine hohe Telomerase-Aktivit&#228;t auf sehr kurze Telomere&#0171;, berichtet er dann. &#0187;Wir m&#246;chten diesen Zusammenhang entschl&#252;sseln, um dadurch neue Erkenntnisse &#252;ber die Telomerase und ihren genauen Wirkmechanismus zu gewinnen.&#0171; Derzeit ist am Universit&#228;tsklinikum Essen eine Klinische Studie in Vorbereitung, bei der die Prolymphozytenleuk&#228;mie mit Imetelstat, dem ersten verf&#252;gbaren Telomeraseinhibitor, behandelt werden soll.</p>
<p>Dr. Alexander R&#246;th ist zuversichtlich, dass der Einsatz dieser Inhibitoren bei dieser seltenen Erkrankung nur die Spitze des Eisberges ist. &#0187;Die Forschung wird in den kommenden Jahren dahin gehen, weitere Krebsarten und Erkrankungen f&#252;r den Einsatz von Telomerase-Inhibitoren aufzusp&#252;ren und erfolgreich zu behandeln.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Mehr Informationen zum Thema und zur Forschungsgruppe:</strong></p>
<p><strong>Dr. med. Alexander R&#246;th</strong><br />
Oberarzt an der Klinik f&#252;r H&#228;matologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Essen<br />
Hufelandstra&#223;e 55<br />
45122 Essen</p>
<p><strong>Tel.:</strong> 0201-723-84219<br />
<strong>Fax:</strong> 0201-723-1716<br />
<strong>E-Mail:alexander.roeth@uni-due.de<br />
Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.uniklinik-essen.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Mechanismus f&#252;r die Entstehung von Blutzellen endg&#252;ltig entschl&#252;sselt</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/04/03/1403/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/04/03/1403/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 20:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Zellen]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuherberg, (<em>1. April 2009</em>). <strong>Ein Wissenschaftlerteam um Dr. Timm Schroeder vom Helmholtz Zentrum M&#252;nchen hat die Existenz eines Blut bildenden Endothels bewiesen. Damit wird die bislang ungekl&#228;rte Frage beantwortet, wie in der Embryonalentwicklung Blutzellen entstehen. Blutzellen k&#246;nnen so in Zukunft im Labor zielgerichteter erzeugt werden. Damit leisten die j&#252;ngsten Erkenntnisse einen wichtigen Beitrag f&#252;r zuk&#252;nftige klinische Therapieans&#228;tze.</strong>

<strong>Die Untersuchung wurde im renommierten Wissenschaftsmagazin</strong> "<em>Nature</em>" publiziert und wird ein zentrales Thema auf dem von 2. bis 4. April in M&#252;nchen stattfindenden internationalen Fachkongress &#252;ber <em>molekulare Mechanismen der Blutbildung</em> sein.
<strong>Vom 2. bis 4. April</strong> werden auf dem internationalen Kongress "Molecular Mechanisms of Normal and Malignant Hematopoiesis" in M&#252;nchen molekulare Mechanismen der Blutbildung (H&#228;matopoese) pr&#228;sentiert. Eine Frage, die Wissenschaftler seit Jahrzehnten besch&#228;ftigte, konnte nun gel&#246;st werden: Wie entstehen genau die ersten Blutzellen im Embryo? Dr. Timm Schroeder, Arbeitsgruppenleiter am Institut f&#252;r Stammzellforschung des Helmholtz Zentrums M&#252;nchen, fand zusammen mit seinen Kollegen heraus, dass es eine besondere Art von Endothelzellen gibt, die sich in Blutzellen verwandeln k&#246;nnen. Endothelzellen kleiden Blutgef&#228;&#223;e von innen aus.
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:300px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/07/blood-320.jpg" rel="lightbox[pics500]" title="Blut (&copy; dioxin | photocase.de)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/07/blood-320.thumbnail.jpg" alt="Blut (&copy; dioxin | photocase.de)" width="300" height="300" class="attachment wp-att-501" /></a>
<div class="imagecaption">Blut (&copy; dioxin | photocase.de)</div>
</div>
<p>Neuherberg, (<em>1. April 2009</em>). <strong>Ein Wissenschaftlerteam um Dr. Timm Schroeder vom Helmholtz Zentrum M&#252;nchen hat die Existenz eines Blut bildenden Endothels bewiesen. Damit wird die bislang ungekl&#228;rte Frage beantwortet, wie in der Embryonalentwicklung Blutzellen entstehen. Blutzellen k&#246;nnen so in Zukunft im Labor zielgerichteter erzeugt werden. Damit leisten die j&#252;ngsten Erkenntnisse einen wichtigen Beitrag f&#252;r zuk&#252;nftige klinische Therapieans&#228;tze.</strong></p>
<p><strong>Die Untersuchung wurde im renommierten Wissenschaftsmagazin</strong> &#0187;<em>Nature</em>&#0171; publiziert und wird ein zentrales Thema auf dem von 2. bis 4. April in M&#252;nchen stattfindenden internationalen Fachkongress &#252;ber <em>molekulare Mechanismen der Blutbildung</em> sein.<br />
<strong>Vom 2. bis 4. April</strong> werden auf dem internationalen Kongress &#0187;Molecular Mechanisms of Normal and Malignant Hematopoiesis&#0171; in M&#252;nchen molekulare Mechanismen der Blutbildung (H&#228;matopoese) pr&#228;sentiert. Eine Frage, die Wissenschaftler seit Jahrzehnten besch&#228;ftigte, konnte nun gel&#246;st werden: Wie entstehen genau die ersten Blutzellen im Embryo? Dr. Timm Schroeder, Arbeitsgruppenleiter am Institut f&#252;r Stammzellforschung des Helmholtz Zentrums M&#252;nchen, fand zusammen mit seinen Kollegen heraus, dass es eine besondere Art von Endothelzellen gibt, die sich in Blutzellen verwandeln k&#246;nnen. Endothelzellen kleiden Blutgef&#228;&#223;e von innen aus.</p>
<blockquote><p><strong>Dr. Timm Schroeder erl&#228;utert:</strong> &#0187;Der Prozess, bei dem Blutzellen entstehen, ist &#228;u&#223;erst schwierig zu untersuchen: Er findet nur f&#252;r kurze Zeit und im Verborgenen w&#228;hrend der Embryonalentwicklung im Mutterleib statt.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Zun&#228;chst mussten die Wissenschaftler</strong> die technischen Voraussetzungen schaffen, um &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum die Verwandlung von Endothel- in Blutzellen kontinuierlich auf Einzelzellebene beobachten zu k&#246;nnen. Schroeder und seine Kollegen entwickelten dazu neue Bioimaging-Verfahren, mit denen das Verhalten vieler einzelner Zellen aufgenommen und beobachtet werden kann. Sie kombinierten daf&#252;r optimierte Mikroskopie-, Inkubations- und Bildaufnahmeverfahren sowie neu entwickelte Computerprogramme zur Einzelzellverfolgung in Zeitrafferfilmen mit komplexen Methoden der Zellreinigung und Zellkultur. So konnten die Wissenschaftler das Verhalten vieler differenzierender, mesodermaler Zellen &#252;ber einen Zeitraum von bis zu einer Woche beobachten.</p>
<p><strong>Durch sorgf&#228;ltige Analyse tausender Zellen</strong> und deren exprimierter Molek&#252;le konnten Dr. Timm Schroeder und die Doktorandin Hanna Eilken einige seltene Endothelzellen finden, die sich in der Tat in Blutzellen verwandelten.</p>
<blockquote><p>&#0187;Im n&#228;chsten Schritt werden wir uns auf die Identifikation von Molek&#252;len konzentrieren, die f&#252;r die Spezifikation von Blutzellen verantwortlich sind&#0171;, beschreibt Schroeder. &#0187;Letztlich wollen wir die genauen molekularen Mechanismen verstehen. Die Identifikation des exakten Zelltyps, der Blutzellen hervorbringt, ist eine wichtige Voraussetzung, um zu verstehen, welche Kombination von Molek&#252;len eine Zelle zu einer Blutzelle macht.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Neben dem verbesserten Verst&#228;ndnis</strong> &#252;ber die Mechanismen der Blutbildung sind die Ergebnisse der nun ver&#246;ffentlichten Studie wichtig, um die Herstellung von Blutzellen im Labor f&#252;r klinische Therapien zu verbessern. Eine m&#246;gliche in vitro-Produktion unbegrenzter Mengen an Blutzellen aus embryonalen Stammzellen gilt als viel versprechende Option f&#252;r neue therapeutische Ans&#228;tze. Allerdings m&#252;ssen f&#252;r die zielgerichtete, effiziente und reine Herstellung spezifischer Blutzellen, die auch gefahrlos eingesetzt werden k&#246;nnen, die notwendigen Differenzierungsschritte genau verstanden werden. <strong>Schroeder:</strong> &#0187;<em>Unsere Studie hat nun den letzten dieser Schritte gekl&#228;rt.</em>&#0187;</p>
<p>Originalpublikation: Eilken HM, Nishikawa SI and Schroeder T (2009):<br />
Continuous single-cell imaging of blood generation from haemogenic endothelium<br />
Nature, 457: 896 &#8211; 900</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>PubMed Abstract: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19212410?ordinalpos=1&#038;itool=EntrezSystem2&#8230;</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Symposium 2.-4. April 2009<br />
Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen, Campus Gro&#223;hadern<br />
Molecular Mechanisms of Normal and Malignant Hematopoiesis http://sfb684.klinikum.uni-muenchen.de/Symposium2009.htm</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Youtube &#0187;Geburt&#0171; von Blutzellen<br />
<object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qoBf7NfgpuE&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qoBf7NfgpuE&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>]]></content:encoded>
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